Die drei Greise.
Der Bischof der Stadt Archangelsk fuhr zu Schiff nach dem Wallfahrtskloster Ssolowki. Auf dem gleichen Schiff fuhren auch Pilger zu den geweihten Stätten. Der Wind war günstig, das Wetter klar, kein Wellenschlag schaukelte das Schiff. Ein Teil der Pilger hatte sich niedergelegt, ein anderer Teil aß und ein dritter hatte sich in gemeinsamer Unterhaltung zusammengefunden. Der Bischof trat aufs Deck und promenierte auf und ab. Im Vorderteil des Schiffes hatten sich eine Menge Leute versammelt, aus denen besonders ein Bäuerlein auffiel, das mit der Hand aufs Meer wies und etwas erzählte, dem die andern aufmerksam zuhörten. Da stellte sich auch der Bischof hinzu und suchte gleichfalls die Richtung, nach der das Bäuerlein zeigte. Zu sehen war außer dem Meer, das in der Sonne erglänzte, nichts. Um auch mit zuhören zu können,trat der Bischof näher heran. Doch als das Bäuerlein ihn erblickte, zog er die Mütze und verstummte. Und all die andern, die ihn gleichfalls erblickt hatten, taten das gleiche.
„Laßt euch nicht stören, Brüder“, ermunterte sie der Bischof. „Wollte auch gern einmal etwas von deiner Erzählung hören, guter Mann.“
„Von den Greisen erzählt uns der Fischer“, wagte sich einer, ein Kaufmann, zu berichten.
„Von welchen Greisen?“ fragte der Bischof erstaunt; kam näher und setzte sich nieder. „Ich möchte es auch erfahren; wohin wiesest du?“
„Da drüben taucht eine Insel auf“, erklärte das Bäuerlein, während er nach rechts zeigte. „Auf jener gleichen Insel leben die Greise und beten für ihre Seelen.“
„Wo, wo soll denn aber die Insel liegen?“ fragte erneut der Bischof.
„Belieben Euer Eminenz der Richtung meines Armes zu folgen. Jenes Wölkchen da, und links, etwas tiefer, dort dehnt sich ein...