Worte, die im Business wirken
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Worte, die im Business wirken

Gewaltfreie Kommunikation – bewährte Techniken für den Arbeitsalltag

  1. 128 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Worte, die im Business wirken

Gewaltfreie Kommunikation – bewährte Techniken für den Arbeitsalltag

Über dieses Buch

Wünschen Sie sich mehr Respekt in Ihren Arbeitsbeziehungen? Reichen Ihnen Klatsch, Tratsch und Machtspielchen nicht, ist Ihnen eher an Vertrauen und mehr Produktivität gelegen? Wenn das Ihre Anliegen sind, können Sie – unabhängig von Ihrer beruflichen Position – zu einer Verbesserung der Beziehungen am Arbeitsplatz und der Unternehmenskultur beitragen. Und wie? Indem Sie auf einfache, aber tief gehende Weise Ihre Art zu denken verändern und anders mit Ihren Kolleginnen und Kollegen sprechen.Ike Lasater bietet in diesem Buch praktische, auf den Arbeitsalltag abgestimmte Werkzeuge, die wirklich jede und jeder anwenden kann. Sie werden bewährte Kommunikationstechniken lernen, um: • Ihren Arbeitstag mehr zu genießen, • schwierige Gesprächssituationen gut zu bewältigen, • Stress und Konflikte am Arbeitsplatz zu verringern, • die Produktivität Einzelner und ganzer Teams zu verbessern, • besseres und gehaltvolleres Feedback zu geben.

Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783873877733
eBook-ISBN:
9783873878266

Kapitel 1
Zum Anfang: Stille GFK-Übungen

(zurück zur Einführung: Abschnitt – Einige Bemerkungen, bevor wir anfangen)
(zurück zur Kapitel 3: Abschnitt – Stille Fähigkeiten üben)
(zurück zur Kapitel 5)
(zurück zur Kapitel 5: Abschnitt – Humor am Arbeitsplatz)
(zurück zum Fazit)
Sie haben Hemmungen, Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz anzuwenden? Vielleicht haben Sie die Vorstellung, dass Ihre Mitarbeiter negativ reagieren, wenn Sie eine neue Art der Kommunikation einführen. Dennoch gibt es fast nichts, was jemand sagen oder tun könnte, worauf Sie nicht mit Empathie, einem Ausdruck der Verbundenheit mit sich selbst oder einer Kombination von beidem reagieren könnten. Wenn Sie darauf vertrauen, dass Sie die Fähigkeiten und die Präsenz haben, mit Empathie oder Selbstausdruck zu antworten, dann werden Sie auch mehr Vertrauen in Ihre Fähigkeit gewinnen, in Übereinstimmung mit Ihren Werten zu interagieren. Oft sehen manche Leute das als ein klassisches Henne-Ei-Problem an: Wie soll ich die Fähigkeiten entwickeln, wenn ich Angst habe, sie anzuwenden? Wie soll ich sie anwenden, wenn ich die Fähigkeiten nicht habe? Ein sehr erfolgversprechender Weg, GFK-Fähigkeiten zu entwickeln, ist stilles Üben. Dazu gehören drei Arten stiller Übungen – sich bewusst werden, dass man die Verbindung blockiert, Selbst-Empathie und stille Empathie – und Vorschläge, wann und wie Sie diese einsetzen können.
Das stille Üben von GFK hat viele Vorteile: Sie können auf eine Art üben, die von anderen an Ihrem Arbeitsplatz wahrscheinlich unbemerkt bleibt; Sie können Ihre Fähigkeiten, Selbst-Empathie und stille Empathie anzuwenden so lange üben und entwickeln, bis Sie sich sicherer fühlen, Empathie und Selbstausdruck laut auszudrücken; und ganz gleich, was Sie in Ihren stillen Übungen tun oder sagen, anschließend werden Sie sich in Ihrer Haut besser fühlen.
Von der inneren Arbeit mit GFK muss niemand erfahren. Auch wenn sie im Stillen geschehen, schaffen diese Übungen eine empathische Verbindung mit sich selbst und anderen, und mit dieser Verbindung werden Sie ein anderer Mensch sein, der sehr wahrscheinlich Freude am eigenen Verhalten findet. Außerdem wird alles, was Sie sagen und wie Sie es sagen, bereits beeinflusst sein von Ihren stillen Übungen, auch wenn Sie noch nicht vorhaben, GFK laut anzuwenden. Diese feinen Veränderungen setzen einen allmählichen Prozess in Gang, der Ihnen den Übergang erleichtern wird, Ihre Fähigkeiten bei Ihren Mitarbeitern laut anzuwenden, die sonst vielleicht irritiert auf eine plötzliche Änderung in Ihrem Kommunikationsverhalten reagiert hätten.

