Während Europa politisch und ökonomisch an Einfluss verliert, haben Ideen und Konzepte, die in Europa entstanden sind bzw. die man Europa zuschreibt, dennoch weiterhin weltweit Konjunktur. So wird die These aufgestellt und begründet, dass Europa den modernen Staat und den Kapitalismus erfunden habe. Ähnliche Debatten gibt es in Bezug auf die Menschenrechte, sodass sich die Frage stellt, mit welchem Recht man deren universelle Geltung unterstellen darf. Europakritische Positionen argumentieren auch damit, dass viele Errungenschaften mit brutaler Gewalt, mit Kolonialismus und Sklavenhandel erreicht wurden, oft genug legitimiert von europäischen intellektuellen Größen und Meisterdenkern. Das Buch analysiert daher positive und negative Zuschreibungen Europas in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Soziales und Kultur, um zu überprüfen, inwieweit der Vorwurf des Eurozentrismus berechtigt ist und welche Konsequenzen daraus folgen sollten.

- 240 Seiten
- German
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