
- 335 Seiten
- German
- PDF
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Über dieses Buch
Musikalische Notation vergangener Zeiten wirkt oft dekorativ wie ein exotisches Gewächs, gleichzeitig aber auch sehr rätselhaft. Wer sie verstehen lernt, kann jedoch nicht nur eigene Übertragungen anfertigen und daraus musizieren, sondern erhält auch Einblick in das ganze musikalische Denken einer Epoche.In der neuen, praktischen Notationskunde von Manfred Hermann Schmid gehen beide Aspekte Hand in Hand: die Erläuterung der Schrift und ihr Verhältnis zur Komposition der jeweiligen Zeit. Der Autor stellt das "klassische Feld" der Notationskunde, die Rhythmuslehre von 1200 bis 1600 (Notre Dame, Ars nova, weiße Mensuralnotation), kompakt und auf die wesentlichen Linien konzentriert dar. Darüber hinaus gibt er Schritt für Schritt eine grundlegende Einführung in die Theorie antiker Musik und die mittelalterlichen Schriften bis hin zur Neumenschrift des Gregorianischen Chorals. Ebenso werden Partituranordnungen von Monteverdi bis Wagner und verschiedene Tabulaturen erläutert sowie die Grenzen von Schrift reflektiert.Durch seinen weiten Horizont nimmt das flüssig geschriebene Buch den Leser mit auf eine Entdeckungsreise. Wie nebenbei erfährt man, warum auf einem Klavier die höchsten Töne rechts sind und auf der Harfe die Halbtöne gelb und rot markiert, dass der Gregorianische Choral vermutlich viel "orientalischer" gesungen wurde, als es moderne Schrift wiedergeben kann, und wie überhaupt Notation Einfluss auf Komposition nahm. Auch Seitenblicke in die Musikethnologie bringen verblüffende Erkenntnisse.Der AutorManfred Hermann Schmid ist Ordinarius an der Universität Tübingen. Seine Forschungs-Schwerpunkte liegen auf der Musik der Wiener Klassiker, der deutschen Romantik und der Musik der Renaissance. Weitere Interessengebiete Schmids sind Musikinstrumentenkunde und Musikethnologie. Das Fach Notationskunde unterrichtet er seit langem als festen Bestandteil des Grundstudiums.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- Hinweise zum digitalen Lehrgang
- Einleitung
- 1. Grundfragen
- 2. Antikes Erbe
- 3. Schrift der Theorie und Schrift der Praxis
- 4. Die Vereinigung zweier gegensätzlicher Schriftprinzipien
- 5. Schriftformen der Mehrstimmigkeit im 11. und 12. Jahrhundert
- 6. Der Hinzugewinn des Rhythmus in den Notre-Dame undMotetten-Handschriften des 13. Jahrhunderts
- 7. Italienische Trecento-Notation
- 8. Das Mensursystem der Ars nova im 14. Jahrhundert
- 9. Die »weiße Mensuralnotation« 1450–1600
- 10. Partituren, Schlüsselungen und Stimmräume
- 11. Historische Partitur und moderne Praxis Technische Empfehlungen
- 12. »Clavier«-Notierung
- 13. Griffschriften
- 14. Strukturschrift versus Vortragsschrift Zeichenexpansion vom 17. bis zum 19. Jahrhundert
- 15. Partituranordnung von Monteverdi bis Wagner
- 16. Unschreibbares
- 17. Die piktographischen Qualitäten musikalischer Schrift
- 18. Musik der Vergangenheit und Schrift der Gegenwart
- Allgemeine Literatur
- Register
- Digitaler Lehrgang: Aufgaben mit Erläuterungen
- Einführung
- I. Teil: 15. und 16. Jahrhundert
- II. Teil: Die Entwicklung der Schrift 900–1400
- Lösungen