Abbild der Vergangenheit
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Abbild der Vergangenheit

  1. 298 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Abbild der Vergangenheit

Über dieses Buch

In einen Jungen verliebt zu sein, den sie jahrelang nicht gesehen hat, ist bis zur zehnten Klasse Meikes einziges Problem. Doch als sie am eigenen Leibe erfährt, dass jemand sie umbringen will, wird ihre kleine heile Welt auf den Kopf gestellt. Nicht nur sie schwebt von da an in Gefahr, sondern auch ihre Freunde. Und obwohl ihre Eltern offensichtlich etwas über ihren vermeintlichen Stalker wissen, verraten sie ihr nichts. Stattdessen halten sie Meike wie in einem goldenen Käfig gefangen. Kein Wunder also, dass sie auf eigene Faust ermitteln will. Sie nimmt sich vor, zusammen mit ihren beiden besten Freunden herauszufinden, was hinter ihrem Rücken geschieht. Wäre da nur nicht dieser neue Mitschüler Felix, der genauso aussieht wie ihre große Liebe Leon dieser Typ ist nämlich eine riesige Ablenkung ...

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Information

Jahr
2022
ISBN drucken
9783861967743
eBook-ISBN:
9783960745273
*

Kapitel 1:

Auseinandergerissen

„Ich … ich … hab mich … in dich verliebt, Meike.“
Am liebsten hätte ich geheult. Das durfte doch nicht wahr sein. Nicht er! Jeder, aber doch nicht mein bester Freund!
„E-es, es tut mir leid, Noah“, stammelte ich. „Aber ich … ich kann deine … Gefühle nicht erwidern …“
Noah fasste sich mit einer Hand an den Hinterkopf und brachte sein braunes Haar dabei durcheinander. „Oh, okay ... Verstehe ... Äh, dann vergiss das einfach“, murmelte er hektisch. „Wir, ähm … sehen uns nach der Mittagspause …“ Eilig stapfte er davon, zurück in die Mensa.
Ich ließ den Kopf hängen. So ein Mist. Dass ausgerechnet mein bester Freund so etwas zu mir sagen würde, hätte ich nie gedacht. Verunsichert schaute ich Noah hinterher, dann wandte ich den Blick ab. Helles Licht schien durch die langen Fenster in den Gang. Es war nun Anfang Mai und der Schulgarten, den ich von hier aus sehen konnte, bot ein herrliches Bild. Doch die vielen Blumen heiterten mich gerade nicht auf.
Frustriert raufte ich mir die langen rotbraunen Locken. Wieder ein Tag, an dem ich die Geschehnisse hier verfluchte. Ich ging zwar auf die größte und teuerste Privatschule der Stadt, die Christophorus-Schule, aber ich war froh, dass ich sie nicht mehr lange besuchen musste. Ich war nun 16 Jahre alt und in der zehnten Klasse, also sollte ich in zwei Jahren mein Abitur haben. Wenn ich nicht aus lauter Verzweiflung schon vorher aus der Schule flüchtete.
Im Großen und Ganzen verstand ich mich gut mit meinen Mitschülern, doch in letzter Zeit häufte es sich, dass mich die Jungs aus meinem Jahrgang nach Dates fragten. Inzwischen machte ich mich ziemlich unbeliebt, weil ich bisher immer abgelehnt hatte. Denn ich war sicher, dass sich diese Kerle einen schlechten Scherz mit mir erlaubten, vielleicht sogar darauf gewettet hatten, mit wem ich ausgehen würde. Außerdem gab es für mich nur den einen. Auch wenn ich ihn vielleicht nie wiedersehen würde …
Hastig schüttelte ich den Kopf, um diese finsteren Gedanken zu vertreiben.
„Meike, wo bleibst du denn?“, rief mir plötzlich jemand über den langen Gang zu, sodass ich mich umdrehte. Meine beste Freundin Elisa lief zu mir. „Warum kommst du nicht in die Mensa? Und was hast du mit Noah besprochen? Ich hab ewig auf dich gewartet!“
Halbherzig zog ich einen Mundwinkel hoch. „Es ist schon wieder passiert“, erklärte ich.
