ManagementBIOnik - inklusive Arbeitshilfen online
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ManagementBIOnik - inklusive Arbeitshilfen online

Wie Tiere und Pflanzen Führungskräfte inspirieren können

  1. 277 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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ManagementBIOnik - inklusive Arbeitshilfen online

Wie Tiere und Pflanzen Führungskräfte inspirieren können

Über dieses Buch

Best of "Von Bienen und Leitwölfen" und "In den Gärten des Managements" - mit neuen Texten!

Auf unterhaltsame und lehrreiche Weise erschließt Ihnen der Autor das Feld der Managementbionik. An Beispielen aus Flora und Fauna zeigt er, wie Führung funktioniert und wie Sie diese erfolgreich gestalten können. Lassen Sie Ihre Managementtechniken für Reden und Mitarbeitergespräche sowie für zahlreiche andere Bereiche hiervon inspirieren und verbessern. So können Sie als Führungskraft ihre Rolle aktiv gestalten und optimieren.
Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe der beiden Erfolgstitel "von Bienen und Leitwölfen" und "In den Gärten des Managements".

Inhalte:

  • Von Bienen und Leitwölfen: Leittiere, Konkurrenz und Konflikte
  • Wir superkooperativen, eigennützigen Primaten
  • Drei Erfolgskonzepte der Natur: Das Handicap-Prinzip, virale Kommunikation, Schwarm-Intelligenz
  • In den Gärten des Managements: Gärten als Vorbilder für Managementprinzipien

375,005 Studierende vertrauen auf uns

Zugang zu über 1,5 Millionen Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.

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Information

Verlag
Haufe
Jahr
2019
eBook-ISBN:
9783648124055

Konkurrenz und Konflikte

Wir haben es in der Einleitung angesprochen: In der Natur ist das Konkurrenzprinzip allgegenwärtig. Jeder Organismus, sogar jede Zelle konkurriert mit anderen, um ihr Überleben zu sichern. Überall herrscht Wettbewerb. Um Nahrung, um Lebensräume, um Fortpflanzungspartner, um Nistplätze, um Gefolgschaft, Jagdreviere, ja sogar um Ruheräume wird konkurriert. Dabei herrscht kein grenzenloser Wettbewerb; der Konkurrenzkampf in der Natur ist nicht selten durch gegenläufige Tendenzen gebremst. Und das hat, wie Sie erfahren werden, durchaus seinen Sinn.
Nun gibt es Konkurrenz auch innerhalb einer Organisation. In der Affenhorde sind die Männchen bestrebt, die Alphaposition zu erobern. Dafür müssen sie ihre Konkurrenten auf mehr oder minder überzeugende Weise ausstechen. Das gelingt ihnen nicht allein durch körperliche Stärke. Vielmehr müssen sie Allianzen eingehen und verhindern, dass sich ihre Rivalen verbünden. Aus diesem Machtkampf entstehen zahlreiche Konflikte, die geschlichtet werden müssen, damit die Gruppe überlebt.
Erbitterte Konkurrenzkämpfe und Konflikte sind die Ursache von Stress. Wie man mit Stress umgeht, wie er sich vermeiden oder zumindest abmildern lässt, auch dafür gibt es in der Natur einige Anregungen.

Der Hirsch und sein Geweih

Es gibt kaum ein sinnfälligeres Symbol für den Konkurrenzkampf als das Hirschgeweih. Dabei müssen wir unterscheiden: Das Geweih ist keine »Waffe«, so wie Reißzähne, Krallen, Stacheln oder Giftdrüsen, mit denen Tiere angreifen oder sich gegen einen Angriff zur Wehr setzen. Vielmehr existiert das Geweih zu keinem anderen Zweck, als sich gegenüber den Rivalen zu behaupten, Revier und Ressourcen zu verteidigen oder zu erobern. Hirsche sind friedliebende Pflanzenfresser, die niemanden jagen. Aber auch wenn sie selbst angegriffen werden, setzt sie nicht ihr Geweih ein, um sich zu verteidigen, sondern schlagen mit den Vorderläufen zu.
Die Lebenschancen eines männlichen Hirschs sind sehr stark von der Größe und Stärke seines Geweihs abhängig. Kein Wunder also, dass so viel in das Geweih investiert wird: Wie die Zoologen Wolfgang Wickler und Uta Seibt schreiben, erfordert das Geweih großer Hirsche fast so viel Knochensubstanz, wie im ganzen übrigen Skelett steckt ‒ und das jedes Jahr aufs Neue, denn bekanntlich werfen die Hirsche ihre Geweihe im Herbst wieder ab.

