Armut in Entwicklungsländern.
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Armut in Entwicklungsländern.

  1. 291 Seiten
  2. German
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Armut in Entwicklungsländern.

Über dieses Buch

Die Autoren dieses Buches, Entwicklungsökonomen und führende Praktiker der Entwicklungspolitik, befassen sich mit grundlegenden und aktuellen Problemen der Armut in Entwicklungsländern. Zwanzig Prozent der Weltbevölkerung lebt heute in absoluter Armut und davon ein großer Anteil weit unterhalb der Armutsschwelle. Die Autoren behandeln Ausmaß, Entwicklung, Ursachen und Wirkungen der Armut in Entwicklungsländern. Sie befassen sich außerdem mit der Rolle der Wirtschafts- und Sozialpolitik, insbesondere aber auch der internationalen Entwicklungspolitik bei der Bekämpfung der Armut. Armut bedeutet nicht nur niedriges Einkommen, sondern auch geringen Bildungsstand, wenig Möglichkeiten zur Kommunikation, soziale Deklassierung, häufige Erkrankung und kurze Lebenserwartung. Wegen der Vielschichtigkeit von Armut ist es schwierig, ihr Ausmaß genau zu bestimmen. Die im Buch dargestellten Meßkonzepte reichen von dem wenig aussagefähigen und sogar irreführenden "headcount" bis zu komplexen Indikatoren mit hohem Informationsgehalt für Öffentlichkeit und armutsbekämpfende Behörden. Wie immer Armut begrifflich gefaßt wird, es scheint, wie aus dem umfangreichen empirischen Material des Buches hervorgeht, sicher zu sein, daß sie in den letzten zwanzig Jahren zugenommen hat. Verschärfte Armut tritt auch in Entwicklungsländern mit befriedigendem Wirtschaftswachstum auf. Armut ist nicht in erster Linie auf niedrige Produktivität zurückzuführen, sondern wie von den Autoren gezeigt wird, auf ein Bündel von Faktoren, die Einkommensmöglichkeiten und Partizipation an staatlichen Leistungen im allgemeinen und öffentlichen Gütern im besonderen unter Mindestschranken drücken. Wenn Armut auch bei relativ hohem Pro-Kopf-Einkommen auftreten kann, bedeutet dies nicht, daß wirtschaftspolitische Maßnahmen für die Bekämpfung der Armut ungeeignet seien. Armutsbekämpfung kann sich sowohl wirtschafts- und ordnungspolitischer Mittel bedienen als auch direkter Transferleistungen. Auch die Wirtschaftspolitik der Industriestaaten kann zur Armutsbekämpfung beitragen, indem sie ihren Protektionismus gegenüber Importen aus Entwicklungsländern reduziert und abrupte Veränderungen der Finanz- und Geldpolitik vermeiden hilft, die in Entwicklungsländern deutlich erkennbare Auswirkungen auf die Armutsgruppen zur Folge gehabt haben. Aber auch Entwicklungshilfe kann einen Beitrag leisten, sei es direkt, sei es indirekt, indem Mittelabflüsse an Eigenanstrengungen der Empfängerländer bei der Armutsbekämpfung geknüpft werden.

Häufig gestellte Fragen

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Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Einleitung
  3. Renate Schubert, Zürich: Armut in Entwicklungsländern – Begriff, Ausmaß, Konsequenzen
  4. Eberhard Scholing, Hamburg: Über den Zusammenhang zwischen materieller Armut und Sterblichkeit in Entwicklungsländern. Korreferat zum Referat von Renate Schubert
  5. Hans-Rimbert Hemmer, Gießen: Ansatzmöglichkeiten einer armutsorientierten Entwicklungspolitik: Ein Überblick
  6. Francesca Schinzinger, Aachen: „Armut“ in wirtschaftshistorischer Perspektive
  7. Vincenz Timmermann, Hamburg: „Armut“ in wirtschaftshistorischer Perspektive. Anmerkungen zum Referat von Francesca Schinzinger
  8. Thilo Hatzius, Heidelberg/Rainer Marggraf, Hamburg: Konzepte der Armutsmessung
  9. Hermann Sautter, Göttingen: Internationale Armutsbekämpfung. Zu den Möglichkeiten der Entwicklungszusammenarbeit
  10. Michael Bohnet, Bonn: Armutsbekämpfung durch Hilfe zur Selbsthilfe. Korreferat zum Referat von Hermann Sautter
  11. Wolfgang Kroh, Frankfurt a. M./Siegfried König, Bad Nauheim: Möglichkeiten der Armutsbekämpfung über den Projektansatz der Entwicklungszusammenarbeit. Korreferat zum Referat von Hermann Sautter
  12. Rolf Schinke, Göttingen: Armut und Verschuldung: Der Einfluß des Ressourcentransfers auf die Entwicklung der Preise handelbarer und nichthandelbarer Güter
  13. Rasul Shams, Hamburg: Steuerreform und Armutsbekämpfung: das Beispiel Jamaika