Bitcoin - das neue Goldgeld
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Bitcoin - das neue Goldgeld

Eine Kryptowährung revolutioniert den Finanzmarkt

  1. 142 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
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Bitcoin - das neue Goldgeld

Eine Kryptowährung revolutioniert den Finanzmarkt

Über dieses Buch

Bitcoin und die Blockchain: Eine Zukunftstechnologie oder doch mehr Schein als Sein? Dieses Buch räumt mit Vorurteilen auf und bietet einen leicht verständlichen und doch fundierten Einstieg in die Materie. Es vermittelt die wichtigsten Grundlagen rund um Bitcoin und zeigt auf, warum Bitcoin nicht nur "digitales Gold" ist, sondern eine digitale Revolution ankündigt. Autor Maximilian Erlmeier, selbst erfolgreicher Unternehmer und Krypto-Investor gibt wertvolle Hinweise, was man benötigt, um die nächste technologische Revolution nicht zu verpassen. Ohne sich in technische Details zu verlieren erklärt er, warum Bitcoin das Potential hat, die Gesellschaft und die globale Verteilung des Vermögens von Grundauf zu verändern.

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Information

Jahr
2021
ISBN drucken
9783754398050
eBook-ISBN:
9783755717560
Auflage
1
Thema
Law

1. Geld regiert die Welt

Ob man es hat oder nicht, man kommt nicht drum herum: Geld. Es ist der Kitt, der die Welt zusammenhält. Allerdings ist dieser Kitt weder gerecht noch besonders zuverlässig. Während die Reichen und Mächtigen das Vermögen und den weltweiten Reichtum unter sich aufteilen, bekommt ein Großteil der Menschen nur ein ganz kleines Stück vom Kuchen ab! Die Ungleichverteilung des weltweiten Wohlstands führt zwangsweise zu Armut und Ausbeutung von Vielen zu Gunsten des Luxus und Reichtums von einigen wenigen.
Die Zahlen sprechen für sich. In einer Studie aus dem Jahr 2017 hat man herausgefunden, dass circa 1 Prozent der Weltbevölkerung in etwa die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzt und die ärmere Hälfte dagegen nur 1 Prozent dieses Vermögens. Das bedeutet, dass einige wenige Menschen mehr Geld in den Händen halten, als sie in ihrem ganzen Leben ausgeben können.
Im September 2021 gilt etwa Jeff Bezos, Gründer von Amazon, mit einem geschätzten Vermögen von 189,2 Milliarden US-Dollar als reichster Mann der Welt. Er beschäftigt allein in Deutschland 18.000 Arbeiter und Arbeiterinnen. Und die verdienen als Einstiegsgehalt zwischen 11,30 und 12,70 Euro brutto pro Stunde. Ein durchschnittlicher Arbeiter müsste also 1,7 Millionen Jahre ohne Unterbrechung und Schlaf arbeiten, um auf das Vermögen seines obersten Bosses zu kommen.
Dieser kleine Einblick in die Taschen des reichsten Mannes der Welt zeigt die Absurdität des Geldsystems gut: Das Geld dieser Welt ist unfair verteilt.
Aber das liegt nicht nur an der Gewinnmaximierung der Schönen und Reichen. Es hat auch zu einem guten Anteil damit zu tun, dass die wenigsten Menschen noch einen Überblick darüber haben, wie Geld überhaupt entsteht und verteilt wird, wer die Macht darüber hat und wie Entscheidungen getroffen werden.
Denn die Zentralbanken dieser Welt können in Zusammenarbeit mit den Staaten beinahe ungehindert Geld drucken und damit die Menge an Geld, die sich im Umlauf befindet, relativ willkürlich erhöhen.
Ebenso die Banken, die durch Kreditvergabe Geld aus dem Nichts schöpfen können. Das wiederum hat zur Folge, dass das Geld durch Inflation immer weiter an Wert verliert. Die Folgen sind bekannt: Die Preise steigen, die Löhne aber oft nicht im selben Maße.
Welche fatalen Folgen eine solche Geldpolitik haben kann, können wir im südamerikanischen Venezuela beobachten. Dort betrug die Inflationsrate im Jahr 2020 2.355 Prozent. Im August 2021 beschlossen die Währungshüter im Land, bei allen Preisen sechs Nullen zu streichen, da die vielen Nullen die Buchhaltung im Land massiv erschwerten.
Die wirtschaftlichen Folgen dieser hohen Inflation sind fatal. Da der venezolanische Bolívar ständig weiter entwertet wird, können Menschen sich nicht sicher sein, dass ihr Geld am Ende des Tages noch das wert ist, was sie dafür vielleicht noch am Morgen bekommen hätten.
Die Inflation ist in Venezuela so stark, dass das Geld so schnell an Wert verliert, dass es vielleicht schon am Ende der Woche nur noch ein Bruchteil dessen wert ist als zu Wochenbeginn.
