Gegen alle Widerstände
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Gegen alle Widerstände

Die erste Lebertransplantation auf dem europäischen Festland 1969

  1. 233 Seiten
  2. German
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Gegen alle Widerstände

Die erste Lebertransplantation auf dem europäischen Festland 1969

Über dieses Buch

Das Buch handelt von der ersten Lebertransplantation in Deutschland, die zugleich die erste auf dem europäischen Kontinent war, und den Erfahrungen eines jungen Mannes aus einem südkoreanischen Dorf, eines "Migranten" also, im Deutschland der 1960/70er Jahre. Die Lebertransplantation fand vor 50 Jahren, im Juni 1969, an der von Alfred Gütgemann geleiteten Chirurgischen Universitätsklinik Bonn statt. Der Verfasser hat dabei eine führende Rolle gespielt. Er schildert die an Hindernissen reiche Vorgeschichte und den zum Teil dramatischen Ablauf dieser Transplantation. Bei den medizinischen Details stützt er sich auf die eigenen klinischen Aufzeichnungen. Das Buch geht auf die kollegialen Widerstände in der Klinik genauso ein wie auf die Förderung des Vorhabens durch Gütgemann und erörtert auch die komplexe Frage der geteilten Verantwortung für die Transplantation.Aus eigenem Erleben schreibt der Verfasser schließlich über die Verhältnisse in (west-)deutschen allgemeinen Krankenhäusern früherer Jahre, über den dramatischen Ärztemangel und die unhaltbaren Arbeitsbedingungen. Auch das Chefarztsystem und die Hierarchien, insbesondere an einer Universitätsklinik, kommen zur Sprache.Gerade heute dürfte von besonderem Interesse sein, wie sich ein nach Deutschland migrierter junger Mann trotz mancher privaten und institutionellen Förderung durchschlagen musste, bis er schließlich Erfolg hatte.

