Die Welt ändert sich, das Digitale gibt uns neue Möglichkeiten - aber eben auch neue Konkurrenten und Konzepte, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, damit unsere Unternehmen, unsere Jobs auch in ein paar Jahren noch da sind. Überall Wandel. Und überall Unsicherheit.Transformation kann in unseren Unternehmen nur dann gelingen, wenn sie zu unserer eigenen Entwicklung passt. Wenn wir Mensch und Organisation verändern. Das Private und das Geschäftliche sind nicht zwei getrennte Welten, die ausbalanciert werden müssen. Sie überlappen sich, überlagern sich und beeinflussen sich gegenseitig. Und genau das findest du in diesem Buch: Eine Menge an Tipps zu Veränderung und Verbesserung, für den eigenen Job (die Arbeit im Unternehmen) und für die Transformation (die Arbeit am Unternehmen). Und weil ein ganzes Buch am Stück zu lesen etwas anstrengend ist in schnelllebigen Zeiten, ist es aufgeteilt in kleine Häppchen, in Tricks, Kniffe und Ideen, in snackable Content - oder kurz: Hacks. Damit deine Arbeit Stückchen für Stückchen besser wird.Inhalte: - Gut ist gut genug: Perfektionismus vermeiden- Umgang mit Fehlern und Widerständen- Die Digital Strategy Map- Was bei Führung wirklich zählt- Personal Branding: Karriere geht heute anders- Tools und Werkzeuge- Inspirationsquellen- Innovationen: von der Idee zum Prototypen- Do's and Don'ts bei PräsentationenDie digitale und kostenfreie Ergänzung zu Ihrem Buch auf myBook+: - Zugriff auf ergänzende Materialien und Inhalte- E-Book direkt online lesen im Browser- Persönliche Fachbibliothek mit Ihren BüchernJetzt nutzen auf mybookplus.de.

eBook - ePub
Smarte Transformation Hacks
141 kluge Ideen für besseres Arbeiten und effiziente Unternehmen
- 287 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Smarte Transformation Hacks
141 kluge Ideen für besseres Arbeiten und effiziente Unternehmen
Über dieses Buch

Personal Branding: Du als Experte
DU bist ein STAR!
(Hier finden Sie ein Video zu diesem Kapitel)
»Vanitas vanitatum et omnia vanitas!« Schon in der Bibel wird über die Eitelkeit geklagt35 und Social Media sind so der vorläufige Gipfel der Eitelkeit. Doch ob es uns nun gefällt oder nicht: Social Media sind da, werden auch erst mal bleiben und sind ein wichtiger Faktor in der Transformation.
Doch Social Media sind nur ein Mittel zum Zweck, es geht darum, dass
- du dich als Expertin oder Experte etablierst und ernst genommen wirst,
- du die Ergebnisse und Erkenntnisse deiner Arbeit erfolgreich teilen kannst und
- deine Projekte die nötige Sichtbarkeit und Traktion bekommen.
Der Weg dorthin: Du musst zu einer Personal Brand werden. Zu einer Persönlichkeit mit erkennbarem Profil. Im Englischen nennt man solche Menschen »Thought Leader« – Gedanken- und Meinungsführer. Manche werden es eitel oder anmaßend finden, andere werden sagen: »Wie geil, das will ich auch!«
Mach es auf deine Art, so wie es zu dir passt – aber tu es, denn du brauchst es.

