Was wir als Christen von Anderen lernen können
eBook - ePub

Was wir als Christen von Anderen lernen können

Eine Botschaft aus dem II. Vatikanischen Konzil

  1. 68 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

Was wir als Christen von Anderen lernen können

Eine Botschaft aus dem II. Vatikanischen Konzil

Über dieses Buch

Hier geht es konkret um die Frage, die wohl eine zeitlose Aktualität hat: ob nicht die Kirche und wir Christen noch mehr und intensiver selbst Lernende sein müssten. Hübner greift damit die Intention von Papst Johannes XXIII. auf, die ihn bewog, das 2. Vatikanische Konzil einzuberufen. Der Papst war davon überzeugt, dass die Kirche nicht nur Lehrerin der Völker ist, sondern dass sie selbst auch lernende Kirche sein muss. Sie muss sich verheutigen, um besser von dem reden zu können, was die Mitte ihres Auftrag ist: das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus aller Welt und jeder Generation neu anzubieten. Dazu bedarf es zum einen eines gehorsamen Hinhörens auf den Geist Gottes, der die Kirche durch allen Wandel der Zeiten geleitet und im Glauben bewahrt. Aber es bedarf zum anderen eines ebenso intensiven Hinhörens auf die jeweilige Gegenwart, in der die Kirche ihren Auftrag zu erfüllen hat. Damit aus dem kostbaren Erbe, das die Kirche weiterzugeben hat, ein neues Angebot für die heutige Generation werden kann, braucht es eine wache kirchliche Aufmerksamkeit für die sich wandelnde Geschichte und Kultur, für die Sehnsüchte und Fragen der Menschen, für Erfahrungen, die sich aus einem geweiteten Wissens- und Erfahrungshorizont der Menschheit heute ergeben. Kurz: Es bedarf eines gereiften, lernbereiten, gleichsam erwachsen gewordenen Glaubens, der auf der Höhe der Zeit und ihres Denkens ist, um besser zu verstehen, was Andere, nicht zuletzt auch Nichtglaubende bewegt.Joachim Wanke, Bischof em. von ErfurtHerausgeber: Hans-Jürgen Sträter, Adlerstein Verlag

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu Was wir als Christen von Anderen lernen können von Siegfried Hübner im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Theologie & Religion & Christentum. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.

