Wieder besser drauf!
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Wieder besser drauf!

Ein Ratgeber für junge Menschen zum Umgang mit Stimmungstiefs und Depressionen

  1. 142 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Wieder besser drauf!

Ein Ratgeber für junge Menschen zum Umgang mit Stimmungstiefs und Depressionen

Über dieses Buch

Was hilft dir, wenn du nicht mehr weiterweißt? Woran merkst du, dass du vielleicht mehr als nur »traurig« bist? Was sind typische Anzeichen für eine Depression, und wann solltest du dir professionelle Hilfe suchen?Dieses Buch, mit vielen Sachinformationen und Erfahrungen junger Menschen, kann dich und Menschen, die dir nahestehen, auf deinem Weg begleiten, mit Problemen besser klarzukommen und dich schon bald etwas besser zu fühlen. Es unterstützt dich auch, wenn du ins Gespräch mit Eltern oder Therapeuten kommen willst. Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt: Du bist nicht allein, und du kommst da wieder raus!

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Information

Jahr
2020
eBook-ISBN:
9783867392419
Auflage
2

Wie du dir selbst helfen kannst

Es ist wichtig, dass du dich um Hilfe und Unterstützung kümmerst, wenn du unter einer Depression leidest. Wie bei anderen Krankheiten auch ist bei einer Depression professionelle, fachliche Hilfe sinnvoll und oft notwendig. Ebenso solltest du dich nach Möglichkeit mit den dir vertrauten Menschen über deine Stimmung und deine Probleme unterhalten und austauschen, vor allem in der Familie und im engen Freundeskreis. Eine sehr gute Möglichkeit, dir selbst zu helfen, ist also zunächst einmal, dich um professionelle Hilfe zu kümmern!
Darüber hinaus gibt es jedoch auch einige Dinge, die du selbst tun und ausprobieren kannst, damit es dir wieder besser geht. In diesem Kapitel findest du einige Ideen, Tipps und Strategien, wie du dir selbst bei der Bewältigung deiner Stimmungsprobleme helfen kannst. All diese Dinge haben sich im Leben von jungen Erwachsenen bewährt. Wir konnten sie nicht nur im Kontakt mit depressiven Jugendlichen als hilfreich erleben, auch in der Wissenschaft haben sie sich als erfolgreich erwiesen.
Wir wissen natürlich, dass sich viele Ideen und Ratschläge leichter sagen lassen, als dass sie getan sind. Es kostet oft Anstrengung und Überwindung, neue Dinge und Wege auszuprobieren. Schaue und probiere, was dir guttut. Lass dir Zeit und erwarte nicht zu schnell Erfolge. Aber bleibe dran, geh die Dinge an und versuche dein Leben wieder mehr in die Hand zu nehmen.

