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Wissenschaft aus Mitgefühl
Was ich von Versuchstieren und Infektionserregern lernte
- 134 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch
Seit Beginn meines Studiums habe ich mich mit dem Thema Tierversuch auseinandergesetzt. Ich wollte nicht wegschauen, sondern verstehen, was richtig und was falsch ist. Dabei habe ich gemerkt, dass dies gar nicht so einfach ist. Im Laufe der Jahre habe ich Gelegenheiten genutzt, um in das Innere von Versuchslaboren zu schauen, die Menschen dort kennen zu lernen und die Systeme von Forschung und Industrie zu beleuchten. Aus Verantwortung vor dem uns begegnenden Leben schauen wir hin, um zu erkennen, was es zu tun gibt!
Häufig gestellte Fragen
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Information
Über die umstrittene Unabdingbarkeit von Tierversuchen
„Solange es keine Alternativen gibt, müssen wir akzeptieren, dass Tierversuche nun mal unverzichtbar sind!“
Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Es scheint eine unumstößliche Tatsache zu sein, die anzuzweifeln an der Glaubwürdigkeit des eigenen Verstandes zu rütteln scheint. Ist dies wirklich so? Oder spricht einfach einer dem anderen nach, und wenn die Masse es verkündet, wie soll man da etwas ändern können? Es liegt an unserem Weltbild, unserem Umgang mit Krankheit und Tod sowie unserem Verhältnis zur Wissenschaft, wenn wir nur so denken können. In einem demokratischen System wie dem unseren entscheidet die Mehrheit, oder manchmal auch die Lobby, nach welchen Regeln gespielt wird und welche Entscheidungen gefördert werden. Ein Einzelner kann aber mit seinen Erkenntnissen viele Menschen begeistern, und auf einmal wandelt sich doch etwas. Und manchmal passen sich dann sogar diejenigen dem Trend an, von denen man es vorher nicht erwartet hätte.
Ich wollte wissen, ob und in welchem Umfang man Tierversuche ersetzen kann. So bewarb ich mich während des Studiums um ein einmonatiges Praktikum in einem Institut, das für die Zulassung und Prüfung von Impfstoffen zuständig war. In dieser Abteilung gab es eine Forschergruppe, die Alternativen zu Tierversuchen entwickelte. Gesetzlich war es vorgeschrieben, dass jede auf den Markt kommende Impfstoffcharge im Tierversuch getestet wurde. Hiervon abzusehen, erforderte eine umfangreiche Erforschung von sogenannten In-vitro-Methoden, die Vergleichstests unterzogen wurden, bevor sie den Tierversuch ersetzen durften. Ein in der Zeit relativ neu angestellter Biologe sagte zu mir, dass, um einen solchen gesetzlich vorgeschriebenen Versuch zu ersetzen, unsäglich viele Tiere zuerst ihr Leben lassen müssten, bedingt durch die vergleichenden Untersuchungen. Dieser Wissenschaftler zeigte mir seine bisherigen Forschungsposter. Sein Interessengebiet war es, kleine Bakterien zu verändern, um sie als Transportmittel für Pharmaka zu nutzen, um diese dann gezielt in ein Organ zu schleusen. Dies war die Idee, für die er bisher Mäuse mit veränderten, farblich markierten Bakterienstämmen infiziert hatte. Als ich ihn fragte, wie denn dieser Versuch Tierversuche ersetzen oder zumindest reduzieren oder „refinen“ (weniger Leid erzeugen) würde, äußerte er mir gegenüber, dass Tierversuche nun mal unverzichtbar seien. Aber der Topf der Geldgeber für tierversuchsfreie Forschung sei noch nicht so ausgeschöpft und man käme schneller an Forschungsgelder, wenn man entsprechend argumentiere, dass man Tierversuche verringern oder ersetzen wolle. Ich glaube allerdings, dass er mit seiner Meinung in diesem Institut eher alleine dastand, und ob seine Kollegen diese Meinung teilten, wage ich, anzuzweifeln. Ob er überhaupt Recht mit dem hatte, was er behauptete, sei dahingestellt. Denn der Topf an Fördermitteln für die Entwicklung von tierversuchsfreien Verfahren ist nur ein minimaler Anteil dessen, was an Forschungsgeldern für Tierexperimente ausgegeben wird.