Stabile Verhältnisse im Revier

Klassischerweise leben Hirsche in Revieren, die jeweils ein männlicher Hirsch kontrolliert, der Platzhirsch. Dieser ist allen anderen Artgenossen seines Wohnraums weit überlegen. Wenn er auftaucht, müssen ihm die anderen Platz machen, ihm steht die beste Nahrung zu und in vielen Gebieten ist er das einzige Männchen, das an der Brunft teilnehmen und sich dadurch fortpflanzen kann. Der Nutzen für die Platzhirsche liegt auf der Hand: Geordnete, relativ komfortable Lebensverhältnisse.
Kein Platzhirsch würde sein Revier verlassen, um einen anderen anzugreifen. Das eigene Revier bietet ihm Sicherheit und Verlässlichkeit. Sofern seine Lebensverhältnisse gesichert sind, hat er kein Interesse zu expandieren. Eine Reviererweiterung brächte wenig Vorteile und würde schlagartig den Aufwand erhöhen. Denn ein eigenes Revier aufrecht zu erhalten, verlangt vom Platzhirschen ein beträchtliches Engagement: Er muss ständig sein Revier durchstreifen und es »markieren«. Zu diesem Zweck sondert er ein Sekret aus seiner Stirndrüse ab und verteilt es an geeigneter Stelle, damit jeder erschnüffeln kann, wer hier das Sagen hat. Und schließlich muss er sein Revier natürlich auch gegen jeden Herausforderer verteidigen.
Rivalen im Konkurrenzkampf sind junge, revierlose Männchen, die auch gerne in den privilegierten Status eines Platzhirschs aufrücken würden. Oder die zumindest die eine oder andere Hirschkuh erobern wollen. Und dazu müssen sie einen anderen Hirschen herausfordern, möglichst einen, der nicht ganz so stark ist.

Wie Hirsche kämpfen

Nach landläufiger Vorstellung werden die Hirsche in der Brunftzeit vom »Männlichkeitswahn« überwältigt, was sie dazu veranlasst, mit ihren schweren Geweihen aufeinander loszugehen und zu kämpfen, bis das Gehörn splittert. Wie »Männer« eben so sind. Doch in Wirklichkeit ist eher das Gegenteil zu beobachten: Ein kontrolliertes Kräftemessen, das in seiner Rationalität und in seinem Bemühen um Schadensbegrenzung von der UNO hätte konzipiert sein können.
Die Auseinandersetzung beginnt aus sicherer Distanz, mit dem Röhren. Schon hier kann sich das Duell entscheiden: Hat einer der beiden Kontrahenten mehr Kraft in der Stimme, lässt das Rückschlüsse auf seine allgemeine körperliche Verfassung zu. Der weniger stimmgewaltige Hirsch sucht das Weite. Ansonsten nähern sich die beiden Rivalen bis auf Sichtweite. Sie treten aufeinander zu, gehen im Parallelgang nebeneinander her und vergleichen ihre Größe, vor allem auch die Größe ihrer Geweihe. Der unterlegene Hirsch kann sich zurückziehen und so den Kampf vermeiden. Bleiben beide am Platz, fahren sie nun mit ihren Geweihen aufeinander zu. Dabei verhaken sie sich ineinander und schieben sich hin und her.
Erst wenn auch dieses Kräftemessen keine Entscheidung bringt, kommt es zum Kampf, als allerletztes Mittel sozusagen. Dieser Kampf kann in der Tat blutig enden, denn es muss eine Entscheidung herbeigeführt werden. Aber es gibt etliche Sicherungsmaßnahmen, damit es nicht zum Äußersten kommt. Nicht zuletzt ist das Geweih so gestaltet, dass es sich in dem des Gegners verhakt und ihm keine gefährlichen Verletzungen zufügt.

