Über dieses Buch
Das Recht des präventiven Erstzugriffs der Polizei stellt einen Konflikt sicherheitsrechtlicher und polizeirechtlicher Zuständigkeitsvorschriften dar. Der präventive Erstzugriff ermächtigt die Polizei, im Zuständigkeitsbereich einer Sicherheitsbehörde zur Gefahrenabwehr tätig zu werden. Die Arbeit untersucht dieses polizeiliche Instrument der Gefahrenabwehr in vielfältiger rechtlicher Hinsicht. Neben einer historischen und rechtlichen Einführung werden anhand von Fallbeispielen aus der Praxis die wesentlichen Untersuchungsgegenstände definiert. Es schließt sich die dogmatische Untersuchung des Erstzugriffs an. Dabei werden innerdeutsche Rechtsvorschriften verglichen sowie die wesentlichen Tatbestandsmerkmale analysiert. Die Arbeit bietet zudem verfassungsrechtliche Lösungsansätze für den anfangs angesprochenen Konflikt der Zuständigkeitsvorschriften an – herangezogen werden hier der Grundsatz der Effektivität der Gefahrenabwehr sowie die Schutzpflichtenlehre. Die Arbeit entwickelt zwei neue Tatbestandsmerkmale für die Rechtsnorm des Erstzugriffs und schließt mit einem Formulierungsvorschlag für eine Neufassung des Erstzugriffs. Der präventive Erstzugriff kann letztlich sicherstellen, dass der Staat in jedem Fall und zu jeder Zeit eine Gefahrenabwehr entweder durch die Polizei oder durch die Sicherheitsbehörden gewährleisten kann.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- V O R W O R T
- Ü B E R B L I C K
- G L I E D E R U N G
- L I T E R A T U R V E R Z E I C H N I S
- D E R P R Ä V E N T I V E E R S T Z U G R I F F D E R P O L I Z E I
- E R S T E R T E I L – H I S T O R I S C H E U N D R E C H T L I C H EG R U N D L A G E N
- I. Historische Entwicklung des Nebeneinanders von Polizei- und Sicherheitsrechtin Deutschland
- II. Einordnung des Erstzugriffs in das System der polizeilichen Gefahrenabwehr
- Z W E I T E R T E I L – P R A X I S D E S E R S T Z U G R I F F S
- D R I T T E R T E I L – A N A L Y S E D E R R E C H T L I C H E N G R U N D -L A G E N U N T E R R Ü C K B E Z U G Z U R P R A X I S D E S E R S T Z U -G R I F F S
- I. Dogmatik des Erstzugriffs
- II. Besondere Normierung des Erstzugriffs in den Bundesländern Bayern,Baden-Württemberg und Niedersachsen
- III. Zusammenfassung und Ergebnis
- V I E R T E R T E I L – P R O B L E M S T E L L U N G E N
- I. Unmöglichkeit der sonderbehördlichen Gefahrenabwehr
- II. Unaufschiebbarkeit
- III. Abgrenzung der Unmöglichkeit zur Unaufschiebbarkeit
- IV. Zweck und Funktion von Kompetenzvorschriften
- V. Konkurrenzregeln und abschließende Wirkung von Normen im Gefahrenabwehrrecht
- VI. Ergebnis
- F Ü N F T E R T E I L – V E R F A S S U N G S R E C H T L I C H E R R A H -M E N
- I. Polizeirecht im Gegenspiel des staatlichen Gewaltmonopols undgleichzeitiger Begrenzung staatlicher Macht
- II. Grundsatz der Effektivität der Gefahrenabwehr
- III. Der polizeiliche Erstzugriff im Lichte der Schutzpflichtenlehre
- IV. Ergebnis
- S E C H S T E R T E I L – D O G M A T I S C H E K O N S E Q U E N Z E N
- I. Entwicklung neuer Tatbestandsmerkmale für die gesetzliche Regelung:der sofortige Handlungsbedarf und das Erfordernis der gegenwärtigenGefahr
- II. Formelle Anforderungen an die Polizei
- III. Materielle Anforderungen an die Polizei
- V. Ergebnis
- S I E B T E R T E I L – F O R M U L I E R U N G S V O R S C H L A G F Ü R D I EG E S E T Z L I C H E N E U F A S S U N G D E S E R S T Z U G R I F F S
- S C H L U S S W O R T
- I N H A L T S Z U S A M M E N F A S S U N G