In vier Schritten zum Thought Leader
Mit Plan zum Ruhm
Es ist gar nicht so kompliziert, zur Marke zu werden. Du musst nur konzentriert an die Sache herangehen und lange genug durchhalten. Der Rest ist Tun.
Hier grob die vier Schritte auf dem Weg zum Ruhm:
- Wissen
Zuerst musst du dein Fachgebiet einigermaßen verstehen. Muss ja nicht gleich Weltklasse sein, aber mehr als eine Ahnung wäre schon hilfreich. - Struktur
Dann musst du dein Wissen organisieren. Auch hier musst du nicht gleich ein Buch schreiben (obwohl das enorm hilft, dazu nachher noch mehr). Aber du musst Ordnung in dein Wissen bringen, es gliedern, sodass es für andere nutzbar wird. - Teilen
Und dann musst du dein Wissen teilen. Es portionieren und in passenden Häppchen auf dem richtigen Kanal und Medium teilen, es zugänglich machen. Ob Vortrag oder Rede, interne oder externe Workshops, Blogartikel, Gastbeiträge in Zeitschriften oder auf Portalen, Posts oder Artikel in den Social Media … Wert entsteht, wenn jemand deine Beiträge nützlich oder unterhaltsam findet. Nach und nach wirst du als Experte mit dem Thema verknüpft und anerkannt. - Engagement
Nur Zeug raushauen reicht nicht. Du brauchst den Austausch, die Diskussionen, andere Menschen wollen sich gesehen und gehört wissen und mit dir interagieren. Dein Ruf und Ansehen steigen, wenn dich andere Experten kennen und miteinbeziehen.
Eigentlich ganz einfach, oder? Mach das zwei bis drei Jahre und du wirst einen großen Schritt weiter sein.
Was?! So lange?
Äh, ja. Wenn du bei null startest, wird es dauern: Bis du es getan hast, bis du erste und zweite Erfahrungen gesammelt hast, bis du deine Stimme und deine Formate gefunden hast, bis du Routinen und Prozesse entwickelt hast. Und bis du weißt, was für dich überhaupt funktioniert.
Die bekannteste Content-Maschine ist zurzeit wohl Gary Vaynerchuk, auch »Gary Vee« genannt. Er ist omnipräsent, postet mehrmals täglich auf allen Kanälen und hat nebenbei angeblich noch Zeit für seine Marketing-Agentur. Okay, inzwischen hat er ein Team von Social-Media-Profis, die sich um seine Inhalte kümmern. Aber angefangen hat er damit, 1.000 Videovorstellungen von Weinen zu posten, eine jeden Tag, für den Online-Shop der Weinhandlung seines Vaters. Das ist echt eine Leistung – so lange dranbleiben und durchhalten – und für ihn (und viele andere) funktioniert es. Ich mache das auch immer wieder, stelle mir eine Challenge wie »einen Monat lang jeden Werktag einen Post«. Das ist
- echt anstrengend und
- wirklich lehrreich.
Du kriegst davon ein Hirn wie ’ne Stopfleber, aber du lernst dabei sehr schnell sehr viel. Und kommst sehr viel weiter als damit, ein halbes Jahr lang Kurse anzugucken und herumzudaddeln.
Wenn dir dein bestehendes Netzwerk, die vorhandene Reputation oder dein Jobtitel (CxO im Großkonzern, Politiker, Celebrity) dabei helfen, dann kann es mit dem Weg zu Ruhm etwas schneller gehen. Aber Zeit musst du dir schon nehmen.
Ja, aber …
Oh, die kenn ich schon: die Gründe, warum es nicht geht, nicht gehen kann – obwohl du ja sooo gerne möchtest. Die Gründe fallen alle in eine dieser drei Kategorien:
- Ich kann nicht.
- Ich weiß nichts.
- Ich hab keine Zeit.
Und das sind alles nur Ausreden.
- Ich kann nicht.
Du weißt nicht, wie das geht mit Social Media, wie man ein Whitepaper schreibt, wie man ein Video aufnimmt? Ja, ist manchmal auch haarig. Mich ärgern zum Beispiel die vielen verschiedenen Bildformate, jeder Kanal hat da eigene Vorgaben. Nervt.
Aber es gibt hundertundeintausend Videos und Erklärungen dazu, Bücher, Kurse, Coaches. In Sachen Social frag am besten deine (oder andere) Kinder – die wissen, wie das geht.
Du kannst es nicht? Okay. Aber du kannst es lernen.36 - Ich weiß nichts.
Du weißt eine ganze Menge. Du musst es nur sammeln, sortieren und portionieren.
Und es reicht völlig, wenn es eine kleine Beobachtung ist, oder zu Beginn nur ein kluger Kommentar zum Post eines anderen. Ein Gedanke, den du heute hattest. Ein Artikel, zu dem dir etwas einfiel. Du weißt genug – du traust dich nur nicht. Und da denk ich immer an die Honks – das können wir doch mindestens genauso gut. Also raus damit! - Ich hab keine Zeit.
Wie immer ist es keine Frage der Zeit, sondern der Prioritäten. Wenn etwas anderes wichtiger, dringender oder angenehmer erscheint, dann machst du lieber das. Aber dann wird das auch nichts. Entweder du willst, siehst, dass es wichtig und nützlich ist – dann machst du Zeit frei. Oder du lässt es.
Gute Gründe
Noch nicht überzeugt? Dann noch ein paar Gedanken dazu:
- Wie sollen wir glaubhaft digital führen, wenn wir selber nicht mitmachen?
Ein Chef, der sich die Mails noch ausdrucken lässt, fördert garantiert nicht das Vertrauen in die digitale Zukunft des Unternehmens. Jemand, der sein Wissen nicht teilt, wird auch nicht andere inspirieren, sich die Mühe zu machen. - Wie sollen wir wissen, ob und wie es funktioniert, wenn wir es nie selbst getan und erlebt haben? Du musst es tun, um dabei zu sein.
- Wenn wir sichtbar sein wollen, wenn wir wirksam sein wollen – dann müssen wir gesehen und respektiert werden. Und der Weg dorthin ist der gezielte Aufbau von Profil, Sichtbarkeit und Status. Nenn mich Machiavelli, aber mach es trotzdem.
Nur wenn du sichtbar und respektiert bist,
wirst du wahr- und ernst genommen.

