Elmer Gantry
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Elmer Gantry

  1. 544 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Elmer Gantry

Über dieses Buch

"Elmer Gantry" ist ein sozialkritischer Entwicklungsroman des Literaturnobelpreisträgers Sinclair Lewis aus dem Jahr 1927.

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Information

Jahr
2022
ISBN drucken
9783755749950
eBook-ISBN:
9783755750260

Drittes Kapitel

1

Anfangs Januar fand die jährliche College Y.M.C.A.-Gebetswoche statt. Es war ein Ereignis für das ganze Land, aber im Terwillinger-College hatte sie in diesem Jahr ganz besondere Bedeutung, weil man den Vorzug genoß, auf drei Tage keinen Geringeren als Judson Roberts bei sich zu haben, den Landessekretär der Y.M.C.A., einen Mann, der sowohl als Mensch wie als Beamter groß war.
Er war jung, dieser Mr. Roberts, erst vierunddreißig, aber schon im ganzen Land bekannt. Er war immer bekannt gewesen. Er hatte einer erstklassigen Chicagoer Fußballmannschaft angehört, Hochschul-Baseball gespielt, er war Kapitän der Debattiermannschaft gewesen, und gleichzeitig hatte er die Y.M.C.A. geführt. Er war als Der Predigende Fullback bekannt gewesen. Er setzte seine sportlichen Übungen noch immer fort – es hieß, daß er heimlich mit Jim Jeffries geboxt hätte – und predigte noch viel mehr als früher. Er war ein sehr freundlicher Führer, der immer Hilfe wußte; Hunderte von Studenten in ganz Kansas nannten ihn »Old Jud«.
Zwischen den Gebetsmeetings in Terwillinger saß Judson Roberts im Seminar für Bibelgeschichte, an einem langen Tisch, unter einer Karte des Heiligen Landes, und hatte Privatunterredungen mit den männlichen Studenten. Überraschend viele kamen zu ihm herein, zitternd, mit abgewendeten Augen, um sich seinen Rat wegen einer heimlichen Gewohnheit zu erbitten, und der alte Jud schien ihre Sorgen erstaunlich gut erraten zu können, noch bevor sie recht zu reden angefangen hatten.
Er war sehr männlich und forsch:
»Also jetzt, alter Junge, hören Sie mir mal zu. 'ne schreckliche Sache, ganz entschieden, aber mir sind schon so ziemlich einige Fälle untergekommen, Sie müssen nur Widerstand leisten wollen und es dem Herrn im Gebet unterbreiten. Bedenken Sie, daß er immer, und auch in den bösesten Fällen, helfen kann. Jetzt wollen Sie natürlich zu allererst Ihre schlechte Gewohnheit loswerden, zu – ich fürchte, Sie haben ein paar ziemlich dreckige Bilder und vielleicht ein saftiges Buch versteckt, na, oder vielleicht nicht, alter Junge?«
Wie konnte der alte Jud das nur erraten haben? Ein phänomenaler Kerl!
»Na also. Ich hab' einen feinen Plan, alter Junge. Stellen Sie Betrachtungen über das Missionswesen an und denken Sie daran, wie rein und sauber und männlich Sie sein wollten, wenn Sie daran gingen, die Freuden des Christentums zu vielen armen Teufeln zu bringen, die im bösen Bann des Buddhismus und einer ganzen Menge dieser heidnischen Religionen stehen. Würden Sie nicht wünschen, ihnen ins Auge schauen und sie beschämen zu können? Das nächste, was Sie tun müssen, ist tüchtige Bewegung. Gehen Sie ins Freie und rennen Sie wie der Teufel! Und dann kalte Bäder. Hundsgemein kalt. So wird's schon gehen!« Im Aufstehen mit einem höchst männlichen Händedruck: ›Also jetzt ab, und denken Sie daran‹ – mit einem großartigen, gewinnenden und herzhaftem Lachen – »immer rennen wie der Teufel!«
