Jesus Christus aus dem Neuen Testament ist das Ergebnis der Fusion buddhistischer und jüdischer Traditionen unter dem Einfluss des Hellenismus.Unsere Zeitrechnung beginnt in Wirklichkeit mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und dem Bund Gottes mit Moses und den Menschen (derzeit auf 1313 v. Chr. datiert), und nicht mit der Geburt des gekreuzigten Jesus Christus. Der römische Kaiser Anastastios I. (Neudatierung im 11. Jahrhundert u. Z.) spielt die Rolle des auferstandenen Jesus Christus.Petrus, sein Nachfolger auf dem Kaiserthron mit dem Kaisernamen Justinian I., begründet die orthodoxe Kirche.

- 148 Seiten
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Jesus Christus auf dem Kaiserthron
Über dieses Buch
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Information
Die Lösung des antiken Osterstreites
(Dieses Kapitel ist eine erweiterte Fassung aus [Arndt 2010/2])
Die Osterrechnung
Auf die Bedeutung des für das Christentum wichtigsten Festes, der Feier der Auferstehung Jesu Christi, wurde ja schon eingegangen.
Ostern ist nach der Festlegung des Konzils von Nicäa im Jahre 325 am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Für den Beginn des Frühlings wurde der 21. März festgelegt. Somit ist der 22. März das frühestmögliche Osterdatum. Je nach Vollmond kann dieses Datum auf einen anderen Tag fallen, so dass Ostern ein im Kalender bewegliches Fest ist.
Für die Berechnung des Osterdatums sind traditionell mehrere Zyklen relevant.
In Rom wurde ursprünglich ein Zyklus von 84 Jahren verwendet, der als Bezugspunkt den Auszug aus Ägypten hatte.
Letzten Ende setzte sich der in Alexandria entwickelte Osterzyklus durch. Bei diesem Zyklus wurden zunächst 19 Jahre – der Mondzirkel oder Metonzyklus − zugrunde gelegt.

Abb. 39: Die Auferstehung von Jesus Christus. Rechts lässt Jesus Christus Adam und Eva wiederauferstehen. Links die biblischen Könige und Propheten David und Salomon, die die Auferstehung vorhergesagt hatten.
Darauf aufbauend wurde in Alexandria ein Zyklus von 5 x 19 = 95 Jahren entwickelt. Aus diesem Zyklus ging dann später der Große Osterzyklus von 19 x 28 = 532 Jahren hervor.
Als Meton-Zyklus oder auch Mondzirkel wird eine Periode von 19 (Sonnen-)Jahren bezeichnet, die identisch ist mit 235 Mondmonaten von je 29,53 Tagen.
Ein Mondmonat ist der Zeitraum zwischen zwei Vollmonden oder zwei Neumonden. Dieser Zeitraum ist durchschnittlich 29,53 Tage lang.
Sonne und Mond stehen also nach genau 19 Jahren (mit einer Abweichung von ca. zwei Stunden) wieder zusammen vor den gleichen Sternen am Himmel, zum selben Datum.
Dieser Meton-Zyklus ist dann auch die Grundlage für die Osterrechnung in Alexandria in Ägypten, die sich letzten Endes im Christentum durchsetzte.
Der bereits erwähnte Dionysius Exiguus berechnete die Osterdaten für 4 x 19 Jahre = 95 Jahre im Voraus, vom Jahre 532 der von ihm eingeführten Anno-Domini-Jahreszählung ausgehend. 95 Jahre sind jedoch kein kompletter Zyklus.
Neben dem Mondzyklus muss dafür auch der Sonnenzyklus berücksichtigt werden, der die Zuordnung von Kalenderdaten zu identischen Wochentagen beschreibt.
Mondzyklus und Sonnenzyklus zusammen ergeben
19 x 28 = 532 Jahre.
19 x 28 = 532 Jahre.
Dieser beträgt im Julianischen Kalender (mit Schalttagen alle 4 Jahre) 4 x 7 Jahre = 28 Jahre. Nach jeweils 28 Jahren wiederholen zyklisch die Wochentage mit jeweils identischen Kalendertagen.
Nach einem Großen Osterzyklus von 532 Jahren wiederholen sich also die Osterdaten in derselben Reihenfolge.
Die Wochentage sind nach 700 und 784 Jahren identisch – die Monddaten fast
Ostern, das wichtigste Fest im Christentum, das Fest der Auferstehung Jesu Christi, fällt auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Im Folgenden präzisiere ich meine Ausführungen im "Wohlstrukturierten Mittelalter" [Arndt 2012, S.106 ff.]:
Mit “Osterstreit“ wird in der offiziellen Geschichte die Kontroverse über unterschiedliche Auffassungen zum Osterfest innerhalb der christlichen Kirche in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung bezeichnet.
Insbesondere standen sich hier die römische Kirche und die Kirche von Alexandria gegenüber. Das genaue Datum des Osterfestes war dabei ein Hauptthema, und die Art und Weise es zu berechnen.
Die ägyptische Stadt Alexandria war nach offizieller Geschichte in den ersten Jahrhunderten des ersten Jahrtausends ein Zentrum, wenn nicht sogar das Zentrum des Christentums. Rom in Italien erlangte erst später Bedeutung.
Im “Wohlstrukturierten Mittelalter“ [Arndt 2012, S.106 ff.] habe ich gezeigt, dass die Lösung des Problems des Osterstreites nun darin besteht, dass die im Westen (Rom) vom Osten (Alexandria) abweichenden Osterdaten ganz einfach die um 700 Jahre verschobenen Daten sind.

Abb. 40: Der Leuchtturm von Alexandria, eines der sieben Weltwunder der Antike
Nach der römischen Regel ist der 15. 3. als frühestmögliches Datum für den Frühlingsvollmond festgelegt, also 6 Tage früher als nach der alexandrinischen Regel am 21. 3.
Frühestmöglicher Ostersonntag ist dann der 17. 3., also 5 Tage früher als nach der alexandrinischen Regel am 22. 3.
Der 15. 3. und somit auch der theoretisch früheste Ostersonntag am 17. 3. liegen vor dem Frühjahrsäquinoktium im 4. Jahrhundert!
Dies ist ein Fehler in der “Matrix“, da nach der Regel Ostern auf Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt. Dieser liegt natürlich immer nach dem Frühjahrsäquinoktium.

Grafik 16: History Hacking – Anything goes: Die Matrix ist gehackt
Der 15. 3. ist nun genau das Frühjahrsäquinoktium zu Beginn des 11. Jahrhunderts, z. B. im Jahre 1011, so wie der 21. 3. das Äquinoktium zu Beginn des 4. Jahrhunderts ist, das für die alexandrinische Regel gilt.
Frühestmöglicher Fr...
Inhaltsverzeichnis
- Der Autor
- Inhaltsverzeichnis
- Motto
- Jesus aus dem Alten Testament am Anfang unserer Zeitrechnung
- Das Gelobte Land
- Lupus Protospatharius Barensis und die Datierung von Jesus Christus
- Der Auferstandene auf dem Kaiserthron
- Die Lösung des antiken Osterstreites
- Skizze einer neuen Chronologie
- Weitere Bücher des Autors
- Abbildungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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