
Berufsbildung in der Schweiz - Gesichter und Geschichten
16 Interviews mit Profis aus Schule, Kurszentrum und Betrieb
- 352 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Berufsbildung in der Schweiz - Gesichter und Geschichten
16 Interviews mit Profis aus Schule, Kurszentrum und Betrieb
Über dieses Buch
Dieses E-Book enthält komplexe Grafiken und Tabellen, welche nur auf E-Readern gut lesbar sind, auf denen sich Bilder vergrössern lassen.Die Berufsbildung steht mehr als auch schon im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. In einigen Branchen droht ein Fachkräftemangel - oder er ist schon Tatsache. Nach Jahren der Lehrstellenknappheit kommen den Betrieben vor allem leistungsstarke Jugendliche abhanden. Viele entscheiden sich für den gymnasialen Weg. Dabei wird das duale System der Schweiz oft über allen Klee gelobt: Ihm verdanke das Land seine tiefe Jugendarbeitslosigkeit. Einige vermuten darin sogar ein Rezept, das weltweit wirtschaftliche Probleme lösen könnte, und möchten es deshalb exportieren. In all den Debatten kommen die eigentlichen Helden der Berufsbildung, die das System in erster Linie tragen, kaum zu Wort: die Lehrpersonen und Ausbildner/-innen. Insofern betritt die Publikation unbekanntes Territorium: 16 Berufsbildungs- Profis reden im persönlichen Gespräch über ihren Werdegang, ihren Ausbildungsalltag, ihre Positionen, Visionen und Träume. Vertreten sind alle drei Lernorte: die Betriebe, vom Kleingewerbe bis zum internationalen Konzern, der schulische Bereich, von der Berufsfachschule bis zur Fachhochschule, aber auch der "dritte Lernort", die Ausbildungs- und Kurszentren. Das Spektrum der angesprochenen Berufe reicht vom Kaufmännischen und Verkauf über die Maler/-in oder Gipser/-in, die Berufe der Maschinen-, Elektronik- und Metallindustrie und der Pharmabranche bis zur Pflegefachperson und Hebamme.
Häufig gestellte Fragen
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Information
«Ein nährender Beruf» - Mine Dal

Nach verschiedenen beruflichen Stationen in der Schweiz, als Kulturmanagerin, als Leiterin der Abteilung «Deutsch als Fremdsprache» an einer Fachhochschule, als Lerntherapeutin in einem Schulheim, stieg sie 2007 in die Berufsbildung ein und beschloss, sich an der Uni Zürich zur Lehrerin für allgemeinbildenden Unterricht (damals noch ein Master-Studium) ausbilden zu lassen.
Mine Dal ist auch eine begabte Fotografin. In ihrem derzeitigen Langzeitprojekt porträtiert sie Menschen an der Südwestküste der Türkei, vor allem das Leben der Bootsbauer, Imker und Olivenbauern.
In Istanbul hatte sie Germanistik und Kunstgeschichte studiert und dann zunächst eine akademische Laufbahn eingeschlagen. Sie arbeitete als Dozentin an der Istanbuler Marmara-Universität und spezialisierte sich im Bereich der Übersetzungswissenschaft. Mit einer Arbeit zum Thema «Verständlichkeitsorientierte Textoptimierung bei der Übersetzung von Gebrauchsanweisungen» hat sie auch promoviert. Dieser Hintergrund, der Sinn für die Verständlichkeit von Texten, nütze ihr jetzt noch im Unterricht, fast täglich greife sie auf den Erfahrungsschatz aus jener Zeit zurück, wenn sie ihre Arbeitsblätter gestalte oder mit der Klasse einen Text angehe. Mit Fachwissen sei es ja nicht getan, aber auch mit Methodik und Didaktik allein nicht. Wenn man «zusätzliche Pfeile im Köcher» habe, sei das sehr hilfreich.

Inhaltsverzeichnis
- Berufsbildung in der Schweiz
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- Berufsbildungsgetränkt – Andreas Grassi
- «Ein nährender Beruf» - Mine Dal
- «Immer auf Kontrolle bedacht» – Perfektionismus als Last und Pflicht – Yvonne Steiner
- Die Passion für das Andere – Stephan Leiser
- Selber lernen macht schlau – Andreas Sägesser
- «Ein Glück, dass in der Lehrlingsausbildung Routine wenig Chancen hat» - Melanie Edelmann
- «Sie sagten, meine Sprache sei wie ein warmer Regen» - Kitty Kreienbühl-Lotz
- «Ich muss nicht ständig zeigen, dass ich der Chef bin» - Hanspeter Scheu
- «Bei uns können sie auch mal modernstes Gerät ans Limit bringen» - Hans Ihasz
- Herzblutproben – Sandra Jungo
- «Wir produzieren Waren, die glücklich machen» – Wie Lernende in eine Firmenkultur hineinwachsen – Andreas Bischof
- «Ich will von jedem lernen – auch von den Schnupperstiften» - Roger Hehli
- «Ich will gesellschaftlich etwas bewirken – hier und jetzt» - Elisabeth Gusdek Petersen
- «Unterrichten ist lehrreich – auch für einen selbst» - Chantal Galladé
- «Mich haben vor allem die Leistungsstarken interessiert» - Ueli Künzi
- «Am wichtigsten ist die Praxis» - Marianne Haueter
- Anhang