In der Entwicklungsgeschichte des Untreuetatbestandes dürfte es keine Zeit gegeben haben, in der nicht über die Auslegung des Untreuetatbestandes debattiert wurde. Vor 1933 gab es zunächst Kritik an der unzureichenden Untreuestrafbarkeit, später an deren Ausuferung. Der geltende Untreuetatbestand ist ein Ergebnis dieser langjährigen Auseinandersetzungen. Während er insbesondere im Hinblick auf das heutige hochkomplexe Wirtschaftsleben eine gesonderte Rolle spielt, wird die Debatte über seine Auslegung insgesamt nahezu unüberschaubar. Es ist nach wie vor fraglich, ob die strafbewehrte Untreuehandlung von Fällen, bei denen der zivilrechtliche bzw. verwaltungsrechtliche Schutz ausreicht, eindeutig abgegrenzt werden kann. Damit aber scheint der Untreuetatbestand heute auf tönernen Füßen zu stehen.

- 265 Seiten
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Über dieses Buch
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Information
ISBN drucken
9783736996328
Auflage
1Inhaltsverzeichnis
- Vorw ort
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung und Gang der Untersuchung
- 1. Kapitel: Schwierigkeiten des Untreuetatbestandes und Versuch einer Restriktion
- 2. Kapitel: Subjektive Unrechtsmerkmale in den Untreueregelungen
- 3. Kapitel: Bereicherungsmerkmale im koreanischen Untreuetatbestand
- 4. Kapitel: Einführung der Bereicherungsabsicht in den Untreuetatbestand und Anwendungauf die problematischen Fälle
- 5. Kapitel: Zusammenfassung
- Literatur