Jim und Elmer hörten Old Jud bei der Andacht. Er war gewaltig. Er erzählte ihnen einen netten Witz von einem Mann, der ein Mädchen küßte, erhob sich aber in schwindelnde Höhen, als er die Seligkeiten des ernsthaft willigen Gebetes schilderte, in dem man groß genug wäre, um wie ein Kind zu sein. Die Sanftheit, mit der er vom Jesuskind sprach, das einsam, von seinen Eltern verloren, umherirrte, trieb ihnen die Tränen in die Augen, doch im nächsten Augenblick erweckte er wieder ihre höchste Bewunderung, als er seine großen Schultermuskeln anspannte und erklärte, daß er jedem grinsenden, gemeinen, verlogenen, biersaufenden, aufgeblasenen Großmaul das Hirn aus dem Schädel schlagen würde, der es wagen sollte, sich während eines Meetings an ihn heranzumachen, und probieren, durch das Vorbringen eines Haufens jämmerlicher, sophistischer, atheistischer, superkluger Zweifel einen Universalschraubenschlüssel in den Mechanismus zu schmeißen! (Er gebrauchte wirklich zur Wonne der jungen Leute die Ausdrücke »das Hirn aus dem Schädel schlagen« und »einen Universalschraubenschlüssel schmeißen.« Oh, er war eine Nummer, ein richtiger ganzer Kerl mit rotem Blut in den Adern!)
Jim erkrankte an der Grippe. Er konnte nicht einmal ein einziges Wort des Hohns hervorbringen. Zusammengeklappt saß er da, das Kinn ganz nah an den Knien, und Elmer durfte in Heldenverehrung schwelgen. Herr Gott noch einmal! Er hatte geglaubt, ordentliche Muskeln zu haben, aber der Judson Roberts – verflixt, der konnte Elmer, ohne sich lang anzustrengen, auf den Teppich bringen. Was mußte das für ein Fußballspieler gewesen sein! Verflucht und zugenäht!
Diese homerische Verehrung versuchte er Jim zu erklären, als sie wieder in ihrem Zimmer waren, aber Jim nieste und legte sich ins Bett. Der ungestüme Barde blieb ohne Zuhörer und freute sich geradezu, als Eddie Fislinger an der Tür kratzte und sich hereinschob.
»Ich will euch nicht anöden, aber ich hab' gesehen, daß ihr heute nachmittag beim Meeting vom alten Jud wart, und, wißt ihr, ihr müßt morgen abend wieder hinkommen, um ihn anzuhören. Der große Abend von der Woche. Sag mal, ehrlich, Höllenhund, meinst du nicht, daß Jud ein richtiger Mordskerl ist?«
»Ja, da kann ich nichts sagen, er ist ein blendender Bursche.«
»Was, das ist er, nicht wahr! Freilich ist er ein blendender Kerl, nicht! Das ist mal 'n Bulle!«
»Ja, freilich ist er 'n Bulle – für so einen Religionsnarren!«
»Na, Höllenhund, fang jetzt nicht an, ihn zu beschimpfen! Du kannst nicht ableugnen, daß er aussieht wie 'n Fußballstier.«
»Ja, das glaub' ich schon. Ich hätt' gern mal mit ihm gespielt.«
»Möchtest du ihn nicht kennenlernen?«
»Na –«
In diesem Augenblick der Gefahr erhob Jim seinen benommenen Kopf, um zu protestieren: »Er ist ein heiliger Streikbrecher! Einer von diesen Stiernacken, die als Athleten auf die Welt gekommen sind und einem einreden wollen, daß sie sich selber durch Beten und Fasten dazu gemacht haben. Mir würde davor grausen, dem alten Jud auch nur einen einzigen armseligen kleinen Tropfen Bourbon vor die Augen zu bringen! Ha! Der Prahlhans! ›Warum könnt ihr Hundertpfundknirpse keine großen männlichen Christen sein wie ich!‹
Gemeinsam protestierten sie gegen dieser Verunglimpfung ihres Helden, und Eddie gestand ein, daß er sich erlaubt hätte, Elmer vor dem alten Jud zu loben; daß der alte Jud entzückt gewesen zu sein scheine; daß der alte Jud höchstwahrscheinlich – ein so freundlicher Großer Mann war er – Elmer heute nachmittag aufsuchen würde.
Bevor Elmer sich klar darüber werden konnte, ob er erfreut oder entrüstet sein solle, bevor der geschwächte Jim die Kraft aufbringen konnte, für ihn Klarheit zu schaffen, wurde die Tür von einem gewaltigen heldischen Schlag erschüttert, und herein schritt Judson Roberts, groß wie ein Grizzlybär, munter wie ein junges Wachtelhündchen, strahlend wie zehn Sonnen.
Sofort stürzte er sich auf Elmer. Er hatte noch sechs andere zweifelnde Thomasse und des Rauchens Verdächtige vor sechs Uhr zu erledigen.
Er war ein blonder junger Riese mit Locken, mit einem Grinsen und mit einer Stimme wie die Zuchtstiere von Baschan, so oft seine Politik Mannhaftigkeit erforderte. Bei irrenden Schwestern aber – vorausgesetzt, daß sie nicht zu irrend waren – konnte er säuseln wie ein Waldveilchen, das von einem duftenden Lüftchen bewegt wird.
