Hermann Bahr / Selbstbildnis
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Hermann Bahr / Selbstbildnis

Kritische Schriften in Einzelausgaben

  1. 290 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfĂŒgbar
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Hermann Bahr / Selbstbildnis

Kritische Schriften in Einzelausgaben

Über dieses Buch

Unter dem Titel "Selbstbildnis" legt Hermann Bahr 1923 ein umfassendes Verzeichnis der so zahlreichen wie unterschiedlichen Stationen und Selbst-EntwĂŒrfe seines Lebens vor. Der besondere Reiz dieser Autobiographie liegt in der Spannung zwischen dem Versuch, eine kohĂ€rente Entwicklung oder Entfaltung des eigenen Selbst anzudeuten und der Praxis, auch Disparates mitunter geradezu schonungslos zu verzeichnen. So oszilliert Bahrs "Selbstbildnis" zwischen tradierten biographischen Narrativen und einer Logik des Archivs, in dem nicht nur den Ereignissen der Zeit, sondern auch der Macht des Zufalls eine besondere Relevanz zukommt: "Den Reiz [.], den man meiner Persönlichkeit zuschreibt, hat sie daher, daß mir beschieden war, entscheidenden Menschen, entscheidenden Zeiten, entscheidenden Ereignissen zu begegnen."

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Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783897396623
eBook-ISBN:
9783958994065
Auflage
1
Thema
Art

