Wohl kaum eine andere Theaterform ruft in unseren Tagen derart kontroverse Reaktionen hervor wie die Gattung Oper. »Zu teuer! Zu abgehoben! Nicht mehr zeitgemäß!« lautet der Tenor einer immer nachdrücklicher geführten kulturpolitischen Debatte rund um den weiteren Existenzanspruch der (noch) zahlreich vorhandenen öffentlich-rechtlichen Musiktheaterbetriebe in Deutschland. Hinzu kommt, dass der für lange Zeit nur wenig in Frage gestellte gesellschaftliche Konsens über den hohen Stellenwert tiefgründigen Kunsterlebens zusehends hinter einem Trend zur eher vordergründigen Eventisierung von Kunst und Kultur zu verschwinden scheint. Ziel der vorliegenden Untersuchung von Daniel C. Schindler ist es daher, Konzepte und Strategien für die weitere Legitimation der Gattung Oper in unserer Zeit zu erörtern und daraus – wo möglich – konkrete Maßstäbe für einen zukunftsorientierten öffentlichen Musiktheaterbetrieb abzuleiten.

- 243 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
ISBN drucken
9783736973336
Auflage
1Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 1.1. Problemstellung und Hypothese
- 1.2. Forschungsstand
- 1.3. Begriffliche Grundlagen des Untersuchungsfeldes
- 1.4. Methodik
- 2. Einzelne Themenfelder und ihre Innovationspotenziale
- 2.1. Gestaltungsrahmen einer nachhaltigen Kulturfinanzierung
- 2.2. Controlling im öffentlichen Kulturbetrieb
- 2.3. Marketing, Markenbildung, Social Media
- 2.4. Die Oper und ihr Publikum – eine Liebe, die Leiden schafft?
- 2.5. Prämissen einer zeitgemäßen Opernkunst – ein Bestimmungsversuch
- 3. Exkurs: Der Faktor ›M‹ – Interessens- und Personalmanagement im Theater
- 4. Wechselseitige Beeinflussungen und abgeleitete Gestaltungsempfehlungen
- 4.1. Zusammenfassende Gegenüberstellung einzelner Innovationspotenziale
- 4.2. Abgeleitete Handlungsempfehlungen und weiterführendes Resümee
- 5. Schlusswort
- Quellenverzeichnis