
- 180 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Über dieses Buch
"Eine spirituelle, fesselnde Reise zu dir selbst."
Völlig ausgebrannt und überarbeitet trifft David zu einem Ayurveda-Urlaub auf der tropischen Insel Sri Lanka ein. Bereits am ersten Tag begegnet er der charmanten und geheimnisvollen Urlauberin Jeanne du Moulin.
Diese und andere Begegnungen konfrontieren David mit einer jenseitigen Welt, welche die Sicht der Dinge auf sein bisheriges Leben komplett verändert. Auf der Suche nach Wahrheit und Selbstfindung wird der Aufenthalt anstrengend, teilweise schmerzvoll und endet schließlich mit einem Befreiungsschlag.
In seinem Debütroman nimmt der erfolgreiche Autor Joerg Kressig den Leser mit auf eine fesselnde Reise voller Erkenntnisse und Inspirationen.
Häufig gestellte Fragen
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Personal DevelopmentThema
Self ImprovementHäufig gestellte Fragen rund ums Hellsehen

Dieses Kapitel gibt Antworten auf die mir am häufigsten gestellten Fragen, angefangen von meinen Erfahrungen in Sachen Spiritualität bis hin zur Art der Information, die ich von meinen Geistführern bekomme, und spirituellen Interaktionen mit ihnen.
Eines ist offensichtlich: Das Universum und die Mechanismen, die die spirituellen Gesetze festlegen, sind so komplex, dass wir nur einen kleinen Bruchteil der Strukturen dieser anderen geistigen Welt verstehen können. Das gilt selbst für die intellektuell brillantesten und spirituell erleuchtetsten Menschen unter uns. Die geistige Welt unterscheidet sich unglaublich stark von unserer Welt. Ich möchte nicht so tun, als hätte ich Antworten auf jede Frage. Ich kann nur hie und da einen Blick erhaschen und mein Bestes geben, eine Interpretation zu liefern. Mit der Zeit haben einige dieser Interpretationen größere Glaubwürdigkeit erhalten, was ich anhand von Konsistenz, Bestätigung und Wiederholung ablese. Andere Erklärungen entgehen mir nach wie vor und ich hatte viele Erfahrungen mit der geistigen Welt, die mir bis heute ein Rätsel sind.
Bei vielen der tieferen, spiritueller orientierten Fragen, die ich gestellt bekomme, nehme ich oft Zuflucht zu Analogien und Metaphern, um sie zu erklären. Einige der Themen haben komplexe Antworten, ich kann sie einfach nicht besser erklären. Ich bin nicht der Erste, der zugibt, dass viele dieser Antworten unvollständig sind, da die Welt jenseits der unsrigen geheimnisvoll und grenzenlos ist. Aber wo es geht, gebe ich Beispiele aus meinem Leben und meiner Arbeit, die die Schlüsse stützen, die ich gezogen habe. Du wirst deine eigenen Schlüsse ziehen, abhängig von dem, was dir entspricht.
Ich denke, dass es meine Pflicht als Medium ist, nicht nur Botschaften an meine individuellen Klienten weiterzuleiten, sondern auch der Welt im Allgemeinen mein Wissen zu kommunizieren. Ich weiß nicht, warum ich sonst diese Fähigkeiten hätte bekommen sollen, wenn nicht, um sie zu teilen! Daher werde ich weiter aufschreiben, dokumentieren und meine Glaubenssätze mitteilen, so, wie sie sich eben entwickeln oder durch persönliche Erfahrung bestätigt werden.
Kommen auch Seelen von Tieren durch?
Ja, absolut! Über die Jahre sind die Energien von Haustieren mit überraschender Beständigkeit durchgekommen. Ich habe viele Seelen erklärt, die als Tiere gelebt haben, seien es Hunde, Katzen oder Vögel. Es ist klar, dass die Verbindungen, die alle lebenden Wesen mit uns und miteinander geknüpft haben, weiterbestehen, genauso wie ihre Lebensenergien. Ich »spreche« nicht mit den Tieren per se, denn ich bin kein Hellseher für Tiere oder Tierflüsterer. Da ich jedoch in der Lage bin, festzustellen, wie Menschen gestorben sind und Details über ihr Leben zu sehen, gelingt mir dasselbe oft auch mit Tieren. Ich lese Informationen aus ihrer Lebensenergie ab und wie wir bereits festgestellt haben, muss diese Energie die Informationen nicht durch das gesprochene Wort kommunizieren.
