
- 280 Seiten
- German
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eBook - ePub
Die Benzinstation
Über dieses Buch
"Die Benzinstation" ist ein 1919 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers Sinclair Lewis. Der Originaltitel lautet "Free Air".
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Information
XXXI.
Die Küchen-Genossen
Der Salon der Gilsons war nun für Milt nichts Ungewöhnliches mehr. Es war nicht der Salon sondern die Küche, die ihn in Bestürzung versetzte.
In Schoenstrom hatte er gewußt, daß es irgendwo wunderbare »Wohnzimmer« geben müsse, aber auf seine Erfahrung in Küchen hatte er sich verlassen. Küchen waren, nach seiner Philosophie, kleine, übelriechende Räume mit nacktem Boden, einem Tisch, der mit Wachstuch bedeckt war, einem Herd, einer Stellage und einem Stoß schmutzigen Geschirrs.
Aber die Küche der Gilsons war so zweckmäßig wie ein Laboratorium und so anspruchsvoll wie ein Friseur-Salon eingerichtet. Voll Schreck und Staunen erblickte Milt Wände aus weißen Kacheln, einen mit Kork belegten Fußboden, einen Gasherd, so groß wie in einem Hotel, einen beinahe bis zur Decke reichenden Eisschrank aus emaillierten Kacheln und Nickel, mit Blech bedeckte Tische und einen Werkzeugvorrat, gleich dem Instrumentenkasten eines Chirurgen. Das erschreckte ihn; er rückte den alexandrinischen Luxus der großen Gilsons in noch hoffnungslos unerreichbarere Ferne … Die Vanderbilts mußten solche Küchen haben oder vielleicht König Georg.
Er sah die Küche bei Gelegenheit eines ganz intimen Abendessens, zu dem ihn Frau Gilson dringendst eingeladen hatte. Die Mädchen hatten Ausgang. Die Gilsons und Claire, Milt und Jeff Saxton mußten unter viel Aufhebens allein für ihr Abendbrot sorgen. Während Frau Gilson Rühreier bereitete und Kaffee kochte, deckten die anderen den Tisch und holten kalten Schinken und eine Salatschüssel aus dem Eisschrank.
Milt hatte sich vorgenommen, den schweigsamen und geschickten Diener zu spielen. Als er hörte, daß er mit dem eben zurückgekommenen Herrn Geoffrey Saxton zum Abendessen geladen sei, hatte ihn erst ein panischer Schrecken erfaßt und dann hatte er sich entschlossen, den »grimmen Saxton« hochnasig und überlegen dreinschauen zu lassen. Er mochte ruhig herumstehen und seine Kleider zeigen, wie in Flathead Lake; aber er, Milt, würde bei der Arbeit bleiben, beim Bereiten des Abendessens helfen und Jeffs Ungezogenheit einfach ruhig ignorieren.
Nur – Jeff war nicht ungezogen. Er begrüßte Milt mit einem: »Ah, Daggett! Das ist aber nett!« Und Milt konnte nichts dagegen tun. Es war Jeff, der ihm zuvorkam mit einem: »Bitte, lassen Sie mich das machen – ich bin Küchen-Expert«, und den Schinken und Salat davontrug. Jeff war es, der die Teller fand, während Milt verblüfft darüber nachdachte, wie eine einzige Familie eine ganze »Geschirrhandlung voll verschiedenartigsten Porzellans« im Gebrauch haben könnte. Jeff war es, der Claire zu Hilfe sprang, um den Teetisch hineinzufahren und so die Gelegenheit erfaßte, mit ihr zu sprechen, um die sich Milt in den letzten fünf Minuten vergebens bemüht hatte.
Als sie endlich alle bei Tisch saßen, sagte Jeff höflich zu Milt: »Ich habe kürzlich viel an Sie gedacht, Daggett. Sie hätten uns oft helfen können.«
»Wobei denn?« fragte Milt mißtrauisch, still überlegend, und wartend, um zu sehen, ob man kalten Schinken mit den Fingern essen dürfe.
»Oh, in Alaska.«
»In – Alaska?« Milt war entsetzt.
