
- 348 Seiten
- German
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eBook - ePub
Falkenflug
Über dieses Buch
"Falkenflug" ist ein 1915 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers Sinclair Lewis. Der Originaltitel lautet "The Trail of the Hawk".
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Information
Dritter Teil.
Das Abenteuer der Liebe
*
Dreiundzwanzigstes Kapitel
Im Oktober 1912 suchte ein junger Mann, ein Motorensachverständiger, der ein ruhiges, sicheres Auftreten hatte und es gewohnt war, mit prominenten Männern zu sprechen, den alten Stephen VanZile, den Vizepräsidenten und Generaldirektor der VanZile-Motor Corporation in New York auf, überreichte ihm einen begeisterten Brief von dem Präsidenten des Aero-Klubs und wurde augenblicklich mit einem Anfangsgehalt von 2500 Dollar jährlich eingestellt; seine Aufgabe war die Schaffung eines Wagentyps, dem er den Namen »Touricar« gegeben hatte – es handelte sich um ein mit allen Bequemlichkeiten zum Übernachten ausgerüstetes Automobil, das den Automobilisten unabhängig von den Gasthöfen machen, ihm außer den Freuden des Fahrens auch die Freuden des Lagerlebens bieten und – ein Charakteristikum fast aller Erfindungen – dem Erfinder Geld einbringen sollte.
Dieser junge Mann war Carl Ericson, den Mr. VanZile im Februar des gleichen Jahres in New Orleans hatte fliegen sehen. Auf die Idee des Touricar war Carl während seiner Motorradreise durch Skandinavien und Rußland gekommen.
Er zählte damals siebenundzwanzig Jahre; in seinem Äußeren hatte er nichts, was auffallend oder gar schön zu nennen gewesen wäre, aber er wirkte so sauber, so gut gebadet, so prächtig in Form und von der Sonne gebräunt, daß man bei seinem Anblick glaubte, einen der vielen Großstädter vor sich zu haben, die in guten Sommerfrischen schwimmen, tanzen und Tennis spielen – ein Eindruck, den sein glattes, maisfarbenes Haar und sein kleiner heller Schnurrbart nur zu bestätigen schienen. Seinem Aussehn nach war er viel zu sehr der elegante, wohlerzogene, ziemlich unerfahrene junge Mann von der Universität Yale oder Princeton, um schon viel vom Leben oder der Arbeit zu wissen. Sobald er aber mit Zeichnern und Stenotypistinnen an die Arbeit ging, sobald er freundlich, aber sehr bestimmt sprach, erwies er sich als ein durchaus konzentrierter Mann, der vor keiner Verantwortung zurückscheute und fähig war, viele Leute zu beschäftigen.
Seinen Händen war anzusehn, daß sie schon so manches geleistet hatten. Sie waren groß und breit und hatten plumpe Knöchel; die Schwielen seiner Handflächen stammten von der Betätigung mit derberen Geräten als Ruder und Rackett. Da waren winzig kleine Spuren schwarzen Fettes, die sich beim besten Willen immer noch nicht ganz aus den Poren seiner Haut entfernen ließen. Und zwei von seinen gut gepflegten, aber dicken Nägeln waren offenbar zerquetscht worden.
Die ihm gleichgestellten Kollegen im Bureau, wie er Anwärter auf Karriere, sagten von ihm, er »fresse die Arbeit einfach auf.« Die Zurückhaltung, die er bei aller Freundlichkeit zeigte, ließ das Gerücht entstehn, daß er einen »heimlichen Kummer« habe, und überhaupt gab es viel Klatsch und Altweibergewäsch, weil er das Fliegen aufgegeben hatte. Was er vor einem Jahr, in jenen prähistorischen Zeiten, getan hatte, wußte man nicht recht genau, aber man behandelte ihn mit Achtung und nicht mit jener dünkelhaften Ironie, mit der ein Bureau abzuwarten pflegt, ob ein Neuer sich als Dummkopf oder Brummbär, als Hanswurst oder guter Kamerad entpuppen wird. Die Stenotypistinnen, die Kontoristinnen und die Telephonistinnen schmachteten ihn an, und das Mädchen, das in ihrer Schublade eine alte Nummer des New York Chronicle entdeckte, welche ein Interview mit ihm enthielt, bildete sich sehr viel auf diesen Fund ein und borgte die Zeitung nur ihren besten Freundinnen. Die älteren Frauen, die wußten, daß Carl einen ernsthaften Unfall erlitten hatte, wisperten einander in den Vorzimmern zu: »Der arme Kerl, und er trägt es so tapfer.«
Doch in Carls porzellanblauen Augen war nichts von Leid oder Kummer zu sehn, nichts von jenem verächtlichen Flehen um Mitgefühl, das man »tapfer seinen Kummer tragen« nennt.