»Hallo, Höllenhund!« rief er dröhnend. »Lassen Sie sich die Hand drücken!«
Elmer pflegte den Leuten die Hände spielerisch zu drücken, bis sie knackten. Das erstemal in seinem Leben wurde seine eigene Tatze schlaff und heiß. Er rieb sie und sah einfältig drein.
»Hab' schon eine Menge von Ihnen gehört, Höllenhund, und von Ihnen auch, Jim. Auf der Nase, Jim? Soll ich mal raus und den Doktor holen?« Der alte Jud saß ohne Umstände auf Jims Bettkante, und im Schein dieses Lächelns konnte nicht einmal Jim Lefferts allzu mürrisch sein, als er versuchte zu schnauzen: »Nein, danke.«
Roberts wandte sich wieder Elmer zu und freute sich:
»Ja, mein Lieber, ich hab' wirklich schon eine ganze Menge von Ihnen gehört. Herrje, muß das ein großartiges Spiel gewesen sein, das Ihr gegen das Thorvilsen-College gespielt habt! Man hat mir erzählt, wie Sie dort in die Linie gekommen sind, hat sie nachgegeben wie ein Schwamm, und als Sie den starken langen Schweden packten, ging er zu Boden, als hätt' ihn der Blitz getroffen.«
»Ja, das war – das war ein gutes Spiel.«
»Natürlich hab' ich damals davon gelesen –«
»Wirklich, das haben Sie?«
»– und natürlich wollt' ich mehr davon hören und Sie kennenlernen, Höllenhund, und da hab' ich die Jungens über Sie ausgefragt, und, wissen Sie, die halten wirklich allerhand von Ihnen! Ich wollte, ich hätte Sie in meiner Universitätsmannschaft in Chicago gehabt – wir hätten 'nen Stürmer wie Sie brauchen können.«
Elmer sonnte sich.
»Jawohl, mein Lieber, die Jungens haben mir alle erzählt, was für ein blendend feiner Kerl Sie sind, und was für ein fabelhafter Athlet, und was für ein 1A Gentleman. Sie alle sagen, daß nur eines bei Ihnen nicht stimmt, mein lieber Elmer.«
»Was?«
»Sie sagen, daß Sie ein Feigling sind.«
»Was? Wer sagt, daß ich ein Feigling bin?«
Judson Roberts marschierte vom Bett zu Elmer hinüber und legte ihm die Hand auf die Schulter. »Alle sagen das, Höllenhund! Ja, man muß ein ganz waschechter tüchtiger Kerl sein, wenn man groß genug sein will, Jesus zum Schuß auf sich kommen zu lassen und zuzugeben, daß man Keile bezieht, wenn man probiert mit Gott zu kämpfen! Man muß ein Mann sein, der's in sich hat, wenn man niederknien und seine Unwürdigkeit eingestehen soll, obwohl die ganze Welt einen verhöhnt! Und die Art Mut haben Sie nicht, Elmer. Ach, Sie glauben, Sie sind so ein Prachtbursche –«
Old Jud drehte ihn herum; die Hand des alten Jud zerquetschte seine Schulter. »Sie glauben, Sie sind zu stark und zu gut, um sich mit den armseligen kleinen, erbärmlichen Evangeliums-Hausierern einzulassen, was! Also, ich bin auch einer. Wollen Sie mich knock out schlagen?«
Mit einem schnellen Ruck hatte Roberts seinen Rock unten und stand in einem gestreiften Seidenhemd da, das seinen riesigen Oberleib zeigte.
»Sie können sich drauf verlassen, Höllenhund! Ich bin bereit, mit Ihnen zur Ehre Gottes zu kämpfen! Gott braucht Sie! Können Sie sich was Schöneres für einen großmächtigen Kerl wie Sie denken, als sein Leben damit zu verbringen, daß man den Armen, Schwachen, Kranken, Furchtsamen die Seligkeit bringt? Können Sie nicht sehen, wie die armen kleinen mageren Leutchen und alle Kinderchen Ihnen folgen, Sie lobpreisen und bewundern würden, Sie alter Gauner? Bin ich ein kleiner heuchlerischer Christ? Können Sie mich versohlen? Wollen Sie rangehen?«
»Nein, wissen Sie, Mr. Roberts –«
»Judson, Sie riesiges Trumm Käs', alter Jud!«
»Nein, wissen Sie, Judson, ich glaube, Sie legen mich um! Ich vertrag' ja eine recht hübsche Portion, aber mit Ihnen will ich lieber nichts riskieren!«
»Schön, mein Alter. Glauben Sie noch immer, daß alle frommen Leute Jammerlappen sind?«
»Nein.«
»Und Lügner?«
»O nein.«
