Christus in postmoderner Zeit
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Christus in postmoderner Zeit

Mythen und Symbole im Sprachspiel des Glaubens

  1. 140 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Christus in postmoderner Zeit

Mythen und Symbole im Sprachspiel des Glaubens

Über dieses Buch

Das Christentum - meinen viele - komme aus einem längst vergangenen mythischen Weltbild und könne dem Menschen einer naturwissenschaftlich-technischen Welt nichts Gültiges mehr sagen. Allenfalls brauchbar seien Impulse seiner Ethik, aber ohne den 'ideologischen Überbau'. Diese Denkart spiegelt eine äußerst verkürzte Sehweise, der die Vielschichtigkeit und Hintergründigkeit der Welt entgeht, welche aber von Dichtung, Musik, Bildender Kunst und Religion wahrgenommen und dargestellt wird. Die mythisch-symbolische Sprechweise der Bibel, des christlichen Glaubens verwahrt Erkenntnisse und Einsichten von größerer Bedeutung für die menschliche Existenz; diese wäre ohne die archaische Form quasi unaussprechlich und nicht mitteilbar. Dieses Buch möchte Suchende anleiten, sich der Tiefgründigkeit von Glaube und Welt mutig zu nähern.Herausgeber: Hans-Jürgen Sträter, Adlerstein Verlag

