Die Entschädigungsklage nach § 198 GVG im ordentlichen Zivilprozess  in Theorie und Praxis
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Die Entschädigungsklage nach § 198 GVG im ordentlichen Zivilprozess in Theorie und Praxis

Der Rechtsschutz gegen überlange Gerichtsverfahren, deren Ursachen und Möglichkeiten der Abhilfe

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Die Entschädigungsklage nach § 198 GVG im ordentlichen Zivilprozess in Theorie und Praxis

Der Rechtsschutz gegen überlange Gerichtsverfahren, deren Ursachen und Möglichkeiten der Abhilfe

Über dieses Buch

Die Arbeit befasst sich mit dem Rechtsschutz gegen überlange Gerichtsverfahren im ordentlichen Zivilprozess. Eine unangemessene Verfahrensdauer kann im Einzelfall für den Betroffenen von enormer Bedeutung sein und ihn in seinen Rechten verletzen. Deswegen bedarf es eines wirksamen Rechtsschutzes für den Rechtsschutzsuchenden. Diesen zu gewährleisten, ist Ziel der Regelung des § 198 GVG. Die Arbeit untersucht, ob § 198 GVG und der mit ihm eingeführte Entschädigungsanspruch sowie die Verzögerungsrüge dem Bürger für die Verfahren des ordentlichen Zivilprozesses wirksamen Rechtsschutz gewähren. Dabei werden rechtstatsächliche Erkenntnisse aus der Praxis der Justiz einbezogen und dargestellt, ob der in § 198 GVG geregelte Rechtsschutz einen Einfluss auf die Ursachen einer unangemessenen Verfahrensdauer hat.