Der Rivale soll besiegt, aber nicht verletzt werden

Obwohl es um sehr viel geht, halten sich die Hirsche an die Regeln. Ziel ist es, den Rivalen zu besiegen, aber nicht ihn maximal zu schädigen. Das lässt sich beobachten, wenn nach dem Parallelgang ein Hirsch zu früh eindreht und nun die Flanke seines Rivalen völlig ungeschützt ist. Anstatt zuzustoßen und sich auf bequeme Art und Weise einen Sieg zu verschaffen, drehen die Hirsche um und laufen hinter ihrem Gegner her, um den Kampf »nach den Regeln« fortzusetzen.
Dieses Verhalten in der freien Wildbahn erscheint überraschend. Denn da gibt es niemanden, der auf die Einhaltung des Rituals achtet und bei Verstößen eine Strafe verhängt. Vielmehr hätte der unfaire Hirsch durch die Regelverletzung erhebliche Vorteile: Kampf gewonnen und schnell beendet, Ressourcen geschont, kein Verletzungsrisiko. Umso bemerkenswerter, dass die Evolution hier der Fairness einen Pfad gebahnt hat.
Nun ist es wohl so, dass es langfristig für alle von Nutzen ist, wenn von jedem das Ritual eingehalten wird. Denn das Ritual hilft die Zahl der blutigen Auseinandersetzungen zu begrenzen. Es wirkt deeskalierend. Das grundsätzliche Dilemma ist aber, dass der langfristige Vorteil für alle nur durch einen kurzfristigen Verzicht auf den eigenen Vorteil erreicht werden kann. Häufig klappt das nicht. Die Regelbrecher setzen sich durch. Und weil sie damit erfolgreich sind, müssen alle die Regeln brechen, um noch mitzuhalten. Doch diese fatale Logik gilt bei den kämpfenden Hirschen eben nicht.

Nur gleichstarke Hirsche kämpfen

Es wäre eine ruinöse Strategie, immer bis zum Äußersten zu gehen und den direkten Kampf zu suchen ‒ sofern man sich seiner körperlichen Überlegenheit nicht sicher sein kann. Doch auch als Gewinner kann man Verletzungen davontragen, die einen daran hindern, die nächste Auseinandersetzung zu führen. Kein Hirsch ist so stark, dass er alle Kämpfe wirklich durchstehen könnte. Er ist darauf angewiesen, dass er die meisten seiner Rivalen so stark beeindruckt, dass sie aufgeben, bevor es ernst wird.
Aber auch ein unterlegener Hirsch profitiert davon, wenn es nicht zum Kampf kommt. Denn immerhin bleibt ihm noch seine körperliche Unversehrtheit. Es lohnt sich für beide Seiten also nur dann in den Kampf einzutreten, wenn die Kräfte etwa gleich verteilt sind und der Ausgang der Auseinandersetzung offen ist.
Der Konkurrenzkampf kostet Kraft. Tatsächlich ist es so, dass junge Hirsche erst im Alter von sechs Jahren in den Wettbewerb um Weibchen und Reviere einsteigen. Denn sobald sie mit dabei sind, verbrauchen sie alle Reserven, die sie vorher angelegt haben. Sie wachsen kaum noch. Je später sie in den Konkurrenzkampf einsteigen, desto mehr Kräfte können sie aufbauen und desto höher sind dann ihre Erfolgschancen. Allerdings muss es ihnen erst einmal gelingen, als revierlose Junghirsche durchzukommen. Deren Überlebenschancen sind nämlich am niedrigsten. Doch wenn sie es schaffen, dann haben sie bessere Chancen als die frühen Starter.