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Information

1. Moderne Mythen und die uralte Frage nach "Gott"
Menschen, die an den biblischen Gott glauben, sind im Urteil vieler so etwas wie Abenteurer, Aussteiger, Hasardeure: Sie setzen in die Lebensrechnung eine unbekannte Größe ein, ein unbestimmtes X ohne belegbaren Nutz-Wert, überlassen also das Produkt ihrer Lebensleistung irgendeinem Schlaumeier. So genau die Leute zu wissen meinen, dass die Sonne aufgeht und untergeht, so nebelhaft erscheint ihnen die Rede von Gott: Wie soll man wissen, wer oder was, ob überhaupt etwas sich hinter dem Wort "Gott" verbirgt !? Ein lebender Philosoph, bekennender "Naturalist", meint, die Leute wüssten heute zu viel, um nur glauben zu können, vor allem wüssten sie zu viel, um noch glauben zu können.
Zum Nebel über dem Wort "Gott" trägt die Bibel selbst bei. Mose soll dem Bundesvolk einschärfen, sich "kein Bild" von Gott zu machen (Ex 20,4; Dtn 5,8). Kein Bild, kein Name. Und "keine anderen Götter" zum Vergleich!
Gottes Unbekanntheit verstärkt noch jene Szene, wo der Teufel Jesus eine alternative Karriere vor Augen führt, die sicherer sei als der Ruf Gottes, und einen Test vorschlägt. Doch Jesus erklärt, Gott sei nicht zu testen, keinem Experiment zu unterwerfen, ob und wie er ´funktioniert` (Mt 4,7; Lk 4,12).
An den Pest-Epidemien, die vom Spät-Mittelalter bis in die Neuzeit zumal die Länder Mitteleuropas heimsuchten, lasen die leidgeprüften Menschen ab, dass aller Scharfsinn nicht ausreiche, Gott zu ergrübeln. Am Maßstab der Gerechtigkeit meinten sie, wie schon die Vorfahren, abzulesen, dass Gott versage, entweder ungerecht oder machtlos sei.
Für Überlebende und nachfolgende Generationen entwickelten sich neue Prioritäten. Die Menschen der europäischen Neuzeit, von Kolonialismus und Kapitalismus beflügelt, verwandten jetzt viel Mühe darauf, den "lieben", aber unsichtbaren Gott des Glaubens, der ihnen ebenso unberechenbar wie ohnmächtig erschien, als menschliche Selbsttäuschung zu entlarven.
Aus Sicht der Bibel wandten die Menschen sich dann "anderen Göttern" zu. Sie kennt bereits den verführerischsten der alternativen Götter. Man könne nicht Diener Gottes sein und gleichzeitig Diener des Mammon, erklärt Jesus den Jüngern (Mt 6,24; Lk 16,13).
Die offene und kaschierte Herrschaft des Mammon, die Gier nach Akkumulation beanspruchen viele in der modernen Gesellschaft dermaßen, dass der Gott der Bibel verblasst, unwirklich erscheint wie eine Gestalt aus Kinderträumen.
Humanisten propagieren selbstbewusst, die Figur "Gott" habe "ausgedient"; auf den Menschen selbst komme es an: "auf seine Tüchtigkeit, sein Können und Verstehen".
Ist dieses Programm erfüllbar? Tüchtigkeit und Verstehen leisten ihr Teil, stoßen jedoch auf Probleme: bei begrenzten Ressourcen, vor unterschiedlichen Kulturen, Traditionen und Denkstrukturen werden Interessen zu Gegensätzen, erreicht Verstehen, Verständigung Grenzen, stößt gar auf Widerstand.
Verstehen ist ein menschliches Grundthema: es betrifft die Vergangenheit nicht weniger als die Gegenwart. Verstehen, Verständigung ist ein mühsames Geschäft, ob es um Menschen der Gegenwart, oft der nächsten Umgebung, oder um Menschen und Ereignisse der Geschichte geht.
Viele winken auch ab: die Bibel verstehe man nicht! Oder nur wenig! Die fremde Sprache, fremdartige Bilder, unglaubliche Geschichten. Was aber Schulbildung verstehen lehre, sei die Evolution. Von der Evolution habe kein biblischer Autor etwas geahnt. Der alte Schöpfergott sei abgelöst von der Evolution: sie bringe Leben hervor und zur Blüte. Traurig, doch unvermeidlich sei, dass sie es auch zu Rivalität und Kriegen kommen lässt; Sieger belohnt, Besiegte bestraft. Leider könne man sie nicht anders programmieren, weil sie aus dem tiefsten Weltall kommt und - wegen Komplexität der Materie - äußerst langsam agiert. Leider ist die Evolution auch am Schicksal von Einzelpersonen nicht interessiert, sie produziert Individuen in Fülle. Einige trösten, partielle Grausamkeit sei weise, fördere die Evolution.
Das seien alles Fakten, Fakten-Wissen - wird behauptet -, da muss man nichts glauben.
Ist also der Naturalismus nicht einfach realistisch, der den Gottesglauben schlicht als blind endenden Auswuchs am Baum der Evolution hinter sich lässt? "Absolutismus des Weltalls" heißt die Parole.