SMARTE HACKS
Hack 78: Um als Experte sichtbar und anerkannt zu werden, musst du dein Wissen teilen – es also gut strukturiert auf passenden Kanälen möglichst vielen Menschen zugänglich machen.
Hack 79: Masse macht klug. Nicht ewig am perfekten Post feilen, sondern jeden Tag ein Ding raushauen. Wie bei Deliberate Practice dabei auf Feedback und Ergebnisse achten und stetig lernen. Die ersten hundert Posts, die ersten hundert Videos werden später seltsam und ungeschickt wirken. Aber zur Meisterschaft kommst du, indem du hundert nicht so tolle Stücke Content produzierst – und daraus lernst.
Hack 80: »Du tust es oder du tust es nicht. Es gibt kein ›versuchen‹.« Das sagt Social-Media-Ikone Meister Yoda. Wahre Worte! Mach es einfach, keine Ausreden.

Wer bist du – und wenn ja, wie viele?
Wir tragen alle viele Hüte
Wenn es zum ersten Mal gewollt und bewusst in die Öffentlichkeit geht, sind die meisten Menschen sehr unsicher. Das ist ja auch verständlich – im vertrauten Umfeld kann man mehr oder weniger man selbst sein, man hat eine Rolle, fühlt sich darin meist wohl und auf jeden Fall sicher.
Jetzt sind da lauter fremde Menschen und schauen einen an –ob auf der Bühne oder im Internet. Das kann eine handfeste Identitätskrise werden. Wer will ich da sein? Was soll ich bieten, was soll ich darstellen, welchen Eindruck kann ich machen, werde ich machen, will ich machen?
Du hast die Chance, dich neu zu erfinden, neu darzustellen. Da ist eine Chance, aber gleichzeitig ein großer Druck. Denn diese Gelegenheit willst du um Himmels willen nicht verbocken. Es kann das Falsche sein, es kann sein, dass es nicht funktioniert, dass man dich auslacht oder kritisiert.
Sei du selbst: Aber wer bist du?
Sei, wer du wirklich bist. Sei authentisch! … Ach, ich kann es nicht mehr hören. Das hilft überhaupt nicht!
Denn wir sind ganz viele, haben ganz unterschiedliche Seiten: Mit alten Freunden ist man anders als mit Kollegen, mit der Mädelsrunde in der Wellness ist es anders als in der Beziehung, mit unseren Eltern zeigen wir andere Seiten als mit unseren Kindern. Auch mit Kunden gehen wir anders um als mit Kollegen, mit Männern anders als mit Frauen, mit Jüngeren anders als mit Älteren. Das ist normal und gesund. Aber was davon ist jetzt »authentisch«?
Ist eine dieser Seiten unser »wirkliches« Selbst? Wohl kaum. Wir sind das alles und noch viel mehr, je nach Situation und Gegenüber. Unser Ich entsteht aus dem Zusammenspiel mit anderen. Was davon wir im professionellen Umfeld verwenden, nenne ich »inszenierte Authentizität«.
Wir zeigen die Seiten, die uns relevant erscheinen. Seiten, die es wirklich gibt, nichts Künstliches, aber eben nur einen Ausschnitt. Andere Seiten gehen die Öffentlichkeit nichts an.37 Das bedeutet, unsere Auftritte sind ein Stück weit inszeniert. Nicht unecht, aber man denkt auch als Mann mal darüber nach, was man anzieht, welche Haltung man wo einnimmt, was man teilt und was man für sich behält. Und es ist vieles ein »Auftritt«. Vor einem Publikum, vor dem Handy, vor der Kamera und auch in unseren Texten und Podcasts. Was wir öffentlich machen, beeinflusst, wie andere uns wahrnehmen. Das alles bildet unsere Marke – neudeutsch »Brand«.
Das Was: Dein Thema
Der eine Teil der Marke ist dein Thema: Wofür stehst du? Online-Marketing, Yoga, Reichtum, Machine Learning, Geranienzucht, Malerei der Renaissance – wo liegt deine Expertise? Das ist gar nicht so einfach, denn selbst wenn man nur einen Schwerp...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Hinweis zum Urheberrecht
- Impressum
- Einleitung
- Besser denken
- Besser arbeiten
- Mehr Tempo
- Pitch Perfect
- Personal Branding: Du als Experte
- Leadership
- Digitale Transformation
- Zum Schluss
- Anhang
- Stichwortverzeichnis
- Arbeitshilfen Online
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