Das Geweih als Symbol der Macht

Kehren wir zuletzt noch einmal zum Geweih zurück: Es dient ja nicht nur als Instrument, um den Kampf gegen den Rivalen zu führen. Fast noch wichtiger ist es als Instrument, diesen Kampf nicht führen zu müssen. Es ist ein gut sichtbares, eindeutiges Signal. Wer das größere mächtigere Geweih hat, der besiegt den anderen, ohne zu kämpfen. Davon profitieren beide, denn auch für den Verlierer ist es besser, auf einen aussichtslosen Kampf zu verzichten.

Anregungen für die Führungspraxis

Wettbewerb in der Natur, das bedeutet keineswegs Kampf ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn Artgenossen um Ressourcen konkurrieren, dann gibt es üblicherweise Vorkehrungen, die eine Eskalation verhindern. Dafür gibt es gute Gründe. Denn ein rücksichtsloser Wettbewerb schadet auf Dauer allen, die daran teilnehmen (müssen).
Lassen Sie »schmutzige Tricks« nicht durchgehen
Dass der Wettbewerb verbindlichen Regeln folgen sollte, das gilt in besonderem Maße für den Konkurrenzkampf innerhalb des Unternehmens. Unfaires Verhalten, »schmutzige Tricks« von Mitarbeitern dürfen Sie als Führungskraft nicht durchgehen lassen. Sonst fördern Sie genau dieses Verhalten in Ihrem Unternehmen, auch bei denen, die sich sonst an die Regeln halten.
Kämpfen Sie nicht jeden Konflikt bis zum Ende durch
Es ist eine gern gehegte Illusion, ein erfolgreiches Unternehmen müsste in allen Belangen die Nummer 1 sein (gleiches gilt auch für erfolgreiche Führungskräfte) und das auch jederzeit unter Beweis stellen. Nun hat es gewiss einen mobilisierenden Effekt, wenn man hohe Ansprüche an sich stellt und Gelegenheit bekommt, die eigenen Kräfte endlich einmal »unter Beweis« zu stellen. Nur führt es geradewegs in den Ruin, wenn man gewissermaßen jede Herausforderung annimmt und die Sache bis zum Ende durchkämpft. Das hat schon starke Persönlichkeiten und mächtige Organisationen zermürbt. Es kostet Ressourcen, an einem Wettbewerb teilzunehmen und den nötigenfalls bis zu Ende durchzustehen.
Lassen Sie Ihren Konkurrenten im Unklaren, wie weit Sie gehen
Bei einem Konkurrenzkampf sollten Sie den andern nicht erkennen lassen, wie weit Sie sich engagieren, welche Mittel Sie einsetzen und wann Sie aussteigen. Es kann verhängnisvoll sein, den Eindruck zu erwecken, man scheue eine Auseinandersetzung. Dann müssen Sie damit rechnen, auch von schwächeren Gegnern herausgefordert zu werden, die darauf spekulieren, dass Sie sich nicht ernsthaft auf eine Auseinandersetzung einlassen werden. Das ist sehr ungünstig, denn auch wenn Sie den Herausforderer bezwingen, wird Sie das viel Kraft kosten. Besser wäre es dann schon, wenn Sie in dem Ruf stehen, jede Auseinandersetzung bis zum Ende durchzustehen. Freilich dürften Sie dies dann nicht ernsthaft tun, denn eine solche Strategie führt, wie wir gesehen haben, in den Ruin.
Nun lässt sich ein Widerspruch zwischen glaubhaftem Image und tatsächlichem Verhalten nur schwer über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Insoweit ist es am ratsamsten, wie die Hirsche eine gemischte Strategie zu verfolgen. Damit lassen Sie Ihre Wettbewerber darüber im Unklaren, ob Sie eine Herausforderung annehmen werden oder nicht. Jeder, der Sie herausfordert, muss zumindest damit rechnen, dass Sie sich ernsthaft zur Wehr setzen ‒ auch auf einem »Nebenkriegsschauplatz«.
Es ist nie zu spät, aus einem ruinösen Wettbewerb auszusteigen
Eine hochgefährliche Situation: Man lässt sich in einen Konflikt hineinziehen, der allmählich eskaliert. Vielleicht wollte einen die Gegenseite nur provozieren, weil sie nicht daran geglaubt hat, dass man sich ernsthaft auf die Auseinandersetzung einlässt. Doch dann ist der Konflikt da, ohne dass eine Seite ihn »ernsthaft« gewollt hat. Es ist sehr schwierig und wird immer schwieriger, aus so einer Situation auszusteigen, »nach allem, was vorgefallen ist«. Doch genau das ist das einzig Vernünftige. Unter Umständen sollten Sie sich an eine neutrale Instanz wenden, eine Art »Mediator«, der Ihnen hilft, aus einem verfahrenen Konflikt wieder herauszufinden.
Legen Sie sich ein eindrucksvolles »Hirschgeweih« zu
Wenn Sie über ein ähnlich überzeugendes Symbol der Stärke verfügen, wie es das Geweih für den Hirschen darstellt, so haben Sie ein geeignetes Mittel, um solche ruinösen Wettbewerbe zu verhindern. Niemand lässt sich ernsthaft auf eine Auseinandersetzung ein, wenn er damit rechnet, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit verliert. Zeigen Sie also Selbstbewusstsein und demonstrieren Sie ‒ dezent, aber überzeugend ‒ Stärke. Vermeiden Sie Übertreibungen und »Showeffekte«. Denn nicht nur Schwäche provoziert die andern, Sie anzugreifen, sondern ebenso ein allzu selbstherrliches Auftreten.