Der Touricar hatte eine Menge von klug ausgedachten Einzelheiten zum Kampieren – einen extragroßen Koffer, dessen dreieckige Form dem Wagen zudem noch eine gute Stromlinienannäherung gab, zusammenfaltbare Seidenzelte, zusammenklappbares Aluminiumkochgeschirr, ein elektrisches Öfchen, das von Strom aus dem Wagen geheizt wurde, und ähnliches mehr. Das Entscheidende aber, das, worauf Carl ein Patent nehmen konnte, war eine Anordnung, die es ermöglichte, beim Aufschlagen der Betten mit Hilfe der Sitzpolster zwei Einzelkojen herzustellen. Die Lehnen der Vordersitze hingen in Angeln und konnten nach hinten in die Horizontale geklappt werden. Die Rückenpolsterung der Vordersitze war gleichfalls herauszunehmen und umzulegen. Wenn auf den so gewonnenen Betten Laken aufgeschlagen, die Seitenvorhänge eingehängt und das elektrische Licht angeknipst war, hatten die Reisenden einen angenehmeren Aufenthalt als in einem ländlichen Gasthof und waren sicherer aufgehoben als in einem Zelt.
Der erste Touricar war im Bau. Carl ließ eine Liste präsumtiver Käufer kursieren und korrespondierte mit Sportfirmen.
Da er noch nicht durch lange Bureautätigkeit verbraucht war, machte er sich keine Sorgen über das Riskante des neuen Unternehmens. Die langweiligen Einzelheiten des Geschäftsbetriebes waren für ihn noch etwas Lebendiges: Das Abenteuer des Geschäfts.
Er war unermüdlich im Konferieren mit Zeichnern und Werkmeistern und war davon durchdrungen, daß das wichtigste Rad in der Weltindustrie stehn bleiben würde, wenn er nicht pünktlich auf die Sekunde um halb neun ins Bureau kam, um zu hören, wie der Chef, der alte VanZile, in aller Höflichkeit Bedenken über die Fortschritte der Arbeit äußerte. Unablässig dachte er über Mittel und Wege nach, die ihn zum Besitze einer Million Dollar führen würden; er war aber Wirklichkeitsmensch genug, sich nicht von phantastischen Kombinationen hinreißen zu lassen. Das alles war nicht so berauschend wie das Aufstellen von Flugrekorden vor den Augen von Tausenden, aber es befriedigte Carls Arbeitsdrang und Verantwortlichkeitssinn nicht minder. Während der Arbeitsstunden war er lebendig und ehrgeizig, in seiner freien Zeit wußte er nichts mit sich anzufangen. Seine einsamen Mahlzeiten nahm er in billigen Lokalen, wo die Tischtücher alles andere als sauber waren. Er hatte einen großen Teil seines Vermögens in die neue Touricar Company, eine Tochtergesellschaft der VanZile Corporation, gesteckt.
In seinem großen, unschönen, ziemlich billig eingerichteten Zimmer in der Fünfundsiebzigsten Straße verbrachte er ungemütliche Abende, indem er an Plänen für den Touricar arbeitete oder Französisch las: französische Fachliteratur, leichte Romane, Balzac, alles Mögliche.
Er gab sich Mühe, körperlich in Form zu bleiben, und obwohl ihn der alberne Betrieb in der Sporthalle langweilte, ging er dreimal in der Woche hin. Ohne recht zu wissen warum, gab er sich dort nicht zu erkennen und trug sich als »O. Ericson« ein.
