Fürchten Pazifisten Kriege mehr als Sklaverei?
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Fürchten Pazifisten Kriege mehr als Sklaverei?

Essays und Aphorismen

  1. 100 Seiten
  2. German
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Fürchten Pazifisten Kriege mehr als Sklaverei?

Essays und Aphorismen

Über dieses Buch

ZEITSCHRIFT FÜR EUROPÄISCHE MORALISTIK(Ausgabe Dezember 2021)Drei Essays und etwa fünfhundert sentenziöse Weihnachtsgeschenke: I N H A L TUmworbene RekrutenanwerberBiedermeier als verschlafene Idylle oder linke Revolte zur rechten Zeit?Das Wort sollen sie stehen lassenLieber gesunder Stolz als eitle Koketterie?

Häufig gestellte Fragen

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500 sentenziöse Weihnachtsgeschenke

Demokratische Autorität der Ältesten besiegte
einst die Autokratie des Starken Mannes.
Sozialisten sind Revolutionäre, die nur Reaktionäre
eines mythischen Urkommunismus sind.
Heidnische Barbaren waren stets Demokraten,
Hochkultivierte aber despotische Demagogen.
Romantisch ist nur der nomadische „Wilde“,
klassisch der feudale Grundherr.
Heiden waren stets humaner
vor als nach den Monotheisten.
Das Heilige ist eher ein Erdbeben
als der allumfassende „Sinn des Sinns“.
Stammen wir nun von Affen, blonden Indogermanen
oder schwarzen Afrikanern ab?
Lebenslauf : Wer eher geht und läuft, vergeht später.
Vergleichende Literaturwissenschaft findet mehr Unterschiede als Gleichheit der Literaturen innerhalb derselben Schriftkultur. So fast jeder Vergleich.
Mutter Kirche als getreuer Engelsbote einer Nachricht des Schöpfers an seine Geschöpfe : Ist die Botschaft verschlüsselt, unklar oder vieldeutig?
Grammatik ist kein Diagramm der Muttersprache, moderne Gemälde ähneln verzerrten Piktogrammen.
Das zu einfache Leben ist zu ungesund,
um lebendig genug zu werden.
Wenn Philosophie begriffliche Mystik schrecklicher Vereinfachung durch Weltdualismus ist, gewinnt sie die Vielfalt der Details zurück durch aphoristic turn.
Hegel : „Vernunft ist der Schluss“, als Zirkelschluss am Schluss nur Teufelskreis von Kreisen?
Festungsfeste feiern feste Regeln und Ausnahmen.
Der bloße Weltkreis führt unseren Gesichtskreis
weise um alles an der Nase herum – zu nichts.
Religiös ist die natürliche Erfahrung
irdischer Unerfahrbarkeit des Übernatürlichen.
Absolute Monarchie wird erst relativ
durch freiwilligen Thronverzicht.
Niederer Realismus, Materialismus, Sensualismus, Nominalismus und Naturalismus sind hohe Ideale, gegen die reine Ideen Universalienrealisten sind.
Aristoteles war Universalrealist in Aussagen, Universalienrealist Platon dagegen phantastisch wie Sagen.
Platon sah den Lichtschein, Aristoteles auch das Beleuchtete, und Kant nahm das Auge in Augenschein.
Nomaden waren weder Monotheisten noch Atheisten, aber phantasierten über eine höhere Schicksalsmacht.
Theorien und Theologien sind geistige Abenteuer, und Geschenke bereichern nur Schenker.
Nur Künstler sehen Kants Ding an sich als ein Kunstwerk : Unmögliches erscheint unausweichlich.
Die Idee ist eine unendlich bestimmbare Stimmung, die ihre Bestimmungen bestimmt überstimmt.
Naturwissenschaftler sprechen nur über Naturwissenschaftliches, Künstler hingegen wie die Natur.
Der unsichtbare Vater im sichtbaren Himmel verschwand metaphysisch hinter universal tolerantem Polytheismus aller Monotheismen der Völker.
Himmlisch sieht nur das schöne Bild von etwas aus, das einsieht, ganz anders zu sein.
Himmlische Kunst glaubt und zweifelt zugleich, ob der Himmel in ihren Bildern abgebildet ist.
Der Ewige schenkte dir kein Weltall,
aber Wohnort und Lebenszeit darin.
Leere Hände beten zum Himmel,
volle zum Teufel um mehr.
Proteus war der Gott der Polytheisten und Künstler,
doch Prometheus keiner der kreativen Freigeister.
Niederknien vor Größerem macht
Niederlagen zu Auferstehungen.
Kunst ist Veranstaltung, um Verunstaltungen als schönere Gestalten u. u. sehen zu lassen, und macht ständig Anstalten, aus Anstalten zu fliehen.
Ein Mythos phantasiert keine höhere Macht, sondern über sie, Philosophie verkennt deren Unerkennbarkeit
Platon vergaß fast die Natur über deren Natur.
