Lösungsorientiertes Selbstcoaching
eBook - ePub

Lösungsorientiertes Selbstcoaching

Ihrem Ziel näher kommen - Schritt für Schritt

  1. 112 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Lösungsorientiertes Selbstcoaching

Ihrem Ziel näher kommen - Schritt für Schritt

Über dieses Buch

Sie wollen in Ihrem Leben etwas verändern? Das "Gewohnheitstier" in sich überlisten? Oder sich einen lang gehegten Wunsch endlich erfüllen? Unabhängig davon, ob es sich um eine kleine oder große Veränderung handelt, ob Sie ein ganz konkretes Ziel anstreben oder einfach von einem diffusen Gefühl von "Irgendwas muss anders werden!" begleitet werden: Mit einer guten Planung und wirksamen Techniken stehen Ihre Chancen besser, vom Ist- zu Ihrem gewünschten Soll-Zustand zu gelangen.Sabine Prohaska stellt verschiedene Übungen und Interventionen für die Veränderungsarbeit vor. Systematisch und lösungsorientiert zeigt sie auf, wie sich neue Lebensperspektiven erschließen lassen. Dabei nutzt sie unter anderem Erkenntnisse aus der Neurologie und der Positiven Psychologie. Fest steht: Den EINEN richtigen Weg gibt es zwar nicht, aber es gibt immer den nächsten Schritt in die richtige Richtung. Und der hat eine Folgewirkung!