Sparen wird damit unmöglich, das Leben zunehmend härter. Nahrung, Benzin oder bezahlbare Medikamente werden immer seltener. In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen wieder auf den Tauschhandel zurück, denn hier haben sie noch mehr Sicherheiten als bei der kaputten Staatswährung. Wer kann, rettet seine wenigen Besitztümer oder gar Vermögen ins Ausland, ehe es nichts mehr wert ist. Einige Menschen dort haben auch bereits das "digitale Gold" Bitcoin für sich entdeckt. Obwohl die Kryptowährung in ihrem Wert selbst noch nicht stabil ist, ist sie für viele attraktiver als der Bolívar.
Doch bevor wir erkunden, warum Bitcoin in Venezuela zur immer attraktiveren Geld-Alternative wird, müssen wir uns fragen: Wie konnte es soweit kommen?
Geld – Das Kernelement einer funktionierenden Gesellschaft
Tauchen wir also ein in die Geschichte des Geldes, um zu verstehen, was uns jeden Tag durch die Finger rinnt und womit wir eigentlich unsere Brötchen, Kaffee und unsere Vergnügungen bezahlen.
Die ältesten Vorläufer des Geldes reichen bis in die tiefste Menschheitsgeschichte zurück. Bereits unsere Vorfahren benutzten verschiedene Waren – etwa Muscheln, Zähne oder auch Stoff – um sie gegen andere Waren zu tauschen. Bereits vor 20.000 Jahren sollen die Westeuropäer mit kleinen Steinbeilen gezahlt haben, um von anderen Stämmen etwas Fleisch zu kaufen.
Vor knapp 4.000 Jahren begann man in Afrika damit, Kauri-Schneckengehäuse als Tauschmittel zu verwenden. Überlieferungen zufolge wurde das "Kaurigeld" auf der halben Welt verwendet und anerkannt. Dadurch verliehen ihm die Menschen die wichtigste Funktion von Geld: Es konnte Wert aufbewahren. Denn die Menschen vertrauten darauf, dass sie für eine bestimmte Anzahl der Muscheln eine bestimmte Menge einer Ware bekommen konnten. Damit erfüllte das Kaurigeld die wichtige Geldfunktion als "Wertspeicher".
Zudem waren sie fälschungssicher – nur die Muscheln, die auf den Malediven und rund um den Golf von Thailand gesammelt wurden, wurden auch als Kauri anerkannt. Auch wurden sie als Recheneinheit verwendet, man bekam für eine bestimmte Menge an Muscheln eine bestimmte Menge an Waren.
Das Kaurigeld gilt als eine der ersten Formen des Geldes. Die Gehäuse der Kaurimuscheln erfüllten dabei bereits wichtige Eigenschaften. Sie wurden als Recheneinheit verwendet, dienten als Wertspeicher und waren relativ fälschungssicher.
Dennoch waren die dekorativen Muscheln kein seltenes Gut, denn wer es sammelte, wurde auch fündig. So ereilte das Kaurigeld dasselbe Schicksal, das auch Jahrhunderte später den venezolanischen Bolívar ereilen sollte.
Die Menschen sammelten mit der Zeit so viele Muscheln, dass es zu einer Inflation kam. Das Kaurigeld wurde immer wertloser, da es nicht wirklich knapp war, zumindest nachdem die Transportmöglichkeiten besser geworden waren und sich damit die kleinen Muscheln auf der ganzen Welt verbreiten konnten. Schließlich hörte man in Südasien im 19. Jahrhundert, in Westafrika zu Beginn des 20. Jahrhunderts, auf, die Muscheln als Zahlungsmittel zu nutzen.
Von Muscheln zu Münzen – Geld wird veredelt
Praktikabler war da schon das Münzgeld. Im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung begannen die Menschen in Ionien und Lydien in Kleinasien damit, eine Legierung aus Gold und Silber in Form von Klumpen zu pressen und sie mit Bildern zu schmücken. Die ersten Münzen, die aus reinem Gold oder Silber bestanden, entstanden in der Mitte des 6. Jahrhunderts unter König Kroisos aus Lydien. In der Folge wurde es unübersichtlich, alle möglichen Könige begannen damit, ihre eigenen Münzen zu prägen.
Das Gespenst der Inflation
Das erste Papiergeld entstand schließlich im China des zehnten Jahrhunderts. In der Region Sichuan hatte man bisher Münzen aus Eisen verwendet. Doch diese waren zu schwer und ihre Herstellung zu aufwändig, das Metall und die Arbeit war höher als der Tauschwert. Im Jahr 933 kam es außerdem durch eine Belagerung dazu, dass die Münzen langsam knapp wurden. Also entschlossen sich einige Händler, Papiergeld herauszugeben. Anschließend übernahm die Stadt die Regulierung die Ausgabe des Papiergeldes, bis im Jahr 1016 schließlich der chinesische Staat die Ausgabe von Banknoten übernahm. Die erste Verstaatlichung von Papiergeld war vollzogen. Doch es ließ nicht lange auf sich warten, dass Herrschende Schindluder mit dem Papiergeld trieben. Verschiedene Kaiser haben nach Belieben immer wieder Geld gedruckt, ohne darauf zu achten, dass die Kaufkraft erhalten blieb. Durch diese Erhöhung der Geldmenge entwerteten sie die Kaufkraft, es kam immer und immer wieder zu massiven Inflationen.

