Raum und Zeit sind relativ
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Raum und Zeit sind relativ

Ein gewohntes Weltbild wird relativiert

  1. 68 Seiten
  2. German
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Raum und Zeit sind relativ

Ein gewohntes Weltbild wird relativiert

Über dieses Buch

Schon immer haben die Menschen auf den Zufall als Erklärung für vieles, was man sich nicht erklären konnte, zurückgegriffen. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit die moralische Bewertung des Zufalls verändert. Oft wurde er als das Böse dargestellt, als die Niedertracht des teuflischen Willens, mit dem der Teufel den Menschen daran hindert sein eigenes Leben zu leben. Dieses Bild tritt von dem Augenblick an in den Hintergrund, in dem der Zufall teilweise durch die Berechnung gezähmt wird und in dem die Menschen das Gefühl haben, ihn zu kontrollieren oder zumindest zu verstehen.

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Information

Auflage
1
Thema
Kunst

1

Die Macht der Algorithmen wächst, sie steuern unser Leben, stehen mit uns auf, gehen mit uns schlafen. Algorithmen machten die Handlungen eines jeden Einzelnen berechenbar und vorhersagbar. Wenn eine Ehefrau beim Kauf eines Anzuges für ihren Mann dann moniert, dass er sich einfach nicht entscheiden könne: der Algorithmus hätte es, quasi als Doppelgänger jeden Individuums,  gewusst
"Also können diese ganzen faszinierenden Computerprogramme, gespeist mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, einfach nicht irren?"
"Meinen viele, und schon gar nicht im Vergleich zu den Beschränkungen unserer menschlichen Gehirne."
"Das heißt aber doch, dass Menschen wie Marionetten an den Fäden des Algorithmus in den Fängen der Manipulierbarkeit hängen."
"Nicht mehr der Einzelne kann entscheiden, sondern nur noch ein gefühlloser Algorithmus?"
"Man weiß es nicht."
"Abseits von aller Sachproblematik ist damit ein Knackpunkt angesprochen."
"?"
"Die Gefühlswelt des Menschen."
"Aber auch ein noch so gescheiter und mit Daten vollgestopfter Algorithmus muss doch wohl eher ratlos vor solchen den Menschen innewohnenden Gefühlsschwankungen stehen."
"Und dann mit dem Datensammeln von vorne beginnen?"
"Warum nicht? Quasi ein RESET des Algorithmus."
 
Nur wer ohne Vorbehalte akzeptiert, dass er sich vorhersehbar verhält, wird auch vorhersehbar handeln. Nur wer daran glaubt, dass eine anonyme Datenanalysemaschine besser weiß, was für ihn gut ist, verzichtet auf eigene Entscheidungen, auf Freiheit und selbstbestimmtes Handeln.
 
Freies Denken, menschliche Unvollkommenheit und Gefühlswelten  können daher als wirksame Schutzmechanismen gegen die anonyme Macht der Algorithmen funktionieren. Dies ist umso dringender ein Gebot der Stunde, als durch anonyme Algorithmen, vielleicht zunächst nur unbemerkt, ein sich destotrotz dynamisch entwickelnder sozialer Druck aufgebaut wird: jede Interaktion (und sei sie auch noch so kritisch) wird als wertvoller Input zur weiteren Perfektion des Systems erfasst und aufgezeichnet.
"Alle Versuche, den Mustern der Algorithmen entgegenzuwirken, werden ausgewertet und für neue Algorithmen verwendet?"
"Schlimmer noch, niemand weiß, welche Instanz an den Reglern der Algorithmen sitzt, man kennt weder Motive noch hat man Einfluss auf sie."
"Die größten Gefahren, die aus solcher Erkenntnis der Ohnmacht entstehen, lauern in den Wahrscheinlichkeiten einer zunehmenden Selbstzensur."


