Rilkes Ontopoetik
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Rilkes Ontopoetik

Das reine Symbol der Ganzheit an sich sowie "Papageien-Park" und andere Gedichte des Autors um das Motiv des exotischen Tiers als Bild seinsstiftenden Dichtertums

  1. 397 Seiten
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Rilkes Ontopoetik

Das reine Symbol der Ganzheit an sich sowie "Papageien-Park" und andere Gedichte des Autors um das Motiv des exotischen Tiers als Bild seinsstiftenden Dichtertums

Über dieses Buch

Rilke wurde als "Dichter des Seins" apostrophiert. Mit einer Verlagerung des Akzents versteht die Untersuchung die Charakterisierung dahingehend, daß Rilke in seinem Werk die Frage des Seins nicht nur thematisiert, sondern dies schöpferisch als Dichter tut, d. h. daß er als Wortkünstler mit den Mitteln der Sprache Sein und seinshaftes Dasein stiftet.Seine Aussage, "Kein Wort im Gedicht ist identisch mit dem gleichlautenden Gebrauchs- und Konversations-Worte", stellt den Unterschied zwischen poetischer Sprache und der Sprache praktischer Mitteilung fest. Gegenüber der allgemeinen Gültigkeit von deren Begriffen schafft der Dichter in seinem Werk einen geschlossenen Kosmos von Bildern, deren Sinn nur in dessen Zusammenhang zu erschließen ist.Indem Rilke wie u. a. im Motiv des Exotischen Dichtertum und Dichtung ihrerseits zum Thema macht, werden sie selbst zum Symbol, d. h. im Sinn des Symbolismus zum Ausdruck von Sein und Seinshaftigkeit.Weitere Veröffentlichungen des Autors zu Rilke: Das Apollinische und das Dionysische bei Rainer Maria Rilke (1989), Rilkes Seins- und Kunst-Begriff im Spiegel seiner dichterischen Welt (2006), "Tränenkrug" als Bild seinshafter Welt. Rilkes Gedicht "Gieb mir, oh Erde" (Aufsatz, 2009), Vier Gestalten der Bibel in Rilkes «Neuen Gedichten» (2013), «O reine Übersteigung!». Rilkes programmatisches Einleitungsgedicht zu den «Sonetten an Orpheus» (2016), R. M. Rilkes "Alkestis". Dichterische Sprache als sich selbst bewahrheitendes "Versprechen" von Seinshaftigkeit (2018)

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Information

Jahr
2021
eBook-ISBN:
9783736964228
ISBN drucken
9783736974227
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. A) Einleitung: Rilkes Ontopoetik als alternative Disziplin zur philosophischenOntologie
  2. A.1) Poesie, Ontologie und Sprache
  3. A.2) Das Wesen dichterischer Sprache und die Methode der Betrachtungvon Dichtung
  4. B) Das Motiv des exotischen Tiers in „Papageien-Park“
  5. B.1) „Papageien“ und „Park“: Die „Ara“, Metapher des Dichtertums, imKontrast zur konventionell-bürgerlichen WeltB.1.1) Farbigkeit und ‚Sprache’ der „Ara“ sowie Glanzlosigkeit der„duffen Tauben“ als Metaphern des Gegensatzes von Dichtertum undbürgerlicher Welt
  6. B.2) „Ara“ und „duffe[..] Tauben“ bzw. in SO, 2, XII „Flamme“ und„unscheinbare[s] Grau[..]“ als Gegensatz der Symbole von Ganzheit undPoesie einerseits sowie Bildern vergegenständlichten Daseins andererseits
  7. C) Verhältnis des dichterisch gesetzten reinen Symbols der Ganzheit ansich zu dieser und zu vergegenständlichtem bzw. ganzheitlichem Daseinund Dichtung in weiteren Texten Rilkes
  8. C.1) „Da schwang die Schaukel“: „Baum“ und „Göttersitze[..]“ gegenüber„Schaukel“ und „Sterne[n]“ bzw. „Maske“ gegenüber „ganze[r]Nacht“
  9. C.2) Rodin-Essay: „Fontäne“ gegenüber „vielen Wellen“
  10. C.3) „In Karnak wars“: „Säule“ gegenüber „Ägyptens Nacht“ bzw. gegenüber„Dasein […], / in dem wir starben“
  11. C.4) 7. DE: „einst gebetetes Ding“ und „Dom[..]“ gegenüber „Sterne[n]“bzw. „Schicksal“ oder „Stadt“
  12. C.5) SO, 2, XV: „marmorne Maske“ gegenüber „fließendem Gesicht“und dem Weg „[w]either an / Gräbern vorbei“
  13. C.6) „Der Ball“: „Runder“ gegenüber „Spielenden“ und „neue[r] Stelle“
  14. C.7) SO, 2, XVIII: „Baum“ gegenüber „Bewegung“ bzw. „Früchte[n]“
  15. C.8) Vergleich der betrachteten weiteren Texte Rilkes mit SO, 2, XII
  16. D) Das Motiv des exotischen Tiers als reines Symbol der Ganzheit an sichgegenüber vergegenständlichter Welt
  17. D.1) „Das Karussell“: „ein weißer Elefant“ gegenüber „atemlose[m]blinde[n] Spiel“
  18. D.2) „Der Panther“: „großer Wille“ gegenüber „tausend Stäben“
  19. D.3) „Die Flamingos“: „Flamingos“ gegenüber „Volière“
  20. D.4) SO, 2, IV: „Tier“ als reines Symbol der Ganzheit an sich gegenüberder „Jungfrau“ als dem Symbol ganzheitlichen Daseins bzw. dem „Silber-Spiegel“ als Dichtungssymbol
  21. E) „Papageien-Park“: Prospektive ganzheitliche Verwandlung des Daseinsin der Poesie
  22. E.1) Die Quartette: Die „Ara“ als Symbole der Daseinsganzheit an sichund des Dichtertums in der vergegenständlichten konventionell-bürgerlichenWelt des „Park[s]“
  23. E.2) Die Terzette: Gegensatz der „duffen Tauben“ und der erwarteten„Zeugen“ als Repräsentanten vergegenständlichter Welt und ganzheitlichenBewußtseins
  24. F) Ergebnis-Zusammenfassung
  25. F.1) „Papageien-Park“ als Ausdruck poetisch-ganzheitlichen „Bewußtsein[s]“ und dessen dichterisch ‚voraus-gesetzter’ ganzheitlichen Einheitvon Da-Sein und Nicht-Da-Sein
  26. F.2) Rilkes Position philosophisch zwischen Heidegger und Kant, literarischzwischen Realismus und L’art pour l’art
  27. G) Literatur-Verzeichnis