Diese Tatsache wird kaum jemanden überraschen, der einmal ein Tier besessen hat. Immerhin kann die Gemeinschaft, die manche Tiere kommunizieren, enger sein als viele menschliche Beziehungen. Es ergibt Sinn, dass die meisten dieser Dynamiken sich fortsetzen. Ganz so, wie eine physische Inkarnation nicht die gesamten Fähigkeiten unserer Seele abdeckt, gilt dasselbe auch von unseren tierischen Freunden. Für sie hat jede Inkarnation ihren Zweck und sie sind immer noch in der Lage, ihre Wertschätzung und ihre Liebe zu kommunizieren.
Eine der tiefsten Verbindungen mit einem Tier erlebte ich während einer medialen Lesung in meiner Show mit der Schauspielerin Jennifer Esposito. Das Treffen fand in einer stillen Bäckerei in New York statt, wo ich einer offenen, lieben Frau begegnete, die mir ein einziges Objekt überreichte: eine abgetragene, viel geliebte Fliege.
Mit dieser Fliege in der Hand war mir klar, dass Jennifer es darauf abgesehen hatte, mit jemand spezifischem Verbindung aufzunehmen. Neben einer Großmutter, die vorbeischaute, und ein paar entfernten Verwandten, die versuchten Verbindung aufzunehmen, konnte ich meine Aufmerksamkeit kaum von einer hartnäckigen Energie lösen, die wiederholt ihren Namen vorbrachte: Frank.
Als ich mich auf Frank einstimmte, sah ich mein Symbol für einen progressiven Niedergang – ein Krankenhausbett, das physische Krankheit und Verfall repräsentiert. Anfangs war ich verwirrt. Dieses Bewusstsein wies deutlich darauf hin, dass andere an seinem Hinübergehen beteiligt gewesen waren. Und doch hatte ich nicht das Gefühl, dass es sich um Mord handelte oder auch nur darum, dass jemand einen lieben Menschen nicht weiter am Leben erhalten ließ. Dieser Fall, so viel konnte ich sagen, war anders.
Erst als ich eine Vision mit goldenem Fell bekam, wurde mir klar, dass ich hier kein verstorbenes Familienmitglied vor mir hatte – zumindest keines im traditionellen Sinn. Mir schoss das Bild eines Golden Retrievers durch den Kopf, als ich die Fliege in Erwachsenengröße in der Hand hielt.
Mit jedem Wort, das ich sagte, wirkte Jennifer überwältigter und sie gab mir sofort Bestätigung. Frankie, so erklärte sie, war ihr Golden Retriever, dem man vor Kurzem bei seinem Übergang hatte helfen müssen. Sie stand auf, offensichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen. Sie ging ins Nebenzimmer und holte eine Fotografie ihres geliebten Hundes, Frankie, der genau die Fliege trug, die ich in der Hand hielt.
Obwohl ich keine wohlformulierte Botschaft von der Seele des Hundes bekam, konnte ich fühlen, wie sehr er es zu schätzen wusste, dass man ihm ein langes Leiden erspart hatte. Mit jeder Bestätigung, die ich bekam, fühlte ich, wie seine Liebe zu Jennifer wuchs. Frankie war überglücklich, dass seine Besitzerin zu ihm stand. Es war klar, dass Jennifer unglaublich starke Gefühle für ihren Hund hatte, und sie rechnete es ihm hoch an, dass er ihr geholfen hatte, die Höhen und Tiefen des Lebens zu bewältigen. Aber für den Hund war Jennifer sein ganzes Leben. Die Tatsache, dass er in der Lage war, so stark durchzukommen, war ein Testament der unglaublichen Liebe, die die beiden verband, selbst über den Tod hinaus.
Werden Tiere wiedergeboren?
Auf unserer Weiterreise in die geistige Welt können wahrscheinlich dieselben Prinzipien auf alle Wesen mit Bewusstsein angewendet werden. Wiedergeburt ist ein schwindelerregendes Thema, doch im Kern steht die Evolution der Seele. Alle Bewusstseinszustände bieten uns Lernmöglichkeiten und solange die Seele diese Erfahrungen behalten kann, hat es einen Sinn, dass sie in Folgeinkarnationen weiterzieht.
Ein Beispiel kommt von einem privaten Klienten von mir, den ich zu Hause besuchte, für eine mediale Lesung. Sein Schäferhund war drei Jahre zuvor gestorben, sie hatten eine untrennbare Verbindung miteinander gehabt. Nach dem Tod des Hundes wurden seine Überreste eingeäschert und in eine Urne gelegt, die an prominenter Stelle auf dem Bücherregal meines Klienten stand. Nach einem langen Trauerprozess entschied mein Klient sich, einen Welpen aus dem Tierheim zu retten, um seinen Schmerz und seine Einsamkeit zu lindern.
