Die Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen und Möglichkeiten - für Arbeitnehmer ebenso wie für Unternehmen. Der Autor erklärt auch digitalen Laien, was sich hinter der Transformation verbirgt, welche neuen Geschäftsmodelle entwickelt werden und erklärt die 100 wichtigsten Begriffe.Inhalte: - Warum die digitale Revolution keine Revolution ist- Wie sich der Berufsalltag verändert- Grundlagen der digitalen Transformation in der Wirtschaft

- 256 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
Information
Thema
BetriebswirtschaftThema
FinanzwesenDie wichtigsten Begriffe der Digitalisierung
Die Digitalisierung hat viele neue Wortschöpfungen hervorgebracht. Wir hören und lesen sie oft. Doch was bedeuten sie genau? Im folgenden Lexikon sind die wesentlichen Begriffe einfach und anschaulich erklärt.
Von A wie Absprungrate bis D wie DSL
Absprungrate (Bounce Rate)
Die Absprungrate, die sog. Bounce Rate, beschreibt den prozentualen Anteil von Webseiten-Besuchern, die bereits nach einem einzelnen Seitenaufruf die Webseite wieder verlassen, ohne eine weitere Unterseite der jeweiligen Domain aufzurufen. Zur Berechnung der Bounce Rate wird die Anzahl der Besuche einer Webseite mit nur einem Seitenaufruf durch die Zahl aller Besuche auf der Seite dividiert.
Eine Absprungrate von 60 bis 65 Prozent darf als durchschnittlicher Wert in der Praxis angenommen werden. Es ist also üblich, dass 60 bis 65 Prozent aller Besucher der Webseite diese nach einer bestimmten Verweildauer wieder verlassen, ohne weitere Unterseiten aufzurufen.
Die Absprungrate kann als Qualitätsindikator angesehen werden: Je höher sie ist, umso irrelevanter erscheint Besuchern die Website zu sein.
Um die Bounce Rate zu senken, können beispielsweise folgende Maßnahmen getroffen werden:
- weniger Werbung,
- schnellere Ladezeiten,
- ein ansprechendes Design,
- eine intuitive Navigation und vor allem
- relevante Inhalte.
Adclick-Rate
Die Adclick-Rate misst die Effizienz von Online-Werbung. Sie gibt an, wie viel Prozent der jeweiligen Website-Besucher die Werbung nicht nur gesehen, sondern auch angeklickt haben. Berechnet wird sie folgendermaßen:
Anzahl der Klicks: Anzahl der Einblendungen × 100.
Diese Messgröße wird auch Klickrate oder Click Through Rate (CTR) genannt.
Additive Fertigung
Die additive Fertigung bezeichnet einen Prozess, der auf 3D-Druck basiert. Er kommt dort zur Anwendung, wo die konventionelle Fertigung an ihre Grenzen stößt. Die Technologie ermöglicht einen sogenannten Design-driven manufacturing Process, bei dem die Konstruktion die Fertigung bestimmt.
Bei der additiven Fertigung werden Bauteile oder Modelle Schicht für Schicht aus Werkstoffen wie Metallen, Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen, die als feines Pulver vorliegen, aufgebaut. Zuerst wird eine dünne Schicht eines Pulverwerkstoffs auf die Bauplattform aufgetragen. Ein starker Laserstrahl schmilzt das Pulver exakt an den Stellen auf, die die computergenerierten Bauteil-Konstruktionsdaten vorgeben. Anschließend wird eine weitere Pulverschicht aufgetragen. Der Werkstoff wird erneut aufgeschmolzen und verbindet sich an den definierten Stellen mit der darunterliegenden Schicht. Die Bauteile können je nach Ausgangsstoff und Anwendung mit Stereolithografie, Laser-Sintern oder 3D-Druckern gefertigt werden.
Die additive Fertigung vereinfacht und verkürzt die Produkt(weiter)entwicklung.
Ad Impression
Die sogenannte Ad Impression ist eine Kennzahl, die definiert, wie oft eine geschaltete Anzeige von Nutzern angesehen wird. Sie wird als Messgröße im Bereich des Online-Marketings verwendet und ist die Basis zur Errechnung des Tausender-Kontakt-Preises (TKP) – der Gebühr, die an das Unternehmen, welches die Plattform stellt, vom werbetreibenden Unternehmen gezahlt wird, wenn 1.000 Personen die geschaltete Anzeige gesehen haben. Zudem wird die Messgröße „Ad Impression“ verwendet, um zu analysieren und zu messen, wie effektiv Anzeigen gestaltet und geschaltet wurden.