Information

Jahr
2016
ISBN drucken
9783955714079
eBook-ISBN:
9783955715106

4. Der Weg – Aufbruch zu neuen Ufern

4.1 Die Ausrüstung checken

„Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun.“
(Johann Wolfgang von Goethe)
Nachdem Sie jetzt Klarheit über das neue Ufer erlangt haben und sich auch nochmals ihrer Ausgangslage, dem „alten“ Ufer, gewidmet haben, sollten Sie sich jetzt den Weg zum neuen Ufer genauer ansehen:
  • Wie ist dieser Weg über die Brücke beschaffen?
  • Was wird Sie auf Ihrem Weg erwarten, womit rechnen Sie?
  • Gibt es Möglichkeiten, um sich auszuruhen und Energie (Zuversicht und Motivation) zu tanken?
  • Welche Hilfsmittel und „Werkzeuge“ werden Sie auf Ihrem Weg unterstützen? Auf welche Ressourcen und Fähigkeiten können Sie bauen?
Es geht bei dieser Bewusstwerdung darum, die Stabilität der Brücke einzuschätzen bzw. Vorkehrungen für etwaige Zweifel und Demotivation zu treffen, die uns unterwegs zu schaffen machen, die die Brücke zum Einsturz bringen könnten.
Setzen Sie sich dabei auch präventiv mit möglichen Hindernissen auseinander. Es kann hilfreich sein, eine Liste mit möglichen Hindernissen zu erstellen und dazu jeweils einen kurz skizzierten Plan zu entwerfen, wie Sie damit im Fall des Falles umgehen werden. Das vermittelt Sicherheit, Vertrauen und das Gefühl, für die meisten Eventualitäten gut gerüstet zu sein.
In diesem Abschnitt geht es also um eine realistische Einschätzung der Lage. Sie sollten dabei aber nicht zu besorgt in die Zukunft sehen und auch keine detaillierten Notfallpläne ausarbeiten. Vielmehr geht es um das Bewusstsein und Ihre innere Haltung beim Umgang mit etwaigen Problemen auf dem Weg.
  • Welche Hindernisse können auftauchen?
  • Wie könnte ich konstruktiv damit umgehen?
Der Weg ist das Ziel?!
Dass es vielen Menschen schwerfällt, klare Ziele in ihrem Leben zu formulieren, wurde bereits erwähnt. Ebenso kommt es aber auch vor, dass Menschen zwar ihre Ziele glasklar vor Augen haben, sich aber extrem schwer damit tun, den passenden Weg dorthin zu finden. Fragt man diese Menschen, was sie konkret zu unternehmen gedenken, um ihr Ziel zu erreichen, erntet man meist … Schweigen. Die Übersetzung in konkrete Schritte – und das Anordnen dieser Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge – sind genauso Fähigkeiten wie das Finden und Formulieren von Zielen. Und nicht jedermann bzw. jedefrau ist darin gleich gut. In Coachings erlebe ich immer wieder, dass Klienten keine Maßnahmen und Schritte einfallen, die sie ergreifen könnten, um ihr Ziel zu erreichen, weshalb ich bei den Gesprächen stets Notizen mache und eigene Ideen notiere, die ich den Klienten bei Bedarf zur Verfügung stellen kann. Beim Selbstcoaching kann ein Wegbegleiter sehr nützlich sein, indem er Vorschläge macht, die Sie wiederum zu eigenen Ideen inspirieren, bis Sie überzeugt sagen können: „Ja, jetzt weiß ich, was ich unternehmen kann! Jetzt weiß ich, was meine ersten Schritte sein werden.“
Hellhörig sollten Sie aber werden, wenn Sie sich dabei ertappen, wie Sie die beigesteuerten Ideen sofort mit dem berühmten „Ja, aber …“ kontern. Damit beginnt schnell ein Psychospiel, bei dem am Ende beide Seiten frustriert sind und sich als Verlierer fühlen: Sie selbst, weil Sie sich Ihre alte Überzeugung „Mir kann keiner helfen!“ bestätigt haben, und Ihr Gesprächspartner, der, nachdem er sich bei der Ideenentwicklung abgearbeitet hat, frustriert von dannen zieht und sich ebenfalls denkt: „Der Person ist wirklich nicht zu helfen!“
Erinnern Sie sich daher bewusst daran: Im ersten Schritt geht es nur um das Kreieren und Sammeln möglichst vieler Ideen. Jede Idee ist willkommen, egal, wie komisch sie zunächst auch klingen mag. Bewertet wird später!
Unterstützung für die Planung
Wenn Sie dann (eine Fülle von) Maßnahmen gesammelt haben (auch hier gilt wieder: Aufschreiben hilft!), müssen diese erst in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden, bevor Sie Richtung Ziel aufbrechen können. Womit wollen Sie beginnen? Welcher Schritt kommt dann? Was baut worauf auf? Was kommt zuerst, was danach? Verzagen Sie nicht, wenn die Planung nicht auf Anhieb gelingen will. Je mehr Sie üben, desto leichter wird es. Und denken Sie daran, dass Sie sich, wann immer nötig, Unterstützung suchen können und dürfen.
Folgende Punkte sind auf dem Weg zum Ziel hilfreich:
Auf Fortschritte achten – Erfolge feiern
Legen Sie ein Augenmerk auf die kleinen Fortschritte, die man im Alltag leicht übersieht. Dazu brauchen Sie etwas Zeit und Übung. Doch dieser Blick lohnt sich, weil Sie dadurch sehr viel Kraft für den weiteren Weg zum Ziel bekommen. Auch wenn Sie noch keine konkreten Schritte unternommen haben, haben Sie sich wahrscheinlich schon viele Gedanken gemacht. Das zählt natürlich auch. Folgende Übungen im Anschluss widmen sich diesem Thema: „Energiespeicher“, „Fortschritte bemerken“ und „Mein Logbuch“.
Kleine Schritte
Gehen Sie langsam vor. Eine Schritt-für-Schritt-Methode ist erfolgversprechender, als gleich das große Ziel anzustreben. Denn Schritt für Schritt fällt es Ihnen leichter, die kleinen Erfolge relativ schnell zu sehen, was sich wiederum positiv auf Ihre Motivation auswirkt. Und es sind oft die kleinen Dinge, die etwas in Bewegung bringen und Sie somit auf dem Weg zu Ihrem persönlichen Ziel unterstützen.
Rückschläge gehören dazu
Das Erreichen des anderen Ufers wird nicht immer ganz einfach sein. Zu diesem Schluss sind Sie beim Durcharbeiten der vorigen Übungen möglicherweise schon gekommen. Denn wenn Ihr Ziel so leicht zu erreichen wäre, dann hätten Sie es schon längst erreicht. Es ist wahrscheinlich eine echte Herausforderung für Sie, eine schwierige Aufgabe. Aber es ist nicht unmöglich, sie zu lösen. Egal, ob es sich um eine Verhaltensänderung, eine berufliche Entscheidung oder ein Kommunikationsproblem in Ihrer Partnerschaft handelt.
Lassen Sie also ruhig Ihre Zweifel zu. Wie bereits eingangs erwähnt: Scheitern bzw. „Ehrenrunden“ im Sinne von Rückfällen oder Rückschlägen gehören zu jeder komplexen Zielerreichung dazu. Erkennen Sie die Situation, so, wie sie ist, an, aber finden Sie sich nicht damit ab. Trauen Sie sich das Erreichen Ihres Ziels weiterhin zu. Haben Sie Zuversicht, dass Sie etwas verändern können. Nach Rückschlägen aufgeben oder weitermachen? Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen Pessimisten und Optimisten, zwischen jemandem, der resigniert, und einem anderen, der sich nicht entmutigen lässt und schließlich Erfolg hat.
Die bisher gemachten Fortschritte können auf dem Weg zu Ihrem Ziel sehr hilfreich sein. Aber auch das Vergegenwärtigen ähnlicher Situationen in der Vergangenheit, die Sie bereits erfolgreich gemeistert haben. Erkennen Sie bewusst frühere Erfolge an. Bei genauer Betrachtung werden Ihnen viele Probleme einfallen, die Sie bereits erfolgreich gelöst haben. Die Übung „Mut machen“ fokussiert auf diesen Punkt.
Ressourcen identifizieren
Gerade wenn es um das Bewusstmachen und Aufspüren der eigenen, bereits vorhandenen Ressourcen geht, leistet das eigene „Logbuch“ (s. Übung „Mein Log...

Inhaltsverzeichnis

  1. Über dieses Buch
  2. Einleitung
  3. Der Ausgangspunkt – worum geht es mir?
  4. 2. Das neue Ufer – mein Ziel
  5. 3. Der Blick zurück – das alte Ufer noch einmal bewusst wahrnehmen
  6. 4. Der Weg – Aufbruch zu neuen Ufern
  7. Abschließende Worte
  8. Danksagung
  9. Literatur

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