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Inhaltsverzeichnis
  4. I. Aufgaben der Biographie – „Mann von ĂŒbermorgen“ – Von Gott geleitet – WidersprĂŒche des Charakters – Lebensweg
  5. II. Vorfahren vĂ€terlicherseits – ... mĂŒtterlicherseits – „Bahr“ als Familienname – Linzer Dialekt – Geburtskonstellation
  6. III. Vater und Mutter als Gegensatzpaar – Charakter des Vaters – ... der Mutter – BĂŒrger oder schöpferisches Chaos – Einsamkeit – HĂ€rte der Mutter, NĂ€he des Vaters – Theaterspiel der Mutter – Idealismus und Liberalismus des Vaters – LektĂŒre des Vaters – Bruckner – Frauenbild des Vaters
  7. IV. Geburtshaus mit Erker – Linzer Baustil – UnfĂ€higkeit des Liberalismus zur stĂ€dtischen Architektur – Linz auf altem Stich – Linzer Hauptplatz –Wohnsitze seines Lebens
  8. V. Finanzielle Lage der Familie Bahr – Liberale vs. Bischof Rudigier – Gemeindegesetz und Umsetzung – BĂŒrokratie und österreichischer Liberalismus – Rechtswissenschaft als Geheimwissenschaft – Benediktinerkultur – Wissen und Unwissen des Liberalismus – Kulturelles Leben in Linz
  9. VI. Erinnerungen an erste GefĂŒhle – Fremdheit – Vom „Ich mag nicht“ zum „Ich mag“ – Verzögerte Sprachentwicklung – Wunderkind aus Gelehrigkeit – Wahrheit jenseits der Kinderwelt – HĂ€usliches Theaterspiel – Hauslehrer – Fluchtversuche – Öffentliches Stehgreiftheater und Regie – Liebeskummer – Vater prĂŒft Leidenschaft fĂŒr das Theater
  10. VII. HĂ€usliches Leben – Gesellschaftsleben in Linz – Jahreszeiten – Erste Schulung in Jurisprudenz – Liberale Aufbruchsstimmung – Kindliches BemĂŒhen, gut zu sein – VerhĂ€ltnis zum Vater – Einsamkeit – Fernhalten der Kinder vor der Wahrheit
  11. VIII. Nach Salzburg – Selbstmord des Onkels – LektĂŒre und erste schriftstellerische Versuche – Geistesgeschichte Salzburgs – Gymnasium – Über Antike zum Glauben – Katholizismus der Eltern – LektĂŒre Platos – Leitfigur Josef Steger
  12. IX. Salzburger Unterkunft – Freundschaften und Distanz – Antike Autoren eröffnen Blick auf das wirkliche Leben – SelbstverstĂ€ndnis als Philologe (und Schauspieler) – Reine Momente des Geisteslebens – Erste Liebschaft und erste Trennung
  13. X. Schulabschlussfeier als Erbe des Barocktheaters – Rede ĂŒber den „Wert der Arbeit“ – Skandal – Über den Reiz öffentlichen Redens
  14. XI. Zum Studium nach Wien – Erster Wienbesuch – Burgtheater – Ringstrassenarchitektur – Erfindung des Wiener BĂŒrgertums – Neue Freie Presse und Michael Etienne – Ludwig Speidel – Kaffeehaus- und Bierhausliteraten – Literarisches Wien 1872 – Wiener Unterkunft
  15. XII. Einquartiert bei Tante Anna und Salomon Robicsek – Antisemitische Umtriebe – CafĂ© Scheidl – EinfĂŒhrung in die Literaturszene – EnttĂ€uscht von der akademische Philologie – Interesse fĂŒr die Nationalökonomie
  16. XIII. Deutscher Leseverein und deutschnationale Orientierung – Studienwechsel zur Rechtswissenschaft – Theatererfahrung – Laiendarsteller – Erste aufgefĂŒhrte StĂŒcke: „Der fixe Punkt“, „Die Wunderkur“
  17. XIV. MĂŒĂŸigang als Studentenleben – Burschenschaft – Wissenschaft statt Religion und Kunst – Tod Richard Wagners – Rede am Trauer-Kommers – Relegation von der UniversitĂ€t – Abschieds-Kommers
  18. XV. FortfĂŒhrung großdeutscher Umtriebe in Graz – Bekanntschaft mit Hugo Wolf am Steinkogl – Studium und Ausschweifungen in Czernowitz – „Straßendiktator“ und Vorstrafe – Wohngemeinschaft mit Hugo Wolf in Wien – Nationalökonomie bei Schmoller und Wagner in Berlin
  19. XVI. Bismarck – Zur Wachablöse vor Wilhelm I. – Das alte Berlin und die Hauptstadt des neuen Reichs – Berliner und Pariser Einfluss auf seine Persönlichkeit – Nationalökonomie als Studienfach – Im Seminar von Adolf Wagner – Wolfgang und Wilhelm Heine – Die Professoren (Gustav von Schmoller, Heinrich von Treitschke u.a.) – BeitrĂ€ge in der „Deutschen Wochenschrift“ – Das Primat der Politik ĂŒber die nutzlose Kunst – Fackelzug und Kommers zum Geburtstag Bismarcks – Belehrung ĂŒber die Bedeutung Österreichs durch Bismarcks Rat Rottenburg
  20. XVII. Nationaler Sozialismus – „Die Einsichtslosigkeit des Herrn SchĂ€ffle“ – Als Sozialdemokrat polizeibekannt – Umgang mit Wilhelm Liebknecht, Georg von Vollmar und August Bebel – Zeitenumbruch in Berlin, Interesse fĂŒr dessen Nachtseite – Der Naturalismus als Vomitiv zum BĂŒrgertum – Zola, Ibsen – Arno Holz – Hermann Allmers – „Die neuen Menschen“ – Erster Ruhm
  21. XVIII. Lehren des Berliner Aufenthalts – Sozialdemokratische Ambitionen – Gustav von Schmollers Seminar – Berufen zum Agitator, Abgeordneten oder Dichter? – Armeedienst in Wien – BeitrĂ€ge in Viktor Adlers „Gleichheit“ – Viktor Adler
  22. XIX. Ein Jahr auf Reisen – Begegnung mit Ibsen – MĂŒnchen – Paris, Quartier latin – Leben in bescheidenen VerhĂ€ltnissen – Im Franzosen herrscht die Nation ĂŒber das Individuum – Erfahrung der Form – Hinwendung zur Kunst – Sprache als Teilhabe an einer unsichtbaren Welt – Vom Marxisten zum KĂŒnstler
  23. XX. Ende einer Epoche in Paris – Satanismus und Bekehrungen – „Die große SĂŒnde“ – „Die gute Schule“ als Ausdruck der Pariser Zeit – Form als Ausdruck – VerhĂ€ltnis von Ethik und Ästhetik – Zum Bejahen geboren – Literatur der DĂ©cadents – Seine Kritiken als Empfindungen – Affaire mit Nini – Abreise aus Paris
  24. XXI. Paris als Schritt zum Glauben – Durch SĂŒdfrankreich nach Spanien – Barocke Holzfiguren in Kastilien – Gente nueva in Madrid – Sevilla – Marokko – Roulettespiel in Tanger
  25. XXII. Ein neues, literarisches Berlin – Überwindung des Naturalismus – Neun Monate Ruhm – „Fin de siĂšcle“ und „Die Mutter“ – VerhĂ€ltnis zu Otto Brahm – S. Fischer – Autoren der „Freien BĂŒhne“ – Barths „Die Nation“ – Moritz von Egidy und Julius Langbehn – Juden und Berliner Kultur – Durchfall der „Neuen Menschen“ – Freundschaft zu Emanuel Reicher und Maximilian Harden – Stammtisch – Mit Theatertruppe nach St. Petersburg
  26. XXIII. Auf der Reise: Josef Kainz und Eleonora Duse – St. Petersburg – RĂŒckreise ĂŒber Warschau und Krakau nach Wien – Schreibt „Russische Reise“ und „Neben der Liebe“ – Zeitschrift „Moderne Dichtung“ – Ibsen-Bankett – Beginn von Jung-Wien – Bekanntschaft mit Hofmannsthal – Redaktion der „Deutschen Zeitung“ – Wiener Freundschaften rund um Jung-Wien
  27. XXIV. Gehalt seiner Arbeit – 20 Jahre Nothelfer österreichischen Kunst – Entdecker und Förderer von Talenten – Kritik zur Animierung von Kunst – Empfindung fĂŒr Rang als Gegengewicht zum Lob des Talents – Macht ĂŒber Wien, Unbeliebtheit ebenda – Überblick und Einordnung der eigenen schriftstellerischen TĂ€tigkeit – Seine Dramen – Erfolg in Österreich – GrĂ¶ĂŸe und rĂ€umliche Enge – MĂ€ĂŸiger Wert seiner Romane – Seine „Reihe katholischer Romane“ – Innerliche FĂŒhrung zum Katholizismus – Katholik sein – Autonomie und Sittlichkeit – Katholik auf Probe – Abschied vom Fortschrittsglaube – Überwindung des Abendlands – Staatenlos aber zuversichtlich
  28. Anhang

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