Vorwort zur 1. Auflage
Im Zusammenhang mit der Rechnungslegung stellen sich überall auf der Welt dieselben oder ähnliche Fragen, z. B.: Was ist ein Vermögensgegenstand und unter welchen Bedingungen ist er in die Bilanz eines Unternehmens aufzunehmen? Im Laufe der Zeit wurden zu diesen Fragen unterschiedliche Antworten gefunden, so dass sich weltweit unterschiedliche Rechnungslegungsnormen entwickelten.
Das vorliegende Buch befasst sich schwerpunktmäßig mit den Fragen der Rechnungslegung, die den handelsrechtlichen Einzelabschluss betreffen, und mit den Antworten, die in Deutschland hierfür gefunden wurden, also mit der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Aufgrund der Verzahnung der Handelsbilanz mit der Steuerbilanz durch das Maßgeblichkeitsprinzip wird auch auf die deutsche Steuerbilanz eingegangen. Nicht angesprochen werden Fragen, die speziell den Konzernabschluss betreffen.
Die Ausführungen werden durch die Fragen zur Rechnungslegung unterteilt, die beantwortet werden sollen. Ziel des Buches ist, in Grundzügen anschauliche Antworten auf diese Fragen zu geben. Dabei steht die Rechnungslegung der Kapitalgesellschaften im Vordergrund. Voraussetzung für das Verständnis sind Grundkenntnisse in Buchhaltung und in den Grundlagen des Rechnungswesens.
Bei Redaktionsschluss war das geplante Bilanzrechtsreformgesetz noch nicht verabschiedet. Auf die wesentlichen – für den Einzelabschluss relevanten – im Regierungsentwurf vom April 2004 vorgesehenen Änderungen wird im Text hingewiesen.
Auch wenn für die Konzernrechnungslegung internationale Rechnungslegungsnormen immer mehr an Bedeutung gewinnen, wird die hier dargestellte Rechnungslegung nach HGB für den Einzelabschluss auf absehbare Zeit relevant bleiben. Sie bleibt damit – nach Auffassung der Autorin – die Grundlage der Ausbildung im Rechnungswesen an den Hochschulen und in der Praxis.
Frau Simone Schroeter und Herr Dominic Siegert leisteten wertvolle Unterstützung bei der DV-technischen Umsetzung der Abbildungen. Herr Siegert hat darüber hinaus das Manuskript auf Mängel aus der Sicht eines Studierenden überprüft. Beiden danke ich für ihre Hilfe. Herr WP/StB/CPA Christoph Sieglen hat das Manuskript trotz starker beruflicher Belastung durchgesehen und mir wertvolle Hinweise gegeben. Auch ihm gilt mein herzlicher Dank. Mein schärfster Kritiker war wieder einmal Herr Dr. Michael Währisch, dem ich für seine engagierte Durchsicht des Manuskripts, seine stete Diskussionsbereitschaft und zahlreiche konstruktive Vorschläge sehr danke.
Essen, Mai 2004 Karin Breidenbach