Sie zupfte an ihrer dunklen Bluse herum, die perfekt zu ihrem blonden Pferdeschwanz passte. An der Christophorus gab es zwar keine Uniform, doch die Schulleitung hatte sehr deutlich gemacht, wie viel Wert auf eine gehobene Garderobe gelegt wurde. Deswegen zogen die Jungs meistens Hemden oder Poloshirts an, die Mädchen Blusen oder Kleider. Ich war nur froh, dass die Lehrer uns nicht schon für das Tragen von Jeans ermahnten.
„Sag bloß, dieses Mal hat Noah dir seine Liebe gestanden?“, fragte sie. „Oje … Dabei wart ihr doch Freunde …“
„Sind wir immer noch“, entgegnete ich. „Hoffentlich ...“
„Aber warum hast du nicht zugestimmt?“, wollte sie wissen. „Ich dachte, du magst ihn. Auch wenn er ein arroganter Depp ist. Dann hätte der Ansturm der Geständnisse an dich bestimmt aufgehört.“
„Das kann ich nicht machen“, seufzte ich, ohne auf ihre Beleidigung für Noah einzugehen. Ich wusste ja, wie schlecht sich die beiden verstanden. „Ich kann nicht mit jemandem ausgehen, den ich nicht … auf diese Art mag. Einerseits will ich mich nicht selbst belügen, andererseits wäre es ihm gegenüber unfair.“
Wir setzten uns nun in Bewegung, um vor dem Nachmittagsunterricht noch etwas zu essen. „Aber du wirst immer öfter von Jungs gefragt. Ist da denn niemand für dich dabei?“
„Nein, niemand.“ Ich befürchtete ja, dass sie ein Spiel daraus gemacht hatten, wer mich herumkriegte, weil ich jeden abblitzen ließ und bekanntlich als einziges Mädchen in der Klasse noch keinen Freund gehabt hatte. Aber diese Vermutung äußerte ich lieber nicht laut.
„Warum eigentlich?“, wunderte sich Elisa. „Das hast du mir nie gesagt! Gibt es etwa schon einen anderen?“
Ich biss die Zähne zusammen und überlegte, ob ich ihr das erzählen sollte. Klar, sie war meine beste Freundin, aber ich redete nicht gerne darüber, was vor meinem Umzug nach Meridenau passiert war. Ich hatte seit damals nicht mehr darüber geredet.
Meine Familie war erst vor vier Jahren in diese Großstadt gezogen. Meine Mutter hatte sich hier einen Namen als Anwältin gemacht, mein Vater leitete ein Reisebüro und mein fünfjähriger Bruder Paul ging noch in den Kindergarten. Inzwischen waren Elisa und ich bei der Essensausgabe angekommen und standen in der Warteschlange. Ich nahm ein Tablett vom Stapel und ließ mir von unserer netten Köchin das nächstbeste Menü geben, das auf der Karte stand. Hauptsache irgendwas, um den Tag zu überstehen. Auch Elisa hatte etwas zu essen bekommen, dann suchten wir uns einen freien Platz. Fast alle Tische in der Mensa waren besetzt, die großen Fenster wurden zur Hälfte von Jalousien verdeckt, damit die Schüler nicht geblendet wurden. Einige aßen, andere machten Hausaufgaben oder unterhielten sich. „Jetzt sag schon“, drängelte Elisa. „Bist du etwa schon ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Impressum
  2. Inhalt
  3. Vorwort
  4. Kapitel 1:
  5. Auseinandergerissen
  6. Kapitel 2:
  7. So viel zu „Freundschaft“
  8. Kapitel 3:
  9. Verfolgt
  10. Kapitel 4:
  11. Ein altes Bild
  12. Kapitel 5:
  13. Gerüchte
  14. Kapitel 6:
  15. Felix
  16. Kapitel 7:
  17. Diese Kerle ...
  18. Kapitel 8:
  19. Geheimnisse
  20. Kapitel 9:
  21. Eine Frage des Vertrauens
  22. Kapitel 10:
  23. Unter der Oberfläche
  24. Kapitel 11:
  25. Zickenkrieg
  26. Kapitel 12:
  27. Der Abschlussball
  28. Kapitel 13:
  29. Wenn sich eine Tür schließt ...
  30. Kapitel 14:
  31. Das Abbild der Wahrheit
  32. Kapitel 15:
  33. Leon
  34. Kapitel 16:
  35. Vergangenheit und Gegenwart
  36. Kapitel 17:
  37. Zurück in die Realität
  38. Kapitel 18:
  39. Nur ein Moment
  40. Kapitel 19:
  41. Kein willkommener Gast
  42. Kapitel 20:
  43. Die wahre Familie
  44. Kapitel 21:
  45. Bereit für die Zukunft
  46. Danksagung
  47. Die Autorin
  48. Unser Buchtipp

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