Nicht automatisch gleichzusetzen ist die Ad Impression mit der → Page Impression. Letztere trifft eine Aussage darüber, wie oft eine Seite von ein und demselben User aufgerufen wurde. Da es mittlerweile üblich ist, bei jedem neuen Seitenaufruf pro User auch eine neue Anzeige zu schalten, entsprechen sich Ad Impression und Page Impression meist nicht mehr.
Advanced Analytics
Advanced Analytics ist ein modernes und in die Zukunft gerichtetes Datenanalyseverfahren. Während sich die traditionellen Analysetools auf die Auswertung der Vergangenheit oder der Ist-Situation konzentrieren, sind mit Advanced-Analytics-Tools Zukunftsprognosen möglich. Zu ihnen gehören Verfahren wie → Data Mining und → Predictive Analytics.
AdSense
AdSense ist ein Google-Dienst, mit dem Website-Inhaber automatisiert und passend zu ihren Inhalten Werbung auf ihren Seiten schalten und damit Geld verdienen können. Welche Anzeigen platziert werden, entscheidet Google – ausschlaggebend sind hier unter anderem die Inhalte der Websites.
AdWords
AdWords ist das Online-Werbeprogramm des Suchmaschinen-Giganten Google. Mittels AdWords, dessen Dienste über eine Internetseite angeboten werden (https://ads.google.com), können Anzeigen via Google entweder auf der Ergebnisseite einer Google-Suche oder auch auf einer der zahlreichen Websites aus dem Google-Netzwerk geschaltet werden.
AdWords-Anzeigen werden auf der Ergebnisliste von Google durch den Hinweis „Anzeige“ von nicht-kommerziellen Suchergebnissen abgegrenzt.
AdWords funktioniert auf Basis von Schlüsselwörtern, den sogenannten Keywords: User oder Unternehmen, die Werbung betreiben, müssen Wörter oder Wortgruppen auswählen, die mit der Anzeige verbunden werden sollen. Google-Benutzern, die nach diesen oder ähnlichen Wörtern oder Wortgruppen suchen, wird dann die Werbung auf der Trefferliste angezeigt.
Ob ein Unternehmen mit seiner Anzeige in der Ergebnisliste ganz unten oder ganz oben steht, ist nicht nur abhängig vom Preis, den man für eine bestimmte Position zu zahlen bereit ist. Auch die → Adclick-Rate eines Keywords und die Relevanz der Anzeigentexte in Bezug auf den gesuchten Begriff sind entscheidend.
Affiliate Marketing
Diese Art des Online-Marketings basiert auf einem erfolgsabhängigen Provisionsmodell. Ein Beispiel: A betreibt eine Website zu den Themen XYZ. Auf dieser Website schaltet B ein Werbebanner. Gelangt ein Kunde über das Banner auf die Website des Werbetreibenden B und kauft er beispielsweise dort ein Produkt, erhält A von B eine Provision, wenn nach den Cost per Order (siehe dazu sogleich) abgerechnet wird.
Das erfolgsabhängige Abrechnungsmodell kann verschiedenartig gestaltet werden. So kann eine Provision fällig werden
- pro Klick auf das Werbemittel: Cost per Click (CPC),
- wenn ein Kontakt zwischen dem Werbetreibenden und dem Kunden zustande kommt: Cost per Lead (CPL),
- wenn der Kunde bestellt oder den Auftrag erteilt: Cost per Order (CPO) oder Cost per Sale (CPS).
Aggregatoren
Aggregatoren sammeln Informationen zu bestimmten Themen im Internet, werten sie aus und kategorisieren sie. Typische Aggregatoren-Dienste sind beispielsweise Preisvergleichsportale.
Agiles Arbeiten
In agilen Projekten können die Projektbeteiligten schneller auf veränderte Anforderungen reagieren. Sie werden im Gegensatz zum Verfahren bei der klassischen Wasserfallmethode in vielen kleinen und abgeschlossenen Zyklen und mittels einer intensiveren und laufenden Abstimmung zwischen den Entwicklern sowie den Entwicklern und dem Kunden organisiert.
Im → Scrum, einer weitverbreiteten agilen Methode, werden unter Berücksichtigung eines engen Zeitfensters Ziele und Anforderungen definiert. Anschließend hat das gesamte Team die Aufgabe, diese Anforderungen mit seinen Kompetenzen gemeinsam in zeitlich genau festgelegten → Iterationen zu lösen. Fertige lauf- und testfähige Teile des Programms werden unter Einbeziehung des Kunden bewertet und ggf. freigegeben.