Von da aus gedeutet ist der Mensch eine zufällige Mutation in der langen universalen Evolution, was seine Hoffnungen und Untaten einschließt. Ob die Menschheit überlebt oder sich abschafft, berührt das Weltall nicht, lässt es buchstäblich kalt.
Wenn der Kosmos, wenn die Natur so ´denkt` und handelt (sagt man), müssen die Schwachen sich anpassen oder gehen. Eine Aussicht mit Rückwirkung: der Mensch kein "Abbild Gottes" mehr, kein Träger übernatürlicher Würde, einzeln wertlos ("jeder ist ersetzbar").
Das sei Realismus, sagen viele. Moral sei an der Realität zu orientieren. Zwar will man "an etwas" glauben, aber nur an das, was man sieht, und an das, was man "brauchen" kann.
Vielleicht gibt es - merken manche an - einen göttlichen Weltgrund, aber verborgen, unerkennbar.
An den biblischen Gott zu glauben hindere im übrigen die Bibel selbst, sagen Kritiker: obwohl sie einschärft, man solle sich kein Bild von Gott machen, behänge die Bibel Gott mit phantastischen Bildern und unglaublichen Geschichten. Herablassend spricht man von den "Mythen der Bibel" und meint Märchen, Phantasien, Träume, Halluzinationen bis hin zu psychedelischen "Trips".
Ein Leserbrief an eine Zeitung fällte dieses Urteil: "In seiner mythischmystischen Entstehungszeit mit Geister- und Wunderglauben, eine Zeit minimalen Wissens um die Wirklichkeit der Welt... konnten die Lehren des Christentums für wahr gehalten werden, weil sie der Kultur und dem gängigen Weltbild ihrer Zeit entsprachen".
Der Leser drückt aus, was viele denken (um sich vor christlichen "Lehren" zu schützen?).
Aber sein Argument könnte sich auch einmal als Bumerang erweisen. Wenn das Christentum nur so lange wahr sein konnte, als es damaligem Weltbild entsprach - kann das nicht umgekehrt auch einmal zum Schicksal der heute "modernen", selbstbewussten Weltanschauung werden? Weltanschauungen ändern sich und die neuen bezeichnen die früheren gern als "Mythen".
Eine Kirchenzeitung versuchte eine Antwort auf eine Anfrage zur biblischen Genesis, zur Erschaffung von Welt und Mensch durch Gott: die Texte seien "wissenschaftlich natürlich längst überholt", enthielten aber in anderem Sinn manches Bedenkenswerte.
Da zeigt sich ein Missverständnis: nicht die Genesis-Texte sind "wissenschaftlich überholt", sondern ihre naiv naturkundliche Auslegung ist "überholt". Könnte es sein, dass die Texte von etwas anderem sprechen als die Wissenschaft?
Zunächst: auch der oben erwähnte Naturalismus ist ein Mythos, ein moderner Mythos.
Zum "Mythos" wird heute ein Ideal, das weltanschauliche, politische, nationale, ökonomische, kulturelle usw. Ideal von Menschen, die von einer Person, Idee, Partei unbedingten Zugewinn von Lebensfreude, Sinn, Sicherheit, Gesundheit u.a.m. erwarten und die Überprüfung ihrer Erwartung an Realität, Alternativen, Widersprüchen usw. gern vermeiden.
Oft wird eine lebende Person zum "Mythos", wenn sie über lange Zeit viele Menschen anzieht und zum Inhalt von Erzählungen, Träumen, Enthüllungen u.ä. wird. Das "Mythische" ist das "Sagenhafte". Daher kann auch ein Ereignis der Vergangenheit, das weltbewegende Folgen zeitigte und viele Menschen damals wie heute beschäftigt (wie der Fall der Berliner Mauer von 1989) zum "Mythos" - oder zur "Legende" - werden. Doch ist die Rede von "Mythos" heute nicht eindeutig. Wenn vor Jahrzehnten eine bekannte Rock-Oper Jesus Christus zum "Superstar" krönte, würde sie ihn heute zum "Mythos" ausrufen, freilich mit der bei religiösen Inhalten mit schwingenden Nebenbedeutung einer Fiktion.1
Ein heute populärer Verdacht glaubt, antike Mythen, die von Gott/Göttern erzählen, auch solche der Bibel, seien archaische Projektionen: die frühen Menschen hätten ihre Bedürfnisse auf Götter projiziert oder hätten in ihrer Not Götter einfach erfunden. Mythen seien ebenso anthropomorphe wie soziomorphe Produkte: Projektionen uralter Ängste, urmenschlicher Sehnsucht - oder auch Resignation - an den Himmel.
Hält man diese Art Verdacht für seriös und aktuell, trifft er prinzipiell alle Arten von Weltanschauungen, Ideologien, Programmen, "Ideen", deren Aussagen über das unmittelbar Faktische, Verifizierbare hinausreichen und den Himmel, die Zukunft oder die Vergangenheit erklärend vereinnahmen. Wenn man nur das unmittelbar Nachweisliche, das Sicht- und Greifbare für real hält, gewinnt alles spekulativ Erschlossene den Anstrich eines "Mythos": etwa der "Urknall", die Auslöschung der Saurier durch einen Meteoriten oder die sogenannte Klima-Katastrophe.