Kurz nachdem er mit ihm nach Hause gekommen war, rannte der Welpe genau zu der Stelle, an der der Schäferhund gestorben war. Aus den Tagen wurden Wochen und es war klar, dass das der Lieblingsruheplatz des neuen Hundes war. Dabei war es ein eher seltsamer Ort – eine enge Ecke in der Waschküche. Mit der Zeit gewöhnte sich der Welpe an sein neues Zuhause. Eines Tages kam mein Klient nach der Arbeit nach Hause und stellte überrascht fest, dass er ein aufgeregtes Bellen vom Bücherregal hörte. Anfangs war er sich nicht sicher, was die Aufmerksamkeit des Hundes stundenlang so beanspruchte. Als er darauf kam, dass es möglicherweise die Urne war, entschied er sich, sie aus dem Haus zu entfernen, um zu sehen, ob das Bellen nun aufhören würde. Das tat es seltsamerweise nicht. Mein Klient konnte sich nur wundern.
Die Zeit verging und mein Klient bemerkte eine zunehmende Zahl von Zeichen, die er sich nicht erklären konnte. Der neue Hund schien ein paar seltsame Angewohnheiten zu haben, die mit dem verstorbenen Hund in Verbindung standen. Die skeptische Seite des Klienten fragte sich, ob der Welpe nicht einfach nur den Geruch seines alten Hundes aufgefangen hatte und darauf reagierte. Doch als der Welpe anfing, ständig in dem Bereich auf sein Futter zu warten, wo der Napf des alten Hundes gestanden hatte, fragte er sich, ob nicht mehr an der Sache sei. Er bemerkte sogar, dass, wenn er mit seinem energiegeladenen Welpen spazieren ging, dieser die alte, kürzere Route wählte, die sein alter Schäferhund in den letzten Jahren seines Lebens bevorzugt hatte. Die einzige Möglichkeit für meinen Klienten, diese Ereignisse zu interpretieren, war, davon auszugehen, dass sein alter Hund sich in diesem Welpen reinkarniert hatte. Am Ende unserer Sitzung zog er viel Trost aus der Vorstellung, dass sein Welpe möglicherweise eine Inkarnation seines alten Gefährten war. Ich war mir wirklich nicht sicher, wie ich die Sache sehen sollte – hatte aber zumindest das Gefühl, dass das Verhalten seines neuen Haustiers zeigt, dass es eine Verbindung zwischen den beiden Hunden gab, die die Liebe und Gemeinschaft mit ihrem gemeinsamen Herrn teilten.
Glaubst du an Gott?
Ja, aber zunächst muss ich dir meine Definition dessen, was ich Gott nenne, darlegen. Es ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass ich, wenn ich über Spiritualität spreche, Wörter wie Himmel oder Engel zu vermeiden versuche und stattdessen lieber von der »anderen Seite« oder der geistigen Welt spreche. Wenn ich über Engel rede, dann unter dem weiteren Begriff »Geistführer«. Das ist mehr als nur eine Sache der Semantik. Ich vermeide Worte, die vorgefertigte Assoziationen mit sich bringen, besonders wenn bestimmte Aspekte dieser Worte nicht ganz mit meinen übereinstimmen. Um so präzise und akkurat wie möglich zu sein, vermeide ich Meinungen, die eine vollständige Übereinstimmung mit festgefügten Glaubenssätzen einschließen könnten.
Das Wort Gott ist zweifelsohne ziemlich beladen. Aber die höhere Macht, an die ich glaube, ist ein spiritueller Gott, kein streng religiöser. Um meine Gedanken in dieser Sache darzulegen, ist es wichtig, dass ich von meinem religiösen Hintergrund erzähle, sodass du den Kontext verstehst. Ich bin in einem praktizierenden protestantisch-christlichen Haushalt aufgewachsen. Als Kind und Jugendlicher ging ich sowohl in Jugendgruppen als auch in die Gottesdienste. Ich fand Religion immer faszinierend, und zwar so sehr, dass ich in jungen Jahren darüber nachdachte, tatsächlich Pastor zu werden. Ich hatte den Eindruck, dass für viele Leute ihre Interpretation des Glaubens davon abhing, was ihnen der Prediger erzählte. Das wirkte auf mich immer wie eine Beschränkung. Ich wollte wirklich die Geschichte und den Kontext der Lehre verstehen, nach der ich mein Leben ausrichte. Und so stellte ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Ressourcen Nachforschungen über das Christentum an.
