Marktnarrative
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Marktnarrative

Naturalisierende Erzählungen der Start-up-Ökonomie

  1. 513 Seiten
  2. German
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Marktnarrative

Naturalisierende Erzählungen der Start-up-Ökonomie

Über dieses Buch

Vor dem Hintergrund einer zunehmend digitalen Wertschöpfung im globalen Wirtschaftsgeschehen sind Start-ups auf mindestens zwei Weisen prototypisch. Zum einen stehen sie per definitionem für eine neue Idee, eine neue Dienstleistung oder ein neues Produkt. Zum anderen bedient die Gründerfigur geradezu mustergültig jene weitreichenden wirtschaftlichen Imperative, die nach einem selbstverantworteten Unternehmertum zwischen persönlicher Risikobereitschaft und technischer Innovation verlangen. In der gründerischen Praxis heißt dies: Was zunächst als Idee beginnt, muss durch fortlaufende Arbeit der Gründerinnen und Gründer nicht nur zu Investitionen führen, sondern auch zur Generierung einer entsprechenden Nachfrage auf Kundenseite. Das Sprechen, Designen, Überzeugen sowie das fortlaufende Setzen von Affekten werden zu zentralen Aktivitäten, die neue Marktstrukturen ausprägen und dynamisieren können.Diese Untersuchung widmet sich ethnografisch der Start-up-Ökonomie im Umfeld eines urbanen Coworking-Space. Dabei kommen nicht nur die Gründerinnen und Gründer zu Wort, sondern es werden auch Vorträge von früheren US-amerikanischen Start-up-Gründern beleuchtet. Im Zuge dessen wird der Begriff der Marktnarrative theoretisch ausgestaltet und ein dezidiert kulturwissenschaftlicher Marktbegriff vorgeschlagen.Johannes Steffen, Projektmanager für Unternehmensentwicklung, Hamburg