Gold als unbestechlicher Geldanker

Noch während des zweiten Weltkrieges begannen insgesamt 44 Nationen, darunter China, die damalige UDSSR und Großbritannien unter der Schirmherrschaft der USA an einem System zu feilen, das es zum Ziel hatte, eine internationale Währungsordnung mit dem US-Dollar als Leitwährung zu schaffen.
Beim so genannten Bretton-Woods-Abkommen wurde schließlich der "Goldstandard" beschlossen. So wurde festgelegt, dass jede Unze Gold 35 US-Dollar wert ist. Damit konnten sich alle Währungen am US-Dollar orientieren und darauf vertrauen, dass für das Papier, auf dem scheinbar willkürliche Zahlen gedruckt sind, auch tatsächlich etwas hinterlegt ist: Gold!
Das gab eine unschätzbare Sicherheit: Es sollte nicht mehr möglich sein, unbegrenzt Geld zu drucken, ohne sich an einem festgelegten hinterlegten Wert, nämlich dem des Goldes, zu orientieren. Dieses ist schwer zu schürfen, begrenzt, knapp und nur schwer manipulierbar - wichtige Eigenschaften für einen Geldanker!
Durch das Bretton-Woods-Abkommen wurde Gold als Geldanker festgelegt, um einen einheitlichen "Goldstandard" zu schaffen.
Die Federal Reserve Bank, die Zentralbank der Vereinigten Staaten, versprach feierlich, Gold zu dem festgelegten Preis in jeglicher Höhe zu kaufen. Die anderen Mitgliedstaaten verpflichteten sich im Gegenzug dazu, die Schwankungen ihrer Währungen gering zu halten.
Um das Ganze zu überwachen, riefen die Staaten unter anderem den Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Leben. Gemeinsam mit der internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) sollten die Organisationen dafür sorgen, dass die beschlossenen Regeln eingehalten wurden.
Die Idee schien zunächst genial: Das Edelmetall Gold wurde zum unbestechlichen Geldanker, an dem sich die wichtigsten Währungen der Welt orientierten, allen voran der US-Dollar als Weltleitwährung. Doch das Buch, das sie gerade lesen, wäre vielleicht nie nötig gewesen, wenn die Idee Bestand gehabt hätte. Es kam, wie es kommen musste: Das Bretton-Woods-Abkommen scheiterte und der Goldstandard zerbröselte zu Staub.
Das Ende des "Goldgeldes"
Im Jahr 1969 wurde dann deutlich, dass das System nicht mehr funktionierte. Zu diesem Zeitpunkt wollte Frankreich seine US-Dollar in Gold eintauschen. Aber die USA hatten nicht genug Gold vorrätig, um ihr Versprechen einzuhalten. Also kündigten die Vereinigten Staaten zwei Jahre später ihre Verpflichtung, das System brach zusammen. 1973 wurde Bretton Woods dann komplett eingestellt. Fortan sollte es keine festen Währungskurse mehr geben, es gab keine Garantie mehr, um sein Geld zu abgesicherten Preisen eintausche zu können.
Im Zuge dessen bekam auch Gold eine neue Funktion im globalen Finanzmarkt. Das Edelmetall wurde zu einer neuen Anlageklasse, die wichtige Funktionen mit sich brachte. Unter anderem sollte es vor Inflation schützen und dem Vermögensaufbau dienen. Denn vor allem gegenüber dem US-Dollar zeigte sich Gold als beständig. Während die Inflation in Amerika in den folgenden Jahren auf ungeahnte Höhen stieg, wurde die Leitwährung nach und nach wertloser.
Der Preis einer Unze Gold stieg auf der anderen Seite zwischen den Jahren 1970 und 1979 auf über 500 Prozent seines vorigen Wertes.