Selbst im Aero-Klub, wo ihn sehr viele Menschen vom Sehn kannten, war er ein Niemand. In der jungen Aviatik richtete sich das Interesse natürlicherweise auf die Männer, die Neues unternahmen und Neues planten, nicht auf die Helden der Vergangenheit. Carl war oft allein beim Lunch im Klub. Er konnte ganze fünf Minuten lang im Speisesaal unverwandt auf die Tapete aus gepreßtem Leder starren. Oft musterte er die Preise in der Halle mit einer Aufmerksamkeit, die er in glücklicheren Tagen nicht aufgebracht hätte. So mancher hätte ihn mit Freuden willkommen geheißen, aber er suchte niemand auf. Früher hatten ihn die Gespräche mit den Kameraden viel zu sehr beschäftigt, als daß er Zeit gehabt hätte, um sich zu blicken. Jetzt hatte er Zeit und Müsse, die Einrichtung der Klubräume zu studieren. Nur eine Ecke vermieden seine Blicke. Dort hing ein Bild des vergessenen Falke Ericson, des Siegers im Fluge Chicago – New York, das ihn bei seiner eleganten Landung auf Governor's Island zeigte …
In jenen Tagen hatte er wenige Freunde, und von den Mitgliedern des Aeroklubs schätzte er nur zwei: einen früheren Rennfahrer, der jetzt als Verkäufer für die VanZile Corporation arbeitete, und Charley Forbes, den lockenköpfigen, kleinen Reporter, der ihm für den Chronicle auf seinem Flug von Chicago nach New York gefolgt war. Hin und wieder tauchte in der Stadt einer der Männer auf, mit denen er geflogen hatte – Hank Odell, Walter MacMonnies oder Leutnant Rutledge von der Marine – und dann kam Carl sich wieder wie ein Mensch vor. Frauen … das einzige Mädchen, das er gut gekannt hatte, die Malerin Istra Nash war in Kalifornien, wo sie ihrem Vater den Haushalt führte und auf einen Vorwand wartete, um wieder nach New York oder Europa durchzubrennen.
Innerhalb des Bureaus – ein eifriger, optimistischer junger Geschäftsmann. Die ganze übrige Zeit ein entthronter Fürst. Das war Carl im November 1912, als ihn ein Brief von Gertrude Cowles, der ihm durch ganz Amerika und Europa nachgereist war, endlich erreichte:
– – West 157th St. New York.
Lieber Carl, – Ach, es ist ja so aufregend, wir leben jetzt in NewYork! Ray hat eine glänzende Position bei einer großen N. Y. Immobilien Gesellschaft, und Mamma und ich sollen ihm den Haushalt führen, obwohl es nur eine Mietswohnung ist (aber sie ist ziemlich groß und hat den Blick auf ein ganz reizendes altes Haus, das schon seit ewigen Zeiten in Harlem stehn muß, und unser Haus hat allen modernen Komfort, Fahrstuhl und alles andere.
Denke mal an, Carl, ich werde tanzen lernen, in der Schule von Madame Vashkowska – sie war beim russischen Ballett und ist wirklich fast eine so wunderbare Tänzerin wie Isadora Duncan und die Pawlowa. Vielleicht werde ich einmal Kinder in allen diesen reizenden neuen Tänzen unterrichten. Ich bin jetzt furchtbar aufgeregt darüber, daß ich hier bin, ganz wie ein dummes, albernes, kleines Mädchen. Und ich hoffe sehr, daß Du nach N. Y. kommen und uns die Ehre erweisen kannst, einmal bei uns zu essen, Du berühmter Flieger – unser Carl, und wir sind so stolz auf Dich – wenn Du überhaupt noch an so einfache Menschen wie wir denkst. Wo Du wohl bist, wenn Dich diese Zeilen erreichen?
Ich lese in den Zeitungen, daß Dein Unfall nichts Ernsthaftes ist, aber ich mache mir doch Sorgen. Ach, Carl, Du mußt wirklich besser auf Dich acht geben.
Wie immer die Deine Gertie
P. S. – Mamma läßt Dich schönstens grüßen und Ray auch, er hat jetzt einen schwarzen Schnurrbart, mit dem wir ihn furchtbar aufziehen.
G.
Kaum hatte Carl den Brief zu Ende gelesen, da stand er auch schon im Erdgeschoß und erkundigte sich bei der Auskunft nach der Telefonnummer von – – West 157th Street; dann wechselte er hastig Kragen und Krawatte und trabte, wie der kleine Carl, den Gertie gekannt hatte, zur Untergrundbahn, die ihn »nach Hause« führen sollte.