1.1 Sich bewusst werden, wie Verbindungen blockiert werden

Viele der Kommunikationswege, die wir gelernt haben, enden in einer Sackgasse, weil wir die Verbindung mit anderen blockieren. Wenn Sie mit der Gewaltfreien Kommunikation die fehlende Verbindung mit sich selbst oder anderen herstellen wollen, bitten wir Sie, sich gleichzeitig bewusst zu machen, wodurch diese Verbindung blockiert wird. Um diese Selbst-Bewusstwerdung zu erlangen, schlagen wir einen Prozess in zwei Schritten vor.
Als Erstes achten Sie bitte darauf, wann Sie sich in einem Gespräch nicht verbunden fühlen. Das kann ein vages Unwohlsein sein oder Sie merken, dass Ihnen das, was Sie sagen oder was der andere äußert, nicht gefällt oder Sie fühlen Ärger oder Ungeduld in sich aufsteigen (=> Beispiel 1).
Wenn Sie merken, dass Sie sich nicht so verbunden fühlen, wie Sie es gerne hätten, dann ist der zweite Schritt die Feststellung, ob einer von Ihnen etwas von dem Folgenden tut: eine Position verteidigen, erklären, moralisierend urteilen, andere diagnostizieren, andere beschuldigen, nach Bestrafung suchen, das „Bedürfnis“ haben, im Recht zu sein. Jeder innere Wunsch, dass der andere sich schuldig fühlt, führt ebenfalls dazu, dass Verbindungen unterbrochen werden.
Mit der Zeit werden Sie das Blockieren von Verbindungen immer besser und schneller wahrnehmen, wenn Sie sich die Ergebnisse Ihrer Kommunikation anschauen. Und auf eines sollten Sie in diesem Prozess besonders achten: Hören Sie auf, Verbindungen zu blockieren, indem Sie sich selbst verurteilen, schuldig fühlen oder bestrafen, wenn Sie nicht „richtig“ kommuniziert haben. In diesem Lernprozess gibt es weder „richtig“ noch „falsch“, sondern nur Lernen – Selbstprüfung, die dazu führt, dass Sie etwas anderes ausprobieren, um Ihre Bedürfnisse besser zu erfüllen. Gleichermaßen warnen wir Sie davor, im Prozess des Bewusster-Werdens das Verhalten der Menschen in Ihrem Umfeld zu kommentieren. Zum Beispiel sollten Sie sich zurückhalten und keine Äußerungen machen wie: „Und schon wieder verteidigen Sie Ihre Position“ oder „Hören Sie auf, mir Schuldgefühle einzureden“. Vertrauen Sie lieber darauf, dass mit zunehmendem Bewusstsein auch Ihre GFK-Fähigkeiten der lauten Empathie bzw. des Selbstausdrucks ausgeprägter werden und Sie in die Lage versetzen, anders auf das zu reagieren, was andere sagen.
Jeder Lernprozess fängt mit Bewusstwerdung an, und das stille Üben des Gewahrwerdens, auf welche Weise Verbindungen blockiert werden, spielt eine entscheidende Rolle, wenn Sie lernen wollen, die Kommunikationsmuster, die Sie zu verändern hoffen, zu durchschauen.
Beispiel 1
Ihre Kollegin Karen kommt eines Tages in Ihr Büro, um ein Projekt zu besprechen, an dem Sie beide arbeiten. Sie sagt: „Sie wissen ja, wir haben bald dieses große Meeting und ich fürchte, wir sind noch nicht genügend vorbereitet.“ Sie antworten: „Ja, ich weiß, ich habe einiges liegen lassen, aber ich wurde hin- und hergerissen zwischen diesem Projekt und all den anderen Dingen, die ich noch zu erledigen habe. Ich habe schon Überstunden gemacht und an der Verzögerung ist auch Harold nicht ganz unschuldig, der mir die Zahlen nicht rechtzeitig hat zukommen lassen.“ Nach ein paar weiteren Äußerungen auf beiden Seiten verlässt Karen Ihr Büro. Sie merken, dass die Unterhaltung nicht so verlaufen ist, wie Sie es sich gewünscht hätten. Sie haben sich weder mit Karen verbunden gefühlt, noch hatten Sie das Gefühl, dass sie Ihre Situation verstanden hatte. Wenn Sie sich an Ihre Reaktion auf ihre anfängliche Sorge erinnern, dann merken Sie, dass Sie Verteidigungen, Erklärungen und Schuldzuweisungen in Ihre Unterhaltung haben einfließen lassen.

