Autarkiepolitik in der Braunkohlenindustrie
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Autarkiepolitik in der Braunkohlenindustrie

Ein diachroner Systemvergleich anhand des Braunkohlenindustriekomplexes Böhlen-Espenhain, 1933 bis 1965

  1. 520 Seiten
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Autarkiepolitik in der Braunkohlenindustrie

Ein diachroner Systemvergleich anhand des Braunkohlenindustriekomplexes Böhlen-Espenhain, 1933 bis 1965

Über dieses Buch

Kaum ein anderer Raum ist mit dem Thema Braunkohle so eng verbunden wie der Industriekomplex um Böhlen und Espenhain im Süden von Leipzig. Förderung und Weiterverarbeitung des Rohstoffes waren sowohl für das national sozialistische Deutschland, die SBZ als auch die DDR systemrelevant. Diente die Braunkohle zwischen 1933 und 1945 der nationalsozialistischen Autarkie- und Kriegswirtschaft, so wurde sie in der SBZ für die Reparationszahlungen genutzt, und die DDR war existentiell auf sie als einzig verfügbare energetische Ressource angewiesen. Der Autor analysiert die Wirkung der drei genannten politischen Systeme im Untersuchungsraum, ihren Einfl uss auf die ökonomische Organisation der ortsansässigen Betriebe sowie die Wechselwirkungen zwischen den politischen Regimen, Führungskräften und Belegschaften.