2

Die Sterne sind nicht dort wo sie zu sein scheinen, wo wir sie sehen. Bereits 1905 hat Einstein festgestellt, dass eine stimmige Physik die Phänomene Raum und Zeit anders auffassen muss, als der Alltagsverstand sie bis dahin verstanden hatte. Für Strecken und Zeitintervalle eines beobachteten Vorgangs können demnach keine absoluten Werte gemessen werden, sondern nur welche, die von der Geschwindigkeit des Beobachters relativ zum Beobachteten abhängen. Damit hatte sich ein ganzes Weltbild nicht nur verschoben, sondern geradezu komplett umgekrempelt. Als Einstein Jahre später die Schwerkraft mathematisch auch noch als Krümmung von Raum und Zeit beschrieb, stieß er viele der bis dahin geltenden Theorien vom Thron. Raum und Zeit waren nun nicht nur relativ, sondern auch durch in ihnen verteilte Materie und Energie verformbar.
"Statt die feste Bühne des Welttheaters zu sein, entpuppten sich Raum und Zeit als Mitspieler in den darin aufgeführten Dramen."
"?"
"So verzerrt die Sonne die Raumzeit um sich herum, weswegen Licht dort auf gekrümmten Bahnen läuft."
"Licht wird also von der Sonne angezogen?"
"Ja, Licht ist schwer. Eine Sache, von der man vorher annahm, dass es sowas überhaupt nicht geben könne."
"?"
"Licht betrachtete man als Schwingungen, die nichts wiegen."
"?"
"Es sei denn, man folgt Einsteins spezieller Relativitätstheorie, der zufolge Energie, also auch Schwingungsenergie, über die Formel E=mc2 mit einer Masse verknüpft ist."
  
Beim Standortmarketing bewegt sich eine Kommune in einem nahezu unüberschaubar weiten Wettbewerbsumfeld bis hin zum harten Ausscheidungskampf hinsichtlich erhoffter und herbeigesehnter Ansiedlungen. Kommunen mit Defiziten (nur "Dabei sein" alleine reicht nicht mehr) werden nicht nur Chancen verschenken, sondern riskieren auch ins Hintertreffen zu geraten. Um solches zu vermeiden, muss sich das Standortmarketing konsequent auf den "Kundennutzen", d.h. Sichtweise und Anforderungen der betreffenden Zielgruppe (Investoren, Gewerbeansiedlung) ausrichten, eine Sichtweise nur aus dem eigenen Blickwinkel der Kommune ist zu vermeiden.
"Eigenständige Planungsbilanzen der Standorte könnten eine Antwort darauf geben, wie Hektik und Enge der Arbeitswelt mit zukunftsfesten Wohn- und Lebensbedingungen in Einklang gebracht werden sollen."
"?"
"Wichtig ist, zwischen Standortfaktoren wirkende Wechselbeziehungen möglichst transparent darzustellen, um daraus dann auch entsprechende Rückschlüsse und Potenziale für die Zukunft ableiten zu können."
 
Kommunen mit nicht ausgeschöpften Potenzialen verschenken Chancen und laufen Gefahr, über kurz oder lang ins Hintertreffen zu geraten. Man muss seinen "Nabelschau-Innen-Blick" auf Märkte umpolen. Es sollte daher ein Grundverständnis über die wesentlichen Geschäftsprozesse des Standortes und deren Bedeutung geschaffen werden: Geschäftsprozesse (GP) bilden die wesentlichen Themengebiete zur Wirtschaftsentwicklung des Standortes ab. Es geht um die Abbildung des Geschäfts-(Standortentwicklungs-)modells in prozessorientierter Sicht. Die Prozesse werden hierzu als Aktivitätsbündel definiert. Es sollen die für Wirtschaftsentwicklung/Standort relevanten, d.h. wertschöpfenden Kernprozesse herausgearbeitet und beschrieben werden. Solche Kernprozesse müssen/sollten einen Mehrwert für ansässige Firmen, Ansiedlungsinteressenten, Investoren u.a. schaffen können.
"Dabei stehen aber noch einige wichtige Fragen im Raum."
"Zum Beispiel?"
"Welches sind die wichtigen Kernprozesse?"
"Also Verwaltungsprozesse, bürokratische Abläufe, Genehmigungsverfahren oder so?"
"Richtig, oder beim Standortmarketing Markt-/Konkurrenzanalyse, Info- Material, Neukundengewinnung, Imageförderung, Standortsicherung."
"Und für die Wirtschaftsförderung?"
"Bestandspflege und auch Fördermittel."
"Und wie können so definierte Kernprozesse a) quantitativ und b) qualitativ bewertet werden? Beziehungsweise welche Indikatoren, Kennzahlen, Maßeinheiten können gegebenenfalls diesen Kernprozessen zugeordnet werden?"
"Man sieht, es gibt also einen Haufen von Fragen zu klären."

