
#95vsWissZeitVG
Prekäre Arbeit in der deutschen Wissenschaft
- 164 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
#95vsWissZeitVG
Prekäre Arbeit in der deutschen Wissenschaft
Über dieses Buch
Die jüngsten Twitter-Stürme unter den Hashtags #IchBinHanna und #95vsWissZeitVG haben gezeigt, dass immer weniger Wissenschaftler*innen bereit sind, die prekären Arbeitsbedingungen im deutschen Wissenschaftssystem hinzunehmen. Vorrangig das über das Wissenschaftszeitvertragsgesetz 2007 eingeräumte Sonderbefristungsrecht bestimmt die Lebensläufe der Forschenden jenseits der Professur. Dieses Gesetz beeinflusst die Karrieren und das Privatleben der an den Hochschulen befristetet Beschäftigten massiv, hat aber auch enorme negative Effekte auf die Wissenschaft insgesamt. Nachhaltige und effiziente Forschung ist so kaum mehr möglich.Der Sammelband nähert sich in drei Essays den Problemen der gegenwärtigen Wissenschaft aus historischer, literaturwissenschaftlicher und philosophischer Warte sowie in zehn persönlichen Erfahrungsberichten verschiedener Perspektiven – von der Studentin bis zum Dekan. Zudem sind die im Herbst 2020 aufgestellten 95 Thesen gegen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz hier versammelt.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung (Amrei Bahr, Kristin Eichhorn, Sebastian Kubon)
- Frist first: Über die Entstehung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und die Begriffe Innovation, Fluktuation und Qualifikation als ideologische Grundlagen und Dogmen (Sebastian Kubon)
- Internalisierte Narrative in der Wissenschaft: Überlegungen zum ›unvernünftigen Verhalten‹ wissenschaftlich Beschäftigter (Kristin Eichhorn)
- Verdienen (zukünftige) Wissenschaftler*innen die Chance auf prekäre Arbeit? (Un-)Gerechtigkeit im deutschen Wissenschaftssystem (Amrei Bahr)
- Selbstausbeutung als systemische Lebensversicherung (Achim Landwehr)
- Von lückenlosen Karriereverläufen und lückenhaften Erwerbsbiographien in der Wissenschaft (Karoline Döring)
- Wissenschaft im Hamsterrad: Zwischen Marathon und Schleudertrauma? (Stefanie Junges)
- Zwischen allen Stühlen aktiv: Eine hochschuldidaktische Perspektive (Anne Cornelia Kenneweg)
- Die Perspektive einer studentischen Hilfskraft und Tutorin in einem offenen Brief an die Verantwortlichen (Tabea Henn)
- Fünf Bälle jonglieren und Lehre: Dekan*innen und die Zeit (Steffen Prowe)
- Hierarchien und Unsicherheit (Hedwig Richter)
- Akademisches Sportabzeichen oder ›Werdegang‹? Über Improvisation, Zufall und Glück (Christina Hölzel)
- Das Hamsterrad verlassen: Wie ich aus der Wissenschaft ausstieg (Christina Dongowski)
- Die Wissenschaft verlassen: Überlegungen zum so genannten Ausstieg (Eric W. Steinhauer)
- Anhang: 95 Thesen gegen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz
- Beiträger*innen