Nachdem der Goldpreis nicht mehr an den US-Dollar gebunden war, wurde er gegenüber dem US-Dollar mit der Zeit wertvoller. Das Edelmetall wurde zu einer eigenen Anlageklasse.
Das brachte für viele Menschen die Erkenntnis mit sich, dass man Probleme nicht mit der Geldpresse lösen kann. Die USA hatte es versucht – durch unkontrolliertes Drucken neuer Scheine sollte die Wirtschaft einen ordentlichen Schub bekommen. Doch die Inflation stieg an und Gold, das im Gegensatz dazu nicht unendlich vermehrt werden kann, wurde immer wertvoller.
Vertrauen – die härteste Währung der Welt
Wer diese Seiten bisher aufmerksam gelesen hat, dem wird es dämmern: Die Grundlage von Geld ist Vertrauen. Vor 4.000 Jahren vertrauten die Menschen darauf, dass sie für eine Handvoll Muscheln eine Mahlzeit bekamen. Später wurde dieses Versprechen, Geld für etwas eintauschen zu können, auf Papier gekritzelt und mit dem US-Dollar in Gold aufgewogen.
Wir vertrauen darauf, dass der Schein oder die Münze, die wir in der Hand halten, einen Gegenwert hat. Wenn wir sie umtauschen wollen, bekommen wir etwas dafür. Wir können damit zum Bäcker gehen, um einen Kaffee zu trinken oder ins Restaurant, um etwas zu essen. Wir können uns Dienstleistungen oder auch ein Auto davon kaufen.
Das Problem an der Sache: Das Vertrauen in Geld und die Institutionen, die dafür verantwortlich sind, wurde immer wieder enttäuscht und wird auch jetzt wieder nach und nach verspielt.
Erinnern wir uns an das Jahr 2008. Die USA stand vor einer wirtschaftlichen Katastrophe. Die Immobilienblase – ausgelöst durch faule Kredite – platzte. Daraufhin folgte ein Banken-Crash auf den nächsten. Denn das Geld, dass die Banken in der Zeit zuvor so großzügig verliehen hatten, konnte ihnen nicht mehr zurückgezahlt werden. Die Finanzkrise gipfelte schließlich darin, dass die Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 Bankrott anmeldete.
Menschen verloren ihre Häuser und einen großen Teil ihrer Ersparnisse, die Krise griff um sich. Der weltweite Handel war eingebrochen, es gab kein Vertrauen mehr in die Banken. Im Anschluss kam es zum so genannten "Banken-Run".
Menschen stürmten auf die Banken, um ihr Erspartes abzuheben. Doch die kamen mehr und mehr in Erklärungsnot, denn sie konnten das Geld, dass sie eigentlich aufbewahren hätten sollen, teilweise nicht mehr auszahlen. Dann mussten die Staaten einspringen. Sie bewahrten die Banken vor der Insolv...

Inhaltsverzeichnis

  1. Widmung
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Vorwort
  4. 1. Geld regiert die Welt
  5. 2. Problem und Lösung: Die nächste große Revolution?
  6. 3. Wissen, Facts & Figures
  7. 4. Satoshi Nakamotos "White Paper" – Die Lösung für die Kernfragen einer soliden Finanzwirtschaft
  8. 5. Blockchain-Technologie: Das "neue Internet"
  9. 6. Ethereum und andere Kryptoprojekte
  10. 7. Bitcoin und Krypto-Investments: Die große Chance
  11. 8. Finanzielle Freiheit
  12. 9. Risiken und Chancen
  13. 10. Meine Investitionen
  14. Epilog: Gesellschaftliche Auswirkungen und humane Marktwirtschaft
  15. Danksagung
  16. Disclaimer
  17. Anhang: Das Bitcoin White Paper
  18. Quellen und weiterführende Literatur
  19. Impressum

Häufig gestellte Fragen

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