Holmes' erstes Abenteuer
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Holmes' erstes Abenteuer

  1. 41 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Holmes' erstes Abenteuer

Über dieses Buch

Der erste Fall des berühmten Detektivs Sherlock Holmes: Als Student verbringt Holmes einen Monat auf dem Anwesen des Vaters eines Kommilitonen, der es in Australien zu Geld gebracht hat. Angesprochen auf die Initialen "J. A.", bricht der Vater am Tisch zusammen. Am Abend vor Holmes' Abreise taucht ein alter Mann auf, der den Vater seines Freundes sichtlich nervös macht. Schon bald wird Holmes auf das Anwesen zurückgeholt, da der Vater nach dem Erhalt eines merkwürdigen Briefes einen Schlaganfall erlitt und kurz vor Holmes' Eintreffen stirbt...-

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„Hier, Watson, habe ich Papiere,“ sagte mein Freund Sherlock Holmes, als wir uns an einem Winterabend vorm Kaminfeuer gegenübersassen, „deren Durchsicht sich sicher für dich lohnen wird. Es sind Akten aus dem ungewöhnlichen Falle der ,Gloria Scott‘, und hier ist das Schriftstück, das dem Friedensrichter ein tödliches Entsetzen einjagte.“
Damit zog er aus einer Schublade eine kleine vergilbte Rolle, machte die umgebundene Schnur auf und hielt mir ein halbes Blatt schiefergrauen Papiers hin, auf das ein paar Zeilen gekritzelt waren.
„Die Zeit der Jagd auf Hasen geht bald los,“ lauteten die Worte. „An Wechseln, Förster Hudson sagte mir’s, hat gestern schon alles voll Wild gestanden. Er meinte, fort sei Reineke von Haus, und hier und da eile ein Iltis.“
Als ich diese rätselhaften Worte gelesen hatte und wieder aufschaute, sah ich, wie Holmes ein Lächeln über den Ausdruck meines Gesichtes unterdrückte.
„Du machst ein recht erstauntes Gesicht,“ sagte er.
„Ich kann nicht einsehen, wie eine solche Botschaft Entsetzen einzuflössen vermochte. Sie kommt mir eher lächerlich als sonst etwas vor.“
,,Allem Anschein nach. Dennoch steht die Tatsache fest, dass der Leser, ein schöner, kräftiger Mann in höherem Lebensalter, geradezu davon zu Boden geschmettert wurde wie von einem Keulenschlag.“
„Du machst mich neugierig,“ erwiderte ich. „Warum sagtest du aber soeben, es lägen ganz besondere Gründe vor, weshalb ich mich in diesen Fall vertiefen sollte?“
„Weil es der allererste war, mit dem ich zu tun hatte.“
Schon oft hatte ich aus meinem Freunde eine Mitteilung darüber herauszulocken versucht, was ihn zuerst auf die Detektivlaufbahn geführt hätte; aber er hatte niemals Neigung zu einer Erklärung gezeigt. Jetzt rückte er sich auf seinem Lehnstuhl etwas nach vorn und rollte die Papiere auf seinen Knien auseinander. Dann zündete er seine Pfeife an und sass eine Weile schweigend da, während seine Augen die Papiere überflogen.
„Du hast mich niemals von Viktor Trevor reden hören?“ fragte er mich endlich. ,,Er war während meiner zweijährigen Studienzeit mein einziger Freund. Sehr gesellig bin ich nie gewesen, Watson; ich ging lieber grübelnd in meinen vier Wänden meinen eigenen kleinen Ideen nach, sodass ich wenig mit Altersgenossen verkehrte. Von Fechten und Boxen abgesehen, fand ich an ihren athletischen Künsten keinen Geschmack, auch die Art meines Studiums war anders als die ihre; so hatten wir gar keine Berührungspunkte miteinander. Trevor war der einzige, den ich näher kennen lernte, und das auch nur ganz zufällig dadurch, dass sein Bullterrier eines schönen Morgens sich in meine Knöchel verbissen hatte.
Es war ein prosaisches Freundschaftsband, aber es hielt fest. Zehn Tage musste ich meinen Knöcheln zuliebe liegen bleiben, und Trevor kam jeden Tag und erkundigte sich nach meinem Ergehen. Zuerst dauerte unsere Unterhaltung nur eine Minute, dann blieb er immer länger, und ehe ich wieder auf war, hatten wir feste Freundschaft geschlossen. Er war ein gemütvoller, kerniger Mensch von Geist und Tatkraft und in vielen Beziehungen ganz das Gegenteil von mir; aber wir hatten erkannt, dass uns manches gemeinsam war, und der Umstand, dass er so wenig Freunde hatte wie ich, knüpfte uns fest zusammen. Schliesslich lud er mich zu einem Besuch in Donnithorpe in Norfolk ein, wo sein Vater wohnte, und ich wollte einen Monat lang während der langen Sommerferien seine Gastfreundschaft geniessen.
Der alte Trevor war offenbar ein ziemlich wohlhabender und angesehener Mann, Friedensrichter und Grundbesitzer in Donnithorpe, einem kleinen Orte nördlich von Langmere. Das Wohnhaus war ein altertümliches ausgedehntes Steingebäude mit eichenen Querbalken, Pfosten und Türen, zu dem eine schöne Lindenallee führte. In den nahen Moorheiden fehlte es nicht an allerlei Vogelwild; dazu kam ein guter Fischbestand, eine kleine, aber erlesene Bücherei, die, wie ich hörte, von einem früheren Besitzer übernommen war, und eine passable Küche, sodass man es wohl einen Monat aushalten konnte.
Trevor senior war Witwer und mein Freund sein einziger Sohn. Wie man mir sagte, hatte er auch eine Tochter gehabt, aber sie war, während sie in Birmingham zu Besuch weilte, an Diphtheritis gestorben. Für den Vater interessierte ich mich in hohem Grade. Wenig gebildet, besass er offenbar ein gut Teil urwüchsiger Kraft in physischer wie geistiger Beziehung. Beschwerte ihn aber auch Buchweisheit nicht, so war er dafür weit gereist, hatte viel von der Welt gesehen und alles, was ihm vorgekommen war, fest im Gedächtnis behalten. Körperlich war er ein untersetzter, wohlbeleibter Mann mit buschigem, ergrautem Haar, braunem; sonnenverbranntem Gesicht und blauen Augen mit durchdringendem, fast wildem Ausdruck. Dennoch galt er bei den Bauern jener Gegend als freundlich und barmherzig und war wegen der Milde seiner richterlichen Urteile bekannt.
Eines Abends, wenige Tage nach meiner Ankunft, sassen wir nach Tische bei einem Glase Portwein, als der junge Trevor anfing, von meinen scharfen Beobachtunge...

Inhaltsverzeichnis

  1. decken
  2. Titel
  3. Kolophon
  4. Chapter
  5. Über Holmes’ erstes Abenteuer