Sie haben noch nicht viel über den Dreißigjährigen Krieg gehört oder wissen vielleicht gar nicht, was genau das ist und was hier passierte? Dann bleiben Sie dran, denn dieses Buch beschäftigt sich genau mit der politischen Ausgangslage, dem eigentlichen Auslöser und dem genauen Verlauf dieses so lange andauernden Krieges. Zudem werden die Folgen für die Bevölkerung in dieser Zeit aufgegriffen, das Ende durch den Westfälischen Frieden geklärt und die Bedeutung eines Krieges mit solchem Ausmaß analysiert.

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Der Dreißigjährige Krieg - Basiswissen: Ursachen, Ablauf und Folgen des Dreißigjährigen Krieges leicht verstehen und nachvollziehen
- 84 Seiten
- German
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Der Dreißigjährige Krieg - Basiswissen: Ursachen, Ablauf und Folgen des Dreißigjährigen Krieges leicht verstehen und nachvollziehen
Über dieses Buch
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Information
Die Verbreitung
des Krieges
DIE SCHLACHT AM WEIßEN BERG
1620
Kaiser Ferdinand II. wurde durch den neuen protestantischen Herrscher Böhmens in seiner Macht geschwächt. Zu seiner Machterhaltung wollte er die Aufstände niederschlagen, wozu er sich Unterstützung durch das Königreich Spanien und den bayerischen Herzog Maximilian holte. Die durch die Spanier und Bayern gestärkten Truppen des Kaisers zogen 1620 in die Schlacht am Weißen Berg auf böhmischen Boden in der Nähe von Prag, wobei sie das Land am 08. November unter Führung des Generals Tilly zurückeroberten. Sie gilt als erster Kampf des Dreißigjährigen Krieges. Mit der Landeroberung in Böhmen konnten die katholische Herrschaft, die Macht des habsburgischen Kaisers und das Kaiserreich wieder gesichert werden. Ferdinand II. ließ die Aufständischen festnehmen und hinrichten, führte die Verbreitung seines Glaubens im Reich und bei der Bevölkerung fort und bemühte sich um die Eindämmung lutherischer und calvinistischer Gedanken.
Die Habsburger herrschten nun wieder über Böhmen, das Land wurde wieder in das katholische Kaiserreich integriert. So wurde das böhmische Königreich wieder katholisch, 1621 löste sich infolgedessen die Protestantische Union auf. Der Winterkönig Friedrich war nicht weiter Kurfürst, da über ihn die sogenannte „Reichsacht“, welche den Ausschluss aus der Gemeinschaft bedeutete, verhängt wurde.
Der Kaiser stand nun auch in der Schuld seiner Mitstreiter, deshalb blieben die folgenden Kämpfe nun nicht nur in deutschen Gebieten, sondern weiteten sich auf ganz Europa aus. Bayern und Spanien wollten eine Belohnung für ihre zum Sieg und der Machterhaltung Ferdinands führende Hilfe erhalten. Der katholische Herzog Maximilian von Bayern forderte den Kurfürsten-Titel vom bisher protestantischen Rheinland-Pfalz. Davon würde der Kaiser nur profitieren, da dies die Machtverteilung im Kaiserreich verändern würde. Die Katholiken wären in diesem Falle mit fünf Kurfürsten im kaiserlichen Rat vertreten, wohingegen die Protestanten dann nur noch zwei Vertreter hätten.
Aufgrund dieses Ungleichgewichts stimmten die Protestanten gegen die Ernennung Maximilians zum Kurfürst vom Rheinland. König Philipp IV. von Spanien stellte ebenfalls Ansprüche auf Rheinland-Pfalz: Er wollte Gebiete der Pfalz direkt neben Frankreich als Belohnung seiner Unterstützung erhalten. Sein Heer eroberte dieses Gebiet, die verbliebenen Protestanten kämpften um die Rückeroberung der Pfalz, doch sie verloren diesen Kampf und flohen nach Norddeutschland, die Spanier behielten ihr gewonnenes Gebiet. Dadurch sahen sich die Franzosen bedroht, der Konflikt zwischen Spanien und Frankreich wuchs.
BÖHMISCH-PFÄLZISCHER KRIEG
1618 BIS 1623
1619 starb der böhmische König Matthias, die böhmischen Stände Prags bildeten vorerst ein dreißigköpfiges Direktorium als vorübergehende Regierung, welche die neue Macht des böhmischen Adels sichern sollte. Diese Instanz sah ihre Aufgaben in der Ausarbeitung einer neuen Verfassung, der Wahl eines neuen Königs, welcher schließlich Friedrich V. von der Pfalz wurde, und auch in der Verteidigung durch ein Militär gegen den deutschen Kaiser. Friedrich V. war nicht nur Kurfürst in Rheinland-Pfalz, sondern auch Anführer der Protestantischen Union und überzeugter Calvinist. Im Sommer 1618 gab es nun erste vereinzelte Kämpfe in Südböhmen. Die Protestanten und Katholiken suchten Mächte, die sich mit ihnen verbündeten. In der Zeit zwischen 1618 und 1623 kämpfte die Katholische Liga gegen Böhmen und gewann schließlich. Sie marschierte in vielen protestantischen Gebieten vor und eroberte schließlich die Pfalz.