1.2 Einsatz von Selbst-Empathie – Erkennen Sie Ihre Trigger

Wenn wir mit anderen Menschen zu tun haben, passiert es oft, dass etwas, das jemand sagt, oder Dinge, die wir selbst sagen oder tun, Triggerpunkte (Reizauslöser) sind. Wenn wir uns dieses Vorgangs nicht bewusst werden, kann solch ein Trigger gewohnheitsmäßige Reaktionen hervorrufen. Sobald wir uns jedoch dessen bewusst werden, können wir intervenieren und uns eine andere Reaktion überlegen. Wenn uns das Ergebnis dieser alternativen Reaktion besser gefällt, werden wir mit der Zeit so weitermachen, sie verstärken und neue Reaktionsmuster entwickeln. Als Intervention schlagen wir Selbst-Empathie vor (=> Beispiel 2). Mit Selbst-Empathie wenden wir eine der Grundregeln der GFK in uns selbst an – still. Wir identifizieren, was gerade gesagt oder getan wurde (wir beobachten die Situation) und trennen dies von unserem Urteil darüber. Dann machen wir uns klar, wie wir uns dabei fühlen und welche Bedürfnisse wir durch unsere Worte und Handlungen erfüllen wollten. Bei meiner Arbeit als Trainer und Mediator setze ich ständig Selbst-Empathie ein, denn für mich ist es wichtig, mein Wohlbefinden und mein Gefühl von Ganzheit aufrechtzuerhalten.
Vor einiger Zeit habe ich zum Beispiel einen Workshop geleitet. Einige der Teilnehmer kannte ich bereits aus früheren Workshops und wir alberten etwas herum. Eine neue Teilnehmerin sagte daraufhin: „Ich fühle mich nicht wohl bei dieser Alberei. Von GFK erwarte ich etwas anderes, und dies soll doch ein GFK-Workshop sein, oder?“
Bei diesen Worten merkte ich sofort, wie ich Energie verlor und Gedanken hatte wie: „Was ist das denn für ein Partymuffel?“ Sobald mir das klar war, fragte ich mich, welches Bedürfnis ich mit diesen Reaktionen erfüllen wollte. Ich wollte die Freiheit haben, ich selbst zu sein und mich gut damit zu fühlen. Außerdem wollte ich bei meiner Alberei Gesellschaft haben. Mit dieser Wahrnehmung merkte ich, wie ich Mitgefühl für mich selbst, aber auch für die Teilnehmerin hatte. Nach meinem inneren Wandel konnte ich sie behutsam und voller Verständnis auf das ansprechen, was sie zu ihrer Bemerkung veranlasst hatte.
Meistens haben wir verschiedene Möglichkeiten, Selbst-Empathie zu üben. Bei diesem Beispiel hätte ich entweder mit der Beobachtung dessen beginnen können, was die Teilnehmerin sagte, oder mit der Beobachtung des Urteils, das mir in den Sinn kam. Ich fing mit meinem Urteil an und gab mir zuerst Empathie dafür, dass ich so reagiert hatte. Ich hätte auch mit meinem Gefühl anfangen können oder mit einer Vermutung über meine Bedürfnisse. Wichtig ist, dass mein Ziel die Verbindung mit mir selbst war, und das hatte ich durch meine Strategie, meine Bedürfnisse zu identifizieren, erreicht.
Beispiel 2
In einem Meeting mit Ihrem Team für ein bestimmtes Projekt berichten Sie, was Sie bisher gemacht haben. Harold sagt: „Mal sehen, ob wir diesen Teil des Meetings auf fünfzehn Minuten beschränken können.“ Sie verlassen ärgerlich das Meeting, glauben, dass er Sie unterbrochen hat und dass seine Bemerkung gegen Sie gerichtet war. Wieder zurück in Ihrem Büro schließen Sie die Tür und wollen sich selbst Empathie geben. Sie denken: „Er hat mich unterbrochen und gesagt, ich brauche zu viel Zeit“. Dann merken Sie, dass dieser Gedanke ein Urteil und keine Beobachtung ist. Sie formulieren ihn als Beobachtung: „Er fing an zu reden, während ich noch sprach und sagte ...