Auf der anderen Seite habe ich Wissenschaftler kennengelernt, die sich aktiv für Ersatzmethoden engagierten und es tatsächlich schafften, einen vorgeschriebenen Versuch aus dem Gesetz zu streichen. Über die folgenden Jahrzehnte gerechnet rettet dies unzähligen Tieren das Leben, und nebenbei ist es beispielsweise für die Impfstoffprüfung auch finanziell günstiger. Dies unterstrichen Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts, des Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, als sie 2014 argumentierten: „Viele der im Arzneibuch vorgeschriebenen Tierversuche sind historisch gewachsen und entsprechen nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand, da sie nie nach modernen Kriterien validiert wurden. So basieren die vorgeschriebenen Tierzahlen und verwendeten Tierarten häufig auf historischen Erfahrungen statt auf wissenschaftlichen Analysen. Ein Beispiel hierfür ist der Test auf anomale Toxizität. Diese Unbedenklichkeitsprüfung war für alle Impfstoffe und viele andere biomedizinische Produkte vorgeschrieben. Jahrzehntelang haben sowohl Hersteller als auch Kontrollbehörden die ‚Unschädlichkeit‘ jeder Charge mit diesem Test nachgewiesen: Jeweils 2 Meerschweinchen und 5 Mäusen wurde das zu testende Produkt injiziert. Wenn die Tiere 7 Tage symptomfrei überlebten, galt der Test als bestanden. Diese Prüfung geht auf Unschädlichkeitstests zurück, die vor über 100 Jahren für Diphtherie- bzw. Tetanussera entwickelt worden waren.“16
Ich war einmal bei einem solchen gesetzlich vorgeschriebenen Versuch in einem entsprechenden Institut dabei. Eine medizinischtechnische Assistentin sowie ein Wissenschaftler fragten, ob ich diesen Bereich einmal sehen wolle. Also ging ich mit. In einem kleinen Raum befanden sich dicht an dicht die kleinen Mäusekäfige, die den gesetzlichen Vorschriften an die Haltung von Tieren entsprachen. Nichtsdestotrotz ist es sehr bedrückend, diese auf kleinstem Raum gehaltenen Mitgeschöpfe zu betrachten. Wir holten die Mäuse aus den Käfigen und die Mitarbeiterin sagte, dass sie diese nun mit einem Stift im Nacken haltend töten würde. Mit dem Schreibutensil hielt sie den Mäusekopf in Position, mit der anderen Hand zog sie mit einem kraftvollen, schnellen Ruck am Schwanz. So durchtrennte sie das Rückenmark und die hierdurch verlaufenden Nervenstränge, wodurch die Maus sofort starb. Ich gebe zu, dass ich nicht hinsah. Die Mitarbeiterin selbst sagte, dass sie dies überhaupt nicht gerne tue. Es sei vorgeschrieben, aber sie hasse es. In ihren Anfangsjahren im Institut habe sie regelrecht Krämpfe in der Mundmuskulatur und Zahnschmerzen gehabt, weil sie jedes Mal, wenn sie am Schwanz zog, so die Zähne zusammenbiss. Sie sei froh, dass man Stück für Stück, wenn auch mühevoll und zeitaufwendig, die Tierversuche ersetze.
