
- 23 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Der sterbende Sherlock Holmes
Über dieses Buch
Liegt der scheinbar so unsterbliche Sherlock Holmes tatsächlich auf dem Sterbebett? Dr. Watson ist in großer Sorge um den mit einer tropischen Krankheit infizierten Holmes, der jedoch die medizinischen Bemühungen seines Freundes ungewohnt schroff abwehrt. Als er Watson beauftragt, einen Mr. Smith zu ihm zu holen und selber vor dessen Eintreffen zurück bei ihm zu sein, liegt die Vermutung nahe, dass Holmes mal wieder einen Plan hat...
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Information
Thema
LiteraturDer sterbende Sherlock Holmes
Frau Hudson, unsere Hauswirtin in der Bakerstrasse, war eine geduldige Frau und von grosser Langmut. Nicht nur wurde ihr erstes Stockwerk zu allen Stunden des Tages und der Nacht von den zahlreichsten und oft auch zweifelhaftesten Menschen überflutet, sondern ihr Mieter Sherlock Holmes zeigte in seiner Lebensführung eine Unregelmässigkeit und Absonderlichkeit, die ihre Geduld oft hart auf die Probe gestellt haben muss. Seine unglaubliche Unordentlichkeit, seine Vorliebe, zu den ungewöhnlichsten Stunden „Musik“ zu machen, sein gelegentliches Pistolenschiessen im Flur, seine qualmigen und oft recht übelriechenden wissenschaftlichen Versuche und schliesslich die ganze Atmosphäre von Gefahr und Verbreden, die ihn umgab, machten ihn sicher zu einem der unbequemsten Mieter in ganz London. Andererseits bezahlte er wie ein Fürst. Ich bezweifle kaum, dass das ganze Haus um den Preis hätte gekauft werden können, den Holmes für seine Zimmer während der Jahre bezahlte, die ich mit ihm zusammen wohnte.
Die Hauswirtin hatte den denkbar grössten Respekt vor ihm und wagte nie, Einwendungen zu erheben, mochte das Benehmen meines Freundes auch mehr als nur ungewöhnlich sein. Auf ihre Art liebte sie ihn sogar, denn er war im Verkehr mit Frauen von einer merkwürdigen Höflichkeit und Liebenswürdigkeit. Er verachtete das ganze Geschlecht und misstraute ihm, aber er war stets ein ritterlicher Gegner.
Da ich wusste, wie sehr mein Freund bei Frau Hudson in Ansehen und Achtung stand, so folgte ich sehr ernsthaft ihrer Erzählung, als sie im zweiten Jahre nach meiner Verheiratung zu mir kam und mir den traurigen Zustand Holmes’ offenbarte, in dem er sich seit kurzem befand.
„Er stirbt, Doktor Watson“, sagte sie. „Seit drei Tagen sieht man ihn dahinsiechen, und es scheint mir fraglich, ob er den heutigen Tag überleben wird. Er wollte nicht, dass ich einen Doktor hole, aber heute morgen, als ich sah, wie ihm die Knochen aus dem Gesicht stehen, und er mich mit fiebrigen Augen anstierte, konnte ich es nicht länger aushalten. ,Mit Ihrer Einwilligung oder gegen Ihren Willen, Herr Holmes, geh ich jetzt augenblicklich, einen Arzt rufen‘, sagte ich. ,Dann holen Sie mir wenigstens Watson‘, sagte er. An Ihrer Stelle würde ich keinen Augenblick verweilen, Herr Doktor, wenn Sie ihn noch lebend antreffen wollen.“
Ich war entsetzt, denn ich hatte keine Ahnung von seiner Krankheit. Überflüssig, zu bemerken, dass ich sofort nach Überrock und Hut griff und mich auf den Weg machte. Als ich mit ihr zurückfuhr, fragte ich sie nach Einzelheiten.
„Da kann ich Ihnen nur wenig sagen, Herr Doktor; er arbeitete an einem Fall drunten in Rotherhite, in einer Gasse nahe an der Themse, und von dort hat er die Krankheit mitgebracht. Er legte sich am Donnerstagnachmittag zu Bett und hat es seitdem nicht mehr verlassen. Diese ganzen drei Tage hat er weder Nahrung zu sich genommen, noch irgend etwas getrunken.“
„Um Gottes willen! Warum haben Sie nicht früher einen Arzt geholt?“
„Er hat es ja verboten gehabt, Herr Doktor. Sie wissen ja, wie streng er ist. Ich wagte nicht, seinen Befehl zu missachten, aber er weilt nicht mehr lange unter uns, das werden Sie selber im gleichen Augenblick schon merken, wo Sie ihn erblicken. Es ist schrecklich.“
Er bot in der Tat einen kläglichen Anblick. In dem dämmerigen Licht eines nebeligen Novembertages war das Krankenzimmer ein düsteres Loch, aber was einen Kälteschauer in mein Herz dringen liess, war dies geisterhafte, verwüstete Antlitz, das mich vom Bett aus anstierte. Seine Augen glitzerten vor Fieber, hektische Röte lag auf beiden Backen, und dunkle Krusten klebten an seinen Lippen; die skeletthaft mageren Hände auf der Decke zuckten unausgesetzt, seine Stimme war heiser und halb erstickt. Er lag gänzlich leblos da, als ich ins Zimmer trat, aber mein Anblick zauberte einen flüchtigen Freudenschimmer in seine Augen.
„Ah, Watson, es scheint, es kommen jetzt die Tage, die uns nicht gefallen“, sagte er mit matter Stimme, aber wie mir schien, mit seiner früheren Sorglosigkeit.
„Mein lieber Holmes!“ rief ich und trat zu ihm...
Inhaltsverzeichnis
- decken
- Titel
- Kolophon
- Der sterbende Sherlock Holmes
- Über Der sterbende Sherlock Holmes