“ Während Sie über Ihren Ärger nachdenken wird Ihnen klar, dass Sie sich verletzt fühlen, weil Ihr Bedürfnis nach Respekt und Verständnis der Gruppe nicht erfüllt wurde. Noch während Sie mit Ihren Bedürfnissen in Kontakt kommen, fühlen Sie, wie sich Ihre Brust öffnet und die Last, die Sie gerade noch empfunden haben, von Ihnen abfällt.
Es gibt viele Zugangspunkte, über die man sich im Selbst-Empathie-Prozess mit sich selbst verbinden kann. Ich persönlich staune immer wieder, welch starke Rolle die Bedürfnisse dabei spielen. Wenn ich meine Perspektive von „Er hat mich traurig gemacht“ auf die Beobachtung und Bedürfnissprache lenke – „Wenn ich ihn das sagen höre, dann bin ich traurig, weil ich Beachtung brauche“ –, dann beschreibe ich, wie ich innerlich auf etwas reagiere, was ich in dem Moment im Außen wahrnehme. Der Satz „Er hat mich traurig gemacht“ legt nahe, dass „er“ die Kontrolle hat: Er kann dafür sorgen, dass ich traurig bin; ich bin machtlos, mich anders als traurig zu fühlen. Wenn ich diese Sprache benutze, gebe ich die Macht ab, die ich über meine eigenen Reaktionen habe – meine Gefühle. Sage ich aber „Wenn ich ihn das sagen höre, dann bin ich traurig, weil ich Beachtung brauche“, dann sage ich damit, dass ich weiß, warum ich traurig bin, und sein Verhalten ist nur der Auslöser der Geschichte und nicht der Grund an sich. Meine Erfahrung ist meine Erfahrung. Die Verwendung des Wortes „weil“ erinnert mich (und andere) daran, dass ich verstehe, dass meine Traurigkeit aus meinen Bedürfnissen und meiner Interpretation seines Verhaltens entsteht, und sie hindert mich daran, dem anderen die Schuld dafür zu geben.
Mehr noch: Wenn ich die Sprache der Beobachtung und Bedürfnisse benutze, dann kommuniziere ich, was sich in mir als Ergebnis meiner Beobachtungen abgespielt hat. Dieses „Weil“ lässt die Möglichkeit offen, dass andere, die dasselbe Verhalten beobachten, völlig andere Reaktionen darauf zeigen können. Haben Sie nicht auch schon mit Freunden zusammen einen Film gesehen, bei dem einige weinen mussten und andere nicht? Sie haben denselben Film gesehen und gehört. Aber weil jeder von uns andere Lebenserfahrungen mitbringt, sieht auch jeder die Welt aus einer anderen Perspektive.
Mit meiner Sprache kann ich signalisieren, dass mein innerer Zustand – meine Reaktion – nicht vom Verhalten eines anderen Menschen abhängt. Ja, es stimmt zwar, dass ich gerade jetzt mit Traurigkeit reagiere, aber das ist das Ergebnis meines eigenen inneren Prozesses. Wenn mein Sinn für inneres Wohlbefinden davon abhängig wäre, dass jemand anders sich bitteschön so benimmt, dass er mich das nächste Mal unter ähnlichen Umständen nicht traurig macht, dann hätte ich wenig hoffnungsvolle Zukunftsaussichten. Wenn ich jedoch weiß, dass der Grund meiner Traurigkeit meine Interpretation ist, dann kann ich sehr viel hoffnungsvoller in die Zukunft blicken, da ich mit der Zeit meinen Interpretationsprozess selbst beeinflussen kann – und dabei hat mir Selbst-Empathie geholfen.