3

Steht die Sonne neben einem Stern, krümmt sie den Weg des Lichts zur Erde, so dass er einem Beobachter dort etwas von der Sonne weggerückt erscheint. Bei Entscheidungen, die von der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten getroffen werden, beispielsweise zu Zuwanderung, Atomkrieg, Terrorismus, Big Data, Zivilisation, Nationalismus u.a., könnte es um die Zukunft des Lebens also solchem gehen. Und diese Entscheidungen können immer auch nur auf der Basis des gegenwärtigen Weltbildes getroffen werden. In mancher philosophischen Denkweise müssten wir uns beim Rätsel Mensch von dem traditionellen Bild jenes Wesens verabschieden, das so stolz auf seine Freiheit und seinen Willen ist. Denn je mehr Macht und Einfluss der Datensysteme wachsen desto mehr muss der Mensch die Illusion, Souverän der eigenen Entscheidungen zu sein, aufgeben.
"Weil sein Bewusstsein mit den Computern nicht mehr mithalten kann?"
"Ja, und er sich mehr und mehr in ein Geschöpf der Algorithmen verwandelt."
Das heißt, wer noch die Kontrolle über sein persönliches Dasein und die Zukunft seines Lebens behalten will, muss sich selbst erkennen?"
"Und schneller sein als die Algorithmen."
"Illusionen sind dabei zu viel Gepäck."
"Und sollten deswegen besser zurückgelassen werden."
"Dafür braucht es aber eine Menge an geistiger Flexibilität."
"Und große Reserven an emotionaler Ausgeglichenheit."
"Ein überraschender Fluchtpunkt könnte dabei der geheimnisvolle, unentdeckte Geist eines jeden Menschen sein."
"Also nicht sein von Algorithmen gekapertes, klapperndes Bewusstsein?"
"Nee, man muss sich eben anstrengen, um erkennen zu können, wer man wirklich ist."
"?"
"Um auf diese Weise in einer viel zu komplizierten übermächtigen Welt der perfekten technologischen Täuschungen und Manipulationen eine letzte persönliche Gewissheit zu retten."
Die Stadtentwicklung und Raumplanung steht vor einem Umbruch: an vielen Standorten haben Wanderungsbewegungen, Alterung der Gesellschaft u.a. unübersehbare Probleme geschaffen. Während sich die Planungsüberlegungen der meisten Standorte in der Vergangenheit überwiegend wachstumsbezogen orientiert haben, geht es heute um eine mehr differenzierte Betrachtungsweise. Für die erforderliche Neuorientierung für den Umgang mit der sich weiter ausdifferenzierenden räumlichen Entwicklung müssen Städte und Gemeinden daher eigenständige Leitbilder entwickeln. Da die Menschen aufgrund der Konzentration der nicht lokalgebundenen Arbeitsplätze in den Metropolregionen häufiger umziehen, erhöhen sich in vielen Wohngebieten auch die Fluktuationsraten.
"Eigenständige Leitbilder der Standorte müssen daher auch eine Antwort darauf geben, wie Hektik und Enge der Arbeitswelt mit zukunftsfesten Wohn- und Lebensbedingungen in Einklang gebracht werden sollen."
"Richtig, beim Standortmarketing bewegt sich eine Kommune aber in einem Wettbewerbsumfeld bis hin zum Ausscheidungskampf."
"Kommunen mit Defiziten, nur "Dabei sein" alleine reicht nicht mehr, werden nicht nur Chancen verschenken."
?"
"Sondern riskieren auch ins Hintertreffen zu geraten."
"Und um solches zu vermeiden, muss sich das Standortmarketing konsequent a...

Inhaltsverzeichnis

  1. Titel
  2. Prolog
  3. 1
  4. 2
  5. 3
  6. 4
  7. 5
  8. 6
  9. 7
  10. 8
  11. 9
  12. 10
  13. 11
  14. 12
  15. 13
  16. 14
  17. 15
  18. 16
  19. 17
  20. 18
  21. 19
  22. Impressum