Philosophie ließ die Kunst immer zufrieden, weil sie selbst eine befriedigende Kunst ist und ihre Urteilskraft deren Einbildungskraft nicht (zer)stört.
Philosophische Liebe zur Wahrheit ist Neugier auf Uraltes oder ein Heidenspaß an der heiligen Ur-Sache, aber ein Mordsspaß am Urheber des Bösen?
Kunst weckt Appetit, den nur Kitsch stillen darf.
Muss man Schlimmstes tun,
um Schönstes zu erlangen, wie sein Bestes geben,
um das Böseste zu ernten?
In nächsten Dingen wendet man sich an den fernsten Himmel, in zu hohen Dingen an zu nahe Hexen.
Wurde die schwarze Magie der Techniker schon poetischer als die weiße Magie der Künstler?
Die Geister, die ein Kunstwerk oder geistreicher Mythos ruft, kommen zum Glück nicht.
Die hundert Taler der Kunst sind mehr als die hundert Taler der Wissenschaft, aber nicht mehr Taler.
Ist der Mensch als Geist denn nur der Schatten, den er wirft, fürchtet und jagt?
Die häufigste Revolution ist seit Kopernikus die ewige Umdrehung der Erde um ihre Sonne.
Nachmetaphysisches Denken ist nur prätheistisches Lenken und Henken, der A(nti)theist ein Antetheist.
Sind Gott und Mensch vereint im Christus, Halbgott oder Heiligen Geist?
Das Eine der Metaphysiker ersetzt nicht den Einen im Himmel, philosophischer Dualismus von Sein und Schein nicht die Kluft zwischen Himmel und Erde, aber christliche Trinität die idealistische Dialektik von Gott und der Welt und der Seele?
Der Schein, den Philosophie scheinbar besiegt, ist nur der augenscheinliche Heiligenschein aller Dinge.
Feste Philosophie ist erbaulich erbaut wie auf Felsen, der durch ein Wort seines Schöpfers gesprengt wird (Jeremia 23, 29).
Die Gravitationskraft der Mater-ie ersetzt nicht die gravitätische Schöpfung ihres hohen Zwecks.
Demokrit und Lukrez ersetzten die Demokratie der Individuen durch die Demagogie der Atome.
Aphoristic turn macht philosophische Dualismen nur vieldeutiger und den Zwei-fel bloßer Gegensätze zu paradoxen Selbstwidersprüchen.
Satan wird stets nur besiegt von Besiegten.
Der Naturalist verliert natürlich Sinn und Verstand, da er ihn nicht für natürlich genug hält.
Ist es nur schlau, ist dummdreist nicht schlimm meist.
Bauern ackern, Adlige handeln (mit Ernten) und Hirten wandeln (durch) die Herdenwelt.
Alles ist faul bis ins Mark, wo jeder bienenfleißig ist.
Scharen von Römern und Griechen zogen Pflugscharen, um sie zu Schwertern dagegen zu machen.
Athen trieb den Naturkult der Heimatstadt,
Rom den Penatenkult der Eigenheime.
Deine Allerliebste sollte keine Liebste aller sein.
„Dornen und Disteln soll er (dein Acker) dir tragen“, doch Distelöl ohne Dieselöl ist für Kräuterhexen eher kalt gepresstes SchickSalatöl als Teufelsbratenheizöl.
Ohne das viele Leid in der Welt hätte die Tugend es nicht schwer genug, um verdienstvoll zu sein, sagt die Theodizee in einer schlechten Welt.
Das Imperium Romanum war schon universell wie die Philosophie, bevor es katholisch getauft wurde.
Philosophen wurden Sophisten dualistischer Vereinheitlichung wie monomanischer Dualisierung, also naseweise Witzbolde des Unwissens und Gaukler gegen gebildete Langeweile.
Sind klare Formen Vorformen von Unförmigem oder Entstellungen von Entstelltem?
Nur philosophische Aphorismen (er)finden spielend, was sophistische Systeme ernsthaft (ver)suchen.
Die Zeit des Philosophen hüpft von Aphorismus zu Aphorismus ins stehende Jetzt der Ewigkeit und vereinfacht vielfältig, statt kompliziert zu homogenisieren.
Philosophischer Zwei-fel wird oft geheilt durch Zerrissenheit von hundert aphoristischen Urteilen. Roms Jupiter trieb es so bunt, dass er Christ werden musste, doch Karthagos Moloch war so antichristlich, dass er erst Römer werden musste : Christus wurde mit Zeus fertig, seit Jupiter mit Baal fertig wurde.
Alles ist auf Wüstensa...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Widmung
  3. Umworbene Rekrutenanwerber
  4. Biedermeier als verschlafene Idylle oder linke Revolte zur rechten Zeit?
  5. 500 sentenziöse Weihnachtsgeschenke
  6. Lieber gesunder Stolz als eitle Koketterie?
  7. Philosophische Grundbibliothek
  8. Übersicht zum Gesamtwerk
  9. Sekundärliteratur zum Aphorismus
  10. Impressum