Der Fremde in uns
eBook - ePub

Der Fremde in uns

Sechs Mosaiksteine einer Religion der Migration

  1. 15 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Der Fremde in uns

Sechs Mosaiksteine einer Religion der Migration

Über dieses Buch

In sechs aneinandergefügten "Mosaiksteinen" beschäftigt sich der Theologe und Leiter des Kulturbüros der EKD in Berlin Johann Hinrich Claussen aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Verhältnis und der Bedeutung von Migration und Religion: in den USA in Zeiten Trumps, im postkolonialen Frankreich mit seinem Umgang mit dem Islam und in Deutschland, das ganz unterschiedliche Facetten dieses Zusammenhangs aufweist.

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Information

Verlag
Kursbuch
Jahr
2018
eBook-ISBN:
9783961960767
Johann Hinrich Claussen
Der Fremde in uns
Sechs Mosaiksteine einer Religion der Migration
I
In den USA hat eine soziologische Studie die unterschiedlichen Einstellungen von christlichen und religionslosen Trump-Anhängern gegenüber Fremden untersucht. Dabei ist das libertäre Cato Institute, wie Ross Douthat jüngst in der New York Times berichtete, zu interessanten Ergebnissen gekommen. Denn, was hierzulande kaum wahrgenommen wird, das rechte Lager jenseits des Atlantiks ist in Glaubensdingen gespalten. Es gibt nicht nur die immer noch starke evangelikale Fraktion, sondern die Säkularisierung hat längst auch die sogenannten »Konservativen« erfasst. Sehr viele der weißen, älteren, männlichen Trump-Wähler aus dem Mittleren Westen oder den südlichen Bundesstaaten, von denen man als Europäer vermuten würde, dass sie fromme Kirchgänger wären, haben zum christlichen Glauben kein Verhältnis mehr, gehören keiner kirchlichen Gemeinschaft an. Es verläuft nicht nur ein tiefer religiöser Graben zwischen den Linken und den Rechten, sondern es gibt mehrere davon, und einer zieht sich durch das rechte Lager.
Das hat Folgen für die Haltung zu Einwanderern und Menschen anderer Hautfarbe. Je häufiger Trump-Wähler zum Gottesdienst gehen, umso weniger sind sie auf einen weißen Suprematismus festgelegt, desto eher sind sie bereit, eine freundliche Perspektive auf Menschen aus anderen Kulturen und Ethnien zu entwickeln, desto weniger sind sie geneigt, bei den Themen »globaler Freihandel« und »globale Migration« aggressiv-populistischen Parolen zu folgen. Besonders deutlich wird der Unterschied, wenn es um race geht: Ein Viertel der nicht christlichen Trump-Anhänger gibt an, dass die eigene weiße Haut für ihr Selbstverständnis von zentraler Bedeutung sei; bei den christlichen Trump-Anhängern sind es neun Prozent. Weniger als die Hälfte der Nichtchristen gab zu, gegenüber Afroamerikanern, Hispanics, Asiaten oder Juden freundliche Empfindungen entwickeln zu können. Bei den Christen waren es 71 Prozent. Anders verhält es sich mit der Einstellung gegenüber Muslimen, hier scheint der trumpistische Zeitgeist erhebliche Folgen zu zeitigen. Zusammengefasst kann man sagen, dass die christlichen Trump-Wähler weniger aggressiv, populistisch, tribalistisch, autokratiefreundlich und fremdenfeindlich sind als ihre nicht christlichen Parteigänger.
Auffällig ist, dass zwischen beiden Gruppen kein wirtschaftliches Gefälle besteht, beide verdienen in etwa gleich viel. Aber mit der gegensätzlichen Einstellung zum christlichen Glauben verbinden sich unterschiedliche soziale Lebensweisen: Die nicht christlichen Trump-Anhänger haben eher keinen höheren Bildungsabschluss, sind eher nicht verheiratet oder in ihre Nachbarschaft aktiv eingebunden. Wenn sie ihre Identität beschreiben wollen, steht ihnen also viel weniger zur Verfügung als ihren christlichen Gesinnungsgenossen, die sich positiv auf ihren Glauben, ihre Bildung und ihre Familie beziehen können. Sie können sich bloß negativ von anderen abgrenzen, und dafür bleibt ihnen fast nur noch die nackte, weiße Haut.
Beide Gruppen haben Trump gewählt und unterstützen ihn immer noch. Aber bei den »konservativen« Kirchgängern ist das eher eine rat...

Inhaltsverzeichnis

  1. Johann Hinrich Claussen | Der Fremde in uns. Sechs Mosaiksteine einer Religion der Migration
  2. Der Autor
  3. Impressum