
- 267 Seiten
- German
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Sprachliche Sozialgeschichte des Nationalsozialismus
Über dieses Buch
Der Sprachgebrauch in der Zeit 1933 bis 1945 ist vielfältig auf unterschiedlichen Sprachebenen untersucht und dargestellt worden. Dass die dem Nationalsozialismus zugehörigen Sprecher aber nicht die alleinige Diskurs- und Sprachgemeinschaft bildeten, wurde bisher in der empirischen Forschung selten als Gegenstand etabliert, während das Phänomen seit langem theoretisch erkannt und beschrieben ist. Durch eine Konzentration auf öffentlich-propagandistische Kommunikationsformen sind etwa Studien zu Formen institutionellen Kommunizierens, zur gruppenspezifischen oder privaten Schriftlichkeit und insbesondere zum sprachlichen Agieren im Widerstand selten.Der vorliegende Band besteht aus Beiträgen, die hierfür Beispiele vorlegen. Sie basieren auf Vorträgen, die auf der von den Herausgeberinnen veranstalteten Tagung "Sprachliche Sozialgeschichte des Nationalsozialismus" im April 2017 am Institut für Deutsche Sprache gehalten wurden. Die Beiträge erschließen in methodischer Hinsicht, bzgl. der Fragestellung oder in Bezug auf die Quellen mit zum Teil noch nicht oder kaum untersuchtem sprachwissenschaftlichem Material aus der Zeit des Nationalsozialismus neue Perspektiven.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titelei
- Inhalt
- Einleitung
- Sprachliche Sozialgeschichte 1933 bis 1945 – ein Projektkonzept
- Heterogene Widerstandskulturen zwischen 1933 und 1945 und ihre sprachlichen Praktiken – ein Projekt
- Hitlerreden auf der Zeitachse. Korpuslinguistische Analyse von Eigenschaften ihrer Lexik
- Persuasive Strategien in der NS-Zeitung Der Stürmer
- Kommunikationsstrategien zur Vermittlung beruflicher Identitäten in der Zeitschrift NS Frauen-Warte
- Deutsche Zeitung in den Niederlanden (1940–1945). Besatzerdiskurs, Germanisierung, Einladung ins „Neue Europa", Bildstrategien
- Zwischen inszenierter Normalität und Propaganda. Feldpostbriefe aus den Jahren 1939 bis 1945
- Privatbriefe und amtliche Korrespondenzen: Zeugnisse ausgegrenzter KünstlerInnen
- Presseanweisungen und Resistenzakte aus diskurspragmatischer Perspektive. Die Frankfurter Zeitung im Nationalsozialismus
- Zwischen Assimilation und Selbstbesinnung – Konstruktion jüdischer Identität in der C. V.-Zeitung und der Jüdischen Rundschau zwischen 1924 und 1935