Streitschlichter in der Affenhorde

In einer Affenhorde gibt es immer wieder Auseinandersetzungen um Nahrung, Paarung oder gesellschaftlichen Aufstieg. Manchmal kommen Streitigkeiten aber auch ohne (für einen menschlichen Affenforscher) erkennbaren Anlass vor. Bis zu einem bestimmten Grad sind diese Konflikte durchaus nützlich, denn sie klären die Verhältnisse und sorgen auf der anderen Seite für eine gewisse soziale Durchlässigkeit. Doch bergen sie auch große Gefahren. Eine zerstrittene Affenhorde hat in der Wildnis keine Überlebenschance. Und so überrascht es nicht, dass die Affen verschiedene Methoden entwickelt haben, Konflikte zu schlichten.
Häufig ist zu beobachten: In der Affenhorde legt das Umfeld den Rivalen nahe, ihren Streit beizulegen. Darüber hinaus stehen beide Seiten unter Beobachtung ihrer Hordengenossen. Wenn einzelne Mitglieder dann noch vermittelnd eingreifen, um die Gegner zu versöhnen, ist der soziale Druck beträchtlich. Die Horde signalisiert: Wir wollen nicht, dass ihr euch streitet.

Die friedensstiftende Kraft von Versöhnungsritualen

Die Rivalen müssen sich versöhnen, das ist die entscheidende Voraussetzung, damit der Konflikt nicht noch einmal aufflammt. Der erste Schritt ist in der Regel, dass der Unterlegene eine Unterwerfungsgeste vollführt. Schimpansen etwa legen sich flach auf den Boden und präsentieren ihr Hinterteil, woraufhin der Sieger über seinen Rivalen hinwegschreitet. Damit sind die Verhäl...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover Page
  2. Titel
  3. Hinweis zum Urheberrecht
  4. Impressum
  5. Inhaltsverzeichnis
  6. Die wichtigen Worte vorweg
  7. Was ist Managementbionik?
  8. Der erste Teil: Von Bienen und Leitwölfen
  9. Leittiere
  10. Konkurrenz und Konflikte
  11. Evolution
  12. Drei Erfolgskonzepte der Natur
  13. Schwarm-Intelligenz
  14. Zehn Thesen zum ersten Teil
  15. Der zweite Teil: In den Gärten des Managements
  16. Im Hausgarten: Ein neues Selbstverständnis von Führung
  17. Im Obstgarten: Mitarbeiter fördern
  18. Im Klostergarten: Innovationsräume schaffen
  19. Im Senkgarten: Individualität schützen
  20. Im botanischen Garten: Lernen von den klugen Pflanzen
  21. Im Waldgarten: Nachhaltig führen
  22. Im Guerilla-Garten: Engagement und Idealismus
  23. Literatur

Häufig gestellte Fragen

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