Dem Verdacht, im Rang eines Mythos zu stehen, entrinnt auch der atheistische Naturalismus nicht, wenn er meint, der unbeweisbare Gott der Kirche sei eine Projektion.
Der Projektionsverdacht setzt, genau genommen, voraus, dass die dazu nötige Projektionsfläche ("der Himmel", Gott) existiert. Gleichzeitig hält man sie für unerkennbar: von menschlichen Wünschen und Befürchtungen überwuchert. Der Gott der Bibel werde verdeckt, verhüllt durch uralte "Mythen", Ängste und Hoffnungen.
Die agnostische Einstellung hat jedoch Folgen.
Verwirft der Mensch die (nach Sartre) "verjährte Hypothese Gott", ist er auf sich allein gestellt. Die Zukunft erscheint offen (da gottlos), aber leer. Die "Gott-Hypostase", die sie früher ausfüllte, ist "eingestürzt" (Ernst Bloch). Gleiches gilt aber auch für die Homo=Deus-Hypostase, die sie ersetzen sollte.
Die leere Zukunft, die so erscheint, ist aber unheimlich. Daher suchen viele persönlichen Halt, Lebenshilfe in Astrologie, in kosmischer Energie oder in "verschüttetem Wissen" der Vorfahren (Kelten, Mayas u.a.). Andere setzen auf Futurologie und Science fiction (à la von Däniken).
Doch wenn man die Alternativen näher besieht, bleibt rätselhaft, warum der "postmoderne" Mensch meint, die genannten, wenig abgesicherten ´Park-buchten` seien weniger "mythisch", seien realistischer, vertrauenswürdiger als das christliche Evangelium.
Am Ende seiner Bemühungen um autonome Orientierung sieht der Mensch durch sein in die Zukunft gerichtetes Fernrohr nur sich selber: eine diffuse, in Parteien, pressure groups, Kampfverbände zerstrittene, zersplitterte Figur.
Ideologiekritisch gesehen, ist der "postmoderne" Mensch entweder intellektuell, ein gebildeter Skeptiker oder leistet einer gebildeten "Elite" Gefolgschaft, deren Welt- und Menschenbild er übernimmt, reproduziert und multipliziert. Er nimmt kaum wahr, dass er dabei neue Mythen in die Gesellschaft implantieren hilft, die nicht weniger Glaubensbereitschaft verlangen als die alten Mythen.2
Ein ´neuer Glaube` von Mythos-Art nistet sich auch gern ein als "gesellschaftlicher Konsens". Was so heißt, kann als Narrativ wirken. Rezentes Beispiel ist die Idee "multikulturelle Gesellschaft geht". Noch ist sie eine Utopie. Doch kann, soll und wird es sie geben (sagt man), wenn der Konsens flächendeckend ist und die Mehrheit eine Anzahl organisatorischer Weichenstellungen und Aufgaben abgearbeitet haben wird.
Auch die sogenannte "Leistungsgesellschaft" lebt unverhohlen von eingebläuten Mythen. Einer ihrer hartnäckigsten lautet, die Zukunft eines Menschen hänge von der persönlichen Leistung ab. Daher müsse man sich ständig "optimieren". Ungläubige werden auch hier exkommuniziert. Da überrascht es nicht, dass Psychiater heute die Erfahrung machen, eine wachsende Zahl Jugendlicher versinke in krank machender Zukunftsangst. Diese fürchten, der gnadenlosen Auslese einer anonymen Zukunft von vornherein unterlegen zu sein, und glauben, dass Versagen, Ausschluss, Verzweiflung, früher Tod als Kollateralschäden des Fortschritts, das heißt zuletzt: der allmächtigen Evolution bewertet werden.
Luthers berühmte Frage "Wie kriege ich einen gnädigen Gott?" wandelt sich auf der säkularisierten Zeitlinie in eine andere: Wie kriege ich eine gnädige Zukunft?
Aber die Zukunft wirkt weithin wie ein anonym-gleichgültiger Mechanismus: alternativlos und exklusiv, und kann heutige Menschen in eine Verzweiflung stürzen, die jener der Leidenden in altgriechischen Tragödien bestürzend ähnelt.
Eine solche Vorstellung zermürbt. Wie der Soziologe Hartmut Rosa beobachtet,3 sind Menschen nur lebensfähig, wo sie Mitmenschen, ja die Welt überhaupt als "Resonanz-Raum" erleben. Erfahren sie Resonanz auf ihr Sein, Tun und Lassen, nehmen sie sich selber erst als lebendig wahr.
Menschen treten (erläutert der Soziologe) mit der Ahnung ins Das...

Inhaltsverzeichnis

  1. VORWORT
  2. INHALT
  3. 1. Moderne Mythen und die uralte Frage nach "Gott"
  4. 2. Hermeneutik als Lebensaufgabe
  5. 3. Das Heilige und das Abgründige
  6. 4. Mythos und Offenbarung
  7. 5. Der Teil und das Ganze
  8. 6. Symbole und Ur-Worte
  9. 7. Mythische und biblische Denkart
  10. 8. Herkunft, Deutung und Bedeutung des Mythos
  11. 9. Heilsgeschichte als Korrektur der Mythen
  12. 10. Entwicklung und Färbung des Gottesglaubens in Israel
  13. 11. Mythos, Mysterium und Kult
  14. Glossen
  15. Auslegungsbeispiele
  16. Exkurs: Alternative Interpretationen biblischer Mythen
  17. Literaturverzeichnis
  18. Zum Autor
  19. Impressum