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Information

Jahr
2021
eBook-ISBN:
9783736964617
ISBN drucken
9783736974616
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. § 1 Einleitung
  2. § 2 Gang und Gegenstand der Untersuchung
  3. Teil 1: Entstehung des § 198 GVG
  4. § 3 Rechtsschutzmöglichkeiten gegen überlange Verfahrensdauer bis zur Einführungder §§ 198 ff. GVG
  5. A. Fallgruppen unangemessener Verfahrensdauer
  6. B. Diskussion vor Einführung der §§ 198 ff. GVG
  7. I. Dienstaufsichtsbeschwerde, § 26 Abs. 2 DRiG
  8. II. Ablehnung eines Richters, § 42 Abs. 2 ZPO
  9. III. Rechtsbehelfe bei Verzögerung
  10. IV. Amtshaftungsanspruch, § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG
  11. § 4 Anforderungen aus der EMRK
  12. A. Anspruch auf Verfahren innerhalb angemessener Frist
  13. B. Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf
  14. I. Kudla . /. Polen (26.10.2000)
  15. II. Sürmeli ./. Deutschland (08.06.2006)
  16. III. Rumpf ./. Deutschland (02.09.2010)
  17. C. § 198 GVG als wirksamer Rechtsbehelf i. S. d. Art. 13 EMRK
  18. I. Kuppinger ./. Deutschland (15.01.2015)
  19. II. Übertragbarkeit der Entscheidung Kuppinger./. Deutschland auf den ordentlichenZivilprozess
  20. § 5 Grundgesetzliche Anforderungen an einen Rechtsschutz gegen überlange Verfahren
  21. A. Anspruch auf Verfahren innerhalb angemessener Frist
  22. B. Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf
  23. I. Plenarbeschluss des BVerfG vom 30.4.2003
  24. II. Rechtsschutz in Form eines Primärrechtsbehelfs
  25. C. Erfüllung der Anforderungen des GG
  26. § 6 Tätigwerden des Gesetzgebers
  27. A. Blick ins Ausland
  28. B. Auswirkungen der EGMR-Rechtsprechung auf die Diskussion in Deutschland
  29. I. Überlegungen des Bundesministeriums der Justiz nach der Kudla-Entscheidung
  30. II. Stellungnahmen der Bundesgerichte
  31. III. Stellungnahme des Generalbundesanwalts
  32. IV. Stellungnahmen der Landesjustizverwaltungen
  33. V. Stellungnahmen der Verbände
  34. VI. Stellungnahmen der Landesjustizverwaltungen nach Vorlage eines Gesetzesentwurfsdurch die Landesjustizverwaltung Hessen
  35. C. Entwurf eines Gesetzes über die Rechtsbehelfe bei Verletzung des Rechts auf einzügiges gerichtliches Verfahren („Untätigkeitsbeschwerdegesetz“) (22.08.2005)
  36. D. Gesetz über Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichenErmittlungsverfahren
  37. I. Referentenentwurf vom 15.3.2010
  38. II. Stellungnahmen
  39. III. Überarbeitung des Referentenentwurfs
  40. IV. Gesetzgebungsverfahren
  41. § 7 Zusammenfassung Teil 1
  42. § 8 Materiell-rechtlicher Entschädigungsanspruch
  43. A. Rechtsnatur
  44. B. Voraussetzungen
  45. II. Unangemessene Verfahrensdauer
  46. III. Nachteil
  47. IV. Verzögerungsrüge
  48. V. Schuldner
  49. C. Rechtsfolgen
  50. I. Geldentschädigung
  51. II. Wiedergutmachung auf andere Weise
  52. § 9 Prozessuale Durchsetzung
  53. A. Zuständigkeit
  54. I. Sachliche Zuständigkeit
  55. II. Örtliche Zuständigkeit
  56. B. Einhaltung der Wartefrist
  57. I. Verfrühte Klage
  58. II. Ausnahmen
  59. C. Einhaltung der Klagefrist
  60. I. Fristversäumnis
  61. II. Fristwahrung / Hemmung
  62. D. Anwendung der allgemeinen Regelungen
  63. § 10 Verhältnis zu anderen Rechtsschutzmöglichkeiten
  64. A. Primärrechtsbehelfe
  65. B. Dienstaufsichtsbeschwerde
  66. C. Ablehnung des Richters
  67. D. Amtshaftungsanspruch
  68. E. Verfassungsbeschwerde
  69. § 11 Zusammenfassung Teil 2
  70. A. Verfahrensgegenstand
  71. B. Vergleich Zivilkammer und Kammer für Handelssachen
  72. C. Entscheider
  73. D. Streitwert
  74. E. Erledigungsart
  75. F. Verfahrensumfang
  76. G. Verfahrensbesonderheiten
  77. H. Prozesskostenhilfeverfahren
  78. I. Richterwechsel
  79. I. Anzahl
  80. II. Verfahrensdauer
  81. III. Korrelation mit Entscheider
  82. IV. Korrelation mit Verfahrensumfang
  83. V. Korrelation mit Sachverständigengutachten
  84. J. Richterablehnung
  85. K. Mehrheit von Beteiligten und Anwaltswechsel
  86. L. Nichtbetreiben des Verfahrens auf Wunsch der Parteien/aus anderen Gründen
  87. M. Verfahrensförderung durch das Gericht
  88. I. Häufigkeit
  89. II. Einfluss auf Verfahrensdauer
  90. III. Zeitpunkt unzureichender Verfahrensförderung
  91. IV. Zusammenhang zwischen Verfahrensgegenstand und unzureichenderVerfahrensförderung
  92. V. Zusammenhang zwischen Richterwechsel und unzureichender Verfahrensförderung
  93. VI. Zusammenhang zwischen Terminierung und unzureichender Verfahrensförderung
  94. N. Terminierungsverhalten
  95. O. Terminsverlegungen
  96. P. Zeugenbeweis
  97. Q. Sachverständigenbeweis
  98. I. Überblick über den Sachverständigenbeweis
  99. II. Beweisbeschluss
  100. III. Gutachten
  101. IV. Sachverständiger
  102. V. Gebührenstreit
  103. § 13 Gerichtsorganisatorische Ursachen
  104. A. Servicebereich
  105. B. Richterbereich
  106. I. Dezernat
  107. II. Arbeitsbelastung
  108. III. Arbeitsorganisation
  109. IV. EDV
  110. § 14 Möglichkeiten zur Vermeidung überlanger Verfahren
  111. A. Gericht
  112. I. Erhebung des Sachverständigenbeweises
  113. II. Abstimmung von Verhandlungsterminen
  114. III. (Rück-) Übertragung auf die Kammer
  115. B. Justizverwaltung / Selbstverwaltung der Gerichte
  116. I. Sensibilisierung des Präsidiums und der Gerichtsverwaltung für die Folgen vonRichterwechseln
  117. II. Geschäftsverteilung
  118. III. Sensibilisierung der Dienstvorgesetzten, Vorsitzenden und Entscheider
  119. IV. Ausbildung und Verweildauer insbesondere der Proberichter
  120. V. Sachverständigenauswahl
  121. VI. Berichtswesen
  122. VII. Entlastungsmaßnahmen
  123. VIII. Neue technische Hilfsmittel
  124. § 15 Zusammenfassung Teil 3
  125. § 16 Einfluss von Entschädigungsanspruch und Verzögerungsrüge auf Ursachen fürVerzögerungen
  126. A. Einfluss der Verzögerungsrüge
  127. I. Kein Einfluss, etwas Einfluss, mehr Einfluss
  128. II. Zwischenergebnis
  129. B. Einfluss des Entschädigungsanspruchs
  130. I. Verfahrensförderung durch das Gericht
  131. II. Terminsverlegungen
  132. III. Sachverständigenbeweis
  133. IV. Zwischenergebnis
  134. C. Lösungsansätze
  135. I. Sachverständigenbeweis
  136. II. Terminsabstimmung
  137. III. Justizverwaltung
  138. IV. Einrichtung geschlossener Internetforen zum Austausch über Sachverständige
  139. V. Kommunikation mit Organisationen der Sachverständigen
  140. D. Zusammenfassung
  141. § 17 Effektivität des Rechtsschutzes
  142. A. Faktische Effektivität
  143. I. Angestrebte Wirkung
  144. II. Erfahrungen mit der Anwendung der Rechtsschutzregelung
  145. III. Zwischenergebnis
  146. B. Rechtliche Effektivität
  147. I. Erfüllung der Anforderungen der EMRK
  148. II. Erfüllung der Anforderungen des GG
  149. C. Zusammenfassung
  150. § 18 Zusammenfassung Teil 4
  151. § 19 Zusammenfassung und Ausblick
  152. Literaturverzeichnis