Anschließend werden je nach konkreter Situation die Anforderungen um neue ergänzt, geändert oder verworfen. Das führt über die gesamte Projektdauer gesehen zu einer größeren Transparenz und Flexibilität sowie mehr Freiraum für Kreativität.
Agilität

Im Laufe der Jahre wurde deutlich, dass Agilität auch in anderen Bereichen als der IT erfolgversprechend ist, wenn sie ganzheitlich angewendet wird, wenn also im gesamten Unternehmen Agilität gelebt wird. Agilität ist den letzten Jahrzehnten zum zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Nur wer mit einem agilen Mindset und entsprechenden Werten sowie Prinzipien nahe an seiner angestrebten Zielgruppe ist und bleibt, kann in der sich rasch ändernden → VUCA-Welt entsprechende Dienstleistungen und Produkte entwickeln und auf Trends und wechselndes Nachfrageverhalten schnell reagieren.
Es gibt vielfältige Methoden und Techniken, agil zu arbeiten. Eine Methode, die weitverbreitet ist, ist → Scrum. Beliebte agile Techniken sind Stand-up-Meetings, also kurze Meetings im Stehen, und → Kanban.
Aktoren
Aktoren sind Antriebssysteme: Sie verwandeln elektrische Signale in mechanische Energie und interagieren damit mit der physischen Welt, indem sie mechanische Bewegungen ausführen und elektrische Impulse in Geräusche, Lichter, Bilder etc. umwandeln. So können damit beispielsweise Ventile geöffnet, Motoren gestartet, Türschlösser entriegelt und Lichter gedimmt werden.
Akzelerator oder Accelerator
Ein Akzelerator (Beschleuniger) ist eine Institution oder ein Netzwerk, das Start-ups in einem bestimmten, klar festgelegten Zeitraum mit Coaching und anderen unterstützenden Maßnahmen zu einer schnelleren Entwicklung und Marktreife ihres Produkts verhilft.
Akzeleratoren agieren im Rahmen eines zeitlich klar begrenzten Programms für Start-ups. Sie bieten den Gründern, die sich für solch ein Programm beworben und qualifiziert haben, Unterstützung sowohl mit ihrem Wissen als auch mit ihren Ressourcen an. Die Unterstützung der „Beschleuniger“ innerhalb solcher Programme kann von der Bereitstellung von Büro- und Produktionsräumen und -einrichtung über die strategische und technische Hilfestellung bis hin zur Vermittlung von Netzwerken und vielseitigem Coaching in allen wichtigen Bereichen reichen.
Am Ende eines Akzeleratoren-Programms stehen zumeist die Vorstellungstage, in denen die Teams ihr junges Unternehmen beziehungsweise ihr Produkt oder ihre Dienstleistung vor Investoren präsentieren können. Als „Lohn“ für ihre Unterstützung erhalten die Akzeleratoren beispielsweise eine Beteiligung an dem Jung...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Hinweis zum Urheberrecht
- Impressum
- Vorwort
- Die QR-Codes – eine Bedienungsanleitung
- Digitalisierung – was ist das überhaupt?
- Wie Sie das Beste aus der Digitalisierung machen
- Digitalisierung in Unternehmen
- Die wichtigsten Begriffe der Digitalisierung
- Anhang
- Literatur
- Der Autor
- Weitere Literatur
- Stichwortverzeichnis
- Arbeitshilfen Online
375,005 Studierende vertrauen auf uns
Zugang zu über 1,5 Millionen Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.
Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.
Häufig gestellte Fragen
Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Erfahre, wie du Bücher herunterladen kannst, um sie offline zu lesen
Wir sind ein Online-Lehrbuch-Abonnement-Service, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buchs pro Monat Zugriff auf eine gesamte Online-Bibliothek erhältst. Bei über 1,5 Millionen Büchern zu mehr als 990 Themen bist du bestens versorgt! Erfahre mehr über unsere Mission
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Erfahre mehr über die Funktion „Vorlesen“
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Ja, du kannst auf Digitalisierung klargemacht von Peter Lender im PDF- und/oder ePUB-Format sowie auf andere beliebte Bücher in Betriebswirtschaft & Finanzwesen zugreifen. In unserem Katalog stehen über 1,5 Millionen Bücher zur Verfügung.