
Die unerträgliche Leichtigkeit der Schulden
Corona, das Klima und die Schwarze Null
- 168 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Über dieses Buch
Gerade noch im Wachstumswahn, dann das: die Corona-Pandemie. Plötzlich hat sie das wirtschaftliche und soziale Leben auf allen Kontinenten weitgehend stillgelegt. In dieser extremen Situation ist der Staat gefordert, die Schwarze Null zunächst passé. Aber nicht völlig und nicht für immer. Denn auch in der Corona-Krise geht es darum, den Staat nicht ungebremst zu verschulden. Während selbst diese Krise irgendwann ein Ende haben wird, gilt dies für die Klimakrise nicht. Sowohl das gesellschaftliche als auch das meteorologische Klima und ihre jeweiligen Probleme und Gefahren bleiben bestehen. Spätestens dann beginnt für die Schwarze Null ein neuer Frühling: Die Schuldentragfähigkeit sowie die Frage, welche Aufgaben der Staat zu übernehmen habe und wie sie zu finanzieren seien, werden unvermeidlich wieder aktuell – wohl noch dringender als zuvor. Axel Stommel zeigt, dass sich weder die Null noch die Schuldenbremse für einen Streit zwischen konservativen und progressiven Politikansätzen eignet. Damit entlarvt er einen verbreiteten Denkfehler und stellt die entscheidenden Fragen: Wie und mit welchen Steuermitteln sind die wirtschafts-, sozial-, umwelt- und klimapolitischen Ziele anzusteuern? Stommel liefert so eine allgemein verständliche Darstellung der Dreiecksbeziehung zwischen Staatsfinanzierung, Klima- und Sozialpolitik – auch jenseits von Corona, Schuldenbremse und Schwarzer Null – und dies mit konzentrierten alltagspraktischen Konsequenzen.
Häufig gestellte Fragen
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Information
1 Im Herbst der Schwarzen Null
2 Ein bedenklicher Sonderfall und ein Extremereignis: Haushaltsüberschüsse als Mangelerscheinung, Corona als äußerliche Herausforderung
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Widmung
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- 1 Im Herbst der Schwarzen Null
- 2 Ein bedenklicher Sonderfall und ein Extremereignis: Haushaltsüberschüsse als Mangelerscheinung, Corona als äußerliche Herausforderung
- 3 »Schuldenbremsen verlangen Sparpolitik« – ein Denkfehler
- 4 Der Staat und die privaten Haushalte: Wer wirtschaftet einnahmen-, wer ausgabenbestimmt?
- 5 Wer nicht investiert, verliert – am Ende gar die Demokratie
- 6 Tollkühn-resignativer Realismus und die Verwechslung von Schuldenbremse und Steuerbremse
- 7 Der Staat und die privaten Unternehmen: Bei wem finanzieren sich Kredite regelmäßig selber?
- 8 Die unerträgliche Leichtigkeit des Verschuldens: Easy Financing oder Steuern & steuern?
- 9 Der Staat und seine Kreditgeber: Wer steuert wen?
- 10 Exkurs zu geläufigen, anderslautenden Lehrmeinungen
- 11 Die Selbstfinanzierungsquoten: Schwer zu erfassen und breit gestreut
- 12 Theorie und Alltag: Was die »Menschen draußen im Lande« von Staatsschulden halten
- 13 Die hilfreiche, sich selbst finanzierende Staatsverschuldung: Theorie und Praxis der gegensteuernden Wirtschaftspolitik
- 14 Durch Schulden zu gutem Klima? Zum ranggemäßen Einsatz wirtschaftspolitischer Instrumente
- 15 Sonderstellung des Zinssatzes bei Staatsschulden: Nullzinspolitik und die ›Laienidee‹ von der Staatsschuldtilgung
- 16 Null-Zinsen, Zinsersatzleistungen und Verteilung
- 17 Kreditlücken mit Steuern auffüllen? Oder lieber umgekehrt?
- 18 Exkurs zur Upside-Down-Economy und zur Todsünde der Wirtschaftstheorie
- 19 Praktische Schlussfolgerungen für den Alltag
- 20 Einseitige Quintessenz
- ANHANG zur Anfreundung mit Steuerfragen
- Quellen
- Dank