»Ja, war auf einer Geschäftsreise dort. Ich wollte da über etwas Ihren Rat einholen.«
Er war ganz bescheiden und Milt fühlte sich unbehaglich. Er murmelte: »Was war es denn?«
»Ich habe darüber nachgedacht, ob es nicht möglich wäre, in Alaska drahtlose Telegraphie zu verwenden. Wissen Sie – was könnte das kosten, einen Sender für drahtlose Telegraphie für einen Umkreis von hundert Meilen zu errichten?«
»Herrjeh! Das weiß ich nicht!«
»Oh, schade. Können Sie mir überhaupt etwas über drahtlose Telegraphie sagen, ich bin so ein Ignorant in technischen Dingen?«
»Nein, ich weiß auch nichts davon.«
Milt hatte sich verzweifelt bemüht, seine Antwort höflich klingen zu lassen. Die Unterwürfigkeit dieses Menschen war ihm noch mehr zuwider als seine Arroganz in Flathead Lake. Er hatte die Empfindung, als stießen sich die Gilsons heimlich belustigt unterm Tisch an, und als wäre Claire, trotz ihrem unveränderlichem Lächeln unglücklich … Und sie war so weit weg.
»Das macht ja gar nichts, wirklich nicht. Aber ich hab nicht gewußt – So haben Sie also Maschinenbau inskribiert auf der Universität von Washington«, bohrte Saxton weiter.
Claire schien sprechen zu wollen. Sie machte einen zarten, weiblichen – clairehaften Versuch, sich zu räuspern, aber Jeff ignorierte sie und fuhr fort:
»Sagen Sie mir doch, bitte, ob ich nicht etwas tun kann, um Ihnen behilflich zu sein. Wir stehen im Büro mit einigen Leuten Ihrer Fakultät in Korrespondenz. Kennen Sie vielleicht zufällig den Dr. Philgren?«
»Oh, ja. Hören Sie, das ist ein wunderbarer Mensch!« ließ sich Milt hinreißen, auszurufen.
»Ja. Tüchtiger Kerl, glaub ich. Er will mit uns ein Geschäft machen. Wir könnten mit ihm arbeiten. Sagen Sie ihm, bitte, einfach, daß Sie ein Freund von mir sind, und daß er Ihnen, so weit als möglich, behilflich sein soll.«
Milt stotterte ein »Danke«.
»Und jetzt – da wir doch ganz unter uns sind – wie stehts mit den Finanzen? Kann ich Ihnen irgendwie nützlich sein und Sie mit einigen technischen Firmen bekannt machen, von denen Sie nebstbei ein wenig Arbeit bekommen könnten; damit kann man ganz schön Geld verdienen …«
So verflucht herzlich und väterlich –
Milt sagte gereizt: »Danke, aber ich brauche keine Arbeit. Ich habe reichlich genug Geld«.
»Das ist angenehm!« Saxtons Stimme klang weich und einschmeichelnd. »Sie haben's gut. Ich hatte alle möglichen Schwierigkeiten, um durch meine Studienjahre in Princeton durchzukommen.«
Schien Frau Gilson nicht Saxtons Seidenhemd mit Milts elendem Baumwollzeug zu vergleichen und, im Lichte dieses Kontrastes besehen, sich über Milts Prahlerei und Saxtons Bescheidenheit zu amüsieren? Milt bekam einen roten Kopf. Als Saxton sich Claire zuwendete: »Noch Schinken, meine Liebe?« raste Milt gegen sich selbst. Er befand sich in einer ähnlich dramatischen und wenig wünschenswerten Situation, wie einer, der plötzlich in Pyjamas – in nicht sehr eleganten Pyjamas – auf dem Hotelkorridor ausgesperrt ist, weil seine Zimmertüre zugeschlagen ist. Er hatte eine schwache böse Ahnung von Saxtons Spiel. Aber was konnte er machen?
Er fühlte sich noch weniger am Platz, als man ihn später vergaß und über Leute redete, von denen er niemals gehört hatte.
Er saß allein auf einer unendlich weit entfernten, verlassenen Insel und aß kalten Schinken und wünschte, daß er in Schoenstrom wäre.
Claire hatte nun ihre Sprache wiedergefunden. Sie schien sich zu bemühen, ihn ins Gespräch zu ziehen, damit man ihn richtig würdigen könne.
Sie zögerte, überlegte und brachte mit hochgezogenen Augenbrauen hervor: »Eh – oh – Milt, sagen Sie, was kostet jetzt Benzin?« – – –
*
Milt verließ diese reizende und intime Abendgesellschaft um neun. Er sagte: »Muß nach Hause gehen – analytische Geometrie studieren,« als ob es eine Lüge wäre, warf Saxton ein »Gute Nacht« hin und alles, was er vorbringen konnte, um Frau Gilson eine Höflichkeit zu sagen, war: »Danke für die Einladung«. Sie begleiteten ihn überschwänglich bis an die Türe und eben, als er glaubte entronnen zu sein, fragte Saxton:
»Oh, Daggett, ich hab unlängst mit jemand darüber gestritten – Welche Farbe haben Holstein-Friesische Kühe? Rot?«
»Schwarz und weiß,« sagte Milt eifrig.
