Alexander der Gro
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Alexander der Gro

Alte Geschichte

  1. 14 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Alexander der Gro

Alte Geschichte

Über dieses Buch

Alexander der Große, der von 336 - 323 v. Chr. regierte, war nicht nur einer der größten Eroberer der Weltgeschichte. Seine Eroberung des Perserreichs bereitete zugleich den Boden für die Hellenisierung weiter Teile des östlichen Mittelmeerraumes, die bis zum Fall von Byzanz 1453 und darüber hinaus wirken sollte. Zugleich markiert Alexanders Feldzug, auf dem der makedonische König sich als Nachfahre griechischer Heroen, als Sohn des Zeus und schließlich als gottgleicher Herrscher darstellte, auch einen tiefen Einschnitt im Verständnis monarchischer Herrschaft. Bis heute wird diskutiert, wie viel er dabei von den unterworfenen Persern übernahm. Diesen Herrscher, der die Geschichte Europas und Vorderasiens wie kein zweiter geprägt hat, stellt die Vorlesung vor. Sie wirft dabei auch jene Frage auf, die Alexander in einmaliger Weise an jeden späteren gestellt hat: die Frage nach historischer Größe.

Häufig gestellte Fragen

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Information

IV. Das persische Kernland und der Osten [1400]

In diesen Wochen entschied sich der weitere Fortgang des Feldzuges. Unmittelbar nach der Schlacht bei Gaugamela hatten Alexanders Soldaten ihn zum König von Asien ausgerufen. Das konnte nur ganz Asien meinen.
Was aber sollte aus den alten Führungsschichten werden? Nach Gaugamela setzte Alexander zum ersten Mal persische Satrapen, die zuvor dem Dareios gedient hatten, in ihre alten Ämter wieder ein. Ohnehin hätten die makedonischen Angehörigen des Zuges schon zahlenmäßig nicht ausgereicht, um diese Positionen zu besetzen. Damit machte Alexander aber auch klar, dass die persische Aristokratie in seinem Reich einen Platz haben sollte.
Die Idee eines panhellenischen Rachefeldzuges gegen die Perser war damit zu einem Hemmschuh geworden. Entschieden streifte Alexander ihn ab. In Persepolis, der wichtigsten Königsresidenz des Perserreiches, ließ er einen Teil des Palastes niederbrennen und erklärte bald darauf den Rachefeldzug aller Griechen für beendet.
Erst nach Alexanders Tod haben antike Historiker aus dieser wohl ge planten Geste einen spontanen Akt eines betrunkenen Hofes gemacht und erzählt, eine Prostituierte habe Alexander zur Brandstiftung verleitet. Tatsächlich zeigen die Ausgrabungsergebnisse in Persepolis, dass es sich um einen genau geplanten Akt der Propaganda handelte.
Nun wurden — nach dem Rachefeldzug — die griechischen Verbündeten entlassen, konnten aber als Söldner wieder im Heer anheuern. Denn noch galt es, den flüchtenden Dareios zu ergreifen, um endgültig die Herrschaft antreten zu können.
Diese Verfolgung führt bis in den äußersten Nordosten des Iran. Eine Intrige am Hof des Perserkönigs kam Alexander zuvor. Dareios wurde getötet und ein persischer Adliger namens Bessos trat an seine Stelle. Bald entstand die Legende, makedonische Soldaten hätten den sterbenden Dareios noch kurz vor seinem Tode erreicht, und dieser habe Alexander zu seinem Nachfolger ernannt. Wie dem auch sei: Jedenfalls beschloss Alexander, nun als rechtmäßiger Nachfolger und Rächer des Dareios aufzutreten.
Der Feldzug führte in den äußersten Osten des Iran. In immer neue Länder drangen die Truppen nun vor, die kein Grieche vor ihnen betreten hatte. Heute kann man bequem einen Atlas zur Hand nehmen und diesen Zug verfolgen. Für die Soldaten Alexanders war es jeden Tag ein Marsch ins Ungewisse. Bessos wurde im äußersten Nordosten Irans festgenommen. Alexander lieferte ihn an den Bruder des Dareios aus, den er in seinen Hof aufgenommen hatte. So konnte die Familie des letzten Großkönigs dessen Tod selbst rächen.
In dieser Zeit kam es zum ersten Mal zu Unruhe an Alexanders Hof. Alexanders Selbstbewusstsein stieß viele alte Makedonen vor den Kopf. Im Winter des Jahres 330 wurde ausgerechnet einer der wichtigsten Kommandeure, Philotas, des Hochverrrates angeklagt. Man warf ihm vor, eine Verschwörung nicht gemeldet und Alexanders Leben so aufs Spiel gesetzt zu haben. In einem Prozess, der einem Justizmord gleichkam, wurde Philotas zum Tode verurteilt. Dabei stellte Alexander noch einmal zur Schau, wie sehr er an makedonischen Traditionen festhielt. Selbst die Form der Hinrichtung durch Speerwurf soll altmakedonisch gewesen sein. Doch tatsächlich war nicht zu verkennen, dass der Hof sich änderte und Misstrauen sich breitmachte.
Den Vater des Philotas, jenen Parmenion, der den Anfang des Feldzuges wesentlich geleitet hatte, ließ Alexander vorsorglich ermorden. Zwei Jahre später sollte Alexander bei einem Trinkgelage einen anderen Offizier, Kleitos, der ihm in der Schlacht am Granikos das Leben gerettet hatte, wegen Kritik auf der Stelle umbringen. Junge Adlige aus der zweiten Reihe stiegen nun auf, die alles Alexander verdankten, darunter vor allem sein Jugendfreund Hephaistion.
Im Jahr 330 zog Alexander weiter bis in den Südwesten des heutigen Afghanistan und im folgenden Jahr von hier aus nach Norden über den Hindukusch.
Baktrien und die Sogdiane, Länder im Norden des heutigen Afghanistan und am Rand der zentralasiatischen Steppe, wurden zwischen 329 und 327 in langen Kämpfen niedergeworfen. Für das Perserreich waren dies wichtige Regionen, in denen eine wohlhabende Aristokratie vor allem von der Viehzucht lebte, die im gesamten Perserreich hoch angesehen war. Die Eroberung dieser Territorien war zentral, wenn man verhindern wollte, dass ein neuer iranischer Widerstand gegen Alexander entstehen würde. Doch dauerte es fast drei Jahre eines harten Abnutzungskrieges, bis die Region befriedet war.
Dabei waren zwei neue Maßnahmen entscheidend: die Gründung von Militärkolonien, in denen Alexander makedonische Veteranen ansiedelte, welche das Territorium bleibend kontrollieren konnten. Viele dieser Kolonien trugen seinen Namen. Nicht wenige existieren noch heute.
Und — als zweites —ein enges Zusammengehen mit den lokalen Adligen. Im Frühjahr 327 heiratet Alexander die baktr...

Inhaltsverzeichnis

  1. I. Einleitung [560]
  2. I. Voraussetzungen [900]
  3. II. Der Kleinasienfeldzug [900]
  4. III. Der Levantefeldzug [920]
  5. IV. Das persische Kernland und der Osten [1400]
  6. V. Das letzte Jahr [1000]
  7. VI. Alexanders Errungenschaften [1000]