»Schön, alter Knabe. Wollen Sie mich als Freund annehmen, wenn ich mich nicht in Ihre Angelegenheiten misch'?«
»Oh, freilich, selbstverständlich.«
»Dann möcht' ich Sie nur um einen Gefallen bitten. Wollen Sie morgen abend zu unserem großen Meeting kommen? Sie brauchen gar nichts zu tun. Wenn Sie glauben, daß hinter unserem Reden nichts steckt gut; das ist Ihr Recht. Sie werden nur kommen und nicht schon die Meinung mitbringen, daß wir alle schlecht sind, sondern wirklich Ihren großen schönen scharfen Verstand gebrauchen und über uns nachdenken, wie wir sind? Werden Sie kommen?«
»Oh ja, sicher, ganz bestimmt.«
»Schön, Alter. Ich bin kolossal stolz drauf, daß Sie mich so ohne alle Formalitäten hier haben hereinplatzen lassen. Denken Sie dran: wenn Sie wirklich das Gefühl haben, daß ich die Jungens ungehörig beeinflusse, dann kommen Sie ganz einfach zu mir und sagen mir's, und ich werde kolossal stolz drauf sein, daß Sie mir das Vertrauen schenken, mir die Leviten zu lesen. Bis dahin, alter Elm! Bis dahin, Jim. Gott befohlen!«
»Bis dahin, Jud.«
Er war gegangen, ein Wirbelwind, der das unansehnliche Pflänzchen Eddie Fislinger hinter sich hinaussog.
Und dann sprach Jim Lefferts.
Eine Zeitlang nach Judson Roberts' Abgang stand Elmer glühend da und ließ sich die ihm zuteil gewordene Anerkennung schmecken. Er fühlte Jims Blicke auf seinem Rücken und drehte sich trotzig zum Bett um.
Voll Kampfeswut starrten sie einander an. Elmer eröffnete mit einem grimmigen:
»Also, na, warum hast du nichts gesagt, solang er da war?«
»Zu ihm? Mit einem Wolf reden, wenn er Fleisch wittert? Übrigens, er ist intelligent, der Bursche.«
»Na weißt du, es freut mich ja, daß du das sagst, weil – na ja, sieh mal – ich werd' dir erklären, wie mir zumut ist.«
»O nein, das wirst du nicht, Schätzchen! Du bist noch nicht so weit, daß du Wunder fabrizieren könntest. Freilich ist er intelligent. Ich hab' noch nie in meinem Leben besser leere Phrasen dreschen hören. Freilich! Er ist ja ganz verrückt danach, daß du hinaufkommst und ihn hinters Ohr schlägst und ihm sagst, daß du ihm für seine Vorstellung nicht dein Imprimatur geben kannst –«
»Mein was
»– und daß er's aufgeben und wieder von unten anfangen muß. Freilich. Er hat alles von deinem großen Spiel gegen Thorvilson gelesen. Hat extra nach New York geschickt, um die Review of Reviews zu kriegen und mehr darüber lesen zu können. Eddie Fislinger hat ihm nicht ein Wort davon erzählt. Er hat von deinem Angriff in der London Times gelesen. Ganz sicher. Hat er's nicht gesagt? Und er ist eine gerettete Seele – er könnte nie lügen. Und er könnt's ganz einfach nicht aushalten, wenn er nicht dein Freund würde. Er kann unmöglich mehr davon verstehen als ein paar tausend Collegejungs, wie man so eine Kiste aufzieht … Jetzt glaub' ich freilich an den alten Judengott mit dem Bart! Kein anderer als er hätte alle Idioten erschaffen können, die ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Erstes Kapitel
  3. Zweites Kapitel
  4. Drittes Kapitel
  5. Viertes Kapitel
  6. Fünftes Kapitel
  7. Sechstes Kapitel
  8. Siebentes Kapitel
  9. Achtes Kapitel
  10. Neuntes Kapitel
  11. Zehntes Kapitel
  12. Elftes Kapitel
  13. Zwölftes Kapitel
  14. Dreizehntes Kapital
  15. Vierzehntes Kapitel
  16. Fünfzehntes Kapitel
  17. Sechzehntes Kapitel
  18. Siebzehntes Kapitel
  19. Achtzehntes Kapitel
  20. Neunzehntes Kapitel
  21. Zwanzigstes Kapitel
  22. Einundzwanzigstes Kapitel.
  23. Zweiundzwanzigstes Kapitel
  24. Dreiundzwanzigstes Kapitel
  25. Vierundzwanzigstes Kapitel
  26. Fünfundzwanzigstens Kapitel
  27. Sechsundzwanzigstes Kapitel
  28. Siebenundzwanzigstes Kapital
  29. Achtundzwanzigstes Kapitel
  30. Neunundzwanzigstes Kapitel
  31. Dreißigstes Kapitel
  32. Einunddreißigstes Kapitel
  33. Zweiunddreißigstes Kapitel
  34. Dreiunddreißigstes Kapitel
  35. Impressum