Darüber hinaus führte man mich durch die Tierversuchshaltung des Instituts. So sah ich Schweine und Primaten, die entsprechenden Experimenten dienten. Einblicke in die Unterbringung der zusätzlich gehaltenen Frettchen und Hunde erhielt ich aus hygienischen Gründen nicht. Bezüglich der Primaten berichtete mir der leitende Tierarzt, dass diese zumeist aus Zoohaltungen stammten, in denen sich die Tiere nicht mehr mit anderen verstanden hätten oder für die keine Käfigflächen mehr zur Verfügung standen. Er räumte ein, dass diese nur mit einem Fenster versehenen Räume, die nicht größer waren als ein Kinderzimmer, für die Tiere beengend waren. Doch könne man sie eh nicht weitervermitteln. Dann berichtete er, dass die Tests, die sie durchführten, lediglich Blutentnahmen waren, um zu überprüfen, ob nach der Gabe gewisser Stoffe Antikörper gebildet werden. Für die Blutentnahme musste eine Narkose erfolgen, da die Primaten nicht kooperierten. Der Veterinär erzählte, dass die Betäubung mittels eines durch ein Mundblasrohr abgeschossenen Pfeiles stattfand, so, wie es Zootierärzte durchführen. Man musste aber schnell sein und treffen, denn sonst würden die Tiere sich den Pfeil schnappen und blitzschnell auf den Menschen zurückwerfen. Ich stellte mir dies bildlich vor und musste trotz aller Bedrücktheit schmunzeln. Was mich in dieser Versuchstierhaltung erfreute, war die Haltung der zwei Schweine, die auf Stroh gebettet Auslauf und sogar Tageslicht genossen – im Gegensatz zu manchen zur Fleischgewinnung gehaltenen Artgenossen.
In welchen Bereichen werden Tierversuche eigentlich durchgeführt? Ich blicke hierfür einmal in die rechtlichen Unterlagen. Das Tierschutzgesetz definiert dies folgendermaßen:
„§ 7a (1) Tierversuche dürfen nur durchgeführt werden, soweit sie zu einem der folgenden Zwecke unerlässlich sind:
1. Grundlagenforschung,
2. sonstige Forschung mit einem der folgenden Ziele:
a) Vorbeugung, Erkennung oder Behandlung von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder körperlichen Beschwerden bei Menschen oder Tieren,
b) Erkennung oder Beeinflussung physiologischer Zustände oder Funktionen bei Menschen oder Tieren,
c) Förderung des Wohlergehens von Tieren oder Verbesserung der Haltungsbedingungen von landwirtschaftlichen Nutztieren,
3. Schutz der Umwelt im Interesse der Gesundheit oder des Wohlbefindens von Menschen oder Tieren,
4. Entwicklung und Herstellung sowie Prüfung der Qualität, Wirksamkeit oder Unbedenklichkeit von Arzneimitteln, Lebensmitteln, Futtermitteln oder anderen Stoffen oder Produkten mit einem der in Nummer 2 Buchstabe a bis c oder Nummer 3 genannten Ziele,
5. Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge,
6. Forschung im Hinblick auf die Erhaltung der Arten,
7. Aus-, Fort- oder Weiterbildung,
8. gerichtsmedizinische Untersuchungen.
Tierversuche zur Aus-, Fort- oder Weiterbildung nach Satz 1 Nummer 7 dürfen nur durchgeführt werden
1. an einer Hochschule, einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung oder einem Krankenhaus oder
2. im Rahmen einer Aus-, Fort- oder Weiterbildung für Heil- oder Heilhilfsberufe oder naturwissenschaftliche Hilfsberufe.
(2) Bei der Entscheidung, ob ein Tierversuch unerlässlich ist, sowie bei der Durchführung von Tierversuchen sind folgende Grundsätze zu beachten:
1. Der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist zugrunde zu legen.
2. Es ist zu prüfen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann.
3. Versuche an Wirbeltieren oder Kopffüßern dürfen nur durchgeführt werden, wenn die zu erwartenden Schmerzen, Leiden oder Schäden der Tiere im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar sind.
4. Schmerzen, Leiden oder Schäden dürfen den Tieren nur in dem Maße zugefügt werden, als es für den verfolgten Zweck unerlässlich ist; insbesondere dürfen sie nicht aus Gründen der Arbeits-, Zeit- oder Kostenersparnis zugefügt werden.
