Der Torschützenkönig ist unter die Dichter gegangen
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Der Torschützenkönig ist unter die Dichter gegangen

Fußball nach Pier Paolo Pasolini

  1. 144 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Der Torschützenkönig ist unter die Dichter gegangen

Fußball nach Pier Paolo Pasolini

Über dieses Buch

»Schade«, sagte Pasolini, »dass alle mich nur als Vertreter der Kultur sehen. Von mir will man nichts als kulturelle Rechtfertigungen, vielleicht, weil die Kultur heutzutage ein hervorragendes Alibi bietet. Nie lädt man mich ein, einen Vortrag über Fußball zu halten, obwohl ich dafür doch bestens gewappnet bin. Weißt du, Sportler sind nicht sehr gebildet und die Gebildeten sind nicht sehr sportlich. Aber ich bin eine Ausnahme.«

Pier Paolo Pasolini im Interview mit Claudio Sabattini für den Guerin Sportivo


In seinem kurzweiligen und sorgfältig recherchierten Buch rekonstruiert Valerio Curcio – auch auf Grundlage bisher unbekannten Materials und selbst geführter Interviews – Pier Paolo Pasolinis innige Beziehung zum Fußball, und damit einen zentralen Aspekt im Leben des großen Intellektuellen, der bisher wenig Beachtung gefunden hat. In einem Mosaik aus fünf Kapiteln werden die unterschiedlichen Linien beleuchtet, an denen entlang sich Pasolinis Fußball-Leidenschaft entwickelt hat: Da ist die Liebe zum FC Bologna, schon in Jugendtagen Verein seines Herzens; da sind seine eigenen Erfahrungen als Spieler, ob auf kleinen Plätzen der römischen Peripherie oder in großen Stadien mit der Nationalmannschaft aus darstellenden Künstlern; die Spuren, die der Fußball in vielen seiner Werke hinterlassen hat; seine Arbeit als Sportreporter, etwa anlässlich der Olympiade in Rom 1960; und zu guter Letzt seine originellen Beiträge zur Rolle des Fußballs als letztem religiösen Ritus der zeitgenössischen Gesellschaft. Ein persönliches, erhellendes Buch, das viele neue Querverbindungen schafft und köstliche Anekdoten bietet – so etwa einen Einblick in das Spiel zwischen dem Cast von Bertoluccis 1900 und dem von Pasolinis Die 120 Tage von Sodom. Curcio zeigt auf, wie Pasolini im Fußball Kraft und Inspiration schöpft – und wie er den Ballsport letztlich als universelle Sprache versteht, als Mittel des Austauschs und der sozialen Teilhabe. Ein Vorwort von Moritz Rinke, erstmals übersetzte Interviews mit Pasolini und ein aktuelles Interview mit Maraini runden den Band ab.

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Information

Jahr
2022
eBook-ISBN:
9783949558160
Auflage
1
ANHANG

Der Dank des Autors geht an …

Carolina, Silvano und Annalisa, sie selbst wissen, warum.
Alessandro Di Nuzzo und Alessandro Scillitani, für die Tage, die wir, kreuz und quer durch Rom fahrend, auf Pasolinis Spuren verbracht haben; »Er Pecetto«, »Er Pera« und »Cippichetto« aus Donna Olimpia, zeit ihres Lebens ragazzi di vita; Valerio Piccioni, der 1996 mit Quando giocava Pasolini den Weg geebnet hat; Paolo Masini, für seine große Hilfe in Monteverde; die mittlerweile verstorbene Angela Felice und Piero Colussi vom Centro Studi Pasolini in Casarsa, zentraler Bezugspunkt im Friaul; Andrea Bruscia und Andrea Canzian, die Hauptquellen, was Pasolinis Beziehung zum Fußball in seiner Heimatregion anbelangt; Roberto Chiesi vom Pasolini-Archiv der Kinemathek Bologna; Cristian Ventura vom Percorso della Memoria Rossoblù (ein Projekt zur Fußballgeschichte in Bologna https://www.percorsodellamemoriarossoblu.it); Massimo Izzi und Tonino Cagnucci, deren Erinnerungen gelb-rot gefärbt sind; Fabio Capello, Angelo Benedicto Sormani und Kapitän Giacomo Losi; Mario Valdemarin für seine Erzählungen; die Bibliothek Enzo Tortora in Testaccio, deren Bücher ich teils lange entführt hatte; Paolo Ferrari dafür, dass ich die wunderbaren Fotos von Pasolini im rot-blauen Trikot nutzen durfte; den Guerin Sportivo für das Titelbild; Antonio Padellaro, Giacomo und das gesamte Team von iogiocopulito.it, ohne die dieses Buch nie entstanden wäre; und zu guter Letzt an Francesco Aliberti und den Verlag, weil sie an mich geglaubt haben.

Bibliografie

PIER PAOLO PASOLINI – ARTIKEL UND INTERVIEWS ÜBER FUSSBALL UND SPORT

Er morto puzzerà tutta la settimana! In: L’Unità, 28.10.1957, S. 4.
Tutto sommato mi sembrano un gran calderone. In: Vie Nuove, 30.07.1960.
Tradì i pattini per la bicicletta. In: Vie Nuove, 10. September 1960.
Dramma sul filo. In: Vie Nuove, 17. September 1960.
Reportage sul Dio. In: Il Giorno, 14. Juli 1963.
Il Caos. Allo stadio la passione non cambia. In: Tempo, 4. Januar 1969. Deutsch v. Agathe Haag und Renate Heimbucher: Im Stadion hat sich nichts verändert. In: P. P. Pasolini: Chaos. Gegen den Terror. Berlin: Medusa Verlag, 1981, S. 68 f.
Il Caos. Perché Nino non mi è simpatico. In: Tempo, 4. Januar 1969. Deutsch v. Agathe Haag und Renate Heimbucher: Warum mir Nino so unsympathisch ist. In: P. P. Pasolini: Chaos. Gegen den Terror. Berlin: Medusa Verlag, 1981, S. 67 f.
Il Caos. Salvadore e la pace alla TV. In: Tempo, 4. Januar 1969. Deutsch v. Agathe Haag und Renate Heimbucher: Salvadore und der Fernsehfrieden. In: P. P. Pasolini: Chaos. Gegen den Terror. Berlin: Medusa Verlag, 1981, S. 68.
Il Caos. Benvenuti non serve...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Inhaltsverzeichnis
  4. Moritz Rinke: Jedes Tor ist eine eigene Erfindung
  5. Einleitung
  6. DER FUSSBALLFAN
  7. DER FUSSBALLSPIELER
  8. DER ERZÄHLER
  9. DER SPORTREPORTER
  10. DER INTELLEKTUELLE
  11. INTERVIEWS ZUM FUSSBALL
  12. ANHANG
  13. Über den Autor
  14. Impressum