Wenn Sie anfangen, Selbst-Empathie zu üben, kann Unterstützung von außen eine große Hilfe sein. Das kann jemand sein, der Ihnen hilft, Ihre Beobachtungen zu formulieren und Ihre Gefühle und Bedürfnisse zu identifizieren, besonders wenn Sie anfangs noch ungeübt darin sind, sich Ihre Gefühle und Bedürfnisse bewusst zu machen. So eine Person kann Ihnen helfen, Ihr Bedürfnis nach Empathie zu erfüllen, indem sie Vermutungen über Ihre Gefühle und Bedürfnisse äußert. Diese Hilfe kann auch noch einige Zeit nach dem Trigger sehr wirkungsvoll sein. Mit einer Person zu arbeiten, die mit dem Prozess vertraut ist, hat einen weiteren Vorteil: Durch ihre Vermutungen können Sie bereits spüren, wie es Ihnen physisch besser geht, und zwar in dem Maße, wie Sie sich mit einem tief verwurzelten Bedürfnis verbinden. Diese Veränderung kann Erleichterung sein, ein Gefühl von Sich-öffnen, ein innerliches Hellerwerden oder einfach eine Vertiefung Ihrer emotionalen Reaktion.
Wenn Sie niemanden kennen, mit dem Sie üben können, können Ihnen auch andere Techniken helfen, diese körperliche Veränderung zu spüren. Nachdem Sie geklärt haben, ob hinter der Art, wie Sie über etwas in einer bestimmten Situation denken, ein unerfülltes Bedürfnis steckt, können Sie damit beginnen sich vorzustellen, wie Sie sich fühlen würden, wenn dieses Bedürfnis erfüllt worden wäre. Haben Sie beispielsweise geklärt, dass es um Ihr Bedürfnis nach Rücksichtnahme geht, dann visualisieren Sie für sich eine Situation, in der dieses Bedürfnis erfüllt wird. Wie fühlt sich das in Ihrem Körper an? Das ist eine Möglichkeit, sich in das Gefühl zu versenken, mit seinem Bedürfnis verbunden zu sein. Wenn Sie dieses Gefühl spüren, dann fallen Ihnen auch Strategien ein, wie Sie es in Wirklichkeit erleben können. Sollte Ihnen nicht sofort eine einfallen, dann achten Sie in den nächsten Tagen darauf, ob Ihnen nicht doch in einem Augenblick, in dem Sie es am wenigsten erwartet haben, eine passende Strategie in den Sinn kommt. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Geist auch dann daran arbeitet, wenn Sie nicht bewusst darüber nachdenken.
Übungspause
Hören Sie auf zu lesen und horchen Sie jetzt in sich hinein. Was fühlen Sie? Welche Bedürfnisse verbergen sich hinter diesem Gefühl? Versuchen Sie sich mit mindestens einem Bedürfnis zu verbinden.
Sind Ihnen Ihre körperlichen Reaktionen auf die Identifizierung Ihrer Bedürfnisse vertraut, so kann Ihnen dies beim Üben der Selbst-Empathie von Nutzen sein. Diese körperliche Empfindung kann für Sie eine Orientierungshilfe sein, wenn Sie sich mit einem Bedürfnis verbunden haben, das Sie versucht haben zu erfüllen. Normalerweise schafft diese Veränderung Raum für Mitgefühl, für Sie selbst wie für die anderen an diesem Prozess Beteiligten.
Selbst-Empathie ist besonders wirkungsvoll, wenn wir sie in dem Moment anwenden, in de...

Inhaltsverzeichnis

  1. Titel
  2. Vorwort
  3. Einführung
  4. Kapitel 1 Zum Anfang: Stille GFK-Übungen
  5. Kapitel 2 Der Lernzyklus: Erfolge feiern, Fehler bedauern
  6. Kapitel 3 Die Praxis: Vertrauen und Kompetenz aufbauen
  7. Kapitel 4 Kraftvolle Bitten: Bitten Sie um das, was Sie möchten
  8. Kapitel 5 Vorschläge für den Umgang mit den üblichen Kommunikationsproblemen am Arbeitsplatz
  9. Fazit
  10. Anhang

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