Im Wesentlichen wusste ich, dass in der Kirche einige tiefe Wahrheiten gelehrt wurden, besonders bezüglich der Gefühle, die sie mir einflößten. Diese waren nicht zu leugnen: Wenn ich in der Kirche stand und eine Predigt hörte, in der es um das ging, was in meinem Leben geschah, fühlte ich eine spirituelle Verwandtschaft mit der ganzen Gemeinde. Ich fühlte eine Verbindung zu einer höheren Macht, die meine Gebete in Form spiritueller Führung zu beantworten schien. Es war ein Gefühl, das sich bei mir außerhalb der Kirche einfach nicht einstellte. Wenn wir zu Gebet, Gesang und Verehrung Gottes zusammenkamen, war es so, als würde etwas uns durchströmen, das viel größer war, als wir es uns vorstellen konnten.
Doch so erfüllend die Kirche auch sein konnte, sie war nur tröstend und verbindend, wenn ich mich sicher fühlte. Schnell fiel mir auf, dass die Kirche zwar inspirieren, erheben und informieren, aber genauso schnell das Selbstwertgefühl eines jungen, beeinflussbaren Menschen zerstören und ihn sich selbst entfremden konnte. Das galt besonders für Gemeinden oder Prediger mit rigiden Vorstellungen davon, wie die Leute zu leben hätten. Als ich den historischen Kontext der dogmatischeren Passagen der Bibel zu verstehen begann, wurde mir klar, dass man die Bibel als das verstehen sollte, was sie ist: ein Buch, das vor zweitausend Jahren von Menschen geschrieben wurde. Sie lebten in anderen Zeiten, in einer anderen Kultur, mit Gesetzen und einer Ethik, die nicht mehr vollständig relevant für eine moderne Gesellschaft sind. Viele christliche Kirchen nehmen diese Geschichten und Gebote noch immer wörtlich – selbst die überholten Abschnitte, die Frauen und Homosexuelle verunglimpfen und Sklaverei und Polygamie für normal erklären.
Ein weiterer Aspekt der Kirche, der mich besorgt stimmte, war die Häufigkeit, mit der Angst benutzt wurde, um die Kirchgänger zum richtigen Verhalten zu gängeln. Und was war die Hauptquelle dieser Angst? Die christliche Idee der Hölle. Diese verwirrte mich vollkommen. Mit dreizehn Jahren hatte ich bereits mindestens hundert Botschaften aus der geistigen Welt gelesen und interpretiert. Eine Begegnung mit jemandem, der durchkam und kommunizierte, dass er in der Hölle brannte, stand noch aus. Es passte einfach nicht mit dem zusammen, was ich jeden Sonntag zu hören bekam.
Was noch schwerer wog: Der Gedanke einer Hölle widersprach schlichtweg der Vorstellung eines liebenden Gottes. Wenn Gott allwissend, allmächtig und allgegenwärtig ist, warum würde dann so eine großartige und wunderbare Kraft ihre Zeit damit verschwenden, Verehrung unter Androhung von Schmerz und ewiger Folter einzufordern? Es klang wie die Art von Verhalten, die man von einem niedrigstehenden, tyrannischen Menschen erwarten würde, nicht von einem allmächtigen, allwissenden Schöpfer.
Ich versuchte stets, auf meiner Reise durch den Glauben objektiv zu sein. Zum Schluss fand ich mich in einem geistigen Kampf gefangen, einem Kampf zwischen dem Glauben an eine organisierte Religion versus das Vertrauen auf meine eigene, persönliche Spiritualität. Die zwei stehen in Verbindung zueinander, aber es besteht ein entscheidender Unterschied. Es ist unleugbar, dass die Hoffnung, Verbindung, Perspektive und der moralische Kompass, den die Religion zur Verfügung stellt, machtvolle Werkzeuge für das spirituelle Wachstum des Menschen sind. Aber Religion erfordert vor allem Glauben; es ist ein Testament bedingungsloser Hingabe an eine spezifische Doktrin und Art von Anbetung. Außerdem sind dafür Studium und Einsatz erforderlich. Meine Spiritualität, die, wie du dir sicher vorstellen kannst, sehr stark ist, kommt von innen. Sie bedarf keiner Pflege, die über das hinausgeht, was sich natürlich aus dem Leben ergibt. Ich muss nur auf ein paar fundamentale Wahrheiten vertrauen, die stets mehr mit mir zu tun haben, als eine Lehre, die von Menschen geschrieben und gepredigt wurde.
