Die Suche nach dem Verursacher eines Fehlers steht insbesondere bei Anwendung eines Null-Fehler-Programms nicht selten im Mittelpunkt. Dabei wirkt sich die mit diesem Vorgehen verbundene Fehlerkultur sowohl für die betroffene Person als auch für das Unternehmen negativ aus.Am Beispiel eines produzierenden Unternehmens wurden anhand einer empirischen Studie vier Hypothesen überprüft, welche sich auf die Verringerung von Fehlern sowie den sich ergebenden Kosten durch die Förderung von Fehlertoleranz in und zwischen den Bereichen der Einzel- und Serienfertigung beziehen. Die Förderung an Fehlertoleranz erfolgte mithilfe von entwickelten Leitlinien zum Umgang mit Fehlern sowie ergänzenden Maßnahmen. Infolge dieser Anpassungen konnte die emotionale Belastung durch begangene Fehler bei den Beschäftigten signifikant reduziert werden, was auf einen positiven Einfluss auf den Umgang mit Fehlern durch die Förderung von Fehlertoleranz schließen lässt. Darüber hinaus haben sich unter gleichzeitiger Verfolgung des Ziels der Fehlerfreiheit sowohl die Anzahl an Fehlern als auch die damit verbundenen Kosten signifikant verringert. Im Vergleich zur Einzelfertigung fiel der Rückgang in der Serienfertigung signifikant höher aus, was auf den prototypischen Charakter zurückgeführt wird. Die Ergebnisse bieten produzierenden Unternehmen einen Mehrwert, da Potenziale zur Verringerung von Fehlern und den damit verbundenen Kosten aufgezeigt wurden, welche durch die entwickelten Leitlinien und deren unterstützenden Maßnahmen ausgeschöpft werden können.

- 495 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
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9783736973213
Auflage
1Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Formelverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Formelzeichenverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
- 1.3 Aufbau der Arbeit
- 2 Theoretische Grundlagen zum Begriff des Fehlers
- 2.1 Historie der Fehlerforschung
- 2.2 Begriff und Wesen des Fehlers im betrieblichen Kontext
- 2.3 Perspektiven der Fehlerentstehung
- 2.4 Fehlerklassifikationen und Fehlertaxonomien
- 3 Negative Auswirkungen von Fehlern im betrieblichenKontext
- 3.1 Identifizierung von potenziellen Bereichen des Auftretens vonFehlern entlang der gesamten Wertschöpfungskette
- 3.2 Terminologische Abgrenzung der Auswirkungen infolge vonFehlern
- 3.3 Folgen und Konsequenzen von Fehlern im Rahmen desbetrieblichen Geschehens
- 3.4 Monetäre Folgen von Fehlern
- 4 Vermeidung von und Umgang mit Fehlern imbetrieblichen Kontext
- 4.1 Null-Fehler-Programm
- 4.2 Best Practice am Beispiel von High Reliability Organizations
- 5 Unternehmenskultureller Einfluss auf die Vermeidungvon und den Umgang mit Fehlern
- 5.1 Unternehmenskultur
- 5.2 Fehlerkultur im betrieblichen Kontext
- 6 Ableitung theoretischer Bestimmungsfaktoren desUmgangs mit Fehlern
- 6.1 Stellenwert von Fehlern
- 6.2 Umgang mit Fehlern
- 7 Entwicklung eines Modells zum Umgang mit Fehlern
- 7.1 Strukturierung der abgeleiteten Bestimmungsfaktoren
- 7.2 Modell zur Beschreibung des Umgangs mit Fehlern
- 7.3 Besonderheiten im Rahmen eines Null-Fehler-Programms
- 8 Zusammenfassung der Ergebnisse des theoretischenTeils
- 9 Überblick über die empirischen Studien
- 10 Studie 1: Ausgangssituation
- 10.1 Vorgehensweise der Untersuchung
- 10.2 Ergebnisse der Untersuchung
- 11 Implementierung von Maßnahmen zur Förderung vonFehlertoleranz
- 11.1 Grundlagen zum Transformationsprozess
- 11.2 Phasenorientierter Transformationsprozess
- 12 Studie 2: Wirksamkeit der Maßnahmen
- 12.1 Vorgehensweise der Untersuchung
- 12.2 Ergebnisse der Untersuchung
- 35913 Schlussbetrachtung
- 13.1 Forschungsergebnis
- 13.2 Diskussion des Ergebnisses
- 13.3 Ausblick
- Anhang 1 – Allgemeines Verständnis von Fehlern
- Anhang 2 – Interviewleitfaden der CIT
- Anhang 3 – Fragebögen
- Anhang 4 – Fehlerbericht
- Anhang 5 – Gesprächsprotokolle
- Anhang 6 – Auswertungen
- 463Anhang 7 – Leitlinien