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Information

Jahr
2019
eBook-ISBN:
9783736960169
ISBN drucken
9783736970168
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhalt
  2. Vorwort: 50 Jahre Lebertransplantation in Deutschland
  3. 1 Ostermontag 2019: Rückblick auf 60 Lebensjahre in Deutschland
  4. 2 Ostermontag 1959 – der Start meines neuen Lebens in Deutschland
  5. 3 Immatrikulation für das erste Semester
  6. 4 Geringes Selbstbewusstsein aufgrund der Sprache und des Alters
  7. 5 In dieser Situation muss ich Fleißprüfungen machen
  8. 6 Der letzte Wille meines Vaters
  9. 7 Alter ist nur eine Zahl. Neugeburt in den Alpen: um zehn Jahre verjüngt
  10. 8 Aufenthalt im Kloster und Vaters letzte Worte, die ich im Herzen trug
  11. 9 Studienpause wegen Hepatitis-B-Infektion
  12. 10 Der Rückfall: Fortsetzung des Studiums unmöglich, lieber zurück in die Heimat
  13. 11 Lehre aus Stalingrad: Nur wer starken Überlebenswillen hat, kann auch überleben
  14. 12 Wiedererlangte Gesundheit und Fortsetzung des Studiums
  15. 13 Gott, mein lebenslanger Retter und Unterstützer
  16. 14 Die Krankenkasse schickt mich zur Kur; dort erinnere ich mich an das Gotteswort: Matthäus 6:34
  17. 15 Ärztemangel im Deutschland der 1960er Jahre
  18. 16 Erfolgreich bestandenes Staatsexamen und Start in der Chirurgie
  19. 17 Einstieg in die Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus Bethesda in Duisburg
  20. 18 Schlafloser Krankenhausdienst
  21. 19 Doch kein Kunstfehler
  22. 20 Vollständige Genesung erweckt Verlangen nach Erfolg in der Fachwelt
  23. 21 Ich sehnte mich nach Madame Marie Curie
  24. 22 Beschluss, trotz der Sprachschwierigkeit eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben
  25. 23 Chirurg an den Städtischen Krankenanstalten in Wuppertal- Barmen
  26. 24 Keine Unterstützung der Familie mehr, um in die Uniklinik zu wechseln
  27. 25 Vorstellung beim zuständigen Oberarzt in der Uniklinik
  28. 26 Endlich an der Chirurgischen Uniklinik Bonn
  29. 27 Da ich so nicht mehr leben konnte, wollte ich die Uniklinik verlassen
  30. 28 Sechs vergebliche Anläufe zu einer Veröffentlichung; Besuch eines internationalen Kongresses, um Forschungsthemen zu finden
  31. 29 Erste persönliche Begegnung mit Prof. Gütgemann in Wien. „Ich möchte eine Lebertransplantation machen!“
  32. 30 „Dr. Lie, Sie sind Ausländer. Sie gehören nicht ins Lebertransplantationsteam.“
  33. 31 Ich muss experimentieren, um zu publizieren
  34. 32 Halte dir immer dein Ziel vor Augen, auch wenn du dafür etwas stehlen musst
  35. 33 „Du herzloser Asiat, ich werde dich mit deinem eigenen Lederriemen erhängen!“
  36. 34 Zur Fortbildung – offiziell in Japan und tatsächlich in den USA
  37. 35 Über Los Angeles nach Denver zu Prof. Starzl
  38. 36 Ein freundlicher Gastarzt aus Griechenland in Denver
  39. 37 Nach erfolgreichem Experiment Teamchef für Lebertransplantation
  40. 38 100 Transplantations-Experimente und zweiter Denver- Besuch
  41. 39 Klinikdisziplin, Erfolgsdurst und dritte Fortbildung in Denver
  42. 40 Wenn ich einen Brunnen ausgrabe und warte, kommen die Fische schon von alleine
  43. 41 Ich verpasste den Flug nach Hause
  44. 42 „Du sollst dein Lebertransplantationsteam auflösen.“
  45. 43 Die Schicksalsgöttin ist auf meiner Seite: „Du sollst transplantieren!“
  46. 44 Entscheidung: Organentnahme ohne Einwilligung der Angehörigen
  47. 45 Dem Rat aus Denver folgend, Ausschluss aller Kandidaten mit Leberzirrhose
  48. 46 Ich wage die weltweit erste Lebertransplantation mit ungleichen Blutgruppen
  49. 47 Ich sehe die Tränen des Patienten und seiner Frau und gebe die Operation fast auf
  50. 48 Drei erleichternde Stunden, in denen ich die Transplantation aufgeben will
  51. 49 Der Patient hat sich für die Transplantation entschieden. Was mache ich jetzt nur?
  52. 50 Gehe mutig vorwärts – es gibt keinen anderen Weg mehr!
  53. 51 „Herr, bitte rette diesen Patienten. Nur darum bitte ich dich.“
  54. 52 Starke Blutung, keine hyperakute Reaktion nach Verpflanzung
  55. 53 Postoperative Behandlung mithilfe meiner Doktoranden
  56. 54 Behandlung mit drei Medikamenten, um die Abstoßungsreaktion zu unterdrücken
  57. 55 Pressekonferenz am 19. Juni 1969 um 12 Uhr
  58. 56 Die Kollegen verpetzten mich, als hätten sie einen Fehler gefunden
  59. 57 Das Schweigen der mächtigsten Professoren der Fakultät
  60. 58 Veröffentlichung der täglichen Behandlungsergebnisse
  61. 59 Prof. Gütgemann stellt sich den Medien, untersagt mir aber ein Interview
  62. 60 Überwinden der ersten Abstoßungsreaktion
  63. 61 Lehre vom Nobelpreisträger: „Quo vadis?“
  64. 62 Volles Assistentengehalt erst nach der Transplantation
  65. 63 Als Mörder von den Angehörigen des Spenders angeklagt
  66. 64 „Habe ich die Leber eines lebenden Menschen bekommen?“
  67. 65 Die Medizinische Fakultät Bonn will keinen Sonderforschungsbereich beantragen
  68. 66 Party für die Doktoranden als Ausdruck meiner Dankbarkeit
  69. 67 Schlaflose Nacht, als Nebenwirkungen der Immunsuppressiva auftreten
  70. 68 4. September 1969 – endlich Entlassung, ein toller Erfolg
  71. 69 Der Patient macht Wahlkampf für Willy Brandt
  72. 70 Am 7. Oktober wieder in der Klinik wegen gastrointestinaler Blutung. Warum waren die S-GPT-Werte auf 650 U/l gestiegen?
  73. 71 Gallengang in Ordnung, aber starke Gelbsucht
  74. 72 Verwirrung durch falsche Diagnosestellung
  75. 73 Durch Antibiotika-Therapie kurzzeitige Beherrschung der Lungenentzündung
  76. 74 „Herr Dr. Lie, ich weiß, dass Sie für meinen Sohn alles gegeben haben. Aber durch unseren Sohn sind Sie ja auch weltweit berühmt geworden.“
  77. 75 Professor Gütgemanns letzter Dank
  78. Lebenslauf