Er hörte Frau Gilson kichern.
Er stand auf der Steinterrasse und wischte sich die Stirne ab; dann ohne den geringsten Kampf, endgültig und unabänderlich sah er ein, daß er Claire Boltwood und ihre Freunde nie mehr sehen würde. Nein – niemals!
*
Er hatte von Frau Gilson eine Einladung in eine Loge in die Oper bekommen. Er hatte einen halben Tag damit verbracht, eine höflich-grobe Absage auszudenken.
Ein kleines Mädchen kam von unten aus der Zuckerbäckerei in sein Zimmer hinauf und fragte: »Sagen Sie, sind Sie Herr Daggett? Hören Sie, eine Frau will Sie telephonisch sprechen. Hören Sie, sagen Sie ihr, wir sind kein Nachrichten-Büro. Wir brauchen die Leute nicht zum Telephon herunterzuholen, aus dem Haus. Wir können nicht vom Geschäft weglaufen und in der ganzen Stadt herumrennen, um – Herrjeh, ein Nickel, herrjeh, danke, machen Sie sich nichts draus, was die Mutter sagt, sie schimpft immer.«
Am Telephon hörte er Claires aufgeregte Stimme: »Milt! Kommen Sie in die Stadt ins Imperial-Kino. Jetzt gleich, ich muß Ihnen etwas sagen. Ich werde im Vestibüle auf Sie warten. Schnell, beeilen Sie sich.«
Als er hineinsprang, war sie schon dort und wartete. Sie lief ihm entgegen und sprudelte los! »Sie haben Sie in die Oper eingeladen? Ich will, daß Sie kommen. Ich bin beinahe sicher, daß sie sich verschworen haben. Sie wollen mir zeigen, daß Sie solche Dinge noch nie gesehen haben. Schlagen Sie sie! Schlagen Sie sie! Kommen Sie in die Oper und seien Sie schrecklich reserviert und anmaßend. Sie können's! Ja, Sie können's! Und seien Sie zuversichtlich – Kommen Sie im Abendanzug. Jetzt muß ich laufen.«
»A – aber – – –«
»Enttäuschen Sie mich, bitte, nicht. Ich verlaß mich auf Sie. Oh, sagen Sie ja!«
»Ja, gut!«
Sie sprang in Gilsons Limousine. Er hatte noch nie einen Abendanzug getragen. Er nannte es Frack und für Milt und für Schoenstrom – für Bill McGolwey, sogar für den Prof. Jones und den fetten, erfolgreich aufstrebenden Heinie Rauskukle – war der Frack das Symbol und der Beweis, das Zeichen und Gehaben trügerischen Reichtums. In Schoenstrom tragen nicht einmal Kellner einen Frack; vor allem darum, weil es in Schoenstrom keinen Kellner gibt sondern nur eine Kellnerin im Leipziger Haus, Fräulein Annie Schweigenblatt.
Nein, ein Frack war das, was der Held im Film trug; und der Held im Film hatte, wenn er nicht ein Cowboy war, einen Kammerdiener und viele Gemächer. Man konnte ihn von einem Kammerdiener unterscheiden, weil er nicht so kahl war. Es ist wahr, daß Milt gehört hatte, daß es in St. Cloud Leute gäbe, die zu Gesellschaften im Frack kämen; aber dann war ja St. Cloud eine Stadt mit fünfzehn- oder sechzehntausend Einwohnern.
Wie konnte er mit einem Frack fertig werden? Er müßte sich ja verrückt vorkommen in einer tief ausgeschnittenen Weste und was, zum Teufel, sollte er mit den Schößeln machen? Rollte man sie ein oder teilte man sie auseinander, wenn man sich niedersetzte? Und würde ihm nicht jeder ansehen, daß er nicht hineingehöre in diesen Frack?
Denn natürlich würde er sich ihn nur ausleihen. Niemand kaufte einen Frack – ausgenommen vielleicht Oberbonzen, wie Henry B. Boltwood.
Er lief aufgeregt eine Stunde lang durch die Straßen und guckte in alle Modewarengeschäfte, um einen freundlich aussehenden Kommis zu erspähen. Er fand einen in »Ye Pall Mall; Kleider- und Schuh-Geschäft«; ein offenherzig aussehender junger Mann, der so strahlend aus dem Fenster sah, als dächte er daran, als Missionär nach Indien zu gehen – und als esse er gerne Pasteten. Milt bemühte sich, sein sorgenvolles Gesicht zu glätten, trat ein und fragte kameradschaftlich: »Sagen Sie, alter Freund, haben Sie in diesen Modegeschäften nicht so eine Art Katalog, wo alles drin steht, was man zum Frack trägt?«
»Ja, sicherlich«, sagte der freundliche junge Mann.