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  • Zwenkau
  • Zwickau

Notes

1
Vgl. Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) (Hrsg.): Böhlen/Zwenkau/Cospuden, Senftenberg [2009] 2010 (= Wandlungen und Perspektiven/Mitteldeutsches Braunkohlenrevier, Nr. 04), S. 6, 10, und 14; dies. (Hrsg.): Espenhain, Senftenberg [2009] 2010 (= Wandlungen und Perspektiven/Mitteldeutsches Braunkohlenrevier, Nr. 02), S. 4 und 12. Die Gesamtfläche betrug bis zur Einstellung der Kohlenförderung des Tagebaus Zwenkau 1999 7876,5 Hektar, aus denen 1189,6 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert wurden. Mindestens 13 820 Personen aus 27 Siedlungen (davon 14 komplett devastiert) mussten der Kohlenförderung weichen.
2
Vgl. Kahane, Anetta: Von der ideologischen Schuldabwehr zur völkischen Propaganda, in: Heitzer, Enrico u. a. (Hrsg.): Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR. Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der DDR-Zeitgeschichtsforschung, Frankfurt (Main) 2018 (= Wochenschau Wissenschaft), S. 264 – 275, hier S. 264.
3
Vgl. Eichholtz, Dietrich: Krieg um Öl. Ein Erdölimperium als deutsches Kriegsziel (1939 – 1943), in: ders. (Hrsg.): Deutsche Ölpolitik im Zeitalter der Weltkriege. Studien und Dokumente, Leipzig 2010, S. 366 – 479.
4
In der Forschung zur Brabag hat sich der Terminus „Parteiunternehmen“ durchgesetzt, da es sich zwar um ein Unternehmen handelte, das auf Finanzmitteln der privaten Wirtschaft aufbaute, aber gleichzeitig seit seiner Gründung als „Pflichtgemeinschaft der Braunkohlenindustrie“ einen staatsmonopolistischen Auftrag erfüllte. Dominiert wurde das Unternehmen dabei von Vertretern der nationalsozialistischen Wirtschaftselite, sodass nicht von einem privatwirtschaftlichen Konzern gesprochen werden kann.
5
Vgl. Vgl. Heydemann, Günther/Schmiechen-Ackermann, Detlef: Zur Theorie und Methodologie vergleichender Diktaturforschung, in: Heydemann, Günther/Oberreuther, Heinrich (Hrsg.): Diktaturen in Deutschland – Vergleichsaspekte. Strukturen, Institutionen und Verhaltensweisen, Bonn 2003 (= Bundeszentrale für politische Bildung: Schriftenreihe, Bd. 398), S. 9 – 54, hier S. 10.
6
Vgl. ebd., S. 11 ff.
7
Vgl. Jesse, Eckhard: Diktaturen in Deutschland. Diagnosen und Analysen, Baden-Baden 2008, S. 334.
8
Heydemann, Günther/Schmiechen-Ackermann, Detlef: Diktaturforschung (s. Anmerkung 5), S. 14.
9
Vgl. Werner, Oliver: Ein Betrieb in zwei Diktaturen. Von der Bleichert Transportanlagen GmbH zum VEB VTA Leipzig 1932 bis 1963, Stuttgart 2004 (= Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Nr. 101), S. 34. Tab. 1 stellt eine Anpassung der Tabelle Werners dar.
10
Vgl. Heydemann, Günther: Integraler und sektoraler Vergleich. Zur Methodologie der empirischen Diktaturforschung, in: Heydemann, Günther/Jesse, Eckhard (Hrsg.): Diktaturvergleich als Herausforderung. Theorie und Praxis, Berlin 1998 (= Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 65), S. 227 – 233, hier S. 232 f.
11
Vgl. Bähr, Johannes/Karlsch, Rainer: Die Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) in der SBZ/DDR. Bildung, Struktur und Probleme ihrer inneren Entwicklung, in: Lauschke, Karl/Welskopp, Thomas (Hrsg.): Mikropolitik im Unternehmen. Arbeitsbeziehungen und Machtstrukturen in industriellen Großbetrieben des 20. Jahrhunderts, Essen 1994 (= Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte; Bd. 3), S. 214 – 255, hier S. 219. Zu diesem Zeitpunkt war eine „Sowjetisierung“ der Wirtschaft in der SBZ weder absehbar noch geplant, weshalb die Struktur einer Aktiengesellschaft vorteilhaft war. Darüber hinaus betonte A. J. Mikojan, der als Gründer der SAGs gilt, dass das wichtigste die bestehende Zahlungsfähigkeit und der gewonnene Profit daraus sei. Damit widerspricht er grundsätzlichen Mechanismen der Planwirtschaft, die eher für eine weiche Budgetierung steht.
12
Vgl. Werner, Oliver: Betrieb (s. Anmerkung 9), S. 62.
13
Vgl. Heydemann, Günter: Vergleich (s. Anmerkung 10), S. 229. Heydemann bezieht sich in seinen Äußerungen zwar auf den integralen und gleichzeitigen Vergleich, das Beispiel lässt sich aber auch auf den sektoralen ungleichzeitigen Vergleich erweitern. Darüber hinaus meint er, dass bisher zu selten die intrastrukturelle Komparistik durchgeführt wurde.
14
Vgl Boldorf, Marcel: Governance in der Planwirtschaft. Industrielle Führungskräfte in der Stahl- und Textilbranche der SBZ/DDR (1945 – 1958), Berlin/Boston 2015 (= Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte, Beiheft 18), S. 11 ff.
15
Hofmann, Michael: Die Kohlearbeiter von Espenhain. Zur Enttraditionalisierung eines ostdeutschen Arbeitermilieus, in: ders./Vester, Michael/Zierke, Irene (Hrsg.): Soziale Milieus in Ostdeutschland. Gesellschaftliche Strukturen zwischen Zerfall und Neubildung, Köln 1995, S. 91 – 135; Hofmann, Michael/Rink, Dieter: Die Kohlearbeiter von Espenhain. Eine Studie zur Enttraditionalisierung eines Arbeitermilieus in einer alten Industrieregion, in: Geißler, Rainer (Hrsg.): Sozialer Umbruch...

Inhaltsverzeichnis

  1. Title Page
  2. Copyright
  3. Contents
  4. Danksagung
  5. Einleitung
  6. Die Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945
  7. Die Zeit der Sowjetischen Besatzungszone und der Sowjetischen Aktiengesellschaften von 1945 bis 1952/54
  8. Die Zeit der DDR bis 1965
  9. Kontinuitäten und Brüche im Industriekomplex zwischen 1933 und 1965
  10. Resümee
  11. Anhang
  12. Personenregister
  13. Ortsregister