Lerne dich und deine Stimmung kennen

Im ersten Kapitel haben wir schon genauer beschrieben, was eine Depression ist, welche Symptome und Anzeichen typisch sind und zu welchen Beeinträchtigungen im Alltag sie führen können. Wie wir dort auch schon gesagt haben, gehören Traurigkeit, Krisen und Stimmungstiefs in einem gewissen Ausmaß zum Leben dazu und sind eine Reaktion auf Belastungen, Probleme und offene Fragen im Leben. Wenn diese Traurigkeit, diese Stimmungstiefs aber immer schlimmer werden, können sie zu einer Depression und damit zu einer Krankheit werden.
Ein Bestandteil dieser Phasen und eben auch ein typisches Symptom einer Depression ist es, dass du vieles schwarz und pessimistisch siehst und gerade nicht daran glauben kannst, dass es besser wird und sich die Dinge zum Positiven verändern. Doch wie das Fieber bei einer Grippe, ist auch diese negative und hoffnungslose Sicht auf dich, dein Leben und deine Zukunft ein Symptom und ein Zeichen einer besonderen Krise.
Wir werden dir später noch zeigen, wie du diese Gedanken erkennen und mit ihnen umgehen kannst (siehe S. 92 ff.). Jetzt kommt es uns darauf an, bei solchen andauernden Gedanken zu akzeptieren und anzuerkennen, dass man gerade eine ernste Krise durchmacht und sich seine Situation einmal genauer ansehen sollte, gegebenenfalls auch mit professioneller Hilfe.
Ein erster wichtiger Schritt ist es, darüber nachzudenken und zu erkennen, wie sich deine Stimmungsprobleme äußern, wodurch die Stimmungsprobleme vielleicht ausgelöst wurden und wodurch sie aufrechterhalten werden. Beobachte dich selbst und, wenn du magst, nutze die nachfolgenden Arbeitsblätter, um deine Beobachtungen zu notieren. Erkenne die Zeichen und Folgen deiner Stimmungsprobleme als Teil der schwierigen Lebensphase und vergiss nicht: Du bist nicht schuld daran, du bist deswegen kein schlechter oder schwacher Mensch, so wie dir geht es vielen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man aus einer solchen Phase wieder herausfinden kann.
ARBEITSBLATT Wie zeigt sich die Depression bei dir?
Beobachte die Zeichen deiner Depressivität, wie äußern sich deine Stimmungsprobleme genau?
Was sind typische Gefühle?
Was sind typische Gedanken?
Was sind typische Dinge, die du machst bzw. nicht mehr machst?
Gibt es typische körperliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit deiner schlechten Stimmung stehen?
Wenn du nicht sicher bist, schau noch einmal auf Seite 23 ff. nach. Dort sind die typischen Merkmale einer Depression aufgeführt – das hilft dir bestimmt weiter.
Nun beobachte die Folgen deiner Depression, wie wirkt sie sich im Alltag aus?
Gibt es dadurch Probleme in der Familie?
Kommt es zu Schwierigkeiten mit deinen Freunden oder unter Gleichaltrigen?
Wirkt sich die Depression in der Schule, der Ausbildung oder im Studium aus?
Welche Auswirkungen gibt es in deiner Freizeit, bei der Ausübung deiner Hobbys oder bei dem, was du sonst gerne tust?
Gibt es weitere Auswirkungen der Depression in deinem Leben?
Es ist auch sinnvoll, über mögliche Gründe und Auslöser deiner Stimmungsprobleme nachzudenken. Vielleicht sind bestimmte Dinge in der Vergangenheit passiert, die du tatsächlich nicht mehr verändern kannst und besser versuchen solltest zu akzeptieren (was nicht heißt, sie gut zu heißen). Möglicherweise gibt es aber auch momentan noch Belastungen und Probleme, mit denen du anders umgehen kannst. Vielleicht fallen dir keine bestimmten Ursachen und Gründe ein, warum du in dieses Stimmungstief geraten bist, auch das kann sein.
ARBEITSBLATT Woher kommt meine Traurigkeit?
Welche Erfahrungen, Belastungen und besonderen Umstände in deinem Leben fallen dir ein, die möglicherweise zu deinem Stimmungstief und deiner Depressivität beigetragen haben? Diese Belastungen können in der Familie aufgetreten sein (z. B. Trennungen, Scheidungen, Todesfälle, Streit, Krankheit, Ungerechtigkeiten dir gegenüber), in Konflikten mit Gleichaltrigen und Freunden liegen (z. B. Streit, Enttäuschungen, Ausgrenzungen und Mobbing), mit der Schule zusammenhängen (z. B. hohe Anforderungen, Versagensängste, Stress, Ungerechtigkeiten) oder auch ganz anderer Art sein (z. B. Erkrankungen).
Welche Dinge kannst du nicht mehr verändern und solltest sie besser akzeptieren und mit ihnen leben lernen? Akzeptieren heißt nicht, dass du sie gutheißen sollst, es geht darum...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Über das Buch
  3. Titel
  4. Impressum
  5. Inhaltsverzeichnis
  6. Downloadmaterialien
  7. Vorwort
  8. Warum es sich lohnen könnte, dieses Buch zu lesen
  9. Traurig, müde, leer und zu nichts mehr Lust: Kennst du das?
  10. Woher kommt die Depression?
  11. Lass dich nicht unterkriegen! Hilfe suchen und finden
  12. Wie du dir selbst helfen kannst
  13. Wie andere dir helfen können
  14. Was sonst noch wichtig ist
  15. Über die Autoren