Nachhaltigkeit effektiv gestalten
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Nachhaltigkeit effektiv gestalten

Wie Sie Ihre Organisation zukunftsfähig machen

  1. 200 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Nachhaltigkeit effektiv gestalten

Wie Sie Ihre Organisation zukunftsfähig machen

Über dieses Buch

Damit alle ein gutes Leben innerhalb der Grenzen unseres Planeten führen können, müssen wir unser Verhalten in unterschiedlichen Facetten des Alltags ändern. Die Natur hat dies mit Covid erzwungen. Können wir den notwendigen Wandel nicht auch aktiv gestalten?

Menschen sind kreativ
Wir Menschen sind kreativ und erfinderisch. Wir haben schon immer unsere Gestaltungskraft auf die Lösung scheinbar unlösbarer Probleme gelenkt. In diesem Ratgeber finden Sie:

  • Viele Puzzleteile, die Ihnen ermöglichen realistisch und optimistisch in die Zukunft zu schauen.
  • Neue, bereits erprobte Werkzeuge, mit denen Pioniere des Wandels derzeit den langen Weg der Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften gestalten.
  • Beispiele aus der gelebten Praxis, von denen Sie lernen können, was bereits geschieht.

Unternehmen sind Veränderungsmotoren
Unternehmen haben einen besonderen Hebel für die Gestaltung der Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften. Sie sind Experten für die Umsetzung neuer Ideen. Allerdings agieren sie nicht im luftleeren Raum. Sie müssen sich an regionale, nationale und internationale Regeln halten. Regeln, die sie lange Zeit in nicht nachhaltigem Verhalten festgehalten haben. Viele dieser Lock-in Effekte brechen derzeit auf. Neues wird möglich. Die Zusammenarbeit verschiedener Gesellschaftsgruppen ist dabei ebenso wichtig wie der Wille zur Veränderung und Mitgestaltung jedes einzelnen.

Erfolg ist nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch Organisationen werden nicht mehr ausschließlich auf der Grundlage finanzieller Kennzahlen bewertet. Zusätzlich werden ihre sozialen oder ökologischen Wirkungen betrachtet. Systemische Innovation wird möglich und erstrebenswert: Pioniere des Wandels haben in den letzten beiden Jahrzehnten viele innovative Methoden der Zusammenarbeit und Ideen für nachhaltiges Wertschöpfen entwickelt und erprobt. Die Digitalisierung eröffnet zudem neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Wissensentwicklung und Schaffung von Transparenz. Ein sinnvoller Unternehmenszweck tritt in den Vordergrund. Er wird in einer Kultur der Achtsamkeit und Resilienz gestaltet.

Die Zeit ist reif für Nachhaltigkeit!

  • Lenken Sie die Innovationskraft Ihrer Organisation auf zukunftssichernde Wertschöpfungspotentiale.
  • Bringen Sie die Bedürfnisbefriedigung von Menschen zurück ins Zentrum unternehmerischen Handelns.
  • Schaffen Sie Raum für sinnvolle Arbeit. Sie werden eingeladen und ermutigt den Weg der Transformation hin zu nachhaltigem Wirtschaften zu gehen: Schritt für Schritt.

Häufig gestellte Fragen

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Die Lage der Welt

In diesem Kapitel erfahren Sie Folgendes:
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was Nachhaltigkeit im Rahmen dieses Buchs bedeutet,
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wie der World Wildlife Fund (WWF) anhand einer übersichtlichen Grafik die fehlende Nachhaltigkeit der Vor-Corona-Wirtschaftslogik aufzeigt,
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welche Vision 29 multinationale Konzerne bereits vor mehr als zehn Jahren für das Jahr 2050 formuliert haben,
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was mit der UN-Agenda 2030 erreicht werden soll,
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welche Rolle Corona für die Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften spielen könnte.

1.1 Was bedeutet Nachhaltigkeit
in diesem Buch?

Der
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Begriff Nachhaltigkeit wurde 1713 von Hans Carl von Carlowitz geprägt. Er begründete damit in einer Zeit der Energiekrise durch „Holznot“ die Forstwirtschaft. Sowohl der Bergbau des Erzgebirges als auch der mit der wachsenden Bevölkerung verbundene Städtebau verbrauchten viel Holz. In den Wäldern wurde auf kurzfristigen Gewinn ausgelegter Raubbau betrieben. Daher forderte von Carlowitz, nachhaltig, das heißt respektvoll und „pfleglich“, mit der Natur und ihren Rohstoffen umzugehen.
Zweieinhalb Jahrhunderte später warnte der
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Club of Rome im Jahr 1972 in seiner Studie „Grenzen des Wachstums“:Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“
Das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit bescherte den Ländern des Westens Aufschwung und Wohlstand. Die Entwicklungsländer konnten jedoch mit dem Fortschritt der Demokratien mit Marktwirtschaften nicht mithalten. Es entstand das, was wir heute Nord-Süd-Gefälle nennen. Dieses war und ist mit hohem Konflikt- und Kriegspotenzial verbunden. Daher wurden Mitte der 1980er-Jahre die Vereinten Nationen (UN) aktiv. Die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland leitete ab 1983 einen Sachverständigenrat, der Perspektiven für eine langfristig angelegte umwelt- und sozialverträgliche globale Entwicklung der Menschheit erarbeiten sollte. Die Ergebnisse dieser Kommission wurden 1987 im Brundtland-Report unter dem Titel „Our Common Future“ – Unsere Gemeinsame Zukunft – veröffentlicht. Dort wurde der Begriff „nachhaltige Entwicklung“ in seiner heutigen Bedeutung geprägt.
Definitionen1
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„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ (Fokus: Generationengerechtigkeit)
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„Im Wesentlichen ist nachhaltige Entwicklung ein Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potenzial vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.“ (Fokus: ganzheitliche Verhaltensänderung)