5. Versuche an Tieren, deren artspezifische Fähigkeit, unter den Versuchseinwirkungen zu leiden, stärker entwickelt ist, dürfen nur durchgeführt werden, soweit Tiere, deren derartige Fähigkeit weniger stark entwickelt ist, für den verfolgten Zweck nicht ausreichen.
(3) Tierversuche zur Entwicklung oder Erprobung von Waffen, Munition und dazugehörigem Gerät sind verboten.
(4) Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika sind grundsätzlich verboten. Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Ausnahmen zu bestimmen, soweit es erforderlich ist, um
1. konkrete Gesundheitsgefährdungen abzuwehren, und die notwendigen neuen Erkenntnisse nicht auf andere Weise erlangt werden können, oder
2. Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union durchzuführen.“17
Dass Tierversuche immer mit Leid verbunden sind, ist bereits in ihrer Definition im fünften Abschnitt des § 7 (2) inbegriffen:
„Tierversuche im Sinne dieses Gesetzes sind Eingriffe oder Behandlungen zu Versuchszwecken
1. an Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für diese Tiere verbunden sein können,
2. an Tieren, die dazu führen können, dass Tiere geboren werden oder schlüpfen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden erleiden, oder
3. am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die erbgutveränderten Tiere oder deren Trägertiere verbunden sein können.
Als Tierversuche gelten auch solche Eingriffe oder Behandlungen, die nicht Versuchszwecken dienen, und
1. die zur Herstellung, Gewinnung, Aufbewahrung oder Vermehrung von Stoffen, Produkten oder Organismen vorgenommen werden,
2. durch die Organe oder Gewebe ganz oder teilweise entnommen werden, um zu wissenschaftlichen Zwecken
a) die Organe oder Gewebe zu transplantieren,
b) Kulturen anzulegen oder
c) isolierte Organe, Gewebe oder Zellen zu untersuchen, oder
3. die zu Aus-, Fort- oder Weiterbildungszwecken vorgenommen werden,
soweit eine der in Satz 1 Nummer 1 bis 3 genannten Voraussetzungen vorliegt. Nicht als Tierversuch gilt das Töten eines Tieres, soweit dies ausschließlich erfolgt, um dessen Organe oder Gewebe zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden […].“18
Tierversuche finden demnach in verschiedenen Bereichen statt. Angefangen bei der Arzneimittelherstellung über die Forschung an den Universitäten bis hin zu gesetzlich vorgeschriebenen Experimenten in der Pharma- oder Chemieindustrie. Die Anzahl der Tiere, die in unterschiedlichen Feldern in Versuchen zum Einsatz kommen, veröffentlicht in Deutschland das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Diese Tierversuchszahlen kann jeder im Internet einsehen. Ich recherchierte dies vor einigen Jahren. So waren es 2016 1.400.971 Mäuse, 244.339 Ratten und 98.331 Kaninchen, die am häufigsten vertreten waren. Weiterhin nutzte man nach der Definition in § 7 Absatz 2 des Tierschutzgesetzes 3.977 Hunde und 766 Katzen. Sie wurden vorwiegend für die Erforschung von Tierkrankheiten sowie für Toxizitäts- und Unbedenklichkeitsprüfungen in der Arzneimittelindustrie genutzt. Weitere Säugetiere, Vögel und Fische fanden im Tierversuch Verwendung. Die Anzahl der Affen ...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Was mich zu diesem Buch bewegte
- In Resonanz mit Tieren
- Der Weg in die Wissenschaft
- Wonach strebt Wissenschaft?
- Tierversuche – der erste Kontakt
- Geschichte der Tierversuche
- Über die umstrittene Unabdingbarkeit von Tierversuchen
- Dankbarkeit und Wissenschaft
- Zoonosenforschung sollte es sein?
- Erkenntnisse durch Corona
- Zusammenhänge von Forschung, Politik und Wirtschaft
- Infektionsforschung und das große Ganze
- Was will ich und was will ich wirklich?
- Von verrückten und von mitfühlenden Wissenschaftlern
- Lasst uns meditieren und berührt sein
- Und was ist mit den Versuchstieren?
- Nachwort
- Danksagung
- Impressum