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Anima forma corporis.
Die Theologie der Person bei Edith Stein, Karol Wojtyla und Joseph Ratzinger. Eine Christologie.
- 40 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Anima forma corporis.
Die Theologie der Person bei Edith Stein, Karol Wojtyla und Joseph Ratzinger. Eine Christologie.
Über dieses Buch
Die christliche Tradition kennt die beiden Formulierungen: anima unica forma corporis (Thomas von Aquin) und anima naturaliter christiana (Tertullian).Dem Sinn dieser Aussagen im Werk von Edith Stein/ Heilige Teresia Benedicta vom Kreuz, Karol Wojtyla/ Papst Johannes Paul II. und Joseph Ratzinger/ Papst Benedikt XVI. nachzuspüren, stellt sich diese Arbeit als Aufgabe.
Häufig gestellte Fragen
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Information
2. Operari sequitur esse.
“Das Handeln gehört dem Herrn:
Er hat darauf das Exklusivrecht, und ist <inkognito> unterwegs in der Geschichte, in der wir wohnen. ”
(PP Franziskus, Ansprache an die katholische Aktion in Italien am 30.04.2021, zit. nach Osservatore Romano)
Er hat darauf das Exklusivrecht, und ist <inkognito> unterwegs in der Geschichte, in der wir wohnen. ”
(PP Franziskus, Ansprache an die katholische Aktion in Italien am 30.04.2021, zit. nach Osservatore Romano)
In seinem philosophischen Hauptwerk “Person und Tat” legt Karol Wojtyla dar, wie die menschliche Person als “Einheit vernünftiger Natur” (Boethius) dank ihrer geistigen Seele - als der substantialen Form des Körpers - durch ihr Handeln die ethischen Wert-Ideale mittels ihrer Vernünftigkeit und Freiheit in ihr eigenes Sein integriert.
Dazu dienen ihr ihre äußeren Sinne - die “niedere” Sinnlichkeit -, aber besonders auch die “höheren” (inneren) Vermögen des Verstandes und des freien Willens.
Immer jedoch, wenn sich die Willenskraft aktualisiert, steht sie in Verbindung mit der praktischen Vernunft und der Aktivität der emotionalen Faktoren. Dergestalt drückt sich das “ compositum humanum ” von Natur und Geist (von Leib und Seele) im ethischen Akt - vor allem in der Wahl zwischen Gut und Böse, sowie im Verhältnis von Sein und Sollen (im Übergang vom “Soll” zum “Ist”) - in seiner Eigenart und Wirkmacht aus, durch die es die “ Würde der Person” bejaht oder verneint. Dies ist ein personaler Akt der Selbstbestimmung im Verhältnis der personalen Wahrhaftigkeit und Transzendenz; als Form der Selbst-Zugehörigkeit und als Form der Selbst-Beherrschung; im bewussten Handeln des Menschen, in dem die menschliche Person ihren adäquaten Ausdruck findet.
Wojtyla stellt dabei fest, dass es nicht nur den psycho-somatischen Dynamismus des Leibes gibt, sondern auch den personalen Dynamismus der Seele; beide in der Komplexität des körperlich-geistigen Seins.
Vernunft und Wille sind dabei die Fähigkeiten der geistigen Natur, in welchen sich die menschliche Freiheit und Macht zur Selbstbestimmung innerhalb einer Lebens-, Seins- und Sinn-Einheit der menschlichen Person äußern. Anders formuliert: Weil der Mensch vernunftbegabt ist, hat er eine geistige Seele. Allerdings gibt es “weder eine unmittelbare Erfahrung noch auch <das Erleben der Seele> (die eben eine solche Erfahrung wäre)”. “Der Mensch besitzt nur die Erfahrung der Wirkungen (Folgen), für die er eine angemessene Ursache in seiner Existenz sucht.” (PT 213).