Vierundzwanzigstes Kapitel
Carl stand vor dem zwölfstöckigen Mietshaus und musterte die Fensterreihen … Hier war sein Zuhause, Joralemon, Erinnerungen, Gerties Glaube und Verständnis … Sie hatte ihn ja immer verstanden … Aufgeregt ging er hinauf … Wie mochten die Cowles' jetzt sein?
Gertie empfing ihn in dem nach Mänteln riechenden Vorzimmer der Wohnung, sie nahm ihn bei beiden Händen und rief: »Ach Carl, es ist ja so schön, daß du da bist!« Hinter ihr zeigte sich die steifrückige Mrs. Cowles und begrüßte ihn mit hoher, müder Stimme: »Mr. Ericson! Ein Freund von Zuhause, und noch dazu so ein berühmter Freund!«
Gertie führte ihn in das Wohnzimmer. Er betrachtete sie. Vor ihm stand nicht ein Mädchen, sondern eine rundliche, massive Frau von dreißig Jahren mit kleinen Fältchen in den Mundwinkeln; aber ihre Augen strahlten ihn süß an, und ihr Haar über der breiten ruhigen Stirn war bezaubernd weich und braun. Sie trug ein fliederfarbenes Crêpe-de-Chinekleid, das ziemlich tief ausgeschnitten war.
Sie saßen in Stühlen und sprachen.
Ray kam herein, schlug Carl auf die Schulter und brüllte: »Na, da haben wir ja den fremden Herrn! Heiliger Strohsack, hast du dir auch einen Schnurrbart wachsen lassen? Nimm ihn dir lieber ab, bevor Gert anfängt, dich damit aufzuziehn. Zigarre?«
Zum ersten Male seit einem Jahr fühlte Carl sich zu Hause, zum ersten Male sprach er ohne ein Gefühl des Unbehagens.
»Hör mal, Gertie, erzähl mir was von meinen alten Herrschaften und von Bone Stillman.«
»Ja, deinen Vater habe ich noch kurz vor unserer Abreise gesehn, Carl. Du weißt doch, er arbeitet noch immer ein bißchen. Deine Mutter haben wir so weit gebracht, daß sie in den Nautilus Klub eingetreten ist – oft geht sie zwar nicht hin; aber einmal hat sie einen sehr netten Vortrag über ›Java und seine Erzeugnisse‹ gehalten, und sie hilft uns sehr mit dem Warteraum. Stillman habe ich sehr, sehr lange nicht gesehn. Ray, was hat – –«
Ray: »Ja, soviel ich weiß, ist Bone wieder losgezogen. Jemand hat mir erzählt, daß Bone oben in den Großen Wäldern sowas wie Forstheger oder Bergwerksinspektor ist. Jetzt muß er schon ziemlich nah an siebzig sein, übrigens.«
Carl: »So, Vater geht es also einigermaßen. Mit seinen Briefen ist nicht sehr viel anzufangen. Ach ja, sag doch, Gertie, was ist denn aus Ben Rusk geworden? Von dem hab ich jede Spur verloren.«
Gertie: »Ja, weißt du das denn nicht? Er war am Rush Medical College. Er soll dort sehr tüchtig gewesen sein. Er hat alle Prüfungen mit Glanz abgelegt, und jetzt praktiziert er zu Hause bei seinem Vater.«
Carl: »Rush?«
Gertie: »Ja, du weißt doch, in Chi – –«
Carl: »Ach ja, natürlich, in Chicago, natürlich, jetzt erinner ich mich. Ich hab es ja einmal gesehn. Aber! Dort war doch sein Vater auch?«
Ray: »Ja, freilich, der war auch dort.«
Dieser Punkt schien geklärt.
Carl: »So, so, Ben hat also wirklich Medizin studiert, obwohl – – Ach, sagt doch mal, was ist eigentlich mit Adelaide Benner?«
Gertie: »Die wirst du bald sehn! Sie kommt in ein paar Wochen nach New York und bleibt bei uns, bis sie sich eingerichtet hat. Denk bloß mal an, sie soll ein ganzes Jahr hier bleiben und Haushaltskunde studieren, und dann soll sie eine einfach blendende Position als Lehrerin an der F...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Erster Teil. Das Abenteuer der Jugend
- Zweiter Teil. Das Abenteuer des Abenteuerns
- Dritter Teil. Das Abenteuer der Liebe
- Impressum