1.2 Die Welt in einer Grafik

Im Jahr 2006 hat der World Wildlife Fund (WWF) erstmalig in seinem „Living Planet Report“ eine Grafik veröffentlicht, mit deren Hilfe die fehlende Nachhaltigkeit der Vor-Corona-Fortschrittslogik mit einem Bild erklärbar wird. Sie wird regelmäßig aktualisiert und hat sich in den letzten Jahren qualitativ kaum verändert.
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Abbildung 1.1: Nachhaltigkeitsdefizite der letzten Jahrzehnte
In der Grafik gibt es zwei Achsen. Auf der horizontalen Achse ist der Index der menschlichen Entwicklung aufgetragen; auf der vertikalen der ökologische Fußabdruck. Nachhaltigkeit ist erreicht, wenn alle Menschen ein gutes Leben führen können, ohne die ökologischen Ressourcen zu zerstören. In der Grafik ist dies das graue Feld rechts unten.
Alle Länder sind durch jeweils einen Punkt gekennzeichnet. Die Größe der Punkte korrespondiert mit der Bevölkerungszahl. Länder mit mehr als einer Milliarde Einwohnern werden durch Kreise dargestellt. Der Kreis links stellt Indien dar, der rechte China. Nur einige wenige mittelamerikanische Länder kommen demnach nachhaltigem Leben nahe. Kuba war 2006 das einzige Land im Zielfeld. Mittlerweile – nach den Lockerungen des Embargos 2014 – hat auch der mittelamerikanische Inselstaat den Bereich der Nachhaltigkeit verlassen.
Definitionen
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Der „Index für menschliche Entwicklung“ (engl. Human Development Index – HDI) ist ein von den UN genutztes Maß für die nachhaltige Entwicklung einer Nation. Er berücksichtigt neben dem Bruttosozialprodukt pro Kopf auch die mittlere Lebenserwartung als Gesundheitsmaß sowie das Ausbildungsniveau der Bürger. Der HDI wird auf die Zahl 1 normiert. Alle Menschen der Welt sollten die Möglichkeit haben, ein hohes Entwicklungsniveau zu erreichen, das heißt bei einem HDI von 0,8 oder mehr zu leben.
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Der „ökologische Fußabdruck“ ist ein Maß für den Ressourcenverbrauch. Entworfen wurde es 1994 von dem Schweizer Stadtentwickler Mathis Wackernagel und dem kanadischen Ökologen William Rees. Er ermöglicht eine Buchhaltung für ökologische Ressourcen, vergleichbar mit der Finanzbuchhaltung in der Wirtschaft. Der ökologische Fußabdruck misst den Verbrauch natürlicher Ressourcen in Global-Hektar (gha) pro Person und Jahr. Berücksichtigt werden u. a. Energie, Nahrung, Kleidung, Entsorgung von Abfällen, das Binden von Kohlendioxid. Er erfasst auch, wie viel Natur = ökologisches Kapital in einem Land pro Kopf (noch) zur Erzeugung des zum Leben Notwendigen zur Verfügung steht.
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Anregung
Bestimmen Sie Ihren persönlichen Ressourcenverbrauch mithilfe des Fußabdruck-Kalkulators von Mathis Wackernagels Organisation Global Footprint Network:
https://www.footprintcalculator.org
In der Vor-Corona-Zeit boten die Industrienationen (Europa, Nordamerika, Australien sowie einige asiatische Länder) ihren Bürgern ein Leben auf einem hohen HDI, jedoch auf Kosten eines zu hohen Ressourcenverbrauchs. Die sogenannten Entwicklungsländer in Afrika und Asien wirtschaften zwar innerhalb der planetaren Grenzen, bieten ihren Bürgern jedoch keine guten Lebensbedingungen. Dies bedeutet, dass alle Länder andere Gestaltungsaufgaben haben, wenn sie sich nachhaltig entwickeln wollen. Nachhaltige Entwicklung ist stark kontextabhängig: Sie muss das politische, klimatische, soziale Umfeld berücksichtigen.
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Anregung
Auf der Website von The Natural Step Deutschland finden Sie eine Animation der Entwicklung von 1990 bis 2012: https://www.thenaturalstep.de/de/situation/human-development-index/

1.3 Ursachen...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Title
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Einleitung
  6. Aufbau des Buches
  7. 1 Die Lage der Welt
  8. 2 Wie Phönix aus der Asche
  9. 3 Sei selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst
  10. 4 Tue Gutes und rede darüber
  11. 5 Es gibt nichts Gutes, außer man tut es
  12. 6 Back to the roots
  13. 7 Wir sitzen alle in einem Boot
  14. 8 Es gibt immer eine Alternative
  15. Schlusswort
  16. Dank und Widmung
  17. Die Autorin
  18. Abkürzungsverzeichnis
  19. Weiterführende Literatur
  20. Quellenverzeichnis