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Information

Jahr
2020
eBook-ISBN:
9783736962590
ISBN drucken
9783736972599
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Einleitung
  2. 2 Wirtschaft erforschen – Disziplinen, Zugänge, Theorien
  3. 2.1 Dimensionen der Wirtschaft
  4. 2.2 Wirtschaft als Erzählung
  5. 2.3 Arbeiterkulturen – Arbeitskulturen: Perspektiven derEuropäischen Ethnologie
  6. 2.4 Wirtschaftsanthropologische Grundbegriffezur Theoriebildung
  7. 2.5 Fachprofil zwischen Feldforschung und Theoriebildung
  8. 2.6 Grounded Theory und Feldforschung
  9. 2.7 Feldforschungen in der Wirtschaft
  10. 2.8 Kriterien zur Auswahl des Feldes
  11. 2.9 Unternehmerfiguren und das Forschungsfeld Start-up
  12. 2.10 Gründerinnen und Gründer im Medienkontext
  13. 2.11 Zugang zum Feld und seinen Daten
  14. 2.12 Aufbau von Vertrauen
  15. 2.13 Positionierung der Arbeit
  16. 2.14 Goldene Zeiten? Vorbemerkungen zur New Economy
  17. 3 Der Coworking-Space als Ort des Gründens
  18. 3.1 Vor Ort
  19. 3.2 Architektur
  20. 3.3 Innenarchitektur und Raumgestaltung
  21. 3.4 Alltagsbeschreibungen
  22. 3.5 Der COWORKING-SPACE als gesprächsregulierendesDispositiv
  23. 3.6 Erdung
  24. 3.7 Bewegt-Werden
  25. 3.8 Strategisches Steuern der Gesprächsintensität
  26. 4 Komparative Analyse – neun Fallstudien
  27. 4.1 Fallstudie 1: COMMERCE-INFRASTRUKTUR
  28. 4.2 Fallstudie 2: DIGITAL HEALTH
  29. 4.3 Fallstudie 3: ARTIFICIAL INTELLIGENCE
  30. 4.4 Fallstudie 4: AG-TECH
  31. 4.5 Fallstudie 5: BERATUNG
  32. 4.6 Fallstudie 6: GRÜNDUNGSSTRATEGIE
  33. 4.7 Fallstudie 7: WACHSTUMSSTRATEGIE
  34. 4.8 Fallstudie 8: SALES und INVESTORENSUCHE
  35. 4.9 Fallstudie 9: INVESTITIONSENTSCHEIDUNGEN
  36. 5 Abstraktion
  37. 5.1 Kodierung
  38. 5.2 Konzeptuelle Kategorie 1: Zukunft als gestaltbarer Raum
  39. 5.3 Konzeptuelle Kategorie 2: Gründung als etablierterunternehmerischer Weg
  40. 5.4 Konzeptuelle Kategorie 3: Problembewusstsein
  41. 5.5 Konzeptuelle Kategorie 4: Emotionaler Übergang
  42. 5.6 Konzeptuelle Kategorie 5: Anwenden vonKonkretisierungsstrategien
  43. 5.7 Konzeptuelle Kategorie 6: Anwenden vonRealisierungsstrategien
  44. 5.8 Konzeptuelle Kategorie 7: Druck durch Investition
  45. 5.9 Konzeptuelle Kategorie 8: Berechnung der Dimensionen
  46. 5.10 Konzeptuelle Kategorie 9: Reaktionen des Marktes
  47. 5.11 Hypothesengenerierung
  48. 6 Wirtschaftliches Tätig-Sein im Wandelvom Werkstoff zum Affekt
  49. 6.1 Fordismus, Taylorismus, Postfordismus, Toyotismus
  50. 6.2 Implikationen für Individuen beim Postfordismus
  51. 6.3 Der General Intellect bei Marx
  52. 6.4 Modi der Selbstformierung bei der Identitätsarbeit derGründerinnen und Gründer
  53. 6.5 Formierungen der Gründerfigur
  54. 6.6 Affekte im Kontext der zeitgenössischen Wirtschaft
  55. 6.7 Emotionale Dimensionen des Gründens
  56. 6.8 Positionierende Ansprache in Richtung derInvestorinnen und Investoren
  57. 6.9 Positionieren zu den Kundinnen und Kundensowie zum Mark
  58. 6.10 Positionieren zu anderen Unternehmen
  59. 6.11 Subjektivität im Kontext postfordistischerwirtschaftlicher Aktivitäten
  60. 7 Narrativität und Wirtschaft
  61. 7.1 Positionen des New Economic Criticism
  62. 7.2 Sprache und Sprechen im Postfordismus
  63. 7.3 Narration und Narrativität
  64. 7.4 Die Rolle des Fiktionalen in der Wirtschaft
  65. 7.5 Metaphern und weitere Sprachstrukturenin Erzählungen der Wirtschaft
  66. 7.6 Die Metapher der Vielen und des Interesses
  67. 7.7 Die Metapher der Konkurrenz
  68. 7.8 Die Metapher des Neuen
  69. 7.9 Die Metaphern der Fülle und des Mangels
  70. 8 Die Skalierbarkeit der Gründungsideeals Emergenz des Marktes
  71. 8.1 Annäherungen an den Markt über die Multitude
  72. 8.2 Die Bewertung der Idee
  73. 8.3 Emergenz des Marktes aus der vielfachen Wiederholung
  74. 8.4 Interdependenz von Erzähl- und Finanzierungslogiken
  75. 9 Grenzen des Erzählens
  76. 9.1 Das Ende der Erzählbarkeit
  77. 9.2 Das Subjekt im Markt, der Markt im Subjekt
  78. 10 Marktnarrative als naturalisierende Erzählungender Start-up-Ökonomie
  79. 10.1 Marktnarrative als (Re-)Konstruktionsbegriff des Markts
  80. 10.2 Marktnarrative im Kontext des Start-up-Umfelds
  81. 10.3 Die Naturalisierung des Marktes durch die Marktnarrative