Ich vollzog den Übergang vom Glauben an einen religiösen Gott hin zum Glauben an einen spirituellen Gott. Ich glaube definitiv an eine inhärente, kreative Kraft, die für die Existenz aller Dinge verantwortlich ist und sie verbindet. Auch wenn ich im Glauben an einen anthropomorphen Gott aufgezogen wurde, der die Menschen verurteilt und Strafen und himmlische Belohnungen austeilt, hat meine Suche nach Gott mich letztlich nach innen geführt. Heute sehe ich Gott als eine Kraft, von der wir nicht nur Ergebnis, sondern Teil sind. Das, was mir dieses unerklärliche Gefühl der Erfüllung bereitete, als wir gemeinsam in der Kirche beteten, war nicht die »Richtigkeit« der Worte, die wir miteinander sangen oder der Lehre, zu der wir uns bekannten. Es war das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Leute in einer Gemeinde, als sie ihren kollektiven Dank dem Schöpfer gegenüber zum Ausdruck brachten. Dieses Gefühl der Erfüllung bedarf keiner Religion. Es steht allen Seelengruppen offen, die durch ihre gemeinsame Leidenschaft und selbstlose Hingabe mit einer Kraft, die größer ist als sie selbst, miteinander verbunden sind. Mein spiritueller Sinn sagt mir, dass das der Ort ist, wo Gott lebt. Egal, wie sie manifestiert wird, ich weiß, dass diese Verbundenheit zu unserer Quelle uns alle durchdringt, bis in die Unendlichkeit.
Glaubst du an Besessenheit?
Immer wenn mich Leute zum Thema Besessenheit befragen, stelle ich mir vor, dass ihnen Szenen aus Der Exorzist durch den Kopf gehen. Normalerweise liege ich damit richtig; scheinbar wollen sie spezifisch etwas über dämonische Besessenheit wissen. Es ist die Vorstellung, dass jemand nicht länger Herr seiner selbst ist, sondern buchstäblich von einer unbekannten, bösartigen Kraft besessen ist und unter deren Kontrolle steht. Ich hasse es ja, den Leuten ihre Illusionen zu nehmen, aber ich muss erst noch einen einzigen Fall finden, den ich als dämonische Besessenheit klassifizieren könnte.
Die meisten Fälle, die früher für dämonische Besessenheit gehalten wurden, kann man heute durch Epilepsie, Schizophrenie oder andere psychische Leiden erklären. Es ist offensichtlich, dass vor Hunderten oder Tausenden von Jahren, als »Besessenheit« noch verbreiteter war, noch kein modernes Verständnis des Gehirns und psychischer Krankheit vorhanden war. Die Leute erfanden Narrative, die sie trösteten und ihnen ein Gefühl von Kontrolle über etwas, das sie fürchteten, verschafften. Man hielt Schizophrenie, die man nicht als solche diagnostizieren konnte, für das Werk eines anthropomorphen Dämons. Man gab der Sache einen Namen und eine Hintergrundgeschichte, sodass sie von einem Schamanen – oder in jüngerer Zeit von einem Priester – »ausgetrieben« werden konnte. Exorzismen waren die erfundene »Heilung« für Leiden, die niemand verstand.
Obwohl ich, was sogenannte dämonische Besessenheit angeht, skeptisch bin, glaube ich doch offenkundig an Wesenheiten in der geistigen Welt, die in der Lage sind, unser Leben zu beeinflussen. Ob dies nun in der Form von Ereignissen geschieht oder durch Zeichen ihrer Existenz, die wir intuitiv auffangen – ich habe erfahren, dass viele Menschen eine Veränderung ihrer Wahrnehmung erleben, die auf spirituelle Kräfte zurückzuführen ist.
Ist das Besessenheit? Meiner Definition nach sicherlich nicht. Intuitive Eindrücke von einem geliebten verstorbenen Menschen zu bekommen oder sich wiederholende Zeichen zu bemerken, die uns auf unserem Pfad helfen, ist etwas völlig anderes. Auch wenn diese Heimsuchungen unser Bewusstsein verändern, behalten wir doch immer noch die Kontrolle über unseren Geist und unseren Körper. Das hat nichts mit der Machtlosigkeit zu tun, an die man denkt, wenn von Besessenheit die Rede ist.
Wenn so etwas wie tatsächliche dämonische Besessenheit existieren würde, dann kann ich mir höchstens vorstellen, dass sie bei einem hochbegabten Medium auftritt. Aber selbst dann wäre es nur unter sehr ungewöhnlichen Umständen möglich. Es mag bei einem sta...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Kurztitel
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Einleitung
- Der Beginn
- Mein hellseherisches Coming-out
- Nah-Tod, Nah-Leben
- Von Hanford nach Hollywood
- Meine Kommunikation mit Verstorbenen
- Zeichen der Seele
- Häufig gestellte Frage rund um das Hellsehen
- Danksagung