Heimat. Erde. Migration.
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Heimat. Erde. Migration.

Mein kulturelles Code-Switching

  1. 14 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Heimat. Erde. Migration.

Mein kulturelles Code-Switching

Über dieses Buch

Die Antwort darauf, was Heimat ist, empfindet die Integrationsforscherin Naika Foroutan als hochgradig selektiv. In Ihrem Beitrag für Kursbuch 198 führt sie eine exemplarisch-familiäre Feldstudie durch und staunt bei jedem einzelnen Familienmitglied, wie es Heimat ganz persönlich definiert. Im Ergebnis kann Heimat also vieles sein und vor allem so vieles gleichzeitig, dass es vor allem auf die Fähigkeit ankommt, zwischen den Heimaten zu switchen.

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Naika Foroutan
Heimat. Erde. Migration.
Mein kulturelles Code-Switching
Intro – Heimat Deutschland
Ich höre im Moment viel deutschen Rap. Das soll nicht heißen, dass ich besonders cool bin, Deutschrap dominiert einfach 80 Prozent der deutschen Charts. Und ich habe Söhne, und für die zieht sich die Verhandlung von Heimat und Identität durch diese Songs. Meine Tochter hört lieber englische Hits. An den Liedern des Rap kann man die Konjunkturen der Heimatverhandlung ablesen. Viele Heimaten gibt es darin, manche recht trostlos. Man wundert sich, was alles besungen werden kann: Rüsselsheim (Mero), das Märkische Viertel (Sido) – und Eko Fresh rappte 2014: »Wo komm ich her?«, und traf mit seiner Kinder-Line ins Herz der aktuellen Debatten: »Ich bin hier aufgewachsen, ich bin ein Teil von euch. Kannst du mir mal sagen, warum sich hier keiner freut?!« Nicht mehr nur Hinnahme und ein »Akzeptiert doch endlich, dass wir hier sind« ist hier gefragt – nein, hier wird schon der nächste Aushandlungsschritt eingeleitet: Es geht um Affirmation. Ein klares Ja. Warum freut man sich nicht darüber, dass diese Kinder ein Teil des Ganzen geworden sind?! Anklagen, Aneignung, ultimative Sprachkunst und Ba­nalität vermischen sich in dieser zeitdiagnostischen Poesie des Rap. Hei­mat ist auch in anderen Zirkeln als im Heimatministerium ein Thema. Und die Vorstellungen von dem, was Deutschland ist, berühren sich zum Teil nicht mehr. Sie deuten zwar den gleichen Raum aus – Deutschland –, aber sie beziehen sich nicht auf dieselben Geschichten und Gefühle in diesem Land. Heimat ist für jeden etwas anderes. Doch irgendwie glau­ben die meisten Menschen offenbar, sie meinten intuitiv das Gleiche, wenn sie von Heimat sprechen: ein Gefühl von Zugehörigkeit, von Si­cher­heit, von Sehnsucht.
Der Begriff Heimat scheint sich zu einer Chiffre entwickelt zu haben, um dem Dilemma der Mehrdeutigkeit und Hybridisierung zu entkom­men, das Gewissheiten und Eindeutigkeiten auflöst. Hier wird ein Gefühl aufgerufen, in dem alles einen Sinn macht, wo alles seinen Ursprung hatte und wohin alles zurückfließt. Heimat ist derzeit sehr konkret.
Heimat – eine Selektion
Elke Schmitters hat in einem wundervollen Beitrag im Spiegel im Fe­bruar 2017 geschrieben: »Heimat, das ist für den einen die Gegend, aus der man kommt und die schön ist, weil es die erste war. Das Sanfte, Ver­hangene einer Flusslandschaft, das Schroffe eines Gebirges. Für andre die sachliche Anordnung von Einfamilienhäusern entlang einer Seiten­straße, die Hochhaussiedlung, in der sich alle, die nichts Besseres zu tun haben, in einer Unterführung treffen, um ihr künftiges Leben zu proben … Hei­mat – ein Schulbus, eine 20-M...

Inhaltsverzeichnis

  1. Naika Foroutan | Heimat. Erde. Migration. Mein kulturelles Code-Switching
  2. Die Autorin
  3. Impressum