Nach der Schlacht am Weißen Berg und dem Sieg des Kaisers floh Friedrich V. in die Niederlande, die Anführer böhmischer Aufstände wurden von den Katholiken hingerichtet und die Hälfte der Güter böhmischer Adliger wurde eingezogen und an landesfremde Untertanen und Vertraute des Kaisers verteilt. Ferdinand II. stellte den Katholizismus gewaltsam wieder her. Trotzdem kämpften die im Reich verbliebenen protestantischen Truppen weiterhin für ihre Freiheit und Unabhängigkeit, so ging die erste Phase des Krieges noch einige Jahre weiter.
Doch diese Kämpfer wurden immer weniger, da die kaiserlichen Soldaten viele Gebiete für sich eroberten. Die Protestanten wurden in vielen Schlachten, vor allem im Südwesten des Kaiserreichs, geschlagen und zogen sich immer mehr zurück. Auch östlich der Elbe gelegene protestantische Klöster und Kirchengüter wurden vom Kaiser wieder der katholischen Kirche zugeteilt. Dadurch wurden nun auch benachbarte ausländische Mächte auf diese Auseinandersetzungen aufmerksam, allen voran die Dänen. Die Länder Frankreich, England, Dänemark und die Niederlande sahen eine Gefährdung ihrer Interessen, einige dieser Großmächte mischten sich jetzt auch mit in den deutschen Konflikt ein. Den ersten Schritt machten die Dänen, die nächste Phase des Dreißigjährigen Krieges begann.
NIEDERSÄCHSISCH-DÄNISCHER
KRIEG 1623 BIS 1629
Der dänische König Christian IV. stammte ursprünglich aus der deutschen Dynastie Holstein-Gottorp. Somit war er ebenfalls Herzog von Holstein und hatte Besitztümer im Norden des deutschen Kaiserreichs. Er beobachtete das Kriegsgeschehen auf deutschem Boden länger und griff im Juni 1625 schließlich mit einem 14.000 Mann starken Heer ein, um die Protestanten zu unterstützen. Dabei erhielt er unterstützende Gelder der ebenfalls protestantisch gesinnten Länder Niederlande und England, aber auch vom katholischen Frankreich.
Diese Unterstützung wurde mit dem Haager Bündnis festgelegt, welches ein Bündnis gegen den deutschen Kaiser war. Mit seinen Truppen wandte er sich gegen die kaiserliche Rekatholisierung und hoffte dabei auch auf Landgewinn für sein Königreich und Herzogtum. Dies stellte die katholischen Truppen des Kaisers wiederum vor ein enormes Problem, da das dänische Heer eine hohe Stärke besaß.
Der private Kriegsunternehmer Wallenstein, welcher aus einem alten, verarmten böhmischen Adelsgeschlecht stammte und dem Kaiser gegenüber auch nach der Niederlage nach dem Prager Fenstersturz Treue bewahrte, stellte ein eigenes Heer auf. Dieses überließ er dem Kaiser und unterbreitete ihm den Vorschlag des Systems der Kontributionen, welches letztendlich auch durchgesetzt wurde. Somit standen auf der Seite der Katholiken nun zwei Armeen, denn neben dem neuen Heer Wallensteins kämpften nach wie vor Truppen unter General Tillys Führung.
Beim System der Kontribution ging man nach dem Grundsatz „Der Krieg ernährt den Krieg“. Das bedeutet, dass die Bewohner der Gebiete, die von der Armee durchquert wurden, die Soldaten bezahlen, verpflegen und bei sich wohnen lassen mussten. Somit hatte das Kaiserreich keine Kosten zur Unterhaltung seiner Krieger. Doch dieses System war eine enorme Belastung für die Bevölkerung, denn je länger der Krieg ging, desto brutaler wurden sie auch ausgebeutet. Die kaiserliche Armee nahm den Menschen fast ihren ganzen Besitz weg und zog dann weiter. Für viele Menschen war die Folge dessen eine große Armut. Im Laufe des Kriegs übernahmen auch andere Streitmächte dieses System, so lebte die deutsche Bevölkerung in ständiger Angst vor dem Eintreffen neuer Kriegstruppen.
Wallensteins Heer war sehr stark und gewann viele Schlachten. Die Truppen der kaiserlichen Krone drängten die Protestanten und ihre V...
Inhaltsverzeichnis
- Hinweise
- Inhaltsverzeichnis
- Das erwartet Sie in diesem Buch
- Die Ausgangssituation in Europa
- Der Auslöser: Prager Fenstersturz 1618
- Die Verbreitung des Krieges
- Das Ende des Krieges: Westfälischer Frieden 1648
- Folgen von 30 Jahren Krieg
- Wichtige Persönlichkeiten zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges
- Wissenswerte Fakten rund um den Dreißigjährigen Krieg
- Zusammenfassung: Das Wichtigste auf einen Blick
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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