Die Begriffe >Ehre Gewalt<, hier historisch und interdisziplinär aufbereitet, sind geeignete Indikatoren für individuelle und gesellschaftliche Entwicklungsniveaus. Sie erlauben, auch bei kulturübergreifenden Konflikten, Rückschlüsse über Denken und Verhalten und potentielle Handlungsmuster. Es ist ein sozialwissenschaftlicher Beitrag zur realistischen Einschätzungvon Aspekten der internationalen Migration. Welche Folgerungen für eine politische Steuerung sind vorhanden? Dazu gehören die institutionelle Rückeroberung des öffentlichen Raumes, insbesondere die Rückkehr des staatlichen Gewaltmonopols und rechtsstaatliche Eingriffe in private Lebensbereiche gegen städtische No-go-Areas mit Straßengangs. Angesichts sehr unterschiedlicher, teilweise widersprüchlicher zivilisatorischer Standards gibt es keine schnellen Gesamtlösungen, jedoch fehlen entschlossene politische Reaktionen, um den freiheitlichen Rechtsstaat vor einer weiteren Erosion zu bewahren.

- 117 Seiten
- German
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Information
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9783736999213
Auflage
1Inhaltsverzeichnis
- Z ur Einführung
- Die Ehre als Begriff statt Umgangssprache
- Historischer Rückblick (Hans Reiner)
- Ehre und Gewaltbereitschaft
- Satisfaktionsfähiges Milieu (Frevert)
- Zivilisierung der Affekte, Gewaltminopol (Elias)
- Erstens. Das Denkmal (Siggelkow)
- Tertilt: Ehre und Gruppengewalt
- Ehre ohne Gewalt?