Die Bilanzierung von Banken und Finanzdienstleistungsinstituten unterliegt einer Reihe von speziellen Vorschriften.Das praxisorientierte Buch beleuchtet die komplexen Themen, darunter: - Ansatz- und Bewertungsvorschriften- Bilanzierung einzelner Bankgeschäfte und umwandlungsrechtliche Umstrukturierungen- Institutsspezifische Regelungen zur Konzernbilanzierung- Aktuelle Fragestellungen zur Bilanzierung von Handelsbeständen, strukturierten Produkten und Finanzderivaten

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Bankbilanz nach HGB
Praxisorientierte Darstellung der Bilanzierung von Bankgeschäften
- 993 Seiten
- German
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Bankbilanz nach HGB
Praxisorientierte Darstellung der Bilanzierung von Bankgeschäften
Über dieses Buch
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Thema
BetriebswirtschaftThema
Business allgemein1 Überblick über die von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten zu beachtenden Rechnungslegungsvorschriften
Der vierte Abschnitt des Handelsgesetzbuchs sieht ergänzende Vorschriften für Unternehmen vor, die bestimmten Geschäftszweigen angehören. So sind im ersten Unterabschnitt durch die §§ 340 bis 340o HGB ergänzende Bestimmungen aufgenommen worden, die bei der Bilanzerstellung von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten zu beachten sind. Daneben bestehen ergänzende Vorschriften für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds in den §§ 341 bis 341p HGB. Die Vorschriften für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute beruhen auf europäischen Bankbilanzierungsrichtlinien, die durch das Bankbilanz-Richtliniengesetz (BaBiRiLiG) vom 30.10.1990 ins deutsche Recht transformiert wurden. Diese Regelungen des HGB werden ergänzt durch die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) vom 10.02.1992, die unter anderem durch die Vorgabe von sog. Formblättern geschäftszweigspezifische Gliederungsschemata für die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten (im Folgenden: Institute) vorsehen. Neben den geschäftszweigspezifischen Ansatz- und Bewertungsvorschriften, die unter anderem in den §§ 340 bis 340o HGB geregelt sind, unterscheiden sich die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung eines Instituts aufgrund der spezifischen Gliederungsvorschriften der RechKredV deutlich von einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (bspw. eines Industrieunternehmens), die nach dem allgemeinen Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB erstellt sind.
Materielle Änderungen von institutsspezifischen Ansatz- und Bewertungsvorschriften wurden durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vorgenommen. Dies betrifft insbesondere die Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente des Handelsbestands nach § 340e Abs. 3 HGB, die damit im Zusammenhang stehende Zuführung zum Sonderposten für allgemeine Bankrisiken sowie die Währungsumrechnung nach § 340h HGB.
Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute haben die folgenden Rechnungslegungsvorschriften zu beachten:
- Vorschriften für alle Kaufleute (§§ 238–263 HGB). Da ein Institut stets als Istkaufmann nach § 1 HGB und/oder als Formkaufmann nach § 6 HGB die Kaufmannseigenschaft erfüllt, sind Institute nach § 238 Abs. 1 S. 1 HGB zur Führung von Handelsbüchern verpflichtet. Institute haben mithin die für alle Kaufleute geltenden Vorschriften zu beachten, soweit keine institutsspezifischen Ausnahmen nach § 340a HGB bestehen. Institute haben mithin auch die für alle Kaufleute geltenden Rechnungslegungsnormen zu beachten, die in der Form von Verordnungen erlassen wurden (z. B. Rückstellungsabzinsungsverordnung, RückAbzinsV). Für Institute gelten zudem die um...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Hinweis zum Urheberrecht
- Impressum
- Vorwort zur 2. Auflage
- Abkürzungsverzeichnis
- Kapitel I. Institutionelle Grundlagen
- 1 Überblick über die von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten zu beachtenden Rechnungslegungsvorschriften
- 2 Subjektiver Anwendungsbereich der institutsspezifischen Rechnungslegungsvorschriften
- 3 Sachlicher Anwendungsbereich
- 4 Formelles Bilanzrecht der Institute
- Kapitel II. Ansatzvorschriften
- 1 Personelle Zurechnung von Vermögensgegenständen
- 2 Personelle Zurechnung von Verbindlichkeiten
- 3 Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
- Kapitel III. Bewertungsvorschriften
- 1 Zuordnung zu Bewertungskategorien
- 2 Übergreifende Bewertungsvorschriften
- Kapitel IV. Die Ausweisvorschriften nach RechKredV und RechZahlV
- 1 Gliederung der Bilanz
- 2 Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
- 3 Vorschriften für Bausparkassen
- 4 Vorschriften für Pfandbriefbanken
- 5 Vorschriften für bestimmte Skontroführer
- 6 Vorschriften für genossenschaftliche Kreditinstitute
- 7 Vorschriften für Finanzierungsleasing- und Factoringunternehmen
- 8 Vorschriften für Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute
- Kapitel V. Anhang
- 1 Allgemeine Angaben
- 2 Angaben zur Bilanz
- 3 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
- Kapitel VI. Bilanzierung einzelner Bankgeschäfte
- 1 Kapitalmarktgeschäft
- 2 Gemeinschaftliches Kreditgeschäft
- 3 Derivate-Geschäft
- Kapitel VII. Bilanzierung umwandlungsrechtlicher Vorgänge
- 1 Überblick über umwandlungsrechtliche Vorgänge
- 2 Bilanzierung von Verschmelzungen
- 3 Bilanzierung von Spaltungen
- 4 Institutsspezifische Besonderheiten und Anlässe
- Kapitel VIII. Institutsspezifische Vorschriften zur Konzernbilanzierung nach § 340i HGB
- 1 Rechtsgrundlagen der HGB-Konzernbilanz von Instituten
- 2 Konsolidierungsschritte im Einzelnen
- 3 Konzernanhang eines Instituts nach HGB
- 4 Konzernlagebericht
- Literaturverzeichnis
- Stichwortverzeichnis
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