Information

Anmerkungen

1.) Eine von den Bischöfen in unserer Region veranlasste Studie erbrachte im Frühjahr 1989 den Befund, dass von den als Kleinkind katholisch Getauften beim Eintritt ins Schulalter ca. 25% für die Kirche nicht mehr erreichbar, im Alter von 25 Jahren – nach 10 – 15 Jahren Leben im Einflussbereich kirchlicher Katechese, Predigt und Jugendarbeit – nochmals 50% „weggeblieben“ waren, das „Regenerationspotential“ unserer Kirche demnach mit ca. 25% zu veranschlagen war.
2.) Papst Johannes XXIII., Ansprache zur Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils am 11. 10. 1962, in: Ludwig Kaufmann/Nikolaus Klein, Johannes XXIII. Prophetie im Vermächtnis, Fribourg/Brig 1990, 116-150,136.
3.) Vgl. z.B. die Beurteilung unserer gegenwärtigen Situation aus theologischer Sicht: „Seit der Aufklärung befindet sich das Christentum in einem ungeheuren Prozess der Neuinterpretation seines Dogmas, d.h. der Transposition dieses Dogmas aus den Verstehenshorizonten der Antike und des Mittelalters in die der gegenwärtigen Zeit. Eine solche Transposition … beinhaltet natürlich eine Unmenge dogmatischer Einzelfragen, auch wenn diese Transposition zugleich eine eine und ganze Aufgabe bedeutet, die auf den innersten und eigentlichen Kern des Wesens des Christentums zielt … Dieser Prozess kann …, wo er mutig und unbefangen, Schritt für Schritt, das Einzelne und das Ganze erwägend, vollzogen wird, dem Gläubigen und dem Theologen die Erfahrung vermitteln, die ja an sich, rein geschichtlich gesehen, gar nicht selbstverständlich ist, aber zur Hoffnung des Glaubens des Gläubigen gehört, dass nämlich dieser Transpositionsprozess die Selbigkeit des christlichen Glaubens und der Kirche durch all die radikal sich wandelnden Epochen der Geistesgeschichte hindurch nicht aufhebt, sondern bestätigt, dass der neue Glaube der alte ist und der alte Glaube immer neu wird“. K. Rahner, Jungfräulichkeit Marias, in: Schriften zur Theologie XIII. Zürich 1978, 362-377, 370f.
4.) Diesen Leitsatz verdankte Angelo Roncalli seinem geistlichen Begleiter in Exerzitien, die er als Zwanzigjähriger nach der Rückkehr aus dem Militärdienst machte. Er hat ihn nie vergessen und schrieb später dazu: „Dies wurde ein Prüfstein, der mir einen neuen unerforschten Horizont enthüllte, voller Geheimnis und geistiger Faszination.“ P. Hebblethwaite, Johannes XXIII. Das Leben des Angelo Roncalli, Zürich 1986, 56.
5.) Von einem „Sprung nach vorn“ sprach Johannes XXIII. In der von ihm selbst entworfenen italienischen Fassung seiner Ansprache zur Eröffnung des Konzils. Vgl. den oben (Anm. 2) angegebenen Text. In seiner Ansprache zum Abschluss der ersten Sitzungsperiode des Konzils am 8. 12. 62 wiederholte er diese Formulierung: G. Alberigo, Papst Johannes XXIII. Leben und Wirken des Konzilpapstes, Mainz 2000, 159. Sie ist bezeichnend für die Überzeugung und Intention, die ihn zur Einberufung des Konzils veranlasste, und erinnert unmissverständlich daran, wie er selbst das Wort „Aggionamento“ (= „Verheutigen“) verstand, das er in die „Kirchensprache“ ein-führte, - gegenüber „kirchenamtlichen“ Umdeutungen dieses Stichwortes, die nach seinem Tod vorgenommen wurden, um dessen ursprünglich kritisch-programmatisches Verständnis zu entschärfen, schon durch seinen Nachfolger, Papst Paul VI., und später in der außerordentlichen Bischofssynode, die 1985 auf das Konzil zurückblickte. Vgl. hierzu: Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils V, hg. v. Guiseppe Alberigo, Ostfildern 2008, 420A.; Zukunft aus der Kraft des Konzils. Die außerordentliche Bischofssynode, hg. v. W. Kasper, Freiburg 1986, 100 -102.
6.) Josef Ratzinger, Einführung in das Christentum, München 1968, 17-20.
7.) Vgl. seine zum Pfingstfest 1944 in Istanbul gehaltene Predigt, zitiert und kommentiert v. P. Hebblethwaite, (Anm. 4), 254f. und Guiseppe Alberigo, Johannes XXIII. (Anm. 5), 103f.
8.) Als Beispiel sei verwiesen auf Karl-Wilhelm Merks, Gott und die Moral. Theologische Ethik heute, Münster 1998, der zu den „Zehn Geboten“, 211-236, 214, feststellt: „Gott lenkt Menschen in ihrer Verantwortung und Freiheit so, und er begnadigt die menschliche Freiheit so, dass er Menschen selbst finden lässt, was Gerechtigkeit und Liebe erfordern, das heißt, was sein Wille ist. Doch darin sind die Zehn Gebote zugleich ganz menschlich. In einer These formuliert: Die Zehn Gebote sind durch Menschen selbst entdeckt, sie sind von der menschlichen Freiheit aus, von Menschen mit ihrer Freiheit `erfunden´ und in Worte gefasst“.
9.) Auf diese Probleme und deren Dringlichkeit machen katholische Theologen seit Jahrzehnten aufmerksam. Ein Schlaglicht auf unsere Situation in dieser Beziehung wirft die Erinnerung von Kardinal Carlo Martini, damals Erzbischof von Mailand, der größten Diözese der Welt, an das letzte Konklave im Jahre 2005: „Da haben wir unter uns Kardinälen offen die Fragen diskutiert, welche auf den neuen Papst zukommen werden, worauf er neue Antworten geben muss. Dazu gehörten, so meinte ich, der Umgang mit der Sexualität und die Kommunion für die Geschiedenen und Wieder-verheirateten“. Kardinal Carlo M. Martini/Georg Sporschill, Jerusalemer Nachtgespräche. Über das Risiko des Glaubens, Freiburg 2008, 50.
10.) Als „Anfang des Anfangs“ hat Karl Rahner das Ergebnis des Konzils verstanden. Vgl. seinen Vortrag: Das Konzil – ein neuer Beginn, Freiburg 1966, 19f., mit der Feststellung: „Aber gemessen an der Aufgabe, der die Kirche in den nächsten Jahrz...

Inhaltsverzeichnis

  1. Motto
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Geleitwort von Joachim Wanke, Bischof von Erfurt
  4. Ein seltsames Thema
  5. „In einer von Gott geleiteten Welt ...“
  6. Was wir als heutige Christen lernen müssen
  7. Glauben unter sich weitendem Horizont
  8. Der klassische Fall Galilei
  9. Tragische Ungleichzeitigkeit
  10. Vergebliche Warnungen
  11. Das Erbe einer fragwürdigen Logik
  12. Die ganz andere Ur-Kunde christlichen Glaubens
  13. Die Wegweisung des Konzils
  14. In der Begegnung mit dem Anderen Gott erfahren
  15. „Anfangen, das Evangelium besser zu verstehen“
  16. Zu den Verweisen auf Konzilstexte
  17. Anmerkungen
  18. Zum Autor
  19. Impressum