Die Offenbarung des Johannnes
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Die Offenbarung des Johannnes

  1. 156 Seiten
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Die Offenbarung des Johannnes

Über dieses Buch

Die Offenbarung des Johannes ist eines der geheimnisvollsten Bücher der Bibel. Man spricht vom Buch der sieben Siegel. Johannes verwendet verschiedene alttestamentliche Texte, die er in sein Buch überträgt. Er spricht von Babylon, meint aber Rom. Der Verfasser lebte zur Zeit des römischen Kaisers Nero. Johannes will nicht den Gang der Weltgeschichte beschreiben. Auch kann er die Ankunft Jesu Christi nicht bestimmen. Und doch ist es zugleich ein Trost- und Mahnbuch.Die Offenbarung des Johannes war immer Anlass von verschiedenen Berechnungen und Deutungen. Das vorliegende Buch sagt etwas dazu

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Information

Jahr
2021
ISBN drucken
9783755727736
eBook-ISBN:
9783755744368

KAPITEL 1

SENDSCHREIBEN AN DIE SIEBEN GEMEINDEN

  • Johannes erhält einen Auftrag:
9Johannes stellt sich als Bruder vor. Er teilt mit anderen Brüdern die Königsherrschaft Jesu. Er war auf der griechischen Insel Patmos verbannt worden, um des Worten Gottes willen.1
10An einem Sonntag, dem Tag des Herrn, wurde ich vom Geist Gottes ergriffen.2 Ich hörte eine laute Stimme, die wie eine Fanfare klang.3
11und mir befahl: Schreibe auf, was du siehst, auf eine Schriftrolle und sende sie an die sieben Gemeinden. An Ephesus, an Smyrna, an Pergamon, an Thyatira, an Sardes, an Philadelphia und an Laodizea.
12Johannes wird in das Reich Gottes versetzt; er wollte wissen, wessen Stimme es war, der ihm den Auftrag gab.
13Er sah sieben goldene Leuchter und mitten zwischen den Leuchtern jemand, der aussah wie ein Menschensohn.4 Er trug ein Gewand, das bis zu seine Füßen reichte und ein breites goldenes Brustband.
14Das Haar auf seinem Kopf glich schneeweißer Wolle. Seine Augen waren wie lodernde Flammen.
15Seine Füße glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen zubereitet wurde. Seine Stimme klang wie das Tosen einer mächtigen Meeresbrandung (siehe Daniel 10,6).
16In seiner rechten Hand hielt er sieben Sterne und aus seinem Mund kam ein beidseitig geschliffenes Schwert (siehe Psalm 149,6; Hebräer 4,12). Seine Gesicht leuchtete wie die Sonne in ihrem höchsten Stand.
17Als ich das sah, fiel ich wie tot vor seine Füße (siehe Daniel 10,9-11) . Er aber legte seine Hand auf mich und sagte: »Hab keine Angst!
18Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, aber jetzt lebe ich in alle Ewigkeit; ich habe den Schlüssel zum Tod und zum Totenreich.
19Schreibe alles auf, was du gezeigt bekommst, ob es die Gegenwart betrifft oder erst in späteren Zeiten geschehen wird.
20Ich will dir erklären, was das Geheimnis der sieben Sterne ist, die du in meiner rechten Hand gesehen hast, und was die sieben goldenen Leuchter bedeuten: Die sieben Sterne sind sieben Engel der sieben Gemeinden selbst.«
  • Zusatz: Die Vision von der Beauftragung des Johannes ist das erste Beispiel apokalyptischer Bildsprache im NT.
Ein Priester

1Felsige Insel in der Ägäis.
2Es gibt zwei alttestamentliche Bezüge, dievom »Tag des Herrn« sprechen. Der eine Tag ist die hebräische Bezeichnung für jom jahwe ist eineim Alten Testament von den Propheten angekündigte Zeit des Eintreffens vorhergesagter Ereignisse. Die andere Bezeichnung beinhaltet das göttlichen Gericht und besagt sogar Vernichtung und Verwüstung.
3Eine lange, ventilloses Widderhorn. Es ist nicht ver gleichbar mit der heutigen Trompete.
4Es ist eine von Jesus bevorzugte Selbstbezeichnung und geht zurück auf Daniel 7,13.