Er brachte aus einem Ladentisch eine schöne Broschüre, die mit Photographien von Phoebus Apollo illustriert war und die bezeichnet waren mit: »Amerikanische, schöne Kleider – neu, nett, nobel.« Die mittleren Seiten katalogisierten Kravatten, Manschettenknöpfe, Hemden, Perlmutterknöpfe, Schuhe, Hüte, die man zu Abendanzügen oder zu Straßenanzügen trägt, zum Reisen, Tennisspielen oder in Trauerfällen.
Bei Durchsicht fand Milt, daß seine Garderobe all diese Notwendigkeiten zur Vollendung der Toilette eines Herren schon enthielt. Doch mit Hilfe des Kommis und des Kataloges erstand er ein Hemd, dessen Brust so steif wie ein Harnisch und so gewölbt wie das Flußbett des Missouri war; eine weiße Kravatte, die in seinen kräftigen, roten Händen so dumm wie ein toter Fisch aussah; eine Weste, Brustknöpfe und Kragenknöpfe. Zum ersten Mal, mit Ausnahme von Irrsinnsanwandlungen während zwei oder drei Besuchen in Autozugehörgeschäften in Minneapolis, ergriff ihn das Kauffieber. Er kaufte noch einen zusammenklappbaren Kravattenstrecker und suchte dann seinen Weg zur Türe.
Er kaufte Pumps – die genau doppelt so viel kosteten als er sich vorgenommen hatte. Dann kaufte er eine Zeitung und fand eine Anzeige:
Silberfarb;
Schneider für Gesellschafts-Toilette.
Frackanzüge werden ausgeliehen.
Milt fand den Laden und trat ein.
»Ich will einen Frackanzug für einen Abend«, sagte er.
»Habe gerade was Passendes für Sie!«
Der kleine Mann sprang an der Reihe aufgehängter Anzüge entlang, packte irgend einen, kam zurück und legte ihn Milt an, während er murmelte: »Fein, Herr, sehr fein.«
Milt besah das spiegel-glänzende, an den Knopflöchern abgewetzte, unelegante Kleidungsstück mit Abscheu.
»Das ist ja ganz abgetragen«, brummte er.
Bei dieser Gotteslästerung warf Herr Silberfarb die Arme in die Luft, so daß der schmutzige Anzug in seinen Händen wie eine aus dem Fenster gebeutelte Bettdecke hin- und herschlug. Er warf Milt einen kalten Blick zu. Seine roten aber glänzenden Augen besagten, daß Milt ein Bauern...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- I. Fräulein Boltwood aus Brooklyn bleibt im Kot stecken
- II. Claire entschlüpft traditioneller Achtbarkeit
- III. Ein junger Mann in einem Regenmantel
- IV. Ein Zimmer ohne …
- V. Bremsen frei – alles mit der Dritten
- VI. Im Lande sanft wogender Wolken
- VII. Die große amerikanische Bratpfanne
- VIII. Die Entdeckung von eingelegten Krevetten und Hesperiden
- IX. Der Mann mit den Achat-Augen
- X. Das seltsame Abenteuer auf der Straße am Hang
- XI. Busch-Wanderer der großen Landstraße
- XII. Die Wunder der Natur mit allen modernen Verbesserungen
- XIII. Abenteuer am Lagerfeuer
- XIV. Das Raubtier im Wagenpark
- XV. Der Unglückstag
- XVI. Die Brillen der Obrigkeit
- XVII. Der Vagabund in Grün
- XVIII. Trügerische Romantik
- XIX. Die Nacht der endlosen Fichten
- XX. Das freie Weib
- XXI. Die Goldmine verlorener Seelen
- XXII. Über das Dach der Welt hinaus
- XXIII. Der Hof in Yakima
- XXIV. Die Leute ihrer Gesellschaftsklasse
- XXV. Der abessinische Prinz
- XXVI. Maschinenbau und Omelettes als Lehrgegenstände
- XXVII. Die Tücke hübscher Dinge
- XXVIII. Das Jackett des Herrn Hudson B. Riggs
- XXIX. Feindliche Liebe
- XXX. Die tugendhaften Verschwörer
- XXXI. Die Küchen-Genossen
- XXXII. Der Kornfeld-Aristokrat
- XXXIII. Tee im Waschtischbecher
- XXXIV. Der Anfang einer Geschichte
- Impressum