Spuren des Tragischen im Theater der Gegenwart
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Spuren des Tragischen im Theater der Gegenwart

  1. 275 Seiten
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Spuren des Tragischen im Theater der Gegenwart

Über dieses Buch

Wie wird das Tragische aktuell in den Aufführungskünsten erfahrbar gemacht? Welche ästhetischen Verfahren und künstlerischen Praktiken kommen dabei zum Einsatz? Wie gehen das Theater und die dafür entstehenden Texte in der Nachfolge Einar Schleefs aktuell mit der Figuration des Chors um und welche Rückschlüsse lassen sich daraus hinsichtlich eines Denkens von Gemeinschaft und Individuum ableiten? Wie wirkt sich die gegenseitige Einflussnahme von performativer Praxis und philosophischer Theorie in Hinblick auf den Tragödienbegriff aus? Und wie ist die momentane Faszination für die Figur der Antigone zu bewerten? Ausgehend von diesen Fragen widmen sich die Beiträge dieses Bandes aus der Perspektive der Theater-, Tanz- und Literaturwissenschaft der Wiederkehr des Tragischen im Theater der Gegenwart.

Häufig gestellte Fragen

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Fußnoten

Einleitung

vgl. z. B.: Freddie Rokem, Performing history. Theatrical representations of the past in contemporary theatre, Iowa 2000, Matthias Dreyer, Theater der Zäsur. Antike Tragödie im Theater seit den 1960er Jahren, Paderborn 2014, Hans-Thies Lehmann, Tragödie und dramatisches Theater, Berlin 2014.
Walter Benjamin, „Ursprung des deutschen Trauerspiels“, in: ders., Abhandlungen. Gesammelte Schriften Bd. I.1, hrsgg. v. Rolf Tiedemann u. Hermann Schweppenhäuser, Frankfurt a.M. 1991, S. 203-430, hier S. 235.
Patrick Primavesi, „Tragödie, Fragment und Theater“, in: Anton Bierl et. al. (Hrsg.), Theater des Fragments. Performative Strategien im Theater zwischen Antike und Postmoderne, Bielefeld 2015, S. 147-164, hier S. 155.
Günther Heeg, Das transkulturelle Theater, Berlin 2017, S. 394.

Palimpseste für ein Theater der Gegenwart

Vgl. Ulrike Haß, „Picos Erzählung von der Entstehung der Weltbühne“, in: dies., Das Drama des Sehens. Auge, Blick und Bühnenform, München 2005, S. 203-217.
Man erinnert sich vielleicht an das Wort vom „embedded journalism“, das im Irakkrieg 2003 von amerikanischer Seite geprägt wurde, um die in der Truppe agierenden Kriegsjournalisten zu kennzeichnen.
Vgl. Peter Sloterdijk, „Das Unkomprimierbare oder: Die Wiederentdeckung des Ausgedehnten“, in: ders., Im Weltinnenraum des Kapitals, Frankfurt a.M. 2004, S. 391-405.
Heiner Müller, „ALTES GEDICHT“, in: Theater der Zeit, Kalkfell für Heiner Müller Arbeitsbuch, Berlin 1996, S. 4.
Aber das ist auch zugleich ihre Schranke: „dass sie von einer unvermittelten Äußerlichkeit untrennbar ist“, wie Marita Tatari schreibt. Vgl. dies.: „Kunst und Weltveränderung – Teilhabe als die res extensa der Kunst“, Vortrag an der KHM in Zürich 2016. Unveröffentlichtes Vortragsmanuskript.
Dies macht den Unterschied zur Verwendung des Palimpsest-Begriffs bei Gérard Genette aus. Seine Studie „Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe“ (dt. 1993) gilt den innermimetischen, transtextuellen Verfahren von Literatur und deren linguistischer Kategorisierung. Über den Begriff des Dramas (von gr. drân für „handeln“) liegen Theatertexten jedoch Verhältnisnahmen zugrunde, die über das linguistisch zu erfassende Textdokument hinausgehen und die Ausarbeitung eines räumlichen Begriffs des Palimpsests verlangen.
Der „Weltinnenraum“ ist gegenwärtig zunächst prominent durch Peter Sloterdijk (vgl. Fußnote 3), der sich auf ein Gedicht von Rainer Maria Rilke aus dem Jahr 1914 bezieht, das in die Duineser Elegien einging. Diese sind wiederum zentraler Gegenstand von Heideggers Auseinandersetzung, der Rilke anhand des poetischen Bilds „Weltinnenraum“ als modernen Metaphysiker kritisiert. Vgl. Martin Heidegger, „Wozu Dichter?“ (1946), in: ders., Gesamtausgabe, 1. Abteilung, Bd. 5: Holzwege, Frankfurt a.M. 1977, S. 269-320. Vgl. Marita Tatari, Heidegger et Rilke. Interprétation et partage de la poésie, Paris 2013, hier bes. S. 53-55.
Jean-Luc Nancy, „Vom Ende der Welt“, in: ders.: Der Sinn der Welt, Zürich, Berlin 2014, S. 11-17, hier S. 17.

( 1 ) Hegel

G.W.F. Hegel, Vorlesungen über die Ästhetik III, Werke ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Einleitung
  6. Figurationen des Tragischen
  7. Antigones Nachleben
  8. Wiederkehr des Tragischen?
  9. Fußnoten