KAPITEL 2

AN DIE GEMEINDE IN EPHESUS

Die erste Botschaft ist an Ephesus gerichtet. Ephesus ist eine der bekanntesten Städte der ehemaligen römischen Provinz Asien. Nahe bei der ehemaligen Bibliothek, die am Ende einer damaligen Prachtstraße steht, liegt heute die Stadt Selçuk. Die antike Stadt Ephesus wurde wegen Krankheiten an zwei verschiedenen Orten jeweils neu aufgebaut.
1Schreibe an den Engel in Ephesus. So spricht der Herr, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und zwischen den sieben goldenen Leuchtern einhergeht:
2Ich kenne dein Tun, deinen unermüdlichen Einsatz und deine Ausdauer. Ich weiß auch, dass du niemand in der Mitte duldest, der Böses tut. Du hast die, die sich Apostel nennen, aber nicht sind, entlarvt.
3Du hast geduldig für mich gelitten, hast Schweres ertragen und bist darin nicht müde geworden.
4Doch einen Vorwurf muss ich dir machen: Du hast die Anfangsliebe verlassen.
5Denke einmal darüber nach, wie weit du abgekommen bist? Was ist bei die falsch gelaufen? Ändere das! Wenn du das nicht tust, werde ich den Leuchter von seinem Platz wegrücken.
6Eines aber muss ich anerkennen: Du verabscheust die Praktiken der Nikolaiten genauso wie ich.
7Wer Ohren hat, der höre und achte auf das, was der Geist Gottes den Gemeinden sagt. Wer im Kampf besteht, dem werde ich vom Baum des Lebens zu essen geben, der im Paradies Gottes steht.
  • Zusätze:
In Ephesus wurde die Göttin Artemis verehrt. Der Silberschmied Demetrius, der silberne Artemistempel herstellte und davon lebte, kam mit Paulus in Kontakt. Paulus sagte, die von Menschen gemachten Götter seien zu nichts nütze. Hierzu der Bibelvers aus der Apostelgeschichte 19,27-28.
»So kommt nicht nur unser Geschäft in Verruf, sondern auch dem Heiligtum der großen Göttin Artemis droht Gefahr, nichts mehr zu gelten, ja sie selbst, die von der ganzen Provinz Asien und von der ganzen Welt verehrt wird, wird ihre Hoheit verlieren. Als sie das hörten, wurden sie wütend und schrien: Groß ist die Artemis von Ephesus!«
Es kam zum Aufruhr. Bedeutsam ist auch, dass selbst ein religiös gebildeter Mensch die nahöstlichen Welten für die ganze Welt hielten.
Victorin von Pettau, eine der ältesten Kommentare zur Offenbarung des Johannes, kommentiert die Stelle Off 2,6 mit folgenden Worten:
»Seit dem Diakon Nikolaus hat sich eine Sonderlehre gebildet: Götzenopferfleisch soll einem Exorcismus unterzogen werden, damit es gegessen werden kann, und dass ein jeder, der Unzucht getrieben hat, am 8.Tage Frieden empfange.«

2.1 Die Gemeinde in Smyrna

8Schreibe an den Engel in Smyrna folgenden Text: Der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde, lässt der Gemeinde Folgendes sagen:
9Ich weiß von deiner Bedrängnis und Armut, obwohl du eigentlich reich bist. Ich weiß auch, wie du von Leuten verhöhnt und verleumdet wirst, die sich zwar Juden nennen, aber in Wirklichkeit eine Synagoge Satans sind.
10Es werden noch manche Leiden auf dich zukommen. Der Teufel wird manche von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet 10 Tage lang Schweres durchmachen. Habe keine Angst davor, sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.
11Wer Ohren hat, der höre, was der Geist Gottes den Gemeinden sagt. Wer siegt, dem kann der zweite Tod nichts anhaben.
  • Zusätze:
Die ehemalige Stadt Smyrna ist das heutige Izmir. Die Stadt zählt rund drei Millionen Einwohner und liegt 55 nördlich von Ephesus. Seit dem 9. Jh. v.Chr. wurde Smyrna von wohlhabenden Griechen ausgebaut. Seit dem frühen 7. Jh. hatte Smyrna hohen Reichtum, wurde aber vom Lyderkönig Alyattes erobert und zerstört. Seit dieser Zeit hatte Smyrna den Charakter einer bedeutenden Hafenstadt verloren. Unter dem makedonischen Feldherrn und Diadochen Lysimachos, dem späteren König von Makedonien, wurde Smyrna wieder auf- und ausgebaut und erreichte einigen Wohlstand und Reichtum. Das machte sie unabhängig von anderen Städten. In Vers 9 spricht Johannes von der Synagoge Satans. Strenggläubige Juden waren der christlichen Gemeinde feindlich gesonnen. In Vers 10 wird von zehn Tagen gesprochen, an der sie Schweres durchmachen müssen. In Daniel 1,12;15;20 werden jeweils 10 Tage erwähnt.

2.2 An die Gemeinde in Pergamon

12Schreibe an den Engel in Pergamon: Der, der das scharfe zweischneidige zur Verfügung steht, lässt der Gemeinde sagen:
13Ich weiß, dass dort, wo du wohnst der Thron Satans steht. Und trotzdem hast du dich zu mir bekannt; du hast deinen Glauben an mir nicht verleugnet, auch damals nicht, als in eurer Stadt mein treuer Zeuge Antipas getötet wurde.
14Aber ich habe etwas gegen dich: Es gibt bei dir Leute, die an der Lehre Bileams festhalten. Balak hatte Bileam gezeigt, wie er die Israeliten zu Fall bringen könnte. Er verführte sie zum Essen von Opferfleisch, dass den Götzen geweiht war, und zu sexueller Zügellosigkeit.
15Es gibt bei euch wieder einige Menschen, die den Lehren der Nikolaiten ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort
  3. 1 Sendschreiben an die sieben Gemeinden
  4. 2 An die Gemeinde in Ephesus
  5. 3 An die Gemeinde in Sardes
  6. 4 Der Thron Gottes
  7. 5 Das Buch mit den sieben Siegeln
  8. 6 Das Öffnen der ersten sechs Siegel
  9. 7 Die Versiegelung der Stämme Israels
  10. 8 Das siebte Siegel
  11. 9 Die fünfte Posaune
  12. 10 Der Engel mit dem kleinen Buch
  13. 11 Die Vermessung des Tempels
  14. 12 Die Frau und der Drache
  15. 13 Das Tier aus dem Meer
  16. 14 Das Lamm
  17. 15 Sieben Engel und sieben Plagen
  18. 16 Die sieben Schalen des Zorns Gottes
  19. 17 Die Hure Babylon
  20. 18 Der Untergang Babylons
  21. 19 Jubel im Himmel
  22. 20 Die tausend Jahre
  23. 21 Das neue Jerusalem
  24. 22 Vom Wasser des Lebens
  25. Abbildungsverzeichnis
  26. Sachverzeichnis
  27. Bibelstellenverzeichnis
  28. Literaturverzeichnis
  29. Impressum

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