Das bedeutet, dass das Wesen des geistigen Seins nicht auf seine körperliche Natur, in der es gleichwohl “subsistiert”, zurückgeführt werden kann. Die traditionelle metaphysische Argumentation kann hier nicht reduktiv verfahren und das geistige Sein aus dem körperlichen Sein definitorisch (in der Individuum-Art-Gattung-Stufenleiter mittels artbildenden Unterschieden und Merkmalen) identitär (hypostasierend) herleiten, wohl aber eine gewisse Anschauung seiner Form, die im Leib seinen klaren und deutlichen Ausdruck (Existenz in Raum und Zeit) findet, gewinnen und so seinen Inhalt (wesentliche Essenz) phänomenologisch beschreiben, obzwar nicht restlos auslegen oder gar naturwissenschaftlich erklären.
Es bleibt dem theoretischen Verstand hier nur übrig, nach dem logischen Prinzip der Nicht-Widersprüchlichkeit einen zu- bzw. hinreichenden Grund für die angesprochenen Phänomene zu finden. Die Tradition hat sich dabei eben der Begrifflichkeit des Aristoteles ( hyle-morphe / Stoff-Form) und des Thomas von Aquin ( potentia-actus / Wesen-Wirklichkeit) bedient.
Was der Mensch aber praktisch und konkret erlebt, ist, laut K. Wojtyla, die Transzendenz und die Integration seiner Person in seinen Taten. Dieses Erleben, diese Erfahrungen können mit dem Verhältnis von Körper und Seele gleichgesetzt werden, das sich einerseits ganz empirisch (weltlich bzw. Welt-gebunden) zeigt, aber auch ganz transphänomenal, z.B. im Erleben der Werte von Gut und Böse; so bspw. im Gewissen , der Verantwortung oder Pflicht , aber auch im simplen Glück sempfinden. Dergestalt äußert sich im personalen Sein das transphänomenale und außerhalb der Erfahrung stehende Verhältnis der Seele zu ihrem Leib; ganz entsprechend den traditionellen Seinsprinzipien von Materie und Form.
Die Seele ist - der metaphysischen Tradition zufolge - die geistige Seinsgrundlage des Menschen und der psychischen und physischen Dynamismen, auf Grund der er (verantwortlich) handeln kann und soll. Diese leiblich-seelische Wirklichkeit versucht Wojtyla in seinem Werk auch im Licht der biblischen Offenbarung zu erschließen und schlussendlich im Geheimnis der Inkarnation des fleischgewordenen Wortes Gottes als der sakramentalen Mitteilung des göttlichen Lebens an die Menschheit zu fundieren. Diese angesprochene Geschöpflichkeit bzw. Kreatürlichkeit des Menschen zeigt sich im menschlichen Handeln und in den menschlichen Ich-Du-Beziehungen, die ihren reifsten Ausdruck im Wir-Bezug des bonum commune finden, in dem der Kosmos als Geschenk Gottes und communio personarum verstanden wird, in Form der Mitmenschlichkeit und Teilhabe (Gemeinschaft, Gegenseitigkeit, Wechselbezogenheit), in der die Eigentümlichkeit der Person eigentlich erst entstehen und wachsen kann. So gesehen ist wahre Subjektivität und personale Menschenwürde nur durch objektive bzw. soziale Verwirklichung und inter-personal möglich.
Diese personalistische und humanistische Norm (des göttlichen Liebesgebots ) ist mit dem Wort von der Einheit des Menschengeschlechts in Christus bzw. der Menschheitsfamilie oder auch besonders der Kirche selbst gemeint, in der sich das menschliche Sein als ein Sein von Gott her und als ein Sein zu Gott hin zeigt; und zwar desjenigen menschlichen Seins, das offen ( imago dei ) für das absolute und unbegrenzte Sein Gottes ( actus purus ) ist.
Der Mensch lebt alltäglich in dieser dynamischen Spannung und dem Wirken, der Wirklichkeit der Transzendenz und der Integration der Person und ihrer Handlungen. Von diesem Grundgedanken des “ patrimonium commune ” her hat der spätere Papst Johannes Paul II. auch seine “Theologie des Leibes” entwickelt, in der Gott den Menschen Seinen ewigen Liebesbund anbietet, Sein “Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich...
Inhaltsverzeichnis
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- VORWORT
- Die “Wesenhaftigkeit” des göttlichen Wortes.
- Operari sequitur esse.
